Honner Hornuß ist seit mehr als 60 Jahren im Judo aktiv. Video: Jens Bartels

Braunschweig. Seit mehr als 60 Jahren ist der Judosport in Braunschweig eng mit dem Namen Honner Hornuß verbunden. Höchste Zeit für einen Besuch des Judoka beim Braunschweiger Judo Club in der Eisenbütteler Straße.

Hornuß denkt noch lange nicht ans Aufhören

Im Februar feiert Honner Hornuß seinen 80. Geburtstag. Ans Aufhören denkt der Träger des 7. Dan aber noch lange nicht. Viel zu sehr ist sein Herz mit dem Sport verbunden, viel zu viel kann er dem Nachwuchs noch mit auf den Weg geben. „Durch gegenseitiges Helfen zum beiderseitigen Wohlergehen“, nennt Hornuß das höchste Argument, warum er Kinder auf ihren ersten Schritten in den japanischen Budō gerne eine Begleitung ist.

In unserem Interview berichtet Hornuß auch von der Entstehungeschichte des Judosports in Braunschweig. „In den Achtzigern war die Mannschaft vom Deutschen Judosport in Braunschweig praktisch die Nationalmannschaft“, erinnert er sich und berichtet von der einen oder anderen Anekdote. Und endlich bekommt Frank auch mal eine Erklärung, was es mit den Meistergraden auf sich hat. Viel Spaß!

P.S. Der BJC feiert im kommenden Jahr sein 60. Jubiläum. Honner Hornuß wird dann mit Sicherheit mitfeiern.

 

Wakeboarder Oliver Ullrich blickt auf eine etwas andere Saison zurück, ist aber dennoch guter Dinge. Foto: Bao Lorena Truong

Salzgitter. Auch für den Wakeboarder Oliver Ullrich war es coronanbedingt kein wirklich normales Jahr. Dabei fing es für den Wolfenbütteler, der regelmäßig an der Wasserski Anlage am Salzgittersee trainiert, ziemlich gut an.

Wintertraining in Thailand – Upgrade am Salzgittersee

„Über den Winter war ich mit meinen Freunden in Phuket in Thailand zu Trainieren. Das war eine schöne Erfahrung für’s Leben uns ich habe auch jede Menge neue Tricks gelernt“, ging der junge Sportler mit viel Motivation in das Jahr 2020, „dann kam Corona und die Anlage war bis Mai geschlossen!“ Für die Zwangspause wurden Ullrich und dessen Freunde entschädigt: „Als es dann endlich wieder aufs Wasser ging kam die Überraschung: Wir haben über den Winter gleich vier neue Rampen bekommen! Da das Reisen in diesem Jahr nur eingeschränkt möglich war, kam das Upgrade in unserem Funpark gerade zur richtigen Zeit“, freut sich der Wakeboarder, der im Juni dann doch noch etwas unterwegs sein konnte.

Tour durch Deutschland

Mit der Slingshot-Test-Tour, die durch die Pandemie ebenfalls verschoben war, konnte der 17-Jährige mit seinem Boardsponsor noch etwas durch die Republik reisen, „um die neuen Bretter von 2020 zu promoten. Das war für mich das erste Mal, dass ich mit auf Tour war. Ich konnte erneut viele wichtige Erfahrungen sammeln. Zudem habe ich auch viele neue Leute kennengelernt und hatte die Möglichkeit an diversen Wakeboard-Anlagen in kürzester Zeit zu fahren. Ich hatte auf jeden Fall eine gute Zeit mit dem Team und freue mich an dieser Stelle schon auf das nächste Jahr.“

Filmprojekte im Sommer

Den Sommer verbrachte Ullrich an seinem Homecable in der Stahlstadt. Neben vielen neuen Dingen, welche die Wassersportler erlernt haben, fanden auch Filmprojekte statt: „Ende September haben wir angefangen für ‚Space Tapes‘ zu drehen – einem internationalen Online-Video-Contest. Im Zuge dessen haben wir uns für mehr als eine Woche jeden Tag mit unserer Filmcrew, dem Damage Squad, am See getroffen, um verschiedene coole Projekte umzusetzen. Beispielsweise sind wir mitten in der Nacht mit einem Wakeboard über ein Dixo Klo gesprungen. Am Wochenende wird das Video online gehen und nach der Premiere auch auf unseren Instagram Accounts @dmg.sqd und @olli.ullrich erscheinen.“

Saisonende steht bevor

Die Saison neigt sich langsam dem Ende, doch die jungen Akteure sind stets dabei, wenn es darum geht, so lange wie möglich auf dem Wasser zu bleiben.  „Jetzt wo der Cable langsam schließt haben wir vor, noch das ein oder andere mal winchen zu gehen, also mit einer Seilwinde einige Spots auf anderen Seen oder Flüssen zu fahren. Im Winter bleiben wir vermutlich alle zu Hause. Eventuell ist für mich ein Snowboard Trip geplant, je nach dem, wie sich die aktuelle Situation entwickelt“, blickt der Lessingstädter voraus.

Und das Fazit?

„An sich hatte ich eine recht gute und erfolgreiche Saison. Ich vermisse ein wenig die klassischen Contests, bei denen man natürlich sonst auch immer viele Freunde wieder trifft, was dieses Jahr leider größtenteils weggefallen ist, aber ich würde sagen wir haben auf jeden fall das beste draus gemacht!“, resümiert Ullrich.

Wolfenbüttel. Am Samstag, dem 03. Oktober wird es für die 1. Herren des Wolfenbütteler VC endlich wieder ernst. Rund zwei Wochen nach dem Start der Volleyball Oberliga, beginnt nun auch für die Mannschaft von Trainer Michel Kretschmer der Ligaalltag. Erster Gegner ist der Turn-Klubb Hannover, der die Gäste aus der Lessingstadt um 14 Uhr empfängt.

Vorbereitung überwiegend am Beach

Auf eine lange Vorbereitungszeit blicken die Wolfenbütteler – coronabedingt – nicht unbedingt zurück. Intensiv war diese Phase trotzdem. „Wir haben aufgrund der Corona-Auflagen zunächst nur draußen am Beach trainiert, dafür aber zweimal pro Woche. Vereinzelt ging es dann auch mal in die Halle. Es war eine interessante Zeit für mich, da ich ja noch neu im Team bin. So konnte man sich kennenlernen und ich auch schon einen Blick auf die neuen Spieler werfen“, berichtet der neue Mann an der Seitelinie des Fünftligisten, der sich vor allem über die gute Trainingsbeteiligung freute.

Frühes Pokalturnier

Im Anschluss an ein Trainingslager im August, bei dem Kretschmer selbst allerdings verhindert war und von Damen-Coach Jens Rößler vertreten wurde, folgte Anfang September das Vorrundenturnier des Nordwestdeutschen Pokals – für den Nachfolger von Alexander Dinter ein sehr früher Termin: „Für die nicht allzu lange Vorbereitungszeit kam das Pokalturnier etwas zu früh, um den Leistungsstatus richtig beurteilen zu können. So hatte das Ganze eher Testspielcharakter und war natürlich gut für die Motivation! Darüber hinaus konnte ich allerdings das Potenzial des Teams sehen.“ In der Landeshauptstadt standen den Gästen Ligakonkurrent TSV Hannover und Drittligist Giesen Grizzlys II gegenüber. Der WVC bezwang den TSV, unterlag jedoch ohne Satzgewinn gegen Giesen. Für die Qualifikation zur Endrunde reichte es nicht. Es habe auch an der Abstimmung gefehlt, so Kretschmer, der daran im folgenden Testspiel gegen Regionalligist USC Braunchweig zwei schrauben wollte. Die Partie endete 3:1 zugunsten der Löwenstädter.

13 Spieler plus Co-Trainerin

Mit insgesamt 13 Spielern geht die Mannschaft in die kommende Spielzeit, darunter zwei Neuzugänge auf dem Feld. Für die Positionen Annahme und Außen wurden Samuel Morgenstern aus der Oberliga vom MTV Gifhorn verpflichtet, dazu gesellt sich Björn Reichert vom Verbandsligisten VfL Wolfsburg. Als einziger Abgang ist Yannick Jokmin zu verzeichnen. Auch Kretschmer selbst bekommt Verstärkung. Jennifer Müller, selbst als Zuspielerin beim USC Braunschweig in der Regionalliga aktiv, unterstützt den neuen Coach als Co-Trainerin und beim Scouting.
Unklar ist jedoch, ob alle Akteure regelmäßig am Training teilnehmen können, da zwei Spieler aufgrund ihres Studiums möglicherweise nur an den Spieltagen anwesend sein können.

Zufrieden mit dem Kader

Mit der Kadertiefe ist man zufrieden: „Die Mannschaft besteht aus einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern“, so der Übungsleiter, der den Kader auch hin und wieder mit Leuten der 2. Mannschaft auffüllen möchte. Auch die Arbeit bereite ihm Freude, besonders die gute Auffassungsgabe des Teams, welches er auch neben dem Feld sehr schätze.

Gesichertes Mittelfeld ist das Ziel

Die Zielsetzung für die kommende Saison lautet „gesichertes Mitteld, das halte ich für realistisch“, betont der 39-Jährige. Es wäre eine Steigerung gegenüber der Vorsaison, als sich der WVC beim Saisonabbruch, bedingt durch die Corona-Situation,  auf dem Abstiegsrelegationsplatz befand. Die Relegation fiel aus, der Klassenerhalt war damit sicher, doch so spannend möchte es der Ex-Regionalligaspieler nicht machen: „Wir möchten den Klassenerhalt schon so schnell als möglich unter Dach und Fach bringen.“

TK Hannover schnell und stark im Angriff

Bei der Konkurrenz sieht er Tabellenführer Grasdorf/Rethen, dem ASC Göttingen und den ersten Gegner aus Hannover weit oben. Burgdorf, Winsen und Giesen rechnet Kretschmer zu den Teams, die schlagbar sind. „Das ist alles eine vorsichtige Einschätzung. Bei Grasdorf hat man in den ersten beiden Spielen gesehen, dass mit denen zu rechnen ist. TK Hannover hat ein junges und fittes Team, die sind schnell und spielen einen starken Angriff. Für Winsen lief der Start nicht so gut, Burgdorf scheint nicht mehr die Stärke aus der Vorsaison zu haben und Giesen ähnelt uns ein bisschen. Die werden eher auf die Mannschaftsleistung zählen müssen, nicht auf die einzelnen Spieler.“ So lautet eben auch das Konzept: „Als Mannschaft funktionieren, Freude am Spiel zeigen und hoffen, dass uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht!“