Joker Fabio Kaufmann erzielte den Siegtreffer kurz nach seiner Einwechslung. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Pure Erleichterung brach sich direkt nach dem Spielende in den Gesichtern der Braunschweiger Spieler die Bahn. Nach drei teils sehr derben Niederlagen hatte eine kampfstarke Eintracht soeben den FC St. Pauli mit 2:1(0:1) bezwungen und dabei auch das Spiel gedreht. Marcel Bär und Joker Fabio Kaufmann trafen für die Löwen.

Kobylanski wieder in der Startelf

Auch der 10. Spieltag begann für die Mannschaft von Löwen-Trainer Daniel Meyer mit einem Rückstand. Diesmal dauerte es gegen Kellernachbar St. Pauli exakt 76 gespielte Sekunden, bis Maximilian Dittgen einen Konter der Hanseaten im langen Eck unterbrachte. 

Wieder mit genesenen Martin Kobylanski in der Startelf und Jasmin Fejzic anstelle von Felix Dornebusch zwischen den Pfosten arbeiteten sich die Hausherren in die Partie, die von beiden Teams von Fehler charakterisiert wurde, doch erst nach einer halben Stunde fand die Meyer-Elf auch wirklich im letzten Drittel statt. Die Gäste interpretierten ihre Aufgaben vornehmlich körperlich, doch auch Braunschweig stand in der Defensive gut und diszipliniert. Kurz vor der Halbzeitpause verletzte sich Benjamin Kessel bei einer Grätsche gegen Dittgen und musste direkt für Robin Ziegele ausgewechselt werden.

Bär und Joker Kaufmann drehen das Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel war es ein Fußballspiel mit hoher Fehlerquote. Beide Mannschaften wirkten nervös in ihren Aktionen. Strafraumszenen blieben lange Zeit rar gesät – bis Marcel Bär eine Kopfballverlängerung von Proschwitz über den unschlüssigen Himmelmann lupfte! Der Ausgleich durch den 28-Jährigen kam wie aus dem Nichts (67.). Die Blau-Gelben investierten fortan deutlich mehr. Angestachelt durch den Ausgleich kam so der soeben eingewechselte Fabio Kaufmann nach einem Geniestreich von Kobylanski vor Himmelmann in Position und schob eiskalt am Hamburger Schlussmann vorbei ins Netz (82.). Jasmin Fejzic rechtfertigte seinen Einsatz in den Schlussminuten, als er einen schier unhaltbaren Ball von Becker entschärfte.

Eintracht Braunschweig rückt durch den dritten Saisonsieg auf Tabellenplatz 14 vor. Am kommenden Sonntag, dem 13. Dezember 2020 (13.30) empfängt der Aufsteiger den VfL Osnabrück.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Kessel (45.+1 Ziegele), Wydra, Nikolaou – Wiebe, Kroos, Schlüter, Kobylanski (90.+2), Kammerbauer, Proschwitz, Bär (79.) Trainer: Daniel Meyer

FC St. Pauli: Himmelmann – Ohlsson, Ziereis, Lawrence, Buballa (Paqarada) – Zalazar, Benatelli, Lankford (83. Tashchy), Kyereh (52. Daschner), Dittgen (83. Becker) – Makienok (73. Matanovic) Trainer: Simon Schultz

Torfolge: 0:1 Maximilian Dittgen (2. Kyereh), 1:1 Marcel Bär (67. Proschwitz), 2:1 Fabio Kaufmann (82. Wiebe)

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