Grizzlys bewzingen Pinguins: Garret Festerling sorgte für den Führungstreffer und das sensationelle 3:2. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Serie ausgeglichen! Im zweiten Spiel des Playoff-Viertelfinales in der DEL bezwangen die Grizzlys Wolfsburg die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 3:2 (1:0, 2:2, 0:0). Das Team von Pat Cortin konnte auch am Donnerstagabend das erste Drittel für sich verbuchen, musste im Mittelabschnitt einen Rückstand per Doppelschlag hinnehmen, kämpfte sich aber wieder in die Partie zurück. Im letzten Drittel brachten die Gastgeber das Ergebnis über die Zeit.

Raabe ersetzt Adam

Mit kaum Veränderungen auf Wolfsburger Seite ging es in das zweite Nordduell der Best-of-three-Serie. Lediglich in der vierten Sturmreihe rutschte Steven Raabe anstelle von Maximilian Adam in den Kader.

Festerling holt die verdiente Führung

Im Gegensatz zur ersten Playoff-Partie kamen diesmal die Pinguins besser aus der Kabine und spielten sich gleich in Minute eins kurzfristig im gegenerischen Drittel fest, dies währte jedoch nur kurz. Wolfsburg benötigte zwar ein paar Minuten, um einen koordinierten Angriff auf das Eis zu bringen. Doch die Offensive etablierte sich schnell und sicherte sich ein frühes Chancenplus.

Erst scheiterte Gerrit Fauser mit einem Rückhandschuss an Brandon Maxwell (3.), kurz darauf hatte Jeff Likens Pech – sein Versuch endete am Pfosten (4.). Auch defensiv kam man immer besser herein und machte es dem Gegner durch starkes Forechecking schwer, das Spiel aufzubauen.

Auch wenn die wenigen Bremerhavener Angriffe durchaus Qualität hatten, belohnten sich die Grizzlys für die Überlegenheit im ersten Abschnitt und brachten sich im Powerplay durch Garret Festerlings Schuss aus sehr spitzem Winkel mit 1:0 (17.) in Führung.

Grizzlys drehen gekippte Partie wieder zurück

Auch nach der ersten Pause wirkten die Grizzlys zunächst stärker, das Schussverhältnis hielt sich allerdings weitestgehend in der Waage. Nun zeigten sich die Pinguins jedoch effektiver und kippten per Doppelschlag das Spiel. Die Gastgeber verpassten es, in einem weiteren Powerplay den Abstand zu erhöhen – das Gegenteil passierte. Mitchell Wahl kam aus der Kühlbox und erzielte direkt das 1:1 (26.). Nur eine gute Minute später stellte Miha Verlic auf 1:2 (28.).

Nach der Wende sah es vorerst so aus, als würde Bremerhaven das Ruder nun in der Hand behalten, doch so wie die Gäste wenige Minuten zuvor, hatten die Grizzlys eine Antwort parat, die wie aus dem Nichts kam. So netzte Spencer Machacek nach einem blitzsauberen Spielzug zum 2:2-Ausgleich ein (28.).

Kurz vor dem Ende des Mitteldrittels mussten die Hausherren einen Spieler auf die Strafbank schicken. Das powerplaystärkste der Hauptrunde machte aus diesem Vorteil nichts, mehr als einmal konnte ein Schwarz-Oranger ausbrechen. So auch wenige Sekunden vor der Pausensirene.

Garrett Festerling brachte die Scheibe in das gegnerische Drittel und legte für Julian Melchiori auf, der sogleich abzog. Maxwell musste abprallen lassen, Festerling setzte sich im Liegen gegen vier Pinguins durch und stocherte die Scheibe nach mehrfachem Nachsetzen zum 3:2 (40.) über die Linie.

Grizzlys bringen knappe Führung über die Zeit

Im letzten Drittel blieben große Möglichkeiten Mangelware. Mit wenig Unterbrechungen ging es rauf und runter, ohne dass es irgendwelche Highlights gab. Rund zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit kamen die Pinguins zu ihrem nächsten Überzahlspiel (51.). Das lief diesmal besser, doch das Gestänge verhinderte eine der Großchancen zum Ausgleich.

Die Uhr lief immer mehr für die Gastgeber, die die Partie stabil zu Ende spielten. Gute zwei Minuten vor Spielende zog Thomas Popiesch Brandon Maxwell zugunsten des Extraattackers – es half aber nichts. Wolfsburg brachte das Ergbenis über die Zeit.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens – Wurm, Bruggisser – Möser, Bittner – Furchner, Järvinen, Görtz  – Fauser, Festerling, Jormakka – Rech, Olimb, Machacek – Raabe, Hungerecker, Busch  – Adam

Torschüsse: 37 – 25

Strafminuten: 10 – 8

Bullys: 26 – 39

Tore: 1:0 (16:43) Garret Festerling (Olimb/PP1), 1:1 (25:57) Mitchell Wahl (Dietz), 1:2 (27:03) Miha Verlic (Mauermann), 2:2 (27:03) Spencer Machacek (Olimb), 3:2 (39:54) Garret Festerling (Melchiori/SH1)

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