Erneut zeigte Karim Jallow eine starke Leistung. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Göttingen/Braunschweig. Am 2. Spieltag der easyCredit BBL unterlagen die Basketball Löwen bei der BG Göttingen sehr knapp mit 76:79 (19:22, 26:18, 18:19, 13:20). Das Team von Headcoach Pete Strobl führte über weite Strecken der Partie, konnte sich jedoch nie richtig absetzen und ließ sich in der letzten Minute die Butter vom Brot nehmen.

Göttingen führt knapp – Allen mit 10 Punkten

Es stand das Derby mit den Fast-Nachbarn aus Göttingen an. Beide Teams hatten ihren Auftakt in die aktuelle BBL-Spielzeit verschlafen. Göttingen unterlag deutlich gegen Ludwigsburg, die Löwen ließen sich von Oldenburg abfertigen. So stand Wiedergutmachung auf dem Programm beider Seiten.

Demenstprechend schenkten sich die Kontrahenten nichts, Braunschweig hatte anfangs allerdings ein leichtes Übergewicht zu verzeichnen und blieb im ersten Viertel meist knapp in Führung, bis die BG in der letzten Minute des ersten Viertels auf 21:19 (9.) drehte. Dabei zeigte sich, im Gegensatz zum ersten Spieltag, vor allem Bryon Allen, der zwei Drei-Punkt-Würfe versenkte und am Ende des ersten Durchgangs zehn Zähler zu verbuchen hatte.

Löwen drehen und halten knappen Abstand

Im zweiten Viertel bauten die Gastgeber den Vorsprung kurzfristig auf fünf Punkte aus. Auffällig zu diesem Zeitpunkt waren diverse Schrittfehler auf beiden Seiten, die offensichtlich dem rutschigen Parkett geschuldet waren. Lange währte die Göttinger Führung nicht, das Team aus der Löwenstadt drehte in Minute 13 auf 24:25.

Mit fortlaufender Uhr baute das Gästeteam den Vorsprung langsam weiter aus. Einen großen Anteil daran hatte Kostja Mushidi, der alleine 9 Punkte in den ersten sechs Minuten des zweiten Viertels versenkte. Der Abstand wurde nun deutlicher, Braunschweig führte 28:36 (17.), doch die Gastgeber ließen sich im Anschluss nicht wirklich weiter distanzieren. Vier erfolgreiche Freiwürfe in Folge reduzierten den Zwischenstand auf 40:42 (20.).

Braunschweig kann BG nicht auf Distanz halten

Nach der Pause lief es zunächst wieder besser für das Roadteam. Mittlerweile war auch Karim Jallow, bester Braunschweiger Werfer beim Ligaauftakt, warm geworden und hatte beim Stand von 44:53 (23.) 13 Zähler auf seinem Punktekonto. Göttingen versuchte sich indes mit Dreiern wieder heran zu schießen, allerdings mit mäßigem Erfolg.

In der Folge hatte Göttingen einen Lauf und verkürzte auf 55:59 (26.), Strobl nahm eine Auszeit. Diese half wenig, kurz darauf lautete der Spielstand 59:59 (28.). Nach mehreren Fehlversuchen auf beiden Seiten gingen die Löwen mit einer knappen 59:61-Führung in das letzte Viertel.

Entscheidung in letzter Minute

Auch im letzten Abschnitt blieb es knapp, selten war der Abstand größer als drei Zähler. Sechs Minuten vor Schluss kam die BG auf nur einen Punkt heran. James Robinson sorgte in der 36. Minute erstmals seit geraumer Zeit für eine 5-Punkte-Führung. Die Freude währte nicht lange, Göttingen konterte unmittelbar mit einem Dreier und drehte im nächsten Angriff mit einem weiteren Drei-Punkte-Wurf das Spiel auf 72:71 (37.). Strobl nahm eine weitere Auszeit.

Es folgte ein Ballverlust auf Seiten der Braunschweiger, auf den im nächsten Angriff der Hausherren ein Defensivfoul folgte. Göttingen war nun mit zwei Punkten vorne, doch Bryon Allen drehte per Dreier wieder zurück (38.). Die Veilchen versuchten es weiter mit Dreiern, doch die Quote wollte nicht besser werden.

Beim Stand von 75:76 durch Karim Jallow nahm Roel Moors ein Time-Out. Die letzte Minute war angebrochen, Göttingens Versuch scheiterte, doch auch die Löwen kamen nicht zum Zug (40.). 17,6 Sekunden vor Spielende führte Braunschweig nach wie vor mit einem Punkt. Nach einer weiteren Auszeit starteten die Gastgeber in den vermeintlich letzten Angriff und schlossen diesen mit einem erfolgreichen Versuch aus der Distanz ab – Führung für die BG.

Nach der letzten Auszeit hatten die Löwenstädter 8,5 Sekunden Zeit, das Spiel noch zu drehen. Bryon Allen für drei, ohne Erfolg, aber mit Foul seitens der Gäste. Nach einem erfolgreichen Freiwurf der Gastgeber verfehlte der erhoffte Buzzerbeater von Allen sein Ziel.

“Selbe Probleme wie gegen Göttingen”

“Wir hatten die selben Probleme wie gegen Oldenburg, haben zwei, drei gute Viertel gespielt und es dann wieder nicht geschafft, eine gute Defense zu spielen. Dann verlierst du so ein Spiel natürlich. Am Ende müssen wir individuell besser verteidigen. Wir werden das Spiel analysieren. Wir haben auch viele gute Sachen gemacht, da müssen wir drauf aufbauen. Wir sind eine junge Truppe und lernen noch, aber es tut natürlich sehr weh, das so zu verlieren”, sagte Karim Jallow nach der Partie gegenüber MagentaSport.

Basketball Löwen: Wank, Koné, Zeeb, van Slooten, Allen 22, Meisner 5 (6 Rebounds), Robinson 10 (5 Assists), Mushidi 11, Göttsche n.e., Peterka 4,  Schilling 5 (6 Rebounds), Jallow 19 (8 Rebounds, 3 Assists).

BG Göttingen: Weidemann 7, Nelson 21 (9 Assists), Gutiérrez 9 (5 Rebounds), Vargas, Kramer, Omuvwie 2, Odiase 19, Mönninghoff, Kamp 6, Dawkins 10, Robinson Jr. 5 (3 Assists), Turudic n.e..

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