Grizzlys verlieren bei Pinguins: Am Ende war es nochmal eng. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Archiv

Bremerhaven/Wolfsburg. Erste Niederlage nach neun Siegen in Folge! Am 24. Spieltag der PENNY DEL unterlagen die Grizzlys Wolfsburg bei den Fischtown Pinguins mit 4:3 (1:0, 2:2, 1:1). Dabei zeigte sich das Team von Pat Cortina bei der Jagd auf die Rekord-Siegesserie am Sonntagabend offensiv insgesamt aktiver, hatte in manchen Situationen aber kein glückliches Händchen und teilweise wenig Spielideen.

Keine Kaderveränderung

“Never change a running system” ging Cortina vor dem Spitzenspiel in Bremerhaven möglicherweise durch den Kopf. Abgesehen davon, dass nach drei Spielen Pause erstmals wieder Dustin Strahlmeier das Tor hütete, traten die Gäste mit exakt dem selben Kader an, als noch in der letzten Partie gegen die Krefeld Pinguine. Lediglich Ryan Button und Maxi Adam tauschten innerhalb ihres Blocks die Seiten.

Wolfsburg spielt – Bremerhaven scort

Mit viel Einsatz begann das Niedersachsen-Derby, in dem die Grizzlys den Wolfsburger Siegesserien-Rekord, seinerzeit unter Pavel Gross aufgestellt, knacken wollten. So entwickelten die Gäste mit fortlaufender Uhr viel Druck auf das gegnerische Tor, doch wirklich gefordert wurde Brandon Maxwell nicht. Daran änderte auch ein erstes Powerplay nichts.

Seitens der Pinguins kam offensiv nur wenig, doch daraus machten diese viel. Die Wolfsburger hatten bis dahin viel mehr vom ersten Drittel, doch ein Konter der Hausherren reichte für Luca Gläser der in Überzahl zum 1:0 (16.) einnetzen konnte – der Treffer kam wie aus dem Nichts und wirkte auch haltbar. In der Summe hatte der Tabellendritte weiterhin wenig Möglichkeiten, diese hattes es jedoch in sich.

Pinguins bestrafen Fehler der Grizzlys

Das Übergewicht des ersten Abschnitts war im zweiten Drittel nicht mehr ganz so deutlich zu sehen, dennoch brachten die Gäste mehr auf das Gehäuse. Das Spiel verlor an Qualität und mutierte kurzfristig zu einem Strafzeitendebakel, welches in einem Penalty zugunsten der Grizzlys gipfelte. Den führte Pekka Jormakka mit einem starken Move in gewohnt kaltschnäuziger Manier erfolgreich aus – 1:1 (30.).

Die Freude währte aber nur kurz. Bremerhavens Miha Verlic ließ gleich zwei Verteidiger stehen und schob die Scheibe an Strahlmeier vorbei zum 2:1 (33.). Dabei sah der Wolfsburger Schlussman, wie auch beim ersten Gegentor, etwas unglücklich aus. Damit nicht genug, erhöhten die Pinguins durch Niklas Andersen auf 3:1 (36.).

Doch von Vorentscheidung konnte noch keine Rede sein. Im fünften Überzahlspiel gelang dem drittbesten Team in dieser Disziplin der Anschlusstreffer durch Spencer Machacek zum 3:2 (39.).

Furchners Anschluss kommt zu spät

Zu Beginn des letzten Drittels gelang dann auch dem derzeit besten Powerplay-Team der Liga ein Erfolg in Überzahl. Nur wenige Sekunden vor Ablauf der Strafzeit stellten die Hausherren, erneut durch Andersen, auf 4:2 (42.). Strafen gab es danach keine mehr. Die Automobilstädter hatten offensiv weiterhin zwar etwas mehr zu bieten, es fehlte jedoch an den richtigen Ideen. Ein gut aufgelegter Maxwell machte es indes nicht leichter. Als letzte Option zog Pat Cortina den Extra-Attacker gute zwei Minuten vor Schluss – das reichte aber nur noch zum 4:3 (60.) von Sebastian Furchner.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens –  Button, Adam – Möser, Bittner – Furchner, Järvinen, Görtz – Boucher, Fauser, Nijenhuis – Hungerecker, Festerling, Machacek – Rech, Olimb, Jormakka

Torschüsse: 19 – 41

Strafminuten: 8– 8

Bullys: 28 – 34

Tore: 1:0 (15:26) Luca Gläser (Urbas/EA), 1:1 (29:44) Pekka Jormakka (PS/EA), 2:1 (32:34) Miha Verlic, 3:1 (35:09) Niklas Andersen (Qurik, Reisnecker), 3:2 (38:07) Spencer Machacek (Button/Görtz/PP1), 4:2 (41:40) Niklas Andersen (McGinn, Friesen/PP1), 4:3 (59:43) Sebastian Furchner (Festerling, Görtz/EA)

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