Löwen – Würzburg: Gavin Schilling stach in Sachen Scoring und Rebounding besonders hervor. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Würzburg/Braunschweig. Erster Auswärtssieg für die Basketball Löwen Braunschweig in der aktuellen easyCredit BBL-Saison. Am Sonntagabend bezwang die Mannschaft von Pete Strobl s.Oliver Würzburg nach einem extrem engen Spiel mit 89:93 (21:25, 24:23, 19:17, 13:12, 12:16) erst in der Verlängerung. Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe in dem die Gäste zwar überwiegend knapp in Führung lagen, die Hausherren kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit jedoch für den Ausgleich sorgten. In der Verlängerung hatte Braunschweig am Ende das glücklichere Händchen.

Duell auf Augenhöhe?

Zwei punktgleiche Mannschaften standen sich gegenüber, die bislang jeweils einen Sieg (beide gegen Vechta) in der noch jungen Saison einfahren konnten und in der Tabelle die Plätze 11 (Braunschweig) und 12 (Würzburg) belegten. Insgesamt standen sich die Kontrahenten 16 Mal in der BBL gegenüber und konnten jeweils acht Siege verbuchen. In der Statistik lag das Strobl-Team bei Punkten, Feldwurfquote und Rebounds in dieser Spielzeit bis zum Tippoff vorne. Verzichten mussten die Gäste auf Kostja Mushidi, der verletzungsbedingt fehlte. Auf Seiten der Hausherren setzte man vor allem auf Justin Sears, der nach langer Verletzungspause gleich in der Starting Five auflief.

Löwen stark aus der Distanz

Der sorgte auch gleich für den ersten Assist nach einem Ballverlust der Braunschweiger, die sich per Drei-Punkte-Wurf von Bryon Allen in Führung brachten (2.) und den ersten verpatzten Angriff schnell vergessen ließen. Die Chance zur Erhöhung des Spielstandes verpasste Karim Jallow, dessen Dreier wieder aus dem Korb sprang (4.) – aus der Distanz traf Gavin Schilling im ersten Durchgang dafür gleich dreimal. Der Vorsprung pendelte sich zwischen zwei und vier Punkten ein. Würzburg verkürzte nur für einen Angriff mit einem Vier-Punkte-Spiel auf einen Zähler (8.). Mit einem Spielstand von 21:25 ging es in das zweite Viertel.

Braunschweig zur Halbzeit knapp vorne

Schilling avancierte immer mehr zum Top-Scorer, erhöhte sehenswert per Dunking auf 25:31 (11.). Würzburg blieb zwar dran und sorgte in der 14. Minute für den Ausgleich (33:33), doch die Löwen ließen sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen und bauten einen erneuten Vorsprung auf 38:44 (19.) aus. Einen großen Anteil daran hatte Lukas Meisner, der für fünf Punkte in Folge sorgte. Das Team von Dennis Wucherer konnten den Zwischenstand zur Halbzeit auf 45:48 drücken. Erstaunlich unauffällig blieb Karim Jallow. Der drittbeste Scorer der Liga steuerte in der ersten Hälfte lediglich drei Zähler bei.

Würzburg verkürzt auf einen Zähler

Auch im dritten Viertel blieb das Spiel knapp. Braunschweig baute die Führung wieder auf sechs Punkte aus (24.), doch die Bayern konnten den Rückstand verkürzen und auch erstmals wieder mit 56:55 erneut in Führung gehen (26.). Die Löwenstädter drehten die Partie schnell, dabei bestach weiterhin Gavin Schilling nicht nur als Scorer sondern auch mit bis dahin 7 Rebounds. Eng blieb es weiterhin, mehr als vier Punkte Differenz waren nicht drin. Zum Ende des Drittels lautete der Spielstand 64:65.

Hochspannung bis zum Schluss

Neben Schilling glänzte auch Lukas Meisner. Zwar traf der Nationalspieler in Sachen Dreier nicht so gut, als zuletzt noch gegen Vechta, hatte zu Beginn des letzten Viertels aber nur einen Punkt weniger als Schilling (12) auf dem Konto. Das reichte jedoch nicht, um sich mit dem Team abzusetzen. Wieder holte sich Würzburg mit dem 67:66 die knappe Führung (33.) – Strobl nahm eine Auszeit.

Die Gastgeber erhöhten auf 71:66 (35.), doch Braunschweig riss mit einem 7-Punkte-Run das Spiel wieder an sich (36.). Es blieb weiter eine hauchdünne Partie. Die Heimmannschaft verteidigte verbissen und erhöhte vorne per Dreier auf 74:73 (39.). Nach einem erfolglosen Angriff legte Würzburg per Feldwurf zum 76:73 nach. Bryon Allen verkürzte an der Freiwurflinie um einen Zähler, das nächste Foul zugunsten der Gäste holte Karim Jallow beim Offensivrebound. Doch auch er versenkte nur einen Freiwurf.

Die letzte Minute war angebrochen, es stand 76:75 – wieder wurde Jallow gefoult, traf beide Freiversuche und hatte nun 10 Punkte auf dem Konto. Beim Stand von 76:77 folgte 35,6 Sekunden vor Schluss eine Auszeit. Den nächsten Würzburger Angriff stoppte Jallow mit einem Foul, der Gegner glich aus. Nach der letzten Auszeit seitens Strobl konnten die Braunschweiger den Angriff ausspielen, doch Bryon Allens Versuch scheiterte.

Jallow blüht auf

So ging es in die Verlängerung. Ein Dreier von Meisner brachte die Gäste nach vorn, Jallow legte zwei per Freiwurf nach – 81:86 (43.). Ein technisches Foul gegen Bryon Allen brachte Würzburg wieder zum Zug, im nächsten Spielzug stopfte Justin Sears zum nächsten Ausgleich (44.). Doch darauf hatte James Robinson eine Minute vor Schluss mit einem Dreier die passende Antwort – der leitete den Erfolg ein, denn nun lag das Geschick auf Seiten der Löwen.

40 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung verpassten die Gastgeber eine Freiwurfchance und foulten ihrerseits Jallow. Der sorgte 25 Sekunden vor Schluss für das 87:91 – Auszeit. Würzburg kam nicht mehr heran. Jallow ging erneut an die Linie, besorgte den Endstand von 89:93 und brachte es letztendlich auf 14 Punkte.

Basketball Löwen: Wank 8 (5 Rebounds), Koné 8 (4 Assists), Zeeb, van Slooten 6, Allen 8 (5 Rebounds, 3 Assists), Meisner 14 (3 Ballgewinne), Robinson 14 (5 Assists), Göttsche n.e., Peterka 9, Schilling 12 (7 Rebounds), Jallow 14.

s.Oliver Würzburg:
Downs 4, Obiesie 8, Ward 22, Böhmer n.e., Sears 15 (5 Rebounds, 3 Assists), Persons 7 (8 Assists), Smith 3, Albus, Koch 17, Hunt 6, Weitzel n.e., Hoffmann 7 (11 Rebounds).

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