Grizzlys verlieren in Krefeld mit mehr Spielanteilen, aber zu wenig Biss im Angriff. Foto: City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg

Krefeld/Wolfsburg. Im zweiten Spiel der Gruppe A des MagentaSport Cup unterlagen die Grizzlys Wolfsburg bei den Krefeld Pinguinen mit 1:3 (0:2, 1:1, 0:0). Eine klare Angelegenheit war es jedoch nicht. Abgesehen von den zwei Krefelder Toren innerhalb von 67 Sekunden, agierten die Kontrahenten insgesamt auf Augenhöhe, wobei Wolfsburg mehr Spielanteile hatte, gegen eine am Ende stabile Abwehr der Pinguine aber mit zu wenig Biss agierte.

Fauser und Machacek fehlen – Adam dabei

Neben Janik Möser, der den Grizzlys krankheitsbedingt fehlte, sowie Steven Raabe, der nach zwei Spielen für die Hannover Indians angeschlagen war, stand auch Gerrit Fauser nach einer Trainingsverletzung nicht im Kader. Des Weiteren fehlte Spencer Machacek, der bei seiner hochschwangeren Frau blieb. Wie angekündigt, rutschte Maximilian Adam in den Kader. Im Kasten startete diesmal Neuzugang Dustin Strahlmeier, in der Startformation ersetzte Max Görtz Valentin Busch.

Krefeld erst seit zwei Wochen auf dem Eis

Die Vorzeichen für das Duell standen unter ähnlich ungleichen Vorzeichen, als noch am letzten Wochenende. Während das Team aus dem Allerpark bereits seit zwei Monaten auf dem Eis trainert, konnte die Mannschaft mit diversen Ex-Wolfsburgern erst auf zwei Wochen Kufenflitzen zurückblicken. Dafür musste das Team von Glen Hanlon bereits in Bremerhaven seinen Tribut zollen. Pat Cortina sah sich im Vorfeld allerdings einem schwereren Gegner gegenüber als noch am Samstag gegen Düsseldorf.

Protest beim Warm up?

Eine kuriose Szene spielte sich bereits beim Warm-Up ab: Auf Seiten der Hausherren standen lediglich Torhüter Sergei Belov und Ivan Petrakov auf dem Eis. Möglicherweise was es eine Protesthandlung.

Pinguine bringen sich per Doppelschlag ins Spiel

So lagen schon anfangs die meisten Spielanteile auf Seiten der Gäste, das Abstimmungsdefizit der Schwarz-Gelben war zunächst sichtbar. Trotzdem die Scheibe gut durch die Reihen der Wolfsburger lief, mangelte es an klaren Torchancen. Fünf Minuten lang kam keine Mannschaft zu einer echten Möglichkeit.

Wie aus dem Nichts klingelte es in Strahlmeiers Kasten. Nachdem die Grizzlys einen Krefelder Angriff nicht richtig klären konnten, gelang das Hartgummi über Torsten Ankert und Lucas Lessio zu Ivan Petrakov in den Slot, der den gegnerischen Goalie aus der Drehung zum 1:0 (5.) bezwang. Damit nicht genug, schlug es keine zwei Minuten darauf erneut ein. Diesmal hatte Ex-Grizzly Wade Bergman das richtige Auge und legte auf Martin Schymainski ab, der relativ unbewacht am rechten Pfosten zum 2:0 (7.) einschieben konnte.

Das Schussverhältnis war zwischenzeitlich zugunsten der Hausherren gekippt, Krefeld war in der Partie angekommen. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels passierte nicht mehr viel, Krefeld war jedoch besser in der Partie angekommen. Den Wolfsburgern hingegen half auch ein Powerplay (17.) nicht.

Bouchers Anschlusstreffer reicht nicht

Im zweiten Abschnitt taten sich die in weiß und orange Spielenden zu Beginn mehrfach schwer damit, sich aus dem eigenen Drittel zu befreien. Offensiv fehlte es weiterhin am richtigen Biss, auch wenn die Pinguine ebenfalls für wenig Torgefahr sorgten. Erst in der 29. Minute, als Matti Järvinen von links abzog und Phil Hungerecker sich das Spielgerät schnappte, wurde es kurz brenzlig – doch Belov war auf seinem Posten. In der Folge ging es bei einem sehr ausgeglichenen Schussverhältnis rauf und runter.

Im zweiten Überzahlspiel der Automobilstädter gelang es immerhin, die Scheibe über längere Zeit zirkulieren zu lassen. Eine gefährliche Möglichkeit gab es dabei nicht. Die folgte erst bei voller Mannschaftsstärke. Nach einem maßgenauen Querpassspiel von Garret Festerling gelang es Jordan Boucher den Puck über Belovs rechten Schoner zum 2:1 (34.) in das Gehäuse zu verfrachten.

Ein langer Pass von Daniil Valitov machte die Freude zunichte. erneut war ein Ex-Wolfsburger beteilgt– und traf. Ausgerechnet Kris Foucault, der in seinen Zeiten im Allerpark oft aufgrund langer Verletzungspausen fehlte, nagelte das 3:1 (36.) per Konter gegen einen chancenlosen Strahlmeier in den Kasten.

Grizzlys nicht zwingend genug

Im letzten Drittel kam wieder mehr in der Offensive des Roadteams. Proftierend von der Bullystärke gelang es nun etwas besser, die Scheibe im Angriffsdrittel zu halten. In der Verteidigung zeichnete sich dafür zwischenzeitlich ein ähnliches Bild ab, wie man es in den zweiten 20 Minuten sah: Durch kleine Abstimmungsfehler und daraus resultierende Scheibenverluste gelang es mehrfach nicht, sich hinten zu befreien.

Ohne dass das Team aus der Westparkstraße die Oberhand hatte, zeichnete sich mit fortlaufender Uhr ab, dass die Grizzlys die Partie nicht mehr kippen würden – das bessere Schussverhältnis konnte nicht in etwas Zählbares umgemünzt werden, weil man vorne nicht zwingend genug agierte. Die weitesgehend stabile Abwehr der Pinguine machte es außerdem nicht einfacher. Immerhin gelang es Cortinas Spielern eine doppelte Unterzahl schadlos zu überstehen. Auch der sechste Feldspieler kurz vor dem Spielende brachte keinen Erfolg.

Am kommenden Freitag (19.30) empfangen die Grizzlys Wolfsburg die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, die am Mittwoch auf die DEG treffen.

Tore: 1:0 (5:40) Ivan Petrakov (Lession, Ankert), 2:0 (6:47) Martin Schymainski (Bergman, Postel), 2:1 (33:56) Jordan Boucher (Festerling, Rech), 3:1 (35:59) Kristopher Foucault (Valitov)

Mehr zum Thema