Löwen-Trainer Daniel Meyer hat vor dem Spiel gegen Bochum einige Ausfälle zu kompensieren. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Im Rahmen des 4. Spieltages der 2.Bundesliga empfängt Eintracht Braunschweig am Samstag (13.00) den VfL Bochum. Bei den Blau-Gelben möchte man nach der Länderspielpause nach vorne blicken. Das vieldiskutierte Derby wollen Cheftrainer Daniel Meyer und seine Löwen so schnell wie möglich vergessen machen. Derweil drohen den Löwen am Samstag gleich mehrere Ausfälle. 

“Die Pause war bitter”

Und doch ist die Mannschaft im Heimspiel gegen den VfL Bochum beinahe schon zum Punkten verpflichtet, will es sie nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verlieren. “Für uns war es bitter, dass es nach der Derbyniederlage eine Pause gab”, so Meyer. Die schlechte Stimmung habe sich dann etwas hingezogen. “Da war es für alle Beteiligten mental schwierig. In der jetzigen Woche hatten wir dann aber eine ganz andere Atmosphäre.”

Die Aufgabe gegen die noch ungeschlagenen Bochumer und den ehemaligen Wolfsburger U19-Trainer Thomas Reis wird ohnehin schwer genug. “Wir treffen auf eine sehr eingespielte Mannschaft mit klarer Struktur. Das ist ein Team mit erfahrenen Zweitligaspielern, die über viel Erfahrung verfügen”, warnte Meyer in der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.

“Wir alle wollen wieder dieses Gefühl nach einem Sieg mitnehmen und in der Kabine zusammen feiern. Ich bin überzeugt, dass wir am Samstag eine richtig gute Möglichkeit haben die drei Punkte einzufahren.” Felix Dornebusch

Das Lazarett wächst

Verzichten muss Daniel Meyer nicht nur auf Linksverteidiger Niko Kijewski. Iba May und Suleiman Abdullahi plagt das Knie. Leandro Putaro, Marcel Bär und Felix Kross haben muskuläre Probleme. Ein Einsatz steht bei allen auf der Kippe. Und dann wäre da ja noch Leon Bürger, der sich unter der Woche eine Mittelfußfraktur zugezogen hat. Bei all den personellen Problemen gibt es zumindest eine gute Nachricht aus dem Lager der Eintracht: Patrick Kammerbauer steht wieder voll im Training und stellt am Samstag eine Option dar.

Generell ist Meyer optimistisch: “Wir haben eine sehr gute Konkurrenzsituation im Kader. Es gab zum Ende der vergangene Woche ein sehr umkämpftes, internes Testspiel, wo sich die vermeintliche Reserve sehr gut und engagiert präsentiert hat.” Dabei stellt sich zunächst die Frage, wer im Sturm Abdullahi vertreten könnte. “Nick Proschwitz hatte nach seinen Einwechslungen sofort Torchancen. Yari Otto hat sehr gut trainiert, nachdem ihm die Kurzeinsätze beflügelt haben”, verrät Meyer einige Optionen. Auch Martin Kobylanski könnte eine Position nach vorne rücken.

Die unlängst kritisierte vermeintlich fehlende Laufbereitschaft seiner Mannschaft ist für den 41-Jährigen dagegen kein Thema: “Ein Laufwert muss nicht immer ein Spiel wiedergeben. Die Werte nach der Leistungsdiagnostik waren alle in Ordnung, es ist kein athletisches Thema. Auf Dauer wollen wir den Laufwert so nicht stehen lassen.”

“Wir werden die Jungs, die sich im Training gezeigt haben, dann auch loslassen, wenn sie brennen.” Daniel Meyer

Mehr zum Thema