Das Ziel sind die Top 5 der Liga, um sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren. Foto: Jens Bartels/Archiv

Braunschweig. Vor genau einem Monat starteten Eintracht Braunschweigs Hockeydamen in die Rückrunde der 2. Bundesliga. Aktuell rangiert die Mannschaft von Andreas Dolge auf Platz drei der Nordgruppe und ist damit vorerst im Soll. abseits.tv sprach mit Kapitänin Anna Krause über den Stand der Dinge.

Anderer Spielmodus

Auch für die Frauenmannschaft von Eintracht Braunschweig verläuft der Spielbetrieb coronabedingt nicht wie gewohnt. Die Rückrunde, die normalerweise ab April stattfindet, läuft erst seit Anfang September – hier hätte eigentlich bereits die nächste Hinrunde begonnen. Um in der Zeit nach der Corona-Pandemie wieder zum normalen Turnus zurückkehren zu können, wurde in dieser Saison der Spielmodus geändert. So schließt sich an die Rückrunde für die ersten fünf der Schlusstabelle eine Auf- und für die letzten fünf eine Abstiegsrunde an.

“Jeder kann jeden schlagen”

“Natürlich war und ist es unser Saisonziel, zu den ersten fünf zu gehören”, betont Krause. Mit insgesamt 21 Zählern steht man auf Rang drei, allerdings mit nur zwei Punkten Vorsprung vor dem Bonner THV und der TG Heimfeld – das Tabellenmittelfeld liegt eng beeinander. “In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Am letzten Samstag haben wir Bremen geschlagen, tags darauf haben wir unglücklich gegen Polo verloren. Es kommt in dieser Saison viel auf die Tagesform an”, so die Kapitänin weiter. Der Bremer HC belegt aktuell Platz zwei und hat momentan elf Punkte Vorsprung vor den Blau-Gelben, der Hamburger Polo Club liegt mit 18 Zählern auf Rang sieben. Zu den Teams, die eher schwer zu schlagen sind, gehört der Club Raffelberg, mit fünf Punkten Vorsprung auf Bremen unangefochten an der Spitze der Liga. “Gegen Raffelberg merkt man, dass die spielerisch stärker sind und wirklich Ambitionen für die 1. Liga haben. Andererseits wird es in der Aufstiegsrunde so sein, dass jede Mannschaft noch zweimal gegen jede andere Mannschaft spielt. Da sind also noch eine Menge Punkte zu vergeben.”

Neuer Trainer mit anderer Philosophie

Nicht mehr ganz neu an der Seitenlinie ist Trainer Andreas Dolge, der im Vorjahr das Amt von Carsten Alisch übernahm. In der abgelaufenen Spielzeit entging die Eintracht relativ knapp dem Abstieg, nun läuft es wieder besser. “Mit Andreas ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Carsten legte viel Wert auf die Defensive und sagte immer ‘Lieber ein Tor weniger kassieren als die anderen’. Andreas’ Konzept ist hingegen sehr offensiv ausgelegt und da lautet die Marschroute eher ein Tor mehr zu schießen als der Gegner”, lacht die Spielerin und fährt fort: “Es ist auf jeden Fall für die erfahrenen Spielerinnen einen Umstellung. Auch für mich, ich habe 12 Jahre mit Carsten trainiert!”

“Wir müssen nicht, aber wir können”

Das Konzept scheint dennoch zu funkionieren und so scheint es, als könne Dolge an die erfolgreichen Jahre unter Alisch anschließen. “Es weht auf jeden Fall ein frischer Wind und es ist auch wirklich gut angelaufen. Unsere Situation ist gerade recht luxeriös: Wir müssen nicht, aber wir können auf jeden Fall versuchen oben mitzumischen”, schließt Krause.

Am kommenden Wochenende empfangen die Löwenstädterinnen Klipper THC Hamburg am Samstag um 14 Uhr und die TG Heimfeld am Sonntag um 12 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in der Guntherstraße.