Trotz vieler Lebenszeichen reichte es für die Basketball Löwen nicht zu einem Sieg. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Bonn/Braunschweig. Im zweiten Spiel des MagentaSport BBL-Pokals unterlagen die Basketball Löwen Braunschweig am Sonntagabend bei den Telekom Baskets Bonn mit 79:91 (21:29, 18:20, 23:25, 17:17). Nach einer schwachen Phase im Auftaktviertel zeigte das Team von Cheftrainer Pete Strobl immer wieder starke Momente, konnte das Blatt gegen konstantere Bonner jedoch nicht mehr wenden. 

Zwei Personalien fraglich – Jallow doch am Start

Über zwei Personalien stand bei den Gästen im Vorfeld der Partie ein Fragezeichen: Bazou Koné, der noch immer an einer Bänderdehnung laboriert, sowie Karim Jallow, der sich im ersten Pokalspiel bei den EWE Baskets Oldenburg das Nasenbein brach – der Forward wurde erst am Freitag operiert. Hatte Strobl am selben Tag einen Einsatz des Spielers noch ausgeschlossen, ließ der Trainer ihn mit aufwärmen und setzte ihn ab dem Ende des ersten Viertels auch ein.

Bonn zieht nach fünf Minuten davon

Mit ausgeglichenen ersten fünf Minuten starteten beide Kontrahenten im Bonner Telekom Dome. Auf Seiten der Löwen stach besonders Bryon Allen mit sieben der ersten acht Zähler hervor. Bei fortlaufender Uhr setzten sich die Hausherren zunächst in kleinen Schritten ab, gute zwei Minuten vor dem Ende des ersten Viertels lautete der Zwischenstand 22:15 (8.). In der Folge schickte der Braunschweiger Headcoach Karim Jallow mit Kohlefaser-Maske auf das Parkett. An der Situation änderte das erstmal nichts. Wie auch im Spiel gegen Oldenburg, ließen die Löwen den Gegner erstmal davon ziehen. 35 Sekunden vor der Viertel-Sirene erhöhte Bonn auf 29:20, vor dem zweiten Abschnitt lautete der Spielstand 29:21.

Löwen geben Lebenszeichen

Auch zu Beginn zweiten Viertels behielten die Telekom Baskets das Heft in der Hand. Nach vier Minuten gelangen den Löwenstädtern jedoch schnelle fünf Punkte, auf die eine Auszeit der Gastgeber folgte. Dennoch blieb Braunschweig am Drücker und verkürzte einen 10-Punkte-Rückstand mit wenigen Angriffen auf nur einen Zähler (13.). Für den Ausgleich sorgte Karim Jallow mit einem der vielen Freiwurfversuche, bei denen die Gäste anfangs zahlreiche Möglichkeiten liegen ließen.

Der Lauf war allerdings nur von kurzer Dauer. Das Blatt wendete sich erneut, sodass sich die Nordrhein-Westfalen in der 18. Spielminute abermals mit zehn Punkten abgesetzt hatten. Während Bonn dabei auf eine gute 3er-Quote blicken konnte, lief es auch bei den Feldwürfen deutlich besser als bei den Gästen – Braunschweigs Erfolgsquote lag hier zum Ende der ersten Halbzeit bei lediglich 36 Prozent. Mit einem Zwischenstand von 49:39 ging es in die Pause.

Baskets geben das Ruder nicht aus der Hand

In der zweiten Hälfte blieb der Abstand für einige Minuten nahezu bestehen, doch die Löwen stabiliserten sich, traten mit einer anderen Körpersprache auf und zeigten in ihren Aktionen auch mehr Konsequenz. So verbesserten sich zwischenzeitlich auch die Wurfquoten und das junge Team von der Oker spielte sich bis auf vier Punkte heran (23.).

Doch auch diesmal währte die Freude nicht lange. Zwar ließen es die Strobl-Jungs eine Weile lang nicht zu, dass sich der Gegner ernsthaft absetzen konnte, knapp zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels führte die Mannschaft von Igor Jovovic jedoch wieder deutlich mit 70:58 (28.). Bis zum Viertelende gelangen der Gastmannschaft nur noch zwei Punkte per Freiwurf, Bonn nahm eine komfortable 74:62-Führung mit in den letzten Abschnitt.

Braunschweiger Blitzstart reicht nicht

Nun zeigten die Löwen, dass sie wussten um was es ging. Die Baskets hingegen wussten sich in den ersten Minuten defensiv nur noch mit Fouls zu helfen, offensiv wirkten sie etwas verunsichert – es folgte ein 7:0-Run der Niedersachsen. Nach dem 74:69 in der 32. Minute fanden die Bonner wieder zu ihrer Konstanz zurück, rund sechs Minuten vor Spielende waren es wieder einmal zehn Zähler Abstand. Der Vorsprung der gastgebenden Mannschaft pendelte sich ein, die Telekom Baskets fuhren ihren zweiten Sieg der Gruppenphase am Ende ungefährdet nach Hause.

“Gegner zu schnell in seinen Rhythmus kommen lassen”

“Ich habe mich gut gefühlt nach dem Warmup, habe zum Trainer gesagt ich bin ready, ich habe mich gut gefühlt”, kommentierte Jallow nach Spielende seinen Gesundheitsstatus gegenüber MagentaSport.

“Wie schon gegen Oldenburg fangen wir zu spät an und lassen den Gegner zu schnell in seinen Rhythmus gelangen. Wir kommen zurück, aber zu spät. Das müssen wir über 40 Minuten bringen, nicht nur phasenweise. Trotzdem sind wir auf einem guten Weg” Karim Jallow

Basketball Löwen: Wank 3 (5 Rebounds), Zeeb, van Slooten, Allen 22 (6 Rebounds, 4 Assists, 3 Ballgewinne), Meisner 8 (5 Assists), Robinson 8 (4 Assists), Mushidi 7, Göttsche n.e., Peterka 10, Schilling 12 (6 Rebounds), Jallow 9.

Telekom Baskets Bonn: Pollard 5, Micovic 4, Hagins 20 (9 Rebounds, 6 Assists), Babb 14 (4 Assists), Lischka 7, DiLeo 4, Binapfl, Gailius 25 (4 Assists), Kratzer 6 (8 Rebounds), De Oliveira 6, Mboya Kotieno n.e., Albrecht.

 

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