Hart umkämpft wie schon das Hinspiel: Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Nürnberg. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Nürnberg/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat zum zweiten Mal in Folge zu Null gespielt. Im torlosen Traditionsduell mit dem 1. FC Nürnberg verpasste die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Meyer jedoch den ersten Auswärtssieg der Saison. Sandhausen vor dem Kellerduell wieder punktgleich.

Zweimal in Folge hinten die Null!

Eintracht Braunschweig war gefordert, den aufsteigenden Trend der Vorwoche am 23. Spieltag im Max-Morlock-Stadion zu bestätigen und überhaupt den ersten Saisonsieg in der Fremde einzufahren. Hinzu kam, dass der Deutsche Meister von 1967 seit endlos langen 42 Jahren nicht mehr beim Club gewinnen konnte. Erstmals in dieser Saison schickte Meyer die selbe Startelf ins Rennen wie am Spieltag zuvor. Beim 2:0 gegen Regensburg (Spielbericht) hatten seine Schützlinge entsprechende Argumente gesammelt. Bei den Hausherren ersetzte Krauß notgedrungen den gesperrten Nürnberger.

Die Gäste aus Niedersachsen fanden zunächst besser in die teilweise doch sehr zerfahrene und hart umkämpfte Partie. Ji (2./19.) köpfte zweimal aussichtsreich nach Flanken von Wiebe und Kaufmann in Richtung Mathenia. Dazwischen waren die Löwen aber im Glück, weil der erfahrene Bundesliga-Schiedsrichter Marco Fritz beim Treffer von Krauß nach einer Ecke den Torschützen in Abseitsposition wähnte (10.). Ärgerlich dagegen für die Blau-Gelben: Mittelfeldstratege Dominik Wydra sah in dieser Phase der Partie die 5. Gelbe Karte und wird im wichtigen Kellerduell mit Sandhausen fehlen.

Beide Mannschaften versuchten es in der Folge vermehrt mit langen Bällen auf ihre Zielspieler, blieben meist aber zu ungenau. Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Franken aber stärker: Spielmacher Dovedan hämmerte den Ball nach einem Zuspiel von Mads Möller Daehli am Braunschweiger Tor vorbei (28.). Kurz vor der Pause folgte die erste echte Großchance der Partie: Dovedan nahm das eher zufällige Zuspiel von Borkowski volley und scheiterte nur knapp am hellwachen Fejzic und dessen Parade (40.).

Ball zappelt im Netz – wieder Abseits!

Auch der erste offensive Ansatz nach dem Seitenwechsel gehörte den Hausherren, bei denen Schäffler bei einer Ballstaffette über links im Zentrum lauerte, den Ball aber nicht verarbeiten konnte (50.). Auf der anderen Seite rutschte Eintrachts Linksverteidiger Nico Klaß beim Torschuss aus –  da wäre sicherlich mehr drin gewesen (55.). Aber die Braunschweiger suchten jetzt mit Nachdruck den Torerfolg. Erst zielte der mitgelaufene Abwehrturm Diakhité bei einer Kroos-Flanke zu hoch (61.), dann köpfte Proschwitz aus acht Metern ein Zuspiel von Ji in Richtung Mathenia (64.).

Erneut mit dem Glück im Bunde waren die Gäste, als wenig später Dovedan Fejzic überwandt, das aber aus einer erneuten Abseitsposition tat (71.). Der eingewechselte Marcel Bär konnte in der 77. Spielminute nach einem feinen Chipball von Kroos gerade noch so von Mühl geblockt werden. Es war die letzte ernsthafte Annäherung in diesem Spiel.

Am kommenden Sonntag empfängt Eintracht Braunschweig daheim den jetzt wieder punktgleichen SV Sandhausen zum absoluten Kellerschlager! Sandhausen gelang zeitgleich ein 3:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück.

1.FC Nürnberg: Mathenia – Valentini, Mühl, Margreitter, Handwerker – Geis, Krauß – Dovedan, Möller Daehli – Borkowski (77. Hack), Schäffler Trainer: Robert Klauß

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diahité, Klaß (88. Schlüter) – Wydra (76. Kammerbauer), Nikolaou – Kaufmann (76. Otto), Kroos, Ji (67. Bär) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: –

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