Der dritte Platz in der 2. Bundesliga Nord ist den Eintracht Hockeyfrauen nicht mehr zu nehmen. Foto: Frank Vollmer/Archiv

Braunschweig. Eintracht Braunschweigs Hockeyfrauen haben die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga erreicht. Auch wenn punktetechnisch mehr auf dem Plan stand, reichte dem Team von Andreas Dolge nach dem sicheren 3:1 (1:1)-Sieg gegen Blau Weiß Köln am Samstag, ein 2:2 (1:1)-Remis gegen den Bonner THV am Sonntag.

“Wir wollten am letzten Heimspielwochenende eigentlich sechs Punkte holen, sind aber leider mit einem Sieg und einem Unentschieden hinter den eigenen Erwartungen geblieben. Wir haben uns durch die vier Punkte dennoch schon vor dem letzten Spieltag einen Platz unter den ersten fünf gesichert und sind somit nächstes Jahr in der Aufstiegsrunde. Das ist erst einmal die Hauptsache!”, freute sich Mannschaftskapitänin Anna Krause, die auch in der Tor-Statistik einen Anteil am Erfolg gegen die Rheinländerinnen hatte.

Blitzstart mit früher Führung

Wie unter der Leitung von Trainer Andreas Dolge gewohnt, starteten die Blau-Gelben mit viel Offensivfeuer in die Partie gegen Köln und belohnten sich in Minute sechs durch das 1:0 von Emily Vysoudil. Die Führung währte bis kurz vor der Halbzeitpause, als die Blau-Weißen den Spielstand mit dem ersten wirklich gefährlichen Angriff egalisierten. “Wir haben extrem viel Druck ausgeübt, aber leider – mal wieder – den Faden verloren. So konnte Köln aus dem ersten Ball, der überhaupt in unseren Schusskreis kam, das Gegentor machen”, sagte Krause.

“Für echt gute Leistung belohnt”

In der zweiten Hälfte ging es Weile hin und her, beide Torhüterinnen bestachen durch starke Paraden, während sich die Gastgeberinnen etwas nachlässig im Abschluss zeigten. Mit fortlaufender Uhr fanden die Löwenstädterinnen wieder ihre Linie und beseitigten mit den Toren von Anna Krause (39.) und Fenja-Sophie Rees (50.) letzte Zweifel an einem am Ende doch sicheren Sieg. “Im Gegensatz zum letzten Wochenende haben wir uns dieses Mal für eine echt gute Leistung belohnt! Wir sind ruhig geblieben und waren bis zum Ende die spielbestimmende Mannschaft”, betonte die Torschützin des 2:1-Treffers.

Neuling Hirschler rettet den Punkt

Am Sonntag sahen die Zuschauer ein anderes Spiel. Zwar fiel auch hier der Führungstreffer, diesmal durch Luisa Hohenhövel (5.), sehr schnell, doch die Freude währte nicht lange. Noch im selben Viertel glichen die Gäste aus (14.). In der Folge hielt Torfrau Victoria Wiedermann ihre Mannschaft mit starken Paraden mehrmals in der Partie. Dennoch drehten die Bonnerinnen in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich das Spiel (41.). Erst kurz vor Schluss rettete Lydia Hirschler mit dem 2:2 (57.) in ihrem ersten Bundesligaspiel den wichtigen Punkt für ihre Mannschaft.

“Gute Entwicklung”

“Wir waren sowohl offensiv als auch defensiv immer einen Schritt zu spät. Da hat uns Vicky im Tor zeitweise echt den Hintern gerettet. Sehr positiv hervorzuheben ist allerdings, dass wir trotz des schlechten Spiels einen Punkt geholt haben – das ist eine gute Entwicklung. Wir punkten eben trotz Mist am Schläger und verlieren solche Spiele nicht mehr. Besonders freue ich mich darüber, dass Lydia Hirschler in ihrem ersten Spiel ein so wichtiges Tor erzielen konnte”, so die erfahrene Spielerin.

Vor dem letzten Spieltag am kommenden Sonntag um 15 Uhr beim Crefelder HTC ist Eintracht Braunschweig der dritte Platz in der 2. Bundesliga Nord nicht mehr zu nehmen.

Tore Eintracht – Blau Weiß Köln: 1:0 Emily Vysoudil (6.), 1:1 Lucia Fafian Stark (27.), 2:1 Anna Krause (39.), 3:1 Fenja-Sophie Rees (50.)

Tore Eintracht – Bonner THV: 1:0 Luisa Hohenhövel (5.), 1:1 Maria Esser (E, 14.), 1:2 Emilia Adragna (41.), 2:2 Lydia Hirschler (57.)

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