DEG gegen Grizzlys: Es war das dritte von fünf Spielen, welches erst in der Overtime entschieden wurde. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Archiv

Düsseldorf/Wolfsburg. In ihrem ersten Spiel des Jahres 2021 bezwangen die Grizzlys Wolfsburg die Düsseldorfer EG in der PENNY DEL am Sonntagabend mit 5:4 (2:0, 1:2, 1:2,1:0). Dabei startete das Team von Pat Cortina mit einem sensationellen Treffer nach 19 Sekunden gut und das Spiel legte ein erstes Drittel mit wenig Fehlern hin. Ab dem zweiten Abschnitt kam die DEG immer wieder zurück und erkämpfte sich die Overtime, in der Wolfsburg die Nase vorne hatte.

Special-Teams ausschlaggebend?

Es lohnte sich der Blick auf die Special-Teams im Vorfeld der Partie. Mit der DEG trafen die Gäste, zuletzt mit zu vielen Strafen, auf das bis dahin zweitstärkste Powerplay-Team der Liga. In Unterzahl hingegen bildete Düsseldorf das Schlusslicht, doch auch die Grizzlys waren in dieser Disziplin mittlerweile zumindest ligaweit in das Mittelfeld abgerutscht. Personell gab es auf Wolfsburger Seite fast keine Veränderungen, es musste weiterhin auf fünf Akteure verzichtete werden, nur Mathis Olimb war wieder am Start.

Blitzstart durch Busch

Das Spiel zwischen den Rängen vier und sechs der Nordgruppe begann mit einem blitzschnellen Treffer der Grizzlys, als Valentin Busch die Scheibe noch im ersten Spielaufbau von Garrett Festerling bekam und nach nur 19 Sekunden sehenswert aus der Drehung zum 0:1 (1.) in das Gehäuse jagte. In eine Schockstarre versetzte das die Gastgeber nicht, zügig ging es mit wenig Unterbrechungen rauf und runter.

Brandgefährlich wurde es in Minute zehn. Nach einem eklatanten Fehler der Düsseldorfer Abwehr stoppte nur ein hellwacher Hendrik Hane einen Alleingang von Jordan Boucher. Dennoch blieb es ein spannendes Duell, in dem sich auch die DEG immer mehr gute Möglichkeiten erarbeitete. Mehr Feuer hatten aber die Schwarz-Orangen. Drei Minuten vor der ersten Pause war es wieder Boucher – diesmal mit Erfolg. Der Kanadier versenkte das Hartgummi nach einem schnell Lauf zum 0:2 (17.) in den Winkel.

DEG gleicht früh aus – Bruggisser legt nach

Aus der Kabine kamen die Hausherren mit etwas mehr Druck und belohnten sich mit dem 2:1-Anschlusstreffer, auch wenn der Handgelenkschuss von Marco Nowak nahe der blauen Linie ein wenig wie aus den Nichts kam – Dustin Strahlmeier hatte keine Sicht (23.). Nur kurz darauf zeigte Düsseldorf seine Stärke in Überzahl. Ausgerechnet Ex-Grizzly Alexander Karachun sorgte im Powerplay für den Ausgleich (25.).

Die Partie war gekippt, die Nordrhein-Westfalen lagen in Sachen Schussverhältnis mittlerweile vorne. Wolfsburg fand nicht mehr zu der starken Leistung des ersten Drittels zurück, nur zwei aussichtsreiche Versuche von Max Görtz (30.) und kurz darauf von Gerrit Fauser (32.) brachten wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. Das währte zwar nicht lange, doch im ersten eigenen Powerplay der Gäste ließ es Phillip Bruggisser zum 3:2 (40.) krachen.

Fischbuch rettet DEG in die Verlängerung

Das letzte Drittel begann annähernd auf Augenhöhe, wobei die Grizzlys sich nun wieder aktiver zeigten als noch im zweiten Abschnitt. Nach wenigen Minuten flachte das Spiel etwas ab, beiden Seiten gelang es nicht ein souveränes Spiel aufzubauen. Zehn Minuten vor dem regulären Ende der Partie egalisierte die DEG erneut den Spielstand. Dabei fälschte Eugen Alanvo einen Pass von Daniel Fischbuch in der Luft zum 3:3 (50.) ab.

Ein weiteres Überzahlspiel zugunsten des Roadteams blieb ohne Erfolg (52.). In der Folge spielte sich das Geschehen für eine Weile nur noch im Wolfsburger Drittel ab. Doch das Team aus dem Allerpark riss die Partie mit einem furiosen Konter wieder an sich. Dabei legte Valentin Busch quer auf Festerling ab, der weiter zu Phil Hungerecker weiterleitete, der völlig unbedrängt zum 3:4 (57.) einnetzen konnte. Harold Kreis schickte den Extraattacker – mit Erfolg. Daniel Fischbuch sorgte 23 Sekunden vor der Schlusssirene für den nächsten Ausgleich (60.).

Festerling lässt es krachen

Damit ging es aus Sicht der Grizzlys zum dritten Mal in bislang fünf gespielten Partien in die Overtime. Die begann für selbige in Überzahl – und die lief gut. Garrett Festerling ließ nach 32 Sekunden den Siegtreffer im Winkel einschlagen.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens – Button, Adam – Wurm, Bruggisser – Busch, Festerling, Machacek – Fauser, Pfohl, Rech –  Boucher, Järvinen, Görtz – Olimb, Hungerecker

Torschüsse: 33 – 35

Strafminuten: 8 – 4

Bullys: 38 – 34

Tore: 0:1 (00:19) Valentin Busch (Festerling, Likens), 0:2 (16:45) Jordan Boucher (Görtz), 2:1 (22:30) Marco Nowak (Ebner), 2:2 (24:13) Alexander Karachun (Fischbuch, From/PP1), 2:3 (39:01) Phillip Bruggisser (Festerling/PP1), 3:3 (49:41) Eugen Alanov (Fischbuch), 3:4 (56:54) Phil Hungerecker (Festerling, Busch), 4:4 (59:38) Daniel Fischbuch (Nowak/EA), 4:5 (60:32) Garrett Festerling (Melchiori, Rech/PP1/OT)

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