Löwen – Bayreuth: Einen großen Anteil am Erfolg hatte Lukas Meisner mit zahlreichen Dreiern. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Starker Sieg für das Team von Pete Strobl! In der easyCredit BBL bezwangen die Basketball Löwen Braunschweig am Sonntag medi bayreuth 90:79 (27:25, 24:22, 25:17, 14:15) und holten sich den vierten Sieg in Folge. Dabei zeigte sich vor allem Lukas Meisner mit einer Vielzahl an Drei-Punkte-Würfen. Karim Jallow und Gavin Schilling komplettierten ein gefährliches Offensiv-Trio, welches sein Team durchgehend in Führung hielt.

Koné feiert Geburtstag

Während die Heimmannschaft weiterhin auf Kostja Mushidi verzichten musste und zu dessen Erkrankung weiterhin keine Details bekannt sind, feierte Bazou Koné seinen 27. Geburtstag. Der Gegner, der hinsichtlich des Scorings auf eine ähnliche Tiefe im Kader zählen konnte, als es bei den Löwen der Fall ist, kam mit einer starken Feldwurfquote an den Start. Braunschweig hingegen hatte statistisch gesehen in Sachen Rebounding vor denm Spiel die Nase vorn.

Löwen mit phänomenaler Dreier-Quote knapp in Führung

Wie bereits am Dienstag erwischten die Gastgeber einen guten Start. Besonders Karim Jallow, der sich gegen Gießen erst spät zeigte, sorgte diesmal schon früh für Akzente und versenkte auch seinen ersten Dreier mit Erfolg (2.) – der Auftakt für eine phänomenale Wurfquote der Braunschweiger. Lukas Meißner legte dreimal aus der Distanz nach und auch Luc van Slooten sowie Lukas Wank waren von der Drei-Punkte-Linie erfolgreich.

Auch aus dem Feld dauerte es mehrere Minuten bevor ein Löwen-Versuch daneben ging. So distanzierte man sich zwischenzeitlich bis auf sechs Zähler, doch abschütteln ließ sich Bayreuth nicht. Mit einer Dreierquote von 88 Prozent (7/8) nahm das Strobl-Team eine knappe 27-25-Führung mit in das zweite Viertel.

Meisner nicht zu stoppen – Bayreuth bleibt aber dran

Der Start in den zweiten Abschnitt lief noch besser. Van Slooten zeigte Selbstvertrauen, legte aus der Distanz nochmal einen drauf und sorgte auch für zwei Steals. Aus einem leitete Jallow einen blitzschnellen Konter ein und dunkte zum 34:25 (12.). Bei den Oberfranken lief indes wenig zusammen. Vier Ballverluste innerhalb von rund zwei Minuten spiegelten den Spielverlauf gut wieder, daran änderte auch eine Auszeit zunächst nichts.

Erst nach rund drei Minuten traf das Team von Raoul Korner wieder und verkürzte nach zweistelliger Führung der Löwen auf 36:28 (13.). Beim Stand von 38:33 nahm der Braunschweiger Übungsleiter eine Auszeit (25.). Doch es blieb erstmal eng. Bayreuth kam nun kurzfristig besser in die Partie und profitierte vor allem von Bastian Doreth, der mit bis dahin fünf Assists für einen guten Aufbau sorgte.

Für etwas Luft an der Oker sorgte abermals Lukas Meisner, der sein Team mit weiteren erfolgreichen Dreiern im Spiel hielt – 17 Punkte hatte der Nationalspieler beim Spielstand von 46:39 (17.) gegen sein Ex-Team auf dem Konto. Bei sieben Punkten Abstand pendelte sich der Spielstand erstmal ein, das junge Team hatte sein schnelles Offensivspiel wieder gefunden. Defensiv lief es allerdings nicht mehr so rund. Zur Pause verkürzte das Roadteam auf 51:47.

Braunschweig setzt sich ab

Zur zweiten Hälfte startete Martin Peterka anstelle von Meisner und sorgte auch gleich für die ersten Punkte nach der Pause. Jallow vollzog kurz darauf seinen zweiten Dreier der Partie zum 56:50 (21.). Die Gäste hingegen taten sich erneut schwer und brauchten wieder fast drei Minuten für die ersten Zähler im dritten Viertel. Auf Braunschweiger Seite war nun auch Bryon Allen erstmals aus dem Spiel heraus erfolgreich und erhöhte auf 60:52 (23.).

Doch auch dieses Mal ließen sich die Bayern nicht abschütteln. Ein unsportliches Foul seitens der Gastgeber leitete eine kleine Wende ein, der Gegner kam auf 60:58 heran (25.), ließ die Chance zum Ausgleich aber liegen. Neben Meißner, der wieder auf dem Parkett stand, und Karim Jallow, zeigte sich mit fortlaufender Uhr auch Gavin Schilling als zuverlässiger Scorer. Mit dem 64:58 (26.) holte der 25-Jährige seine Punkte 13 und 14 – neben bis dahin vier Offensivrebounds. Braunschweig hatte sich nun wieder gefangen, blieb diesmal stabil und ging mit einem Zwischenstand von 76:64 in den letzten Abschnitt.

Löwen bringen Führung sicher über die Zeit

In das letzte Viertel kamen die Gäste besser rein, auf Seiten der Hausherren ging nun einige Drei-Punkt-Versuche daneben. Dennoch erhöhte sich der Abstand und auch defensiv lief es wieder rund. Braunschweig führte in Minute 33 mit 80:66 und hatte die Partie nun in der Hand. Zwar gelang es den Bayreuthern immer wieder, die Distanz ein wenig zu verkürzen, doch der vierte Sieg in Folge war den Löwen nicht mehr zu nehmen. Lediglich die Wurfquoten litten im letzten Abschnitt ein wenig.

“Viele Dinge gut gemacht”

“Wir sind so in das Spiel gegangen, wie wir das wollten. Wir haben viele Dinge gut gemacht, besonders in der zweiten Halbzeit. Ich bin wieder stolz auf meine Jungs und darüber, wie wir zusammengespielt haben. Ich muss ein paar Spieler loben: Wenn ein Bryon Allen, der für seine Scorer-Qualitäten bekannt ist, elf Assists auflegt, dann ist das beeindruckend. Auch Lukas Wank, der ein paar Spiele nicht so viele Minuten bekommen hat, hat alles gegeben und ein paar wichtige Punkte gemacht und Rebounds geholt. Wir haben wirklich als Mannschaft gespielt und gekämpft. Wir sind eine junge Mannschaft, darum gibt es natürlich ein paar Baustellen, die wir verbessern müssen. Aber die Jungs sind bereit, weiter zu arbeiten”, so Strobl zum Spiel

Basketball Löwen: Wank 6 (5 Rebounds), Watkins, Koné n.e., Zeeb, van Slooten 6, Allen 9 (8 Rebounds, 11 Assists), Meisner 20, Robinson 8 (7 Assists), Göttsche, Peterka 2, Schilling 16 (11 Rebounds), Jallow 23 (4 Assists).  

medi bayreuth: Pardon 21, Wenzl n.e., Woolridge 2, Jalalpoor 3, Bruhnke n.e., Doreth 7 (8 Assists), Seiferth 6 (6 Rebounds), Tiby 15, Krug n.e., Walker 13, Bartley 6 (5 Rebounds), Olisevicius 6 (5 Rebounds).

 

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