Grizzlys bezwingen Adler: Erst in der Overtime konnten die Grizzlys das Ticket für Spiel drei ziehen. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Im zweiten Playoff-Halbfinalspiel der PENNY DEL bezwangen die Grizzlys Wolfsburg Adler Mannheim am Mittwochabend mit 2:1 (0:0, 0:1,1:0, 1:0 ). Das Team von Pat Cortina kam offensiv nur schwer in Tritt, erst im zweiten Drittel kam man auf mehr als eine gute Chance, musste nach erheblichem Mannheimer Angriffsdruck allerdings den ersten Gegentreffer hinnehmen. Eine gute Viertelstunde vor dem Spielende erfolgte der Ausgleich. So fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung.

Raabe rückt auf Center-Position

Auch dieses Mal gab es keine Veränderungen im Wolfsburger Kader, wohl aber in der Zusammensetzung der Reihen. So setzte Cortina die 1. Reihe aus der letzten Partie an Position drei, in der 4. Reihe rutschte Steven Raabe auf die Centerposition. Im Tor vertraute der Italo-Kanadier weiterhin auf Dustin Strahlmeier. Dem Gegner fehlte nach David Wolf nun auch Tommi Huhthala bis zum Saisonende.

Torloses Startdrittel

Schnelligkeit und wenig Unterbrechungen kennzeichneten das erste Drittel, welches eher taktisch geprägt war. Die Grizzlys kamen früh in eine kurze Druckphase, die Dennis Endras im Tor der Adler allerdings vor wenig Probleme stellte. Mannheim tat in der Folge offensiv mehr und hatte das Torschussverhältnis klar für sich verbucht. Das einzige Powerplay – zugunsten der Wolfsburger – änderte am Zwischenstand nichts (7.). Gefährliche Möglichkeiten blieben im ersten Abschnitt eher Mangelware.

Vollgas-Adler erzielen die Führung

Im zweiten Drittel sah das schon anders aus. Die Niedersachsen kamen zunächst mit mehr Feuer aus der Kabine und verpasste eine erste Großchance durch Festerling auf Fauser nur knapp (22.). Im Gegenzug verhinderte die Wolfsburger Verteidigung eine gute Möglichkeit der Mannheimer (23.). Doch die behielten die Partie im Anschluss weitestgehend unter Kontrolle und feuerten teilweise aus allen Rohren.

Immerhin hatten die Schwarz-Orangen durch Max Görtz (28.) und Anthony Rech (30.) nochmal zwei sehenswerte Gelegenheiten, doch ansonsten war es Dustin Strahlmeier, der hinten keine Langeweile hatte. Während es weiterhin mit viel Tempo und wenig Unterbrechungen zur Sache ging, kamen die Baden-Württemberger zu immer mehr brandgefährlichen Möglichkeiten – und erzielten letztendlich das 0:1 (39.) durch Mark Katic.

Furchi hält Grizzlys im Spiel

Im letzten Abschnitt kamen die Gastgeber früh in den Genuss einer Überzahl, machten daraus aber nichts (45.). Doch nur wenige Minuten darauf musste der Titelverteidiger erneut einen Spieler in die Kühlbox schicken. Diesmal fackelte das Cortina-Team nicht lange. Mit einem sehenswerten Schuss verfrachtete Sebastian Furchner die Scheibe zum 1:1 (47.) in das rechte obere Eck.

Auch insgesamt kam vom Team aus dem Allerpark offensiv nun etwas mehr, während die Adler zu diesem Zeitpunkt im letzten Drittel noch keine Torschuss auf dem Zettel hatten – überhaupt war von den Blau-Weiß-Roten bei weitem nicht das zu sehen, was man in den zweiten 20 Minuten noch auf das Eis brachte.

Die Automobilstädter hingegen taten, was zu tun war. Hinten zeigte die Abwehr – inklusive des bärenstarken Strahlmeier – einen soliden Job. Vorne agierte der Angriff teilweise mit viel Selbstvertrauen. Doch Mannheim rappelte sich wieder. Bis zum Ende der regulären Spielzeit gingen beide Teams keine allzu großen Risiken mehr ein. Furchner hatte die letzte große Chance.

Rech holt für Wolfsburg Spiel drei

Es ging in die Overtime, in der weiterhin um jeden Zentimeter gekämpft wurde. Auch hier gab es minutenlang keine Unterbrechungen, das Spiel ging wechselseitig rauf und runter. So fiel der Treffer fast wie aus dem Nichts! Toto Rech pflückte die Scheibe aus der Luft, tanzte seine Gegenspieler aus und netzte das spielentscheide 2:1 (66.) im Alleingang ein.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens – Wurm, Bruggisser – Möser, Bittner  – Fauser, Festerling, Jormakka – Rech, Olimb, Machacek – Furchner, Järvinen, Görtz – Busch, Raabe, Hungerecker  – Adam

Torschüsse: 22 – 33

Strafminuten: 2 – 6

Bullys: 17 – 29

Tore: 0:1 (38:23) Mark Katic (Smith, Shinnimin), 1:1 (46:53) Sebastian Furchner (Görtz, Bittner/PP1), 2:1 (65:05) Anthony Rech (OT)

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