Grizzlys siegen bei Pinguins: Damit stehen die Wolfsburger im Halbfinale. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Bremerhaven/Wolfsburg. Sieg im entscheidenden dritten Viertelfinal-Spiel der PENNY DEL! Die Grizzlys Wolfsburg gewannen am Samstagabend bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 2:3  (0:1, 1:1, 1:0, 0:1). Das Team von Pat Cortina bestach ein weiteres Mal mit einem starken ersten Drittel und einer frühen Führung. Im zweiten Abschnitt legte man nach, musste aber auch einen Bremerhavener Anschlusstreffer hinnehmen. Die knappe Führung hielt bis kurz vor Ende der regulären Spielzeit, dann sorgte Jan Urbas für die Overtime, in der Phillip Bruggisser für die Entscheidung sorgte.

Keine Veränderung im Kader

Ohne Veränderungen im Wolfsburger Kader ging es in das entscheidende Spiel an der Nordsee. Hier kam es nun drauf an. Der Sieger der Partie würde in das Playoff-Halbfinale einziehen, in dem die Verzahnung mit der Südgruppe beginnt.

Likens mit schnellem Treffer

Auch im dritten Playoff-Nordderby kamen die Grizzlys im ersten Drittel besser in das Spiel, verbuchten die ersten Möglichkeiten und bestach erneut mit stabiler Defensive. Ein gutes Forecheking machte die ersten Bremerhavener Angriffe zunichte und auch in den Zweikämpfen hatten die Automobilstädter die Nase vorn. Die Belohnung erfolgte schnell – Jeff Likens sorgte in Minute vier für das 0:1.

In der Folge kamen die Pinguins zwar zu ihrem ersten gefährlichen Angriff, der aber erfolglos blieb. Das offensive Übergewicht blieb zunächst auf Seite der Niedersachsen, doch Bremerhaven fand immer besser in die Partie. Bis zum Drittelende wechselten sich zügige Angriffe ab, die Gastgeber agierten offensiv nun auf Augenhöhe.

Grizzlys legen nach – Pinguins mit Anschluss

Weiter ging es rauf und runter. Keine Mannschaft konnte das Spiel komplett übernehmen, doch es waren die Grizzlys, die aus den mittlerweile etwas weniger gewordenen Möglichkeiten mehr machten. So nagelte Max Görtz im Powerplay einen One-Time-Hammer nach Zuspiel von Dominik Bittner zum 0:2 (29.) in die Maschen.

Entschieden war allerdings noch nichts. Fischtown nutzte ebenfalls ein Überzahlspiel, um mit dem Treffer von Mitch Wahl den Anschluss nicht zu verlieren (34.). So ging es mit der weiterhin knappen Führung der Gäste in den Schlussabschnitt.

Urbas gleicht in letzter Minute aus

Auch im letzten Drittel waren heiße Chancen weitestgehend Mangelware, dabei kam seitens der Pinguins offensiv etwas mehr als beim Gegner. Der agierte dafür mit einer konstanten Defensive und fokussierte sich mit fortlaufender Uhr immer mehr darauf, die Scheibe aus dem eigenen Drittel fernzuhalten und den Zwischenstand über die Zeit zu bringen.

Den Gastgebern lief die Zeit immer mehr davon, trotz größter Bemühungen gelang der Ausgleich nicht. Rund zwei Minuten vor dem Ende schickte Thomas Popiesch den Extraattacker – mit Erfolg. Drei Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit sorgte Jan Urbas mit dem Treffer zum 2:2 (60.) für die Verlegung der Entscheidung in die Overtime.

Bruggissers Hammer entscheidet

Dort gestaltete, vom späten Ausgleich motiviert, in den ersten beiden Minuten Bremerhaven das Spiel, doch dann war auch das Roadteam präsent. Wolfsburg übernahm in den folgenden Minuten das Kommando, Phillip Bruggisser schoss sein Team mit einem echten Dampfhammer in das Halbfinale (66.).

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens – Wurm, Bruggisser – Möser, Bittner – Furchner, Järvinen, Görtz  – Fauser, Festerling, Jormakka – Rech, Olimb, Machacek – Raabe, Hungerecker, Busch  – Adam

Torschüsse: 24 – 21

Strafminuten: 6 – 8

Bullys: 32 – 33

Tore: 0:1 (3:28) Jeffrey Likens (Järvinen), 0:2 (28:20) Max Görtz (Bittner/PP1), 1:2 (33:30) Mitchell Wahl (Jeglic/PP1), 2:2 (59:57) Jan Urbas (Friesen/EA), 2:3 (65:08) Phillip Bruggisser (Machacek/OT)

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