Wie entfesselt an der Bremer Brücke: Eintracht Braunschweig mit drei enorm wichtigen Punkten im Abstiegskampf. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Osnabrück/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat im Abstiegskampf einen echten Coup gelandet und beim VfL Osnabrück einen ungefährdeten 4:0 (1:0)-Sieg eingefahren. Als Startelf-Rückkehrer avancierten dabei sowohl Suleiman Abdullahi als auch Martin Kobylanski mit je einem Doppelpack zu den Matchwinnern.

Big Points im Abstiegskampf!

Ganz Braunschweig fragt sich an diesem Sonntag, dem 11. April 2021: Darf ich heute einen trinken? Ja ihr dürft! Ja ihr müsst! Stoßt an auf den ersten Auswärtsdreier der Saison und einen Riesenschritt der Löwen in Richtung Klassenerhalt. Überdies hieß es schließlich nicht grundlos seit Monaten: Wir trinken bis Manni trifft!

Nach dem 0:2 in St. Pauli kehrte Coach Daniel Meyer nach überstandener Covid-19-Infektion wieder an die Seitenlinie zurück. Der 41-Jährige vertraute wieder auf Wiebe und Behrendt nach abgesessener Gelbsperre und schickte auch Kobylanski und Abdullahi für Kessel, Bär, Kammerbauer (alle Bank) und Klaß in die Startelf.

Das Kellerduell begann mit einer kleinen Schrecksekunde für die Gäste, als Ajdinis Hereingabe an den Pfosten klatschte (4.). Es war der Weckruf für die Braunschweiger, die von da an mehr Initiative übernahmen. Ein gefühlvoller Lupfer durch die Mitte von Kobylanski auf Abdullahi brachte den in dieser Saison bisher glücklosen Nigerianer in eine exzellente Abschlussposition, die er mit dem 0:1 ins lange Eck untermauerte (11.). Abwehrturm Oumar Diakhité hatte wenig später aus kurzer Distanz die Möglichkeit nachzulegen (15.). So wackelte die knappe blau-gelbe Führung in die Pause, auch weil die Hausherren mit sich selbst beschäftigt schienen – immerhin drohte die zehnte Heimpleite an der Bremer Brücke in Folge.

Stegemann entscheidet auf Strafstoß

Kurz nach Wiederbeginn zeigte Schiedsrichter Sascha Stegemann auf den Punkt. Nick Proschwitz war früher am Ball gewesen als Taffertshofer. Martin Kobylankis verwandelte leichtfüßig und die Eintracht führte nicht unverdient mit 2:0 (51.). Jetzt begannen die Okerstädter zu zaubern: Kobylanski zwang Osnabrücks Schlussmann Kühn in der 55. Spielminute mit einer angeschnittenen Flanke von links dazu, sich den Ball ins eigene Tor zu fäusten. Das 4:0 für die wie entfesselt aufspielenden Gäste folgte nach einem weiten Seitenwechsel von Schlüter auf Abdullahi, der per Flachschuss seinen persönlichen Doppelpack vollendete und damit die Entscheidung herbeiführte (61.).

Dank des ersten Auswärtssieges der Saison klettern die Löwen an Osnabrück vorbei auf Platz 15. Allerdings hat der VfL am Mittwoch (18.30) ein Nachholspiel gegen Regensburg. Für Eintracht Braunschweig geht es am kommenden Freitag (18.30) daheim gegen den SC Paderborn weiter.

VfL Osnabrück: Kühn – Gugganig (64. Multhaup), Beermann, Trapp – Ajdini, Taffertshofer, Heider, Reis (64. Grot), Bapoh (26. Henning) – Santos, Kerk (82. Blacha) Trainer: Markus Feldhoff

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diakhité (Kessel), Schlüter – Wydra, Ben Balla (71. Kammerbauer), Abdullahi (71. Y.Otto), Kroos (46. Bär), Kobylanski (82. Schwenk) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: 0:1 Suleiman Abdullahi (11. Kobylanski), 0:2 Martin Kobylanski (51. FE), 0:3 Suleiman Abdullahi (55. Schlüter), 0:4 Martin Kobylanski (66. Schlüter)

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