Grizzlys unterliegen Adlern: Dustin Strahlmeier hielt sein Team lange im Spiel. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Archiv

Mannheim/Wolfsburg. Am 29. Spieltag der PENNY DEL unterlagen die Grizzlys Wolfsburg am Montagabend bei Tabellenführer Adler Mannheim mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0). Nach einer frühen Führung hielt das Team von Pat Cortina gegen offensivstarke Gastgeber zum Auftakt der Südrunde gut gegen und musste sich erst wenige Sekunden vor Schluss geschlagen geben.

Wiedersehen mit Brückmann

Zum Auftakt der Verzahnung mit der Südgruppe gab es auch das erste Wiedersehen mit Ex-Grizzly Felix Brückmann. Der Goalie, der sechs Jahre lang im Allerpark den Kasten hütete, kehrte zur laufenden Saison dorthin zurück, woher er 2014 kam. Im Kader gab es Veränderungen in zwei Sturmreihen, Phil Hungerecker stand wieder im Aufgebot. In der Defensive durfte Philipp Bruggisser wieder ran. Spencer Machacek fehlte mit angeschlagenem Unterkörper.

Ex-Adler Hungerecker punktet früh

Für die Gäste war es ein Auftakt nach Maß. Nach gerade einmal knapp drei Minuten schnappte sich Jordan Boucher die Scheibe vom Gegner und zog nach einem schnellen Konter auf das gegnerische Gehäuse ab. Brückmann ließ in Richtung Slot abprallen. Dort war Phil Hungerecker angerauscht und netzte eiskalt zum 0:1 (3.) ein.

Eine prompte Antwort hatte der Tabellenführer der Südgruppe nicht, brachte im ersten Drittel aber insgesamt mehr auf das Tor als die Grizzlys, die wirkten dennoch etwas gefährlicher.

Mannheim gleicht kurz vor der Pause aus

Auch im zweiten Durchgang sprach das Torverhältnis mehr für die Hausherren. Die Anzahl der Möglichkeiten blieb zwar zunächst übersichtlich, doch Mannheims Chancen wurden vor allem ab der Spielmitte deutlich gefährlicher.

So sah es nun mehr nach dem Ausgleich, als nach einem weiteren Treffer der Niedersachsen aus. Zwei Powerplays ließen die Adler liegen, doch kurz vor der zweiten Pause schlug das 1:1 (39.) durch Sinan Akdag aus spitzem Winkel ein.

Last-Minute-Entscheidung

In das letzte Drittel musste Wolfsburg mit einer 2+2-Strafe starten, überstand die vier Minuten Unterzahl aber schadlos (44.). Mit herunterlaufender Uhr sah es nach Overtime aus, da echte Chancen eher rar gesät waren und auch im Schlussabschnitt kam von Wolfsburger Seite weniger.

An der kämpferischen Leistung scheiterte es dabei nicht, beide Teams bemühten sich um die Entscheidung und zogen dabei weiterhin die eine oder andere Strafe.

Eine solche am Ende für die Entscheidung. 90 Sekunden vor Schluss musste Dominik Bittner in die Kühlbox und diesmal ließen sich die Adler die Gelegenheit nicht nehmen. Nur 32 Sekunden vor der Sirene knallte Markus Eisenschmied nach einem feinen Spielzug das spielentscheidende 2:1 (60.) in die Maschen.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Bittner – Adam, Likens – Wurm, Bruggisser  – Furchner, Järvinen, Görtz – Hungerecker, Nijenhuis, Boucher – Fauser, Olimb, Busch – Rech, Festerling, Jormakka – Möser

Torschüsse: 30 – 12

Strafminuten: 6– 12

Bullys: 34 – 20

Tore: 0:1 (2:57) Phil Hungerecker (Boucher), 1:1 (38:58) Sinan Akdag (Plachta, Reul), 2:1 (59:28) Markus Eisenschmied (Krämmer, Plachta/PP1)

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