Grizzlys treten in Krefeld an. Pat Cortina sieht in den Pinguinen einen schwereren Gegner als noch am Samstag gegen Düsseldorf. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Am Dienstag (19.30) treten die Grizzlys Wolfsburg zum zweiten Gruppenspiel im MagentaSport Cup bei den Krefeld Pinguinen an. Nach dem 7:0-Auftakt gegen eine dezimierte Düsseldorfer EG, trifft das Team um Cheftrainer Pat Cortina nun auf eine Mannschaft mit zahlreichen Neuzugängen, in welcher der Wolfsburger Trainer den schwierigeren Gegner sieht.

Grizzlys treffen auf zahlreiche Ex-Wolfsburger

In der Yayla Arena trifft das Team aus dem Allerpark auf viele alte Bekannte, darunter Kai Hospelt, bekanntermaßen der beste Freund von Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner, und Torsten Ankert. Neben Kris Foucault, der zur Spielzeit 2019/2020 zum ERC Ingolstadt wechselte und nun bei den Nordrhein-Westfalen auf Puckjagd geht, verließen auch Wade Bergman und Lucas Lessio die Grizzlys zur aktuellen Saison in Richtung Krefeld. Für Philipp Bruggisser ist es ebenfalls ein Wiedersehen mit seinem letzten Arbeitgeber. Der Däne, der für seinen harten Schuss bekannt ist, spielte von 2018 bis zum Ende der letzten Saison bei den Schwarz-Gelben.

Geliehener NHL-Goalie

Auch neben den Ex-Wolfsburgern gab es im Kader der Pinguine reichlich Rotation. Zu den nennenswerten Zugängen auf dem Papier zählt sicherlich Goalie Jonas Johansson, der in der vergangenen Spielzeit für sechs Partien den Kasten der Buffalo Sabres hüten durfte. Der NHL-Spieler ist allerdings nur auf Leihbasis in Deutschland.

Coach Hanlon bringt reichlich Erfahrung mit

An der Seitenlinie in der Westparkstraße gab es ebenfalls Veränderung. Dort leitet seit dieser Saison Ex-NHL-Torwart und -Trainer Glen Hanlon das Team an. Der Kanadier spielte viele Jahre bei den Vancouver Canucks, den New York Rangers und den Detroit Red Wings, bevor er in das Traineramt wechselte. In dieser Funktion kann der heute 63-Jährige auf Engagements in Vancouver und Washington, sowie als Nationaltrainer von Belarus, der Slowakei und der Schweiz zurückblicken. Darüber hinaus sorgte Hanlon ungewollt für eine schöne Eishockey-Anekdote: In der Spielzeit 1979/1980 ließ er das erste NHL-Tor von Eishockey-Legende Wayne Gretzky zu.

Krefeld verlor Auftakt

Ein erfolgreicher Auftakt in den MagentaSport Cup gelang den Rheinländern nicht. Bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven unterlag man 1:3. Dabei punktete das Team von der Nordsee zweimal in Überzahl und profitierte von mehr Eingespieltheit, unter anderem wohl auch aufgrund der geringeren Veränderungen im Kader.

“Es wird schwerer zu punkten gegen Krefeld”

“Das Spiel gehen Bremerhaven war sehr schnell, es ging viel rauf und runter, es gab viele Konter, ich denke das hing viel damit zu sammen, das beide Mannschaften sehr lange nicht gespielt haben, es war viel Enthusiasmus beider Teams zu sehen, und auch an den Spielern die sie haben. Wir kennen Kris Foucault, wir kennen Lucas Lessio. Ob sie nun immer so spielen werden oder oder ob es an dem Enthusiasmus lag, da es das erste Spiel nach langer Zeit war, wissen wir nicht. Es wird erst das zweite Spiel für uns sein und wir werden den Fokus auf die Aspekte unseres Spiels legen. Ich bin sicher, es wird schwerer zu punkten, als am Samstag gegen Düsseldorf“, blickt Cortina auf das kommende Spiel.

Weniger Veränderung im Kader

Personelle Veränderungen gibt es nur wenig: Maximilian Adam soll Eiszeit bekommen, Steven Raabe wird nach zwei Spielen mit den Hannover Indians am Wochenende eine Pause einlegen. Janik Möser fällt weiterhin aus, weitere Verletzte oder Erkrankte gibt es – Stand Montagnachmittag – nicht. In der Reihenzusammenstellung soll wenig rotiert werden. In den Sturmreihen setzt Cortina auf feste Pärchenbildung, die dritte Position kann variieren. Neben funktionierenden Kombinationen sollen weitere Optionen gefunden werden.

Furchner erwartet “Überraschungsmannschaft”

Sebastian Furchner erwartet einen “sehr guten Gegner, eine Überraschungsmannschaft, von der man noch nicht genau weiß was man erwarten kann. Es wird auf uns ankommen, wie wir unser Spiel durchziehen. Wir wollen stabil hinten drin stehen, dem Gegner nichts geben und dann unser Spiel nach vorne aufziehen und diszipliniert bleiben. Dann haben wir auch eine sehr gute Chance, dass wir auch das zweite Spiel im MagentaCup dieses Jahr gewinnen.”