Grizzlys besiegen Haie: Kampflos gaben die Kölner die Punkte nicht her, besonders Hannibal Weitzmann zeigte sich mit starken Paraden. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Köln/Wolfsburg. Im Nachholspiel des 15. Spieltages der PENNY DEL gewannen die Grizzlys Wolfsburg im letzten Spiel der Nordgruppe zum ersten Mal nach acht Duellen in Folge wieder ein Spiel gegen die Kölner Haie. Am Mittwochabend lautete der Endstand in der Lanxess Arena 1:3 (0:1, 1:2, 0:0). Das Team von Pat Cortina brachte sich im ersten Abschnitt in Führung und legte im zweiten Drittel mit einem frühen Doppelpack nach. Kämpferische Haie hatten nicht mehr als ein Tor entgegenzusetzen.

Nijenhuis und Strahlmeier wieder im Aufgebot

Bei den Haien veränderte Cortina wenig am Kader. Valentin Busch rückte in die Reihe zu Mathis Olimb und Spencer Machacek, Jan Nijenhuis zu Jordan Boucher und Gerrit Fauser. In der Defensive tauschten Dominik Bittner und Jeff Likens die Blöcke. Im Kasten stand erstmals nach seinem unglücklichen Auftritt bei den Pinguins Dustin Strahlmeier.

Bittner belohnt Grizzlys für starkes Powerplay

Nahezu ereignislos verstrichen die ersten zehn Minuten des ersten Drittels, beide Kontrahenten brachten bis dahin lediglich einen Schussversuch auf das gegnerische Gehäuse. Daran änderte auch ein Powerplay der Haie nichts, zumal der Gegner das gut verteidigte (14.). In der Folge nahm Köln aber selbst gleich drei Strafen in kurzer Zeit.

Wolfsburg blühte in eigener Überzahl auf, sodass der erste Treffer schon durch die Tür guckte. Hannibal Weitzmann beendete das Dauerfeuer der Grizzlys zwar mit einer Glanzparade (19.), doch Dominik Bittner belohnte sein Team dennoch 63 Sekunden vor der ersten Sirene mit einem Knaller zum 0:1 (19.).

Köln mit später Antwort auf Wolfsburger Doppelpack

Mit einem starken Lauf über den linken Flügel brachte Sebastian Furchner die Scheibe in die Angriffszone der Hausherren und legte für den mitgelaufenen Max Görtz ab, der das Hartgummi lässig über Weitzmann hinweg zum 0:2 (21.) einnetzte. Damit nicht genug, mussten die Haie wieder einen Mann in die Kühlbox schicken. Diese Chance ließen sich die Niedersachsen nicht nehmen und stellten über Matti Järvinen auf 0:3 (25.).

Immerhin ließen sich die Rheinländer nicht beirren und setzten mit zwei brandgefährlichen Möglichkeiten immerhin ein Lebenszeichen (27.) und auch das folgende Überzahlspiel blieb nicht chancenlos. Die Gastgeber waren nun gut drin, hatten im zweiten Drittel das bessere Torschussverhältnis für sich zu verbuchen und sorgten folgerichtig für den 1:3-Anschlusstreffer (35.) durch Dominik Tiffels.

Grizzlys behalten Spiel in der Hand

Im letzten Abschnitt ging es zunächst wieder etwas verhaltener zu. Beide Teams neutralisierten sich, ähnlich dem ersten Durchgang, Möglichkeiten waren erstmal Mangelware. Ein weiteres Powerplay der Domstädter verstrich ungenutzt, Wolfsburg löste dies ein weiteres Mal gut und punktete fast mit einem Gegenstoß (48.).

Im Anschluss versuchte sich Köln wieder mit etwas mehr Offensive, doch die engmaschige Verteidigung der Niedersachsen verneinte jede Chance. Auch vorne setzten die Grizzlys immer wieder Akzente und behielten so das Heft in der Hand. Uwe Krupp schickte als letzte Option den Extra-Attacker, doch am Spielstand änderte sich nichts mehr.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Bittner – Adam, Likens – Wurm, Möser  – Furchner, Järvinen, Görtz – Boucher, Fauser, Nijenhuis – Rech, Festerling, Jormakka – Busch, Olimb, Machacek – Raabe

Torschüsse: 23 – 26

Strafminuten: 10– 8

Bullys: 25 – 33

Tore: 0:1 (18:57) Dominik Bittner (Järvinen/PP1), 0:2 (20:40) Max Görtz (Furchner, Järvinen), 0:3 (24:16) Matti Järvinen (Bittner/PP1), 1:3 (34:11) Dominik Tiffels (Akeson, F. Tiffels/PP1)

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