Eintrachts AR-Vorsitzender Frank Fiedler ist zurückgetreten. Foto: Jens Bartels

Braunschweig. Frank Fiedler ist nicht mehr Aufsichtsrats-Vorsitzender der Profifußball-Abteilung Eintracht Braunschweig Gmbh & Co. KGaA. Dies vermeldet die dpa am Montagvormittag.

AR-Chef zurücktgetreten

Die “Initative Eintracht” hatte für einen echten Neuanfang den Rücktritt des gesamten Aufsichtsrates von Eintracht Braunschweig gefordert (wir berichteten). Wie am Montag bekannt wurde, ist der Aufsichtsrats-Vorsitzende Frank Fiedler am Montag mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten. Der Finanzvorstand des Eintracht-Sponsors Volkswagen Financial Services AG nannte der dpa-Meldung zufolge dafür in einem Schreiben an das Präsidium des Clubs “persönliche Gründe”.

Wie die Braunschweiger Zeitung zuvor berichtet hatte, war Fiedler wegen Alleingängen im Aufsichtsrat in die Kritik geraten. So habe er den Vertrag von Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann bis 2023 verlängert, was im Aufsichtsrat der Löwen mindestens für kontroverse Diskussionen über die umstrittene Personalie gesorgt habe. Fiedler hatte daraufhin der Meldung zufolge eine Einigung gefunden: Eine mögliche Abfindung im Falle einer vorzeitigen Trennung von Vollmann würde die VWFS übernehmen.

“Äußerst fragwürdig”

“Frank Fiedler hat sich seit über fünf Jahren im Aufsichtsrat ehrenamtlich eingebracht und viel Kraft und Zeit investiert. Wir respektieren seine Entscheidung und danken Frank Fiedler im Namen der Gremien für sein langjähriges und großes Engagement für die Eintracht. Innerhalb des zuständigen Gremiums werden wir uns in den nächsten Tagen zusammen finden und das weitere Vorgehen besprechen”, betonte Christoph Bratmann, Präsident des BTSV von 1895 e.V. und Mitglied des Aufsichtsrates der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA in einer offiziellen Vereinsmitteilung.

“Äußerst fragwürdig ist, wie von bestimmten Fangruppierungen persönliche Kampagnen gegen Amtsträger oder leitende Angestellte initiiert werden. Sachliche Kritik ist erwünscht und auch wichtig. Wie hier Menschen persönlich angegangen werden, ist völlig inakzeptabel”, so Bratmann.

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