Löwen empfangen Gießen: Löwen-Coach Pete Strobl weiß, dass die 46ers sich noch finden muss, begegnet der Mannschaft aber mit Respekt. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Nur zwei Tage nach dem knappen Auswärtssieg in Würzburg müssen die Basketball Löwen Braunschweig in der easyCredit BBL schon wieder ran. Am Dienstag (20.30) empfangen die Männer um Headcoach Pete Strobl die noch sieglosen JobStairs GIESSEN 46ers. Respekt hat der Löwen-Coach trotzdem.

Gießen muss sich noch finden

Der dritte Sieg in Folge soll es möglichst sein. Gegen das Team aus Mittelhessen könnte es eine lösbare Aufgabe werden. Ähnlich dem Gegner aus Würzburg hat sich auch Gießen zur neuen Spielzeit neu aufgestellt und blickt coronabedingt erst auf zwei Partien zurück. Am gestrigen Sonntag unterlag man 99:106 gegen Brose Bamberg, das erste Spiel ging mit einem 81:106 gegen ratiopharm ulm ebenfalls verloren. “Es ist noch früh in der Saison. Die Gießener müssen sich wie wir auch erst noch finden”, so Strobl zum Gegner.

Blick nach vorne und Fehler abstellen

Für Strobl selbst stellen zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden keine große Hürde dar, in Sachen Vorbereitung sehe es allerdings anders aus: “Für mich als Trainer ist es kein großes Problem, innerhalb so kurzer Zeit zwei Spiele zu bestreiten. Als ich noch in Ulm war, hatten wir durch die Teilnahme am internationalen Wettbewerb auch nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Ich weiß ohnehin, was unser nächster Gegner Gießen macht und wie er spielt. Das Entscheidende ist aber, diese Informationen nun innerhalb eines Tages in unsere müden Spieler zu bekommen.“

Trotz des Erfolges am Sonntag gelte es nun, sich nach vorne zu fokussieren und Fehler abzustellen. Damit meint der Übungsleiter vor allem die 16 Ballverluste in Würzburg, sowie unnötige Fouls. Besonders ins Sachen Ballverlusten gilt es gegen Gießen aufmerksam zu agieren. Dort ist man mit acht Steals pro Spiel in der Statistik an dritter Stelle der Liga, auch wenn man aufgrund einer Quarantäne erst zwei Spiele absolviert hat.

Stark wieder am Start – 27 Punkte gegen Bamberg

Eine wesentliche Veränderung im Kader der Gießener ist der Weggang des früheren zweimaligen Liga-MVP John Bryant, der in der Saison 2018/2019 auch bester Offensivspieler der BBL war. Verstärkt hat sich das Team um Headcoach Ingo Freyer unter anderem mit Point Guard Jonathan Stark. Der musste nach einer erfolgreichen Spielzeit bei den Iowa Wolves in der G-League jedoch ein Jahr pausieren musste und auch in der diesjährigen Vorbereitung einen Muskelbündelriss erlitt. Sein Comeback krönte der 25-Jährige am gestrigen Abend mit 27 Zählern. Mit einem Schnitt von 15,5 Punkten pro Spiel ist er aktueller Top Scorer der 46ers. “Stark ist ein sehr gefährlicher Guard, was auch für Liam O’Reilly gilt”, betont Strobl.

Wurfstarke Spieler im Kader

O’Reilly, momentan mit 13 Punkte und fünf Assists pro Spiel, war zuvor auf Zypern aktiv. Ebenfalls im zweistelligen Bereich agieren Kapitän Brandon Thomas (13 PpS) sowie der Shooting Guard Isaac Hamilton (10,5 PpS). Hinzu kommt mit dem erfahrenen Neuzugang Brandon Bowman ein athletischer Power Forward. Definitv auf dem Schirm sollte man auch die beiden Deutschen Alen Pjanic und Johannes Richter haben, die gegen Bamberg gemeinsam 22 Punkte sammelten.

“Müssen uns auf uns selbst fokussieren”

“Gießen ist eine Mannschaft, die kämpft und hart spielt. Ihre Spielanlage ist nicht unbedingt ,normal’, sie spielen sehr schnell, laufen und werfen viel. Die Spieler haben auch viele Freiheiten und jeder von ihnen kann punkten. Für uns wird der Schlüssel darin liegen, dass wir weiterhin als Team wachsen. Wir müssen uns auf uns selbst fokussieren und weiter Fortschritte machen“, schließt der Löwen-Trainer.

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