Grizzlys bei DEG: In einer Partie auf Augenhöhe hatten die Gastgeber am Ende den längeren Atem. Foto: City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg

Düsseldorf/Wolfsburg. Dritte Niederlage im vierten Spiel des MagentaSport Cup. Am Samstagabend unterlagen die Grizzlys Wolfsburg bei der Düsseldorfer EG nach Verlängerung mit 2:3 (1:0, 1:2, 0:0, 0:1) und verpassten den Sprung auf den zweiten Platz, der für die Playoff-Qualifikation nötig ist. Das Team von Pat Cortina startete mit einer schnellen Führung, ließ den Gegner ab dem zweiten Drittel jedoch zu sehr ins Spiel kommen und scheiterte an der eigenen Chancenverwertung.

Raabe mit dabei

Wie im Vorfeld angekündigt, ließ Cortina abermals im Kader rotieren. Während Janik Möser und Gerrit Fauser weiterhin fehlten, rückte Steven Raabe in die vierte Reihe, das Tor hütete Dustin Strahlmeier. Düsseldorf hingegen konnte immerhin auf einen etwas gefüllteren Kader und einen knappen Sieg gegen Krefeld zurückblicken – ganz andere Vorzeichen als noch im Auftaktspiel.

Bruggisser netzt zur schnellen Führung ein

Für die erste schöne Szene sorgten die Gäste nach nur 90 Sekunden. Fabio Pfohl brachte die Scheibe über die linke Seite in das Angriffsdrittel und legte auf den völlig unbewachten Philipp Bruggisser zentral ab. Der netzte ungestört zum 1:0 (2.) ein. Die Unparteiischen nahmen die Szene nochmals unter die Lupe, da eine Torhüterbehinderung seitens Jan Nijenhuis im Raum stand. Der Treffer zählte.

Damit belohnten sich die Wolfsburger früh für eine solide Leistung im ersten Drittel. Auch wenn es viel rauf und runter ging, lagen die Spielanteile klar auf Seiten der Weiß-Orangen, auch wenn es nach dem Tor erstmal an gefährlichen Chancen mangelte. Das erste Powerplay der Partie wurde zugunsten der Hausherren gepfiffen, die in der dieser Rubrik bis dahin nicht viel Erfolg vorzuweisen hatten. Das Roadteam, bisher mit nur einem Gegentreffer in Unterzahl, meisterte die Situation souverän. Auch die nächste Überzahlsituation änderte am Spielstand nichts.

DEG hebt die Partie auf Augenhöhe

Nächstes Drittel, nächste Strafzeit gegen Wolfsburg, diesmal mit Erfolg für Düsseldorf. Jeff Likens spielte die Scheibe nicht richtig heraus, das Spielgerät landete bei beim Gegner – 1:1 (23.). Kurz darauf folgte eine ungewöhnliche Strafe. Matthew Carey bekam nicht nur die üblichen zwei Minuten für übertriebene Härte, sondern musste aufgrund der aktuellen Corona-Regeln auch gleich duschen gehen.

Er hatte die Handschuhe ausgezogen, was den momentanen Hygienevorschriften nach nicht erlaubt ist. Der Spieler bekam eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Im dem darauf folgendem Powerplay netzten die Grizzlys erneut ein. Wieder stand eine Torhüterbehinderung im Raum und dieses Mal war es auch eine – kein Tor (27.).

Die DEG war derweil im Spiel angekommen und agierte in Sachen Schussverhältnis nahezu auf Augenhöhe. Dennoch zeigte sich das Team aus den Allerpark immer wieder mit guten Ideen in der Offensive, auch wenn es selten zwingend wurde. Anders ein feiner Alleingang mit Doppelpass von Bruggisser, dessen hundertprozentige Möglichkeit erst unmittelbar vor Mirko Pantkowski durch das Zwischenhalten eines gegnerischen Schlägers zunichte gemacht wurde (33.).

Kurz vor Ende des zweiten Abschnittes zog Daniel Fischbuch die Aufmerksamkeit zweier Grizzlys auf sich, legte für den daraufhin frei stehenden Alexander Barta ab, der Strahlmeier zum 1:2 (38.) bezwang. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In Überzahl für die Gäste zirkulierte das Hartgummi hinter dem heimischen Gehäuse, bis die Scheibe maßgenau zu Fabio Pfohl in den Slot gelang, der unbedrängt den 2:2-Ausgleich (39.) in die Maschen jagte.

Fischbuch entscheidet in Overtime

Ein spannendes Spiel setzte sich auch im Schlussabschnitt fort, keiner der Kontrahenten konnte sich entscheidende Vorteile verschaffen. Einen ersten brandgefährlichen Moment im letzten Drittel hatten Cortinas Mannen selbst verusacht. Dabei bekam Philipp Bruggisser ein Zuspiel von Julian Melchiori nicht richtig und Kontrolle und vertändelte die Scheibe. Bei dem darauf folgenden Versuch der DEG war Strahlmeier einmal mehr auf seinem Posten (45.).

Ein weiteres Überzahlspiel zugunsten der Gastgeber im ISS Dome brachte zwar keinen weiteren zählbaren Erfolg, doch auch mit dem Erreichen der Vollzähligkeit gelang es den Automobilstädtern zunächst nicht, sich zu befreien (48.). Das Schussverhältnis sprach indes ebenfalls für die DEG.

Es zeichnete sich ein ähnliches Bild ab, welches man aus den beiden letzten Spielen im Schlussdrittel kannte. Wolfsburg blieb zwar dran, kreierte gute Chancen, es fehlte aber am entscheidenden Abschluss. Ein gut aufgelegter Pantkowski machte die Aufgabe nicht leichter.  So ließ sich ein Sieger der Partie in regulärer Spielzeit nicht ausmachen, es ging in die Verlängerung. Dort verlor Mathis Olimb die Scheibe, Daniel Fischbuch bezwang im eins-gegen-eins Dustin Strahlmeier zum Siegtreffer (62.).

“Wollen nichts einschleichen lassen”

“Wir hatten stellenweise gute Chancen, haben die aber in letzter Sekunde nicht reingemacht. Wir nehmen das Turnier natürlich ernst, es ist aber auch Vorbereitung, da wird viel rotiert und ausprobiert. Trotzdem müssen wir das natürlich abstellen. Wir wollen nichts einschleichen lassen, bevor es richtig los geht”, so Grizzlys Kapitän Sebastian Furchner gegenüber MagentaSport.

Am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr empfangen die Grizzlys die Krefeld Pinguine zum vorletzten Gruppenspiel im MagentaSport Cup.

Tore: 1:0 (1:30) Philipp Bruggisser (Pfohl, Rech), 1:1 (22:04) Alexander Ehl (Jahnke/PP1), 1:2 (37:10) Alexander Barta (Fischbuch, Kammerer), 2:2 (38:42) Fabio Pfohl (Olimb, Järvinen/PP1), 3:2 (61:34) Daniel Fischbuch (Kammerer/OT)

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