Ein genialer Kroos-Moment bescherte Eintracht Braunschweig drei enorm wichtige Zähler. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Enger geht’s nicht! Erst in der Nachspielzeit eines hart umkämpften Abstiegsduells erlöste Felix Kroos seine Eintracht mit einem genialen Moment und verschaffte ihr einen gegenüber Gegner SV Sandhausen enorm wichtigen Dreier. Während die Gäste auf den vorletzten Tabellenrang zurückfielen, überholen die Löwen auch Osnabrück.

Krossartig!

Das war Abstiegskampf pur! Das bessere Ende hatte in diesem wahren Drama die Mannschaft von Daniel Meyer, weil sie den Tabellen-16. aus der Kurpfalz in den letzten Sekunden der Partie doch noch überwinden konnte.

„Das Duell sah so aus, wie es die tabellarische Situation hat vermuten lassen. Es war ein sehr umkämpftes, ein sehr fahriges, ein sehr emotionales Spiel“, analysierte Daniel Meyer nach dem Spiel, das seinen Höhepunkt in den absoluten Schlussminuten sah. Als schon vieles aus ein torloses Unentschieden hinwieß umkurvte Sandhausens Behrens BTSV-Schlussmann Jasmin Fejzic und traf, hatte dabei aber deutlich im Abseits gestanden (89.).

Große Befreiung für Cheftrainer Daniel Meyer (re.) und sein Team. Foto: Agentur Hübner

Große Befreiung für Cheftrainer Daniel Meyer (re.) und sein Team. Foto: Agentur Hübner

Nur Sekunden später nahm Felix Kroos auf der anderen Seite des Platzes Maß und zirkelte den Ball aus gut 20 Metern ins Lattekreuz (90.+1). „Vor dem Antritt war ich überzeugt, sicher kann man sich nie sein“, wog Kroos nach Spielende ab, betonte jedoch: „Ich habe schon das Gefühl, dass ich Freistöße schießen kann und wusste auch, dass es in diesem Moment entscheidend sein kann in den letzten Minuten. Ich habe das Ding perfekt getroffen. Das war ganz wichtig!“

Am kommenden Sonntag (13.30) tritt Eintracht Braunschweig im Rahmen des 25. Spieltags beim Karlsruher SC an.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt (46. Kammerbauer), Diakhité, Klaß (46. Schlüter) – Kroos, Nikolaou – Kaufmann (83. Otto), Ji (86. Schwenk), Bär – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

SV Sandhausen: Kapino – Nauber, Kister (35. Röseler), Zhirov – Diekmeier, Bachmann, Contento (67. Klinbeil) – Linsmayer (73. Zenga), Halimi (73. Zenga) – Esswein (67. Keita-Ruel), Behrens Trainer: Gerhard Kleppinger

Torfolge: 1:0 Felix Kroos (90.+1)

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Grizzlys siegen gegen Krefeld: Pekka Jormakka (Nr. 25) leitete den Wolfsburger Sieg ein. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Sieg in Folge Nummer Neun! Am 23. Spieltag der PENNY DEL gewannen die Grizzlys Wolfsburg mit 4:2 (2:0, 1:1, 2:1) gegen die Krefeld Pinguine. Mit diesem Erfolg stellte das Team von Pat Cortina die Wolfsburger Vereins-Bestmarke von neun Siegen am Stück aus dem Jahr 2015, damals unter Pavel Gross, ein. Bei dem Heimspiel am Donnerstagabend hatten die Gastgeber das Geschehen fast durchweg unter Kontrolle.

Boucher statt Bruggisser

Erneut gab es Rotation im Wolfsburger Aufgebot. Anstelle von Philipp Bruggisser rückte Jordan Boucher zurück in den Kader. Anstelle des Dänen rutschte Maximilian Adam in die Defensive, wodurch sich auch zwei Sturmreihen veränderten. Zwischen den Pfosten durfte Chet Pickard zum dritten Mal in Folge starten.

Grizzlys übernehmen früh das Kommando

Mit viel Spielfluss aber praktisch ohne nennenswerte Möglichkeiten ging es in das Spiel. Die Hausherren, die nicht nur optisch ein Übergewicht zu verzeichnen hatten, kamen mit fortlaufender Uhr immer öfter in das Krefelder Drittel und erzielten folgerichtig auch den ersten Treffer – auch wenn Pekka Jormakkas 1:0 (8.) eher wie aus dem Nichts kam.

Und Wolfsburg legte nach. Nach einem Konter zahlte der junge Nikita Quapp im Tor der Pinguine Lehrgeld und ließ die Scheibe in den Slot abprallen, wo sich der herangerauschte Matti Järvinen die Gelegenheit zum 2:0 (11.) nicht nehmen ließ. Auf Seiten der Gäste lief nicht viel zusammen, daran änderte auch ein Überzahlspiel nichts.

Wolfsburg legt nach – Krefeld mit Anschluss

Auch im Mittelabschnitt behielten die Schwarz-Orangen das Heft vorerst in der Hand. Bei einem relativ unspektakulärem Verlauf und weiterhin überschaubaren Möglichkeiten zeigten sich die Automobilstädter abermals effektiv und netzten durch den Treffer von Gerrit Fauser zum 3:0 (30.) ein.

Doch je mehr sich das Drittel dem Ende entgegen neigte, kam nun auch der Gegner besser in die Partie. Man agierte offensiv aktiver und war am Ende auch im Torschussverhältnis fast gleichauf. Daraus resultierte der 3:1-Anschlusstreffer (39.) durch Ex-Grizzly Lucas Lessio.

Hausherren geben Heft nicht aus der Hand

Aus der Bahn warf der Gegentreffer die Gastgeber nicht, denn die starteten mit viel Feuer in den Schlussabschnitt. Aber auch hier drohte beiden Torhütern insgesamt selten Gefahr. Doch auch dieses Mal machten die Grizzlys aus wenig viel. In doppelter Überzahl jagte Max Görtz das vorentscheidende 4:1 (48.) in die Maschen.

Die Nordrhein-Westfalen ihrerseits ließen ein doppeltes Powerplay zwar liegen, trafen aber mit einem Mann mehr auf dem Eis zum 4:2 (53.). Das änderte am Erfolg der Wolfsburger nichts – Toto Rech schnürte mit seinem Treffer zum 5:2 (58.) den Sack zu.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard – Melchiori, Likens –  Adam, Button – Möser, Bittner – Furchner, Järvinen, Görtz – Hungerecker, Festerling, Machacek – Boucher, Fauser, Nijenhuis – Rech, Olimb, Jormakka

Torschüsse: 32 – 22

Strafminuten: 10– 8

Bullys: 19 – 33

Tore: 1:0 (7:54) Pekka Jormakka (Olimb), 2:0 (10:16) Matti Järvinen ( Furchner, Button), 3:0 (29:35) Gerrit Fauser (Boucher), 3:1 (38:14) Lucas Lessio (Mass), 4:1 (47:34) Max Görtz (Järvinen, Machacek/PP2), 4:2 (52:42) Laurin Braun (C. Braun/PP1), 5:2 (57:01) Anthony Rech (Olimb, Jormakka)

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Löwen verlieren gegen Göttingen: Es war ein umkämpftes Spiel. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Am 20. Spieltag der easycredit BBL mussten sich die Basketball Löwen Braunschweig der BG Göttingen relativ knapp geschlagen geben. Nach einer Partie, in der in der zweiten Hälfte permanent die Führung wechselte, fiel die Entscheidung am Mittwochabend erst wenige Minuten vor Schluss. Das Team von Pete Strobl unterlag mit 91:102 (19:25, 25:26, 27:20, 20:31).

Göttingen mit knappem Rückstand in der Tabelle

Am vergangenen Sonntag mussten die Strobl-Jungs im ersten Spiel ohne Lukas Meisner, für den die Saison bereits zu Ende ist, eine Niederlage in Oldenburg hinnehmen. In der zweiten Partie nach der Länderspielpause stand eine Neuauflage des Süd-Niedersachsen-Derbys gegen die BG Göttingen auf dem Programm. Mit dem Tabellenfünfzehnten war einer der Verfolger zu Gast – unter Zugzwang standen beide Mannschaften.

Löwen drehen Göttinger Führung nur kurz

Das Spiel begann mit einem leichten Übergewicht der Göttinger, die durch schnelle Konter durchweg eine knappe Führung behalten konnten und beim Stand von 19:25 mit einem 6-Punkte-Vorsprung das zweite Viertel beschreiten konnten. Doch der Lauf der Veilchen währte nicht lange. Mit fortlaufender Uhr drehten die Löwen das Geschehen zu ihren Gunsten und brachten sich beim Stand von 34:31 mir drei Zählern in Führung (14.).

Doch die Gäste ließen sich nicht beeindrucken, legten ihrerseits einen starken Lauf hin und stellten innerhalb kürzester Zeit auf 34:40 (17.). Viele Ballverluste und eine schwache Dreierquote der Hausherren spielten dabei eine Rolle. Dennoch blieb die Partie mit einem Halbzeitstand von 44:51 weiter offen.

Partie bleibt bis zum Ende eng

Dort wendete sich das Blatt Stück für Stück wieder zugunsten der Braunschweiger, die kurzfristig für sich zurückdrehen konnten. Mit einem spektakulären Dunking stellte Löwen-Neuzugang Benedikt Turudic auf 57:56 (24.). Auch dieses Mal konterte die BG mit mehreren Punkten in Folge, sodass nur kurze Zeit später ein 61:68 (27.) auf der Anzeigetafel stand. Und erneut kam das Strobl-Team wieder, verbuchte den dritten Abschnitt für sich und ging mit einem knappen 69:71 in das letzte Viertel.

Wieder drehten die Löwen den Spieß um, gingen diesmal gleich mit 79:73 (33.) in Führung. Es blieb weiterhin eng, die Führung wechselte wieder und diesmal blieben die Gäste vorne. Trotzdem sich die Gastgeber bemühten, konnten sie keine weiteren Akzente setzen und mussten das Spiel hergeben.

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Grizzlys bezwingen Eisbären: Pekka Jormakka setzte erneut ein Ausrufezeichen und sorgte für den Siegtreffer. Foto: Grizzlys Wolfsburgh/City-Press GmbH

Berlin/Wolfsburg. Achter Sieg in Folge! Am 22. Spieltag der PENNY DEL gewannen die Grizzlys Wolfsburg bei den Eisbären Berlin ein weiteres Mal. Am Montagabend lautete der Endstand nach Verlängerung 2:3 (0:0, 1:2, 1:0, 0:1). Das Team von Pat Cortina sah sich im ersten Drittel einem Berliner Offensivfeuer gegenüber, überzeugte mit starker Defensive und brachte sich im Mittelabschnitt in Führung. Die Hauptstädter kamen wieder und erzwangen die für Wolfsburg fünfte Overtime in Folge.

Bittner nach Langzeitverletzung wieder da

Beim zweiten Bärenduell innerhalb von einer Woche stand auch erstmals wieder Dominik Bittner nach ausgeheilter Bauchmuskelverletzung im Aufgebot, der zuletzt im MagentaSport Cup auflief. Das sorgte für reichlich Bewegung im Kader, da auch Phillipp Bruggisser wieder in das Team rückte. Dafür setzte Jordan Boucher aus, Steven Raabe war überzählig. Zwischen den Pfosten stand, wie am auch am letzten Dienstag, Chet Pickard.

Eisbären mit viel Offensivdruck

Wie bereits am vergangenen Dienstag, hatten die Gastgeber etwas mehr vor dem gegnerischen Tor zu bieten. Die hatten zwei Niederlagen in Folge zuverbuchen, was sich im Offensivdruck wiederspiegelte. Bei der ersten gefährlichen Möglichkeit der Wolfsburger, zeigte sich Bittner in seinem ersten DEL-Spiel der Saison mit einem deftigen Nachschuss (5.). In der Folge spielte sich das Geschehen fast nur noch vor Pickard ab, der alle Hände voll zu tun hatte.

Grizzlys nutzen wenige Chancen zur Führung

Dennoch waren es die Niedersachsen, die aus den deutlich weniger Chancen mehr machten. Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts bediente Pekka Jormakka Anthony Rech für das 0:1 (23.) – auch im Powerplay zeigten sich die Gäste effektiv und legten durch Garrett Festerling das 0:2 (29.) oben drauf. Die Berliner konnten das Angriffsfeuer aus dem ersten Drittel zwar nicht fortsetzen, belohnten sich für ihre Mühe, ebenfalls in Überzahl, aber immerhin mit dem Anschlusstreffer (38.).

Berlin rettet sich in die Verlängerung

Wolfsburg hatte zum Ende des Mittelabschnitts in Sachen Schussverhältnis aufgeholt und agierte hierbei nun auf gleicher Höhe. Doch es waren die Eisbären, die wieder besser in das Spiel fanden und für den Ausgleich durch Jonas Müllers Alleingang sorgten (44.). Weiter ging es rauf und runter, die Kontrahenten schenkten sich nichts. So sollte in regulärer Spielzeit keine Entscheidung fallen – für die Automobilstädter ging es in die fünfte Overtime in Folge.

Jormakka entscheidet nach Solo-Lauf

Dort ging es heiß weiter. Jormakka und Jeff Likens mussten auf die Strafbank, auf Berliner Seite kühlte sich Boychuk etwas ab. Wolfsburg verteidigte gut, die Gastgeber konnten das Powerplay nicht nutzen. Kurz nach Erreichen der Vollzähligkeit schnappte sich Jormakka die Scheibe und bezwang Mathias Niederberger im Alleingang zum achten Grizzlys-Sieg in Folge (65.).

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard – Melchiori, Likens –  Button, Bittner – Möser, Bruggisser – Fauser, Festerling, Machacek – Busch, Nijenhuis, Hungerecker – Furchner, Järvinen, Görtz – Rech, Olimb, Jormakka – Adam

Torschüsse: 34 – 22

Strafminuten: 4– 10

Bullys: 31 – 25

Tore: 0:1 (22:14) Anthony Rech (Jormakka, Olimb), 0:2 (28:01) Garrett Festerling (Melchiori, Rech), 1:2 (37:17) Zachary Boychuk (PP1), 2:2 (43:37) Jonas Müller, 2:3 (64:12) Pekka Jormakka (OT)

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Hart umkämpft wie schon das Hinspiel: Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Nürnberg. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Nürnberg/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat zum zweiten Mal in Folge zu Null gespielt. Im torlosen Traditionsduell mit dem 1. FC Nürnberg verpasste die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Meyer jedoch den ersten Auswärtssieg der Saison. Sandhausen vor dem Kellerduell wieder punktgleich.

Zweimal in Folge hinten die Null!

Eintracht Braunschweig war gefordert, den aufsteigenden Trend der Vorwoche am 23. Spieltag im Max-Morlock-Stadion zu bestätigen und überhaupt den ersten Saisonsieg in der Fremde einzufahren. Hinzu kam, dass der Deutsche Meister von 1967 seit endlos langen 42 Jahren nicht mehr beim Club gewinnen konnte. Erstmals in dieser Saison schickte Meyer die selbe Startelf ins Rennen wie am Spieltag zuvor. Beim 2:0 gegen Regensburg (Spielbericht) hatten seine Schützlinge entsprechende Argumente gesammelt. Bei den Hausherren ersetzte Krauß notgedrungen den gesperrten Nürnberger.

Die Gäste aus Niedersachsen fanden zunächst besser in die teilweise doch sehr zerfahrene und hart umkämpfte Partie. Ji (2./19.) köpfte zweimal aussichtsreich nach Flanken von Wiebe und Kaufmann in Richtung Mathenia. Dazwischen waren die Löwen aber im Glück, weil der erfahrene Bundesliga-Schiedsrichter Marco Fritz beim Treffer von Krauß nach einer Ecke den Torschützen in Abseitsposition wähnte (10.). Ärgerlich dagegen für die Blau-Gelben: Mittelfeldstratege Dominik Wydra sah in dieser Phase der Partie die 5. Gelbe Karte und wird im wichtigen Kellerduell mit Sandhausen fehlen.

Beide Mannschaften versuchten es in der Folge vermehrt mit langen Bällen auf ihre Zielspieler, blieben meist aber zu ungenau. Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Franken aber stärker: Spielmacher Dovedan hämmerte den Ball nach einem Zuspiel von Mads Möller Daehli am Braunschweiger Tor vorbei (28.). Kurz vor der Pause folgte die erste echte Großchance der Partie: Dovedan nahm das eher zufällige Zuspiel von Borkowski volley und scheiterte nur knapp am hellwachen Fejzic und dessen Parade (40.).

Ball zappelt im Netz – wieder Abseits!

Auch der erste offensive Ansatz nach dem Seitenwechsel gehörte den Hausherren, bei denen Schäffler bei einer Ballstaffette über links im Zentrum lauerte, den Ball aber nicht verarbeiten konnte (50.). Auf der anderen Seite rutschte Eintrachts Linksverteidiger Nico Klaß beim Torschuss aus –  da wäre sicherlich mehr drin gewesen (55.). Aber die Braunschweiger suchten jetzt mit Nachdruck den Torerfolg. Erst zielte der mitgelaufene Abwehrturm Diakhité bei einer Kroos-Flanke zu hoch (61.), dann köpfte Proschwitz aus acht Metern ein Zuspiel von Ji in Richtung Mathenia (64.).

Erneut mit dem Glück im Bunde waren die Gäste, als wenig später Dovedan Fejzic überwandt, das aber aus einer erneuten Abseitsposition tat (71.). Der eingewechselte Marcel Bär konnte in der 77. Spielminute nach einem feinen Chipball von Kroos gerade noch so von Mühl geblockt werden. Es war die letzte ernsthafte Annäherung in diesem Spiel.

Am kommenden Sonntag empfängt Eintracht Braunschweig daheim den jetzt wieder punktgleichen SV Sandhausen zum absoluten Kellerschlager! Sandhausen gelang zeitgleich ein 3:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück.

1.FC Nürnberg: Mathenia – Valentini, Mühl, Margreitter, Handwerker – Geis, Krauß – Dovedan, Möller Daehli – Borkowski (77. Hack), Schäffler Trainer: Robert Klauß

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diahité, Klaß (88. Schlüter) – Wydra (76. Kammerbauer), Nikolaou – Kaufmann (76. Otto), Kroos, Ji (67. Bär) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: –

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Grizzlys besiegen Eisbären: In der Bundeshauptstadt erweiterten die Grizzlys ihre Siegesserie. Foto: Grizzlys Wolfsbsurg/City-Press GmbH

Berlin/Wolfsburg. Sieben auf einen Streich! Am 20. Spieltag der PENNY DEL bezwangen die Grizzlys Wolfsburg die Eisbären Berlin am Dienstagabend mit 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen und erhöhten ihre Siegesserie auf sieben. Dabei zeigten sich die Gastgeber insgesamt offensiver als die Mannschaft von Pat Cortina, die sich mit zwei glücklichen Treffern in der Partie hielt und im Shootout das geschicktere Händchen hatte.

Pfohl fehlt – Pickard bekommt Einsatz

Den Gästen fehlte neben den Langzeitausfällen Dominik Bittner und Armin Wurm, Fabio Pfohl mit einer Oberkörperverletzung. Dafür stand Jan Nijenhuis wieder im Kader. So veränderte Cortina zwei Sturmreihen und mischte die Defensivblöcke komplett durch. Im Kasten durfte erstmals wieder Chet Pickard ran.

Grizzlys egalisieren Berliner Führung

Mit viel Tempo und wechselseitigen Angriffen startete die Neuauflage des Bärenduells, in dem die Hausherren ein leichtes Übergewicht zu verzeichnen hatten. Diese belohnten sich folgerichtig mit dem 1:0 (8.) durch Matthew White, der die Scheibe im Alleingang am kurzen Eck an Pickard vorbei über die Linie schob. Die Antwort kam von Anthony Rech, der das Spielgerät im Powerplay nahezu unhaltbar zum 1:1 (12.) ins Tor verfrachtete. Mit einem kleinen Chancenplus der Berliner endete das Drittel.

Eisbären weiterhin offensiver

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Eisbären offensiv die Nase weiter vorne. Wolfsburg tat sich schwer, das Hartgummi im Angriff in den eigenen Reihen zu halten und kam so zu weniger Möglichkeiten. Die eine oder andere eher rar gesäte Chance konnte sich zwar sehen lassen, führte aber nicht zum Erfolg. Doch auch der Tabellenführer der Gruppe Nord konnte keine weiteren zählbaren Akzente setzen.

Keine Entscheidung nach Drittel drei und Overtime

Im letzten Abschnitt bemühten sich Niedersachsen wieder ein wenig mehr, zeigten etwas mehr Struktur, wobei die Hauptstädter insgesamt noch immer gefährlicher wirkten. Dennoch kam der nächste Treffer seitens der Gäste. Dabei landete ein abgefälschter Schuss zum 1:2 (48.) von Max Görtz bei einem chancenlosen Mathias Niederberger im Tor.

Jormakka und Furchner entscheiden im Penaltyschießen

Gelaufen war das Spiel noch nicht, nur wenige Minuten nach der Wolfsburger Führung belohnte sich der siebenfache Deutsche Meister für das Mehr an Spielanteilen und egalisierte den Spielstand durch Parker Tuomi (56.). Das Spiel musste in die Verlängerung, in der trotz diverser Möglichkeiten keine Entscheidung fiel. Im Penaltyschießen trafen Pekka Jormakka und Sebastian Furchner für den Wolfsburger Sieg. Berlin traf nur einmal und verlor damit das erste Spiel in diesem Monat.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard – Melchiori, Likens –  Button, Adam – Raabe, Möser – Hungerecker, Festerling, Machacek – Furchner, Järvinen, Görtz – Fauser, Boucher, Nijenhuis – Rech, Olimb, Jormakka

Torschüsse: 50 – 29

Strafminuten: 8– 4

Bullys: 24 – 28

Tore: 1:0 (7:31) Matthew White, 1:1 (11:46) Anthony Rech (Festerling, Jormakka/PP1), 1:2 (47:13) Max Görtz (Järvinen, Raabe), 2:2 (55:08) Parker Tuomi (Foucault), 2:3 (65:00) Sebastian Furchner (PS)

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In Frank Brökers Kolumne sind heute auch die Fischtown Pinguins ein Thema. Foto: Agentur Hübner

Als Anfang Februar die Schlagzeile „Erste Spielabsagen in der DEL nach Coronafall in Wolfsburg: Team vorsorglich in Quarantäne, Valentin Busch und Armin Wurm positiv getestet“ durch die Eishockeywelt schoss, stand Schlimmes zu befürchten. Doch wenige Tage später folgte die zweifache Erleichterung. Beide Spieler durchlitten den Virus-Clash symptomfrei, die Grizzlys sind pünktlich zum Start in die zweite Gruppenphase wieder im Rennen um den Playoff-Strich dabei. Und oh Wunder: So erfolgreich wie lange nicht. Was fiel in letzter Zeit noch auf? Von Frank Bröker.

Getippte Tollwutanfälle

Bei vielen Nutzern sozialer Medien sind Tollwutanfälle Normalzustand. Und da ärgerbehaftete Lösungsstrategien wie Sich-auf-den-Boden-Werfen, Weinen oder Schreien einzig auf Clip-Plattformen wie TikTok zu kurzlebigem Dance-Ruhm führen, beschränken sich böse Comic Sans MS-Blogger (Comic Sans ist eine für Analphabeten hervorragend geeignete Grotesk-Schriftart) und sonstige Zaungäste aufs eskalierende Tippen bis sich die grammatikalischen Balken biegen. Wenn einem früher noch zu Offline-Zeiten Themen anstachelten, trieb man den Blutdruck am Stammtisch in die Höhe. Zeitungen wurden zerrissen, Brandbriefe geschrieben. Heute ist derlei Mühe überflüssig. Ploppt eine simple Meldung wie „Die Fischtown Pinguins eilen von Sieg zu Sieg“ auf, reicht das für ein paar grob gedrechselte Hasslatten-Tastenhiebe völlig. Sofern man die Bremerhavener nicht mag, weil die eigenen Farben gerade gegen das von Thomas Popiesch gecoachte Team den Kürzeren zogen.

Bremerhavens Weltauswahl

Die Fischtown Pinguins polarisieren. Jahr um Jahr setzt man mit klammen Etats auf eine vergleichsweise günstig zusammengestellte Weltauswahl fast ohne deutsche Einflaggenspieler. Selbst wenn Namen wie Dietz, Reisnecker oder Hilbrich aufs Trikot gepflockt werden, sind es immer noch gebürtige Tschechen, Slowaken, Kanadier oder Dänen mit deutscher Vita-Verwandtschaft. Das gefällt nicht jedem. Denn gut soll sein, wer in den eigenen Nachwuchs investiert und aufstrebenden Talenten Spielpraxis generiert. So gesehen machen Nürnberg im Süden und Krefeld im Norden alles richtig. Die Rede ist von den beiden Kellerkindern der Liga, die – wenn er denn eingeführt worden wäre – mit dem Abstieg mächtig zu tun hätten.

In jedem DEL-Jahr traf Bremerhavens Management ins Schwarze und ist auch in dieser Saison klarer Playoff-Kandidat. Kleines Zubrot für die Spieler: Wer sich nach Ende eines Zweijahresvertrages durchsetzt, wechselt alsbald für ein größeres Salär zur besser betuchten Konkurrenz. Nach zum Beispiel Mannheim. Also dorthin, wo aus dem Internat-Horst talentierte Jungadler in die Profiszene bis hin zur NHL flattern.

Mannheim steht wie München für deutschen Eishockeynachwuchs par excellence. Auch in Köln (immer dabei an Leon Draisaitl denken) sind jede Menge eigene Youngster im Roster gelistet. Ohne Ausbildungsstandorte wie diese wäre das schwarz-rot-goldene Eishockey so richtig am A… Doch glaubt man nie bestätigten Gerüchten, weigerten sich sowohl Mannheim, München als auch Köln vor der Corona-Saison den Bremerhavenern junge Spieler auszuleihen. Was wiederum dazu führte, dass Fischtown mit knackig-torhungrigen Weltbürgern aufgefrischt wurde. Beziehungsweise das Sieger-Gen in der Team-DNA frohlockte.

Ein Wording zum Aua-kriegen

Ja, richtig gelesen. Sieger-Gen, Team-DNA. Davon hört man auf Pressekonferenzen und in MagentaSport-Filmchen, die von fern ab des Pulitzer-Preises agierenden Journalisten kommentiert werden. Auf solchen Unsinn muss man erst mal kommen.
Von einer super Gen-Team-DNA ist die Rede, wenn vor und hinter den Kulissen alle am berühmten Strang ziehen, um ein Ziel (Meisterschaft) zu erreichen. Ursprünglich handelt es sich bei „DNA“ und „Gen“ um die Herstellung einer biologisch aktiven Ribonukleinsäure (RNA). Ergo um biochemisches Zeug, um Zellen, Baupläne und Erbinformationen. Wenn man jetzt an Bremerhaven samt des Zweiflaggen-Scoutings denkt, liegt man indes gar nicht so verkehrt. Ansonsten sind Wortungeheuer-Sätze wie „Mannheim verfügt über das Sieger-Gen, weil die DNA im Team stimmt“ völlig überflüssig. Im Gegenzug möchte man ja auch nicht hören: „Die Pleitenserien in Krefeld und Nürnberg gehen mit schlechten Zellen, miesen Bauplänen und ungesunden Erbinformationen einher.“

Aufrüsten

Eben hieß es noch allerorten: Wir müssen sparen, setzen auf Talente und freuen uns auf die Rückkehr der U20-WM-Viertelfinalisten. Rubbel die Katz haben alle Teams erfahrenes Personal aus dem Ausland in die DEL gelotst. Ob das nun in einer monetären Katastrophe für die corona-klammen Kassen endet oder nicht. Juniorcoach Steffen Ziesche vom Deutschen Eishockey-Bund sieht es so: „Alle Welt redet von finanziellen Problemen und davon, dass keine Besserung in Sicht sei. Da machen doch solche Verpflichtungen keinen Sinn.“ Dem entgegnete Rick Goldmann schon vor Jahren: „Gute Ausländer machen deutsche Spieler besser.“ Ausländer, an die wir uns noch in 20 Jahren erinnern werden. Da versuche ich mir mal den Namen Zach Boychuk zu merken. Ein 31-jähriger, für die NHL als zu leicht befundener Kanadier, der zuletzt in der Schweiz scorte. Jetzt rockt er für die Eisbären.
Mitch Wahl (Deutsch-Amerikaner) heuerte kürzlich in Bremerhaven an, was die eingangs erwähnte Tipp-Tollwutwelle innerhalb der DEL-Gemeinde kurzweilig anschwellen ließ. Erst seitdem Fischtowns Formkurve nach ein paar rabenschwarzen Schlappen nach unten zeigt, werden die Kommentare geschmeidiger und die Fackeln auf andere Plätze geworfen.

Warnwesten aus Ingolstadt, Frettchen in Straubing

Nach Ingolstadt zum Beispiel, wo die Panther mit knall-neon-tropic-frog-textmarkergrünen Ausweichtrikots auflaufen. Entworfen wurden sie u.a. von Mirko Höfflin, der nicht nur Pantherstürmer, sondern auch Modedesigner ist. Im jüngeren Vergleich, als die Spieler noch im Kriegstarnzwirn aufs Eis liefen, ist das schon eine friedliebendere Verbesserung. Allerdings gerät mein älterer Fernseher in Sachen Farbauflösung da stark an seine Grenzen. Am Saisonende sollten die Trikots als Warnwesten im Straßenverkehr Verwendung finden. Denn dort gehören sie hin.

Empören könnte man sich weiterhin über Süd-Tabellenführer Mannheim, deren Aufkäufer bereits jetzt verkündeten, zur nächsten Saison mit Ingolstadts Supertalent Tim Wohlgemuth gemeinsame Sache zu machen. Oder über Schwenningen, dem einzigen Club, der auf (schmalerem) NHL-Eis zugange ist, was den Gästeteams Umdenkminuten und regelmäßige Rückstände beschert. Oder über Straubing, das in der kältesten Eishalle der Liga fröstelnde Gäste empfängt. Was dazu führt, dass die Trainerstäbe am Pulverturm unförmige Mäntel und Steppjacken tragen müssen.

Einem Eleganzmann wie Pavel Gross gefällt so etwas gar nicht und selbst Heimcoach Tom Pokel scheint sich dick eingepackt stets unwohl zu fühlen. Schaut man sich neuerdings die zuckenden Handmoves des Tiger-Dompteurs an, denkt man bei jedem Kameraschwenk, dass unter Pokels Steppjacke ein Frettchen hausen würde. Vielleicht ein heimliches, neues Glücks-Mojo, das den Erfolg herbeißen muss. Denn Straubings Glück blieb zuletzt irgendwo zwischen dem x-ten Pfostentreffer und der alles entscheidenden Situation mit dem alles entscheidenden Fehler auf der Strecke.

Hauptsache MagentaSport krakeelt nicht: „Die Straubinger haben ihr Sieger-Gen verloren, was sich tief in die Team-DNA einbrennt.“ Besser wäre: „Nach wie vor fehlen Gelassenheit und Ruhe, die es braucht, um dramatische Spiele zu gewinnen.“ Wolfsburg kann das doch mittlerweile auch.

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Dies ist eine Kolumne von Frank Bröker. Die Meinung des Autors entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion.

Frank Bröker ist Musiker, Komponist und Autor. Er ist Eishockeyfan und -experte und schrieb bereits sieben Bücher zu diesem Thema, unter anderem für den Verlag Andreas Reiffer.

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Lukas Meisner ist neben seinen Scoring-Qualitäten auch als Leader wichtig. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Die Basketball Löwen melden sich am heutigen Montag mit einer schlechten Nachricht. Lukas Meisner, Nationalspieler und Kapitän des Bundesligisten, muss die aktuelle Spielzeit aufgrund einer schweren Schulterverletzung vorzeitig beenden.

Operation bereits am Mittwoch

Der Spieler war bereits am Wochenende vom Lehrgang für die Qualifikation zur Basketball Europameisterschaft abgereist, da er sich dort im Mannschaftstraining an der Schulter verletzt hat. Am Samstag wurde der 25-Jährige im HEH Braunschweig per MRT untersucht, am heutigen Nachmittag folgt eine weitere Untersuchung in Köln. Bei einem dortigen Spezialisten wird der Forward schon am Mittwoch operiert.

Meisner fehlt auch als Leader

Für den momentan Tabellenelften der easyCredit BBL ist Meisners Ausfall ein herber Verlust. Neben einer Ausbeute von 14,4 Punkten und 4,6 Rebounds pro Spiel, fehlt der Akteur dem Team auch als Führungsfigur.

“Tiefschlag für gesamte Organisation”

“Das ist ein Tiefschlag – sowohl für Lukas persönlich als auch für uns als gesamte Organisation. In den letzten Wochen hat er sich zum Anführer unserer jungen Mannschaft entwickelt und ist in entscheidenden Phasen vorangegangen, das war und ist enorm wichtig für die Entwicklung des Teams. Wir wünschen ihm eine erfolgreiche Genesung und viel Kraft für die anschließende Rehabilitation”, kommentiert Nils Mittmann, Geschäftsführer und Sportdirektor der Basketball Löwen Braunschweig, die Situation.

Ein enorm wichtiger Sieg für Eintracht Braunschweig. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Am 22. Spieltag gelang Eintracht Braunschweig der enorm wichtige zweite Sieg im Kalenderjahr 20221. Im Freitagsduell mit dem SSV Jahn Regensburg behielt die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer am Ende mit 2:0(0:0) die Oberhand, weil Jannis Nikolaou und Nick Proschwitz per Kopf trafen.

Fejzic hält die “Null”

Eintrachts enorm wichtiger  fünfter Saisonsieg fußte auf wackligen Beinen, war am Ende aber auch ein Plädoyer der Mannschaft für ihren Trainer Daniel Meyer. Vor allem dank des exzellent aufgelegten Jasmin Fejzic hielt im von Hektik und Ungenauigkeiten geprägten ersten Durchgang die Null, als der Jahn spielerisch deutlich die Oberhand hatte.

Mit Dominik Wydra, Felix Kroos und Nick Proschwitz für Marcel Bär, Yassin Ben Balla und Patrick Kammerbauer in der Startelf war zunächst zumeist die Rückwärtsbewegung gefragt bei der Meyer-Elf. Schlussmann Fejzic parierte erstmals blendend nach einer Ecke gegen Otto (7.), während die Löwen erst eine Viertelstunde später dank Kaufmann erstmals gefährlich vor SSV-Keeper Meyer auftauchten. Beinahe im direkten Gegenzug nagelte Nico Klaß die Kugel ans eigene Gebälk, Fejzic entschäfte wenig später einen Fallrückzieher von Otto (28.). Kurz vor dem Pausenpfiff glänzte die Eintracht mit einer exzellenten Doppelchance, doch sowohl Wydra per Schlenzer als auch Ji verpassten den Torerfolg (40./42.).

Dreier per Doppelschlag

Auch nach dem Seitenwechsel besaß das Spiel auf beiden Seiten zunächst wenig Struktur. Wie aus dem Nichts lag Eintracht Braunschweig auf einmal in Front. Über die Stirn des zweikampfstarken Diakhité fand eine Kroos-Flanke ihren Weg zu Jannis Nioklaou, der per Kopf seinen ersten Treffer im Eintracht-Dress markierte (58.). Doch zunächst folgten bange Momente, während Videoschiedsrichter Daniel Schlager den Treffer auf eine mögliche Abseitsposition überprüfte.

Mit der dann auch offiziellen Führung im Rücken spielten die Löwen plötzlich befreit auf und zeigten sogar gewachsene Spielkultur. Doch war es ein ruhender Ball, der zum 2:0 führte. Diesmal flankte Wydra. und fand Proschwotz, der per Kopf seinen sechsten Saisontreffer markierte (65.). Weil den Gästen gegen nun diszipliniert verteidigenden Hausherren nicht mehr wirklich etwas einfiel, war die Partie frühzeitig eintschieden.

Dank des enorm wichtigen Sieges verschafft sich Eintracht Braunschweig Luft im Abstiegskampf und zieht in der Tabelle vorerst am SV Sandhausen vorbei, der am Samstag bei Paderborn ran muss. Am kommenden Sonntag (13.30) folgt das nächste wichtige Spiel für die Blau-Gelben. Dann geht es zum nur drei Punkte besseren 1.FC Nürnberg.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diakhité, Klaß – Wydra, Nikolaou – Kaufmann (77. Bär), Kroos, Ji (88. Ji) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

SSV Jahn Regensburg: Meyer – Saller, Gimber, Kennedy, Wekesser (66. Caliskaner) – Moritz (88. Makridis), Besuschkow – Vrenezi (88. Becker), Stolze (66. Beste) – Otto (80. SChneider), Alber Trainer: Mersad Selimbegovic

Torfolge: 1:0 Jannis Nikolaou (58. Diakhité), 2:0 Nick Proschwitz (65. Wydra)

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Grizzlys gewinnen gegen Roosters: Spencer Machacek hielt mit dem Ausgleichstreffer sein Team im Spiel. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Die Serie hält! Die Grizzlys Wolfsburg holten am 19. Spielag der PENNY DEL gegen die Iserlohn Roosters den sechsten Sieg in Folge. Das Team von Pat Cortina gewann das Spiel am Donnerstagabend im Penaltyschießen mit 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0). Dabei zeigten beide Mannschaften eine extrem ausgeglichene Leistung, sodass die Partie folgerichtig erst spät entschieden wurde.

Defensivblöcke komplett umgestellt

Gegen die Roosters änderte Cortina seine Reihen lediglich in der Defensive, stellte dort allerdings gleich alle Blöcke um. Die Angreifer blieben in der jeweiligen Zusammenstellung gleich. Wie bereits in der letzten Partie war Phillip Bruggisser überzählig, als Startgoalie stand erneut Dustin Strahlmeier zwischen den Pfosten. Erfreulich: Valentin Busch stand nach seinem positiven Corona-Test erstmals wieder im Aufgebot.

Zäher Start

Mehrere Unterbrechnungen kennzeichneten die ersten Minuten der Partie, die dadurch zunächst etwas zäh wirkte. So blieben auch echte Chancen erstmal aus. Wolfsburgs erster Schuss auf das Tor erfolgte erst im Powerplay (8.). Dieses und auch das folgende blieben erfolglos. Nach und nach kam auch von Seiten der Grizzlys mehr. Das Drittel endete mit einem ausgeglichenen Schussverhältnis, aber torlos.

Grizzlys mit Glück beim Ausgleichstreffer

Zu Beginn des zweiten Drittels kamen die Roosters zu ihrem zweiten Überzahlspiel. Die Gästen nutzten ihre Chance mit einem Blueline-Hammer von Robert Raymond (22.). Doch die Gastgeber hatten eine Antwort. Ebenfalls im Powerplay, traf Spencer Machacek einen Nachschuss zum 1:1 (25.). Dabei hatten die Schwarz-Orangen auch ein wenig Glück, den Andreas Jenike war noch mit dem Schlittschuh dran, doch die Scheibe sprang ab und trudelte über die Linie.

Eine Großchance zur nächsten Iserlohner Führung verneinte Dustin Strahlmeier in souveräner Manier, doch abgesehen von diesem gefährlichen Konter (34.) waren die Hausherren nach ihrem Ausgleichstreffer wieder stärker geworden und hatten die Roosters eine Weile eingeschnürt. Erneut war das Chancenkonto am Drittelende ausgeglichen.

Dramatisches Ende des Schlussdrittels

Im letzten Abschnitt ließ die Entscheidung weiter auf sich warten. Iserlohn brachte ein wenig mehr auf das Tor, gefährlich wurde es von beiden Seiten nicht – bis Spencer Machacek einen schnellen Konter einleitete, den Jenike allerdings entschärfen konnte (47.). Am Ende wurde es dramatisch. Knapp 30 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit endete ein Versuch der Niedersachsen auf der Linie, im Fernsehbild scheinbar hinter der Linie. Doch der Schiedsrichter entschied auch nach Videobeweis auf kein Tor (60.).

Festerling und Jormakka sorgen für Entscheidung

So ging es abermals in die Verlängerung, in der sich die Ausgeglichenheit der ersten 60 Minuten fortsetzte. So musste die Entscheidung in das Penaltyschießen vertagt werden. Dort sorgten Garret Festerling und Pekka Jormakka mit ihren Treffern für den Sieg der Hausherren (65.).

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Möser, Button – Adam, Melchiori –  Raabe, Likens – Boucher, Festerling, Machacek – Rech, Olimb, Jormakka – Furchner, Järvinen, Görtz – Fauser, Pfohl, Hungerecker – Busch

Torschüsse: 35 – 34

Strafminuten: 6– 8

Bullys: 34 – 25

Tore: 0:1 (21:30) Robert Raymond (Jetzsch, Raedeke/PP1), 1:1 (24.49) Spencer Machacek (Button/PP1), 2:1 (65:00) Pekka Jormakka (PS)

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