Grizzlys verlieren bei Pinguins: Trotz eines starken ersten Drittels blieb den Wolfsburgern der Sieg verwehrt. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Bremerhaven/Wolfsburg. Ein erfolgreicher Auftakt in die Playoffs blieb den Grizzlys Wolfsburg versagt. Im ersten Viertelfinalspiel der DEL-Saison 2020/2021 unterlag das Team von Pat Cortina am Dienstagabend bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 2:4 (1:0, 1:1, 0:3). Dabei legten die Gäste ein starkes erstes Drittel hin, konterten im zweiten Abschnitt den Ausgleich der stärker gewordenen Pinguins, die sich kurz vor dem Spielende als effektiver erwiesen.

“Die schnellste Zeit” beginnt

“Die geilste Zeit”, hieß es bei MagentaSport jährlich zu Beginn der Playoffs der DEL, doch diesmal ist alles anders. Nun lautet die Devise: “Die schnellste Zeit”. Es war der Auftakt zu einer Playoff-Serie, die es in dieser Form sehr wahrscheinlich (und hoffentlich) nicht wieder geben wird. In lediglich drei Spielen wird der Gewinner der jeweiligen Serie ermittelt, nur sechs Siege reichen damit für den Meistertitel. Ebenfalls neu ist die Paarung der Wolfsburger – noch nie hieß der Playoff-Gegner Fischtown Pinguins. Personell fehlten den Grizzlys Fabio Pfohl und Ryan Button.

Machacek sorgt für die Führung

Den besseren Start erwischten die Gäste, die mit ein wenig mehr Engagement zur Sache gingen und demnach auch in Richtung Tor mehr zustande brachten. So belohnten sich die Automobilstädter folgerichtig, als Spencer Machacek den richtigen Riecher für die entscheidende Lücke sah und zum 0:1 (7.) einnetzte.

Auf der knappen Führung ruhte man sich nicht aus, setzte nach und sorgte auch nach dem ersten Treffer dafür, dass bei Brandon Maxwell keine Langeweile aufkam. Defensiv wirkte das Cortina-Team ebenfalls stabil, einzig bei den Bullys hatten die Hausherren die Nase vorn, machten daraus aber nichts. Auch ein Powerplay zugunsten der Pinguins brachte keine Veränderung. Wolfsburg spielte das erste Drittel sauber zu Ende.

Grizzlys beantworten Fischtowns Ausgleichstreffer

Dennoch kam auch von Bremerhavener Seite mit fortlaufender Uhr mehr auf das gegenerische Gehäuse – etwas Pech war auch dabei. Ein  Versuch aus sehr spitzem Winkel streifte beide Pfosten, überschritt aber nicht die Linie (24.). Doch die Gastgeber blieben dran, kippten die Schusstatistik zu ihren Gunsten und sorgten durch Tye McGinn für den Ausgleich (25.).

An den Grizzlys ging der Gegentreffer nicht spurlos vorbei. Offensiv klappte zeitweise nicht mehr viel, hinten hatte Dustin Strahlmeier des Öfteren alle Hände voll zu tun. Die Wende, zumindest auf der Anzeigetafel, brachte das erste Powerplay der Niedersachsen. Dort netzte Gerrit Fauser mit dem 1:2 (36.) zur erneuten Führung der Gäste ein. Vom Spiel allerdings hatte Fischtown bis zum Ende des Mittelabschnittes weiterhin etwas mehr.

Pinguins entscheiden das Spiel in letzter Minute

Es dauerte ein paar Minuten bis das Team aus dem Allerpark wieder etwas besser in die Partie kam. Rund fünf Minuten nach Beginn des letzten Drittels sorgte man vor dem Bremerhavener Tor für reichlich Offensivfeuer, konnte dabei aber nichts Zählbares herausholen.
Weiter ging es rauf und runter und auch die Pinguins setzten zwischendurch immer wieder Stiche.

Die Uhr schien gegen Bremerhaven zu laufen. Ein weiteres Überzahlspiel der Gastgeber sprach mit zwei Kontern der Grizzlys eher für diese, doch zwei Sekunden vor dem Erreichen der Vollzähligkeit schlug es in Strahlmeiers Kasten zum 2:2 (56.) ein – das Spiel war wieder offen.

Der Treffer gab den Pinguins etwas Aufwind. In den beiden letzten Minuten spielte sich das Geschehen fast nur noch vor dem Tor der Wolfsburger ab. So waren es die Hausherren die kurz vor Schluss durch Jan Urbas den Entscheidungstreffer einnetzten (59.) – Dominik Uher sorgte mit einem Emptynetter (60.) seinen zweiten Treffer des Tages und den Endstand.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Möser, Bittner – Melchiori, Likens – Wurm, Bruggisser  – Fauser, Festerling, Jormakka – Furchner, Järvinen, Görtz – Rech, Olimb, Machacek – Busch, Hungerecker, Adam  – Raabe

Torschüsse: 35 – 21

Strafminuten: 4– 4

Bullys: 38 – 27

Tore: 0:1 (6:02) Spencer Machacek (Olimb, Rech), 1:1 (24:38) Tye McGinn, 1:2 (35:01) Gerrit Fauser (Festerling, Olimb/PP1), 2:2 (55:07) Dominik Uher (McGinn/PP1), 3:2 (58:57) Jan Urbas (Eminger, Jeglic), 4:2 (59:04) Dominik Uher (Fortunus, Moore/EN)

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