Grizzlys verlieren in Mannheim: Trotz hochkarätiger Chancen wollte die Scheibe nur einmal ins Tor – Goalie Endras hatte einen glänzenden Tag. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Mannheim/Wolfsburg. Im ersten Playoff-Halbfinalspiel unterlagen die Grizzlys Wolfsburg bei Adler Mannheim am Montagabend mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0). Dabei konnte das Team von Pat Cortina auf zwar weniger, aber dennoch hochkarätige Möglichkeiten blicken, davon aber zu wenig im Tor unterbringen. Durch den Empty-Netter war es am Ende deutlich.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Auftakt zur Best-of-three-Serie im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga. Mit Gegner Mannheim war es auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Neben dem ehemaligen Wolfsburger Trainerstab Pavel Gross und Mike Pellegrims, standen auch Goalie Felix Brückmann und Verteidiger Björn Krupp bereits in Diensten der Grizzlys. Auf deren Seite stehen mit Dominik Bittner, Garret Festerling, Jan Nijenhuis, Phil Hungerecker und Janik Möser gleich eine Handvoll Ex-Mannheimer Spieler im Kader.

Adler gehen in Führung

Im Duell der beiden Overtime-Matchwinner aus dem Viertelfinale gelang den Gästen der erste Stich. Matti Järvinen trug die Scheibe alleine bis kurz vor Dennis Endras’ Kasten trug, spielte ab, doch der Mannheimer Schlussmann sicher auf seinem Posten war (1.). Auch in den Folgeminuten wirkten die Grizzlys optisch etwas stärker, auch wenn Mannheim zunächst mehr Schüsse zu verzeichnen hatte.

In dieser Disziplin rückte das Team aus dem Allerpark schnell auf, kam zur Drittelmitte in eine weitere gute Phase, zeigte wieder einmal ein gutes Umschaltspiel und biss sich eine Weile vor dem gegnerischen Tor fest (9.). Spielten beide Teams bis dahin sehr diszipliniert, erlaubten sich die Wolfsburger gleich zwei Strafen innerhalb von einer Minute (14.).

Die Möglichkeit in doppelter Überzahl zu punkten, ließ sich das powerplaystarke Team des Titelverteidigers nicht nehmen und netzte nach einer glänzenden Kombination zum 1:0 (14.) ein. Der Treffer ging an den Grizzlys nicht ganz spurlos vorbei.

Mannheim bleibt nach Ausgleich wieder vorn

Nach der ersten Pause kamen die Adler mit mehr Druck aus der Kabine, doch das Roadteam fing sich schnell und hielt dagegen. Die nächste Chance hatte Mathis Olimb auf der Kelle, der nach einem maßgenauen Pass einen Hammer in Richtung Endras losließ, den der jedoch stark parierte. Es folgte eine Strafzeit für Mannheim.

In dieser taten es die Gäste den Hausherren gleich, kamen schnell in Formation und netzten nach nur wenigen Sekunden durch Spencer Machacek zum 1:1 (24.) ein. Weiter ging es rauf und runter, Wolfsburg überstand die nächste Unterzahl schadlos. Im Nachgang verpasste man die nächste Möglichkeit, da sich die eigenen Spieler gegenseitig behinderten (27.).

Auf der Gegenseite hatten die Baden-Württemberger eine längere Druckphase, in der Strahlmeier gleich mehrfach geprüft wurde. Die Niedersachsen konnten sich nur schwer zur Wehr setzen, was in einer weiteren Strafzeit gipfelte (35.) – und wieder schlug es ein. Dabei legte Matthias Plachta auf den vor Strahlmeier stehenden Ben Smith ab, der zum 2:1 (36.) nur noch einschieben musste. Kurz darauf traf Gerrit Fauser nach einem feinen Alleingang nur das Metall (38.) und auch der nächste hochkarätige Konter war nicht von Erfolg gekrönt (40.).

Grizzlys nutzen ihre Möglichkeiten weiterhin nicht

Der Schlussabschnitt begann mit einer Unterzahl der Gastgeber, welches aus Wolfsburger Sicht ungenutzt verstrich (44.). Wenige Minuten später wiederholte sich die Situation (47.). Dennoch hatte man auf Seiten des dreifachen Vizemeisters zwar insgesamt weniger Chancen, doch die hatten es in sich. Die Scheibe wollte nicht, sodass die Zeit unerbittlich gegen die Grizzlys Wolfsburg lief.

Die Süddeutschen machten am Ende mehr aus ihren Möglichkeiten. So leitete Felix Schütz gute sechs Minuten vor Schluss mit seinem Treffer zum 3:1 (54.) die Vorentscheidung ein. Zu allem Unglück zogen die Schwarz-Orangen die nächste Strafe, doch den Deckel drauf machen konnte der Rekordmeister nicht.

Pat Cortina zog gute drei Minuten vor Schluss den Goalie zugunsten des Extraattackers – Mannheim netzte in das leere Tor zum 4:1-Endstand (59.) ein.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens – Wurm, Bruggisser – Möser, Bittner – Furchner, Järvinen, Görtz  – Fauser, Festerling, Jormakka – Rech, Olimb, Machacek – Raabe, Hungerecker, Busch  – Adam

Torschüsse: 33 – 17

Strafminuten: 6 – 10

Bullys: 37 – 21

Tore: 1:0 (13:42) Andrew Desjardins (Eisenschmid, Loibl/PP2), 1:1 (23:26) Spencer Machacek (Furchner, Bittner/PP1), 2:1 (35:35) Benjamin Smith (Plachta, Eisenschmid/PP1), 3:1 (53:57) Felix Schütz (Smith, Bast), 4:1 (58:19) Benjamin Smith (Desjardins/EN)

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