Grizzlys scheitern bei Pinguins. Auch in Bremerhaven fehlte es erneut an Effizienz. Ein gut aufgelegter Goalie Brandon Maxwell machte es nicht leichter: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Bremerhaven/Wolfsburg. Der MagentaSport Cup ist für die Grizzly Wolfsburg zu Ende. Bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven gelang es der Mannschaft von Cheftrainer Pat Cortina am Freitabend erneut nicht, aus der Vielzahl an Möglichkeiten genug Zählbares herauszuholen. Die Hausherren gewannen mit 3:1 (0:1, 0:1, 1:1) und bleiben mit sechs Siegen aus sechs Spielen weiterhin ungeschlagen.

Raabe und Nijenhuis fehlen, Furchner wieder da

Auch in Bremerhaven blieben die Defensivpaare der letzten Partien bestehen. In der Offensive gab es erneut Rotation. Steven Raabe und Jan Nijenhuis fehlten aufgrund der Vorbereitung für die U20-WM in Kanada, dafür kehrte Sebastian Furchner nach seinem Magen-Darm-Infekt zurück. So blieben nur die Reihen Olimb, Machacek, Busch und Festerling, Boucher, Hungerecker bestehen. Bei letzterer tauschten Hungerecker und Boucher die Seiten. Janik Möser und Gerrit Fauser fehlten weiterhin, im Gehäuse startete Chet Pickard.

Grizzlys mit Chancenplus – Pinguins machen das Tor

Ähnlich dem Match gegen Krefeld, ging es auch beim Tabellenführer der Gruppe A in Bremerhaven recht zügig zur Sache. Unterbrechungen gab es kaum, ein erstes Powerplay der Grizzlys verstrich ungenutzt (2.). Erneut kam Wolfsburg deutlich öfter zum Schuss als der Gegner. Fast die Hälfte des ersten Drittels ließ man die zweitstärkste Offensive des Tuniers gar nicht zum Schuss kommen.

 Trotzdem die Gäste immer mehr Kontrolle übernahmen, blieb auch hier das Plus an Chancen ungenutzt. Das lief beim Gegner besser. Der nutzte eine doppelte Überzahl und netzte durch Mitchell Wahl zur 1:0-Führung ein (19.).

Bremerhaven erhöht

Auch im zweiten Abschnitt ging das erste Überzahlspiel an die Grizzlys – ohne Erfolg (22.). Fischtown zeigte sich im Forechecking und stellte unter Beweis, weshalb man neben der starken Offensive auch in der Verteidigung die zweitbeste Bilanz im MagentaSport Cup auf dem Konto hat.

Die Partie flachte spielerisch ein wenig ab. Das Chancenverhältnis sprach weiterhin für das Roadteam, das auch in einem weiteren Powerplay nicht für eine Veränderung des Spielstandes sorgen konnte (33.). Das gelang abermals den Pinguins, die die Möglichkeit zum 2:0 über Corey Quirk und Ross Mauermann sauber herausspielten, sodass Niklas Andersen nur noch eiskalt einschieben musste (36.).

Bouchers Anschluss reicht nicht

Im ersten Powerplay des letzten Drittels sorgten die Gäste in Bilderbuchmanier für den Anschluss. In eigener Unterzahl lief Jordan Boucher einen Konter ins gegnerische Drittel, ließ die Scheibe dort für Fabio Pfohl liegen, der quer zurück zu Boucher gab, der aus dem Slot das 2:1 (44.) in die Maschen nagelte. Im folgenden Überzahlspiel konnten die Automobilstädter nicht nachlegen, Bremerhaven verteidigte zu verbissen. Dabei verletzte sich Dominik Bittner und konnte die Partie nicht fortsetzen.

Ein Bandenabpraller besiegelte das Turnier-Aus der Gäste. Die Scheibe schlug von links an die Spielfeldbegrenzung und prallte rechts vom Tor wieder ab. Mitch Wahl jagte die Scheibe mit viel Glück an Pickard vorbei zum 3:1 (53.) – der Wolfsburger Schlussmann konnte nicht schnell genug reagieren. Der Extra-Attacker, den Cortina rund vier Minuten vor Spielende brachte, änderte nichts mehr.

“Spielen reicht einfach nicht”

“Es war nicht schlecht, aber nicht gut genug um zu gewinnnen. Spielen reicht einfach nicht, da dürfen wir uns nicht selbst in die Tasche lügen. Wir müssen nach vorne schauen und es noch ein bisschen härter machen. Am Ende hat es da gefehlt, wo es weh tut und das ist vor dem Tor”, resümierte Sebastian Furchner nach dem Spiel bei Magenta Sport.

Damit haben die Wolfsburg bis zum 20. Dezember Pause. Dann geht es in das erste Ligaspiel.

Tore: 1:0 (18:02) Mitchell Wahl (Verlic, Jeglic/PP2), 2:0 (35:40) Niklas Andersen (Mauermann, Quirk), 2:1 (43:50) Jordan Boucher (Pfohl/SH1), 3:1 (52:35) Mitchell Wahl (Mauermann)

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