Skyliners gegen Löwen: Bryon Allen sorgte gemeinsam mit James Robinson für viele Assists, hatte in Sachen Dreier aber kein gutes Händchen. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Frankfurt/Braunschweig. Nach einer Partie, die größtenteils auf Augenhöhe verlief, mussten die Basketball Löwen ihre zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Bei den FRAPORT SKYLINERS in Frankfurt unterlag das Team von Pete Strobl am Samstag nach Verlängerung mit 103:98 (22:22, 25:23, 26:25, 11:14, 19:14). Dabei lagen die Gastgeber über weite Strecken in Führung, konnten die Gäste allerdings nie wirklich abschütteln. Ein später Ausgleich rettete die Mannschaft immerhin in die Verlängerung.

Defensivstarke Hausherren

Nach der deutlichen Niederlage gegen Crailsheim wollten die Löwen in Frankfurt wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Zwar unterlag auch die Mannschaft von Sebastian Gleim ebenfalls gegen die Merlins, zeigten aber eine deutlich bessere Defensivleistung als die Löwen bei ihrer 75:108-Packung. “Frankfurt hat eine gute Mannschaft mit vielen Freiheiten für die Werfer. Zudem sind sie defensiv immer gut, spielen aggressiv und physisch. Da sind wir gefordert, hart dagegenzuhalten und vor allem selbst defensiv besser zu agieren und mannschaftsdienlicher zu spielen als zuletzt. Nur so werden wir zurück in die Erfolgsspur finden”, blickte Braunschweigs Cheftrainer auf das Duell in der Mainmetropole voraus.

Start auf Augenhöhe

Den leicht besseren Start erwischte die Heimmannschaft. Mit schnellen sechs Punkten zeigten sich die Skyliners recht treffsicher, konnten sich dann aber nicht weiter absetzen. Braunschweig sorgte mit dem 8:8 (3.) für den ersten Ausgleich und ging per Freiwurf in Führung (4.). Weiter lief es auf Augenhöhe. 100 Sekunden vor Schluss des ersten Viertels warf sich Frankfurt mit 19:17 (8.) wieder nach vorne, doch Luc van Slooten versenkte einen Dreier in letzter Sekunde zum 22:22.

Skyliners ziehen weg – Löwen kämpfen sich wieder heran

Den zweiten Durchgang starteten die Hessen mit einem 6:0-Run, Strobl nahm eine Auszeit (12.). Die änderte unmittelbar nichts, Frankfurt erhöhte auf 31:22. Erst in der 13. Minute punktete auch wieder das Team aus der Löwenstadt und spielte sich im weiteren Verlauf wieder heran. Der bis dahin erfolglose Bryon Allen verkürzte aus der Distanz auf 36:34 (15.). Um das Blatt zu wenden reichte es auch trotz eines starken Auftritts von Karim Jallow nicht, doch es blieb bei zwei Zählern Differenz. Zur Halbzeitpause stand ein 47:45 auf der Anzeigetafel.

Partie bleibt eng

Auch im dritten Viertel erwischten die Skyliners den besseren Start und setzten sich mit 54:47 (22.) erneut etwas ab. Besonders ärgerlich für Braunschweig: Gavin Schilling foulte in den ersten zweieinhalb Minuten gleich dreimal. Dennoch gelang es den Löwen abermals, den Abstand auf zwei Punkte zu verringern (24.). Dabei blieb es nicht. In der Folge distanzierten sich die Frankfurter immer wieder, doch die Löwen zeigten sich zäh und blieben dran. So lautete der Zwischenstand vor dem Schlussviertel 73:70.

Löwen retten sich spät in die Verlängerung

Im letzten Viertel glichen die Löwen erstmals wieder aus, verpassten beim 73:73 (32.) jedoch die Chance zur Führung. Eine nicht unerhebliche Rolle spielten dabei zahlreiche verpasste Freiwürfe. Der Abstand pendelte sich meist zwischen zwei und fünf Punkten ein. Drei Minuten vor Schluss wurde es beim Stand von 84:77 zwar wieder etwas deutlicher, doch erneut kämpften sich die Gäste heran und glichen per Dreier von James Robinson kurz vor dem Ende der Partie auf 84:84 aus – Auszeit. Frankfurt verpasste es, im mutmaßlich letzten Angriff den Sack zuzumachen, sodass Braunschweig 4,5 Sekunden vor dem Spielende im Ballbesitz war. Der letzte Schuss saß nicht, es ging in die Verlängerung.

Jallow mit zu vielen Fouls – Skyliners am Ende stärker

Dort blieb es weiter eng. Das Gästeteam musste auf Top-Scorer Jallow verzichten, der seine Foulgrenze zu Beginn der Overtime überschritten hatte. Die Skyliners hingegen profitierten von den zahlreichen Fouls des Gegners und ihrer eigenen starken Freiwurfquote. Eine Minute vor dem Ende der Verlängerung führte Frankfurt mit 97:91. Am Abstand änderte sich bis zum Spielende nichts mehr.

Basketball Löwen: Wank 2, Watkins, Zeeb, van Slooten 6, Allen 21 (7 Assists), Meisner 18 (9 Rebounds), Robinson 16 (8 Assists), Göttsche, Peterka, Schilling 12 (9 Rebounds), Jallow 23 (7 Rebounds).

FRAPORT SKYLINERS: Konga 10, Mobley 31, Kessens 8, Begue n.e., Schoormann n.e., Onyia n.e., Rahon 2, Moore 16 (5 Rebounds), Murphy 11, Robertson 6 (6 Rebounds, 5 Assists), Gudmundsson 13, Völler 6. 

 

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