Beinahe Profibedingungen: Lukas Ebeling und Benjamin Knoll trainieren mit ihrer Mannschaft viermal die Woche. Video: Jens Bartels

Braunschweig. Die Fußball-Frauen von Eintracht Braunschweig verpassten erst aufgrund eines Formfehlers den verdienten Aufstieg in die Regionalliga. Dann kam Corona. Mit ihrem Trainerduo Benjamin Knoll und Lukas Ebeling wollen sie jetzt nachholen, was ihnen versagt blieb. Wir haben mit dem Trainerteam gesprochen.

Löwinnen mit Ambitionen

Drei Siege, eine Niederlage – die Richtung von Eintrachts Fußball-Frauen scheint klar vorgezeichnet und das ist oben. Daran ändert auch die eine unnötige Niederlage gegen Eintracht Hildesheim nichts. „Wir haben das Spiel als Team aufgearbeitet“, verrät Benjamin Knoll. Er und sein Trainerpartner Lukas Ebeling machen keinen Hehl aus den Ambitionen ihrer Mannschaft. „Wir wollen oben mitspielen und im Pokal weit kommen“, so Knoll. Der spielerische Ansatz ist dabei nicht weniger ambitioniert und klappt doch hervorragend: „Wir wollen den Ball haben und unser Spiel spielen“, erklärt Knoll, der gepflegtes Passspiel und geduldige Kombinationen bevorzugt.

In der Vorbereitung sah das gegen höherklassige Teams nicht so schlecht aus. Die Leistungen der blau-gelben Mädels kommen nicht von ungefähr. Vier Mal die Woche trifft sich das Team am Biberweg zu den schweißtreibenden Einheiten. Manch eine Spielerin reist dafür eigens aus Madgeburg an. Aber ist es allein die Strahlkraft des Deutschen Meisters von der Oker? „Der Löwe strahlt dann schon heller als manches Emblem“, grinst Lukas Ebeling und verweist an die treue Fanbase, die vor allem bei den Heimspielen den Spielfeldrand säumt. Aber: „Vielen ist gar nicht bewusst, was 67 passiert ist“, so Ebeling, „Wir leben im hier und jetzt und hatten da im letzten Jahr sehr viel Glück mit den Spielerinnen, die zu uns gestoßen sind.“