Löwen – Gießen 46ers: Karim Jallow erzielte vieler seiner 19 Punkte vor allem durch Freiwürfe. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Dritter easyCredit BBL-Sieg in Folge! Am Dienstagabend bezwangen die Basketball Löwen Braunschweig die JobStairs GIESSEN 46ers mit 93:85 (19:18, 25:24, 21:24, 18:19). Dabei zeichnete sich schon zu Beginn die Stärke der Gastgeber ab, doch Gießen spielte sich wieder heran, ging kurz in Führung und hielt die Distanz bis kurz vor Schluss knapp. Dann drehte das Team von Pete Strobl nochmal auf.

Mushidi fehlt auf unbestimmte Zeit

Es war das Duell des Tabellenzehnten gegen den noch sieglosen Tabellenvierzehnten. Gießen konnte aufgrund einer Corona-Quaratäne erst zwei Partien austragen und ist als neu formiertes Team ohnehin noch auf dem Weg sich zu finden. Immerhin konnte die Gäste wieder auf Jonathan Stark zählen, der bereits am Sonntag mit 27 Punkten gegen Bamberg einen sauberen Auftritt hinlegte. Auf Seiten der Löwen gab es personell eine schlechte Nachricht: Kostja Mushidi fehlt den Braunschweigern länger, er leide an einer “ernstzunehmenden” Erkrankung, wie der Verein heute mitteilte. Taktisch möchte sich Gießen in dieser Spielzeit mit noch schnelleren Abschlüssen zeigen, bisher litt darunter allerdings die Defensive: In beiden bisherigen Spielen kassierte man 106 Gegenpunkte.

Löwen verspielen guten Start

Dies gelang den Gästen zunächst überhaupt nicht. Braunschweig erwischte hingegen einen guten Start. Gavin Schilling knüpfte gleich an die starke Leistung vom Sonntag an und sorgte für schnelle erste Punkte. Erst nach rund zweieinhalb Minuten gelang es auch den 46ers, den Ball zum 4:2 ins Netz zu legen (3.). Dabei sollte es aus Gießener Sicht vorerst bleiben, die Löwen verneinten nahezu jeden Versuch und distanzierten sich zur Viertelmitte auf 10:2. Doch die Nordhessen fingen sich während das Strobl-Team den Faden verlor. Zum Viertelende drohte die Partie zu kippen, Gießen sorgte mit einem 10-Punkte-Run für einen Spielstand von 19:18.

Gießen bleibt weiter dran

Die Wende verhinderte Schilling mit einem Dunking kurz nach Beginn des zweiten Viertels (11.). Was den Löwen zu diesem Zeitpunkt noch fehlte, war die gewohnt gute Freiwurfquote. Immerhin erledigte die Heimmannschaft die Defensivaufgaben nun wieder etwas besser und auch vorne lief es wieder runder, sodass ein Abstand von rund fünf Zählern gehalten werden konnte. Die Freude währte erneut nicht lange, Gießen egalisierte den Zwischenstand auf 30:30 (17.). Nach hartem Kampf unter dem Korb gelang den Hausherren durch Bryon Allen der nächste Dreier, Schilling packte noch zwei hinterher (19.). Fünf Zähler Vorsprung blieben es nicht, die erste Halbzeit endete 44:22.

46ers drehen das Spiel

Zu Beginn der zweiten Hälfte ging es rauf und runter. Am Abstand von zwei Punkten änderte sich zunächst nur selten etwas. Erst nach drei Minuten waren es erstmals wieder fünf (23.) – für einen Zähler mehr sorgte Karim Jallow per Dunk (24.). 56:52 stand Mitte des dritten Viertels auf der Anzeigetafel. Dann lief es für die 46ers, die in der 27. Minute mit dem Korb zum 59:60 erstmals in Führung gehen konnten und deren Wurfquoten nun auch besser aussahen als die der Gastgeber – Strobl nahm eine Auszeit. Die brachte nicht viel, Das Team von Ingo Freyer nahm die knappe 65:66-Führung mit in den Schlussabschnitt.

Braunschweig dreht am Ende nochmal auf

Der Gegner bestrafte Braunschweiger Fehler eiskalt und nutzt vor allem das gute Händchen bei den Drei-Punkte-Würfen, was zwei Tage zuvor gegen Bamberg überhaupt nicht funktionierte. Den Löwen gelang immerhin der 69:69-Ausgleich (32.). Gießen verursachte auffällig viele Fouls, besonders Jallow provozierte mit seiner Arbeit unter dem Brett viele Freiwürfe – und drehte auf 73:71 (35.). Weiter ging es rauf und runter, ohne dass sich einer der Kontrahenten hätte absetzen können. Einen spektakulären Dunk beantwortete Bryon Allen aus der Distanz mit Foul – 80:78 (37.).

Wieder wurde Jallow gefoult, das zweite unsportliche von Pjanic, der daraufhin duschen gehen musste. Jallow traf beide Versuche zum 82:78 (38.). Nun schnürten die Löwen den Sack zu: Allen legte mit einem Dreier zum 85:78 nach, Lukas Meisner kurz darauf ebenfalls aus der Distanz. 27 Sekunden vor dem Ende der Partie stand ein 91:83 auf der Anzeigetafel. Beide Teams trafen jeweils noch einmal, den Hausherren war der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Basketball Löwen Braunschweig: Wank 5, Koné 7, Watkins n.e., Zeeb, van Slooten 7, Allen 18 (5 Rebounds, 5 Assists), Meisner 5 (6 Rebounds), Robinson 12 (4 Assists), Göttsche n.e., Peterka 4, Schilling 16 (10 Rebounds), Jallow 19 (12 Rebounds, 7 Assists).

JobStairs GIESSEN 46ers: Stark 10 (9 Assists), Hamilton 19 (7 Rebounds), O’Reilly 12 (7 Rebounds), Kraushaar 2 (4 Assists), Pjanic 12, Richter 5 (6 Rebounds), Bowman, Zylka, James Jr. 21 (12 Rebounds), Thomas 4.

 

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