Eintracht-Kapitän Matthias Raaz konnte diesmal kein Tor erzielen. Foto: Martin Ehlert

Braunschweig. Am 7.Spieltag der Futsal-Regionalliga Nord musste Eintracht Braunschweig Futsal am vergangenen Samstag den ersten Punktverlust der Saison einstecken. Gegen den letztjährigen Teilnehmer der deutschen Meisterschaften, Wakka Eagles, setzte es eine 3:7-Niederlage. Damit ziehen die Gäste an den Braunschweigern vorbei und verweisen diese auf den vierten Tabellenplatz. Von Lennert Wenk.

Jede Serie geht einmal zu Ende. Das war auch den Männern von Eintracht Futsal klar. Dennoch war es letztendlich eine bittere Pille, die sie schlucken mussten. Dabei kam die Eintracht zunächst gut ins Spiel. Mit entsprechendem Rückenwind aus den letzten Partien, übernahm man zunächst das Spielgeschehen. Die Hamburger zeigten sich jedoch unbeeindruckt. Sie warteten auf Fehler, aus denen dann Profit geschlagen werden sollte.

Nach acht gespielten Minuten setzten sie dies in die Tat um. Nach einem schlimmen Fehlpass der Eintracht, erlangten sie den Ballbesitz. Dieser Ballgewinn wurde von den Hamburgern lehrbuchartig zum zwischenzeitlich 0:1 vollendet. Jetzt waren die Eagles voll im Spiel und gleichzeitig in ihrem Element. Es wurde früh gepresst, sodass Fehler regelrecht herbeigeführt wurden. Eintracht Futsal konnte dem kaum etwas entgegen setzen. War man einmal spielbestimmend, nutzten die Hamburger jede Unsicherheit zu weiteren Treffern. Gepaart mit individueller Überlegenheit gingen die Gäste mit einer souveränen 4:0 Führung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit offenbarte sich ein anderes Bild. Coach Olcay Irek hatte seine Jungs ordentlich heiß gemacht, weshalb Eintracht mit viel Schwung und etwas Wut im Bauch aus der Pause kam. Diese konnte nun auch in etwas Zählbares umgemünzt werden. Innerhalb von zwei Minuten setzte es ein Tor von Niklas Noeske sowie ein Eigentor der Hamburger.

Plötzlich war man dem Ausgleich wieder ganz nah. Eine spektakuläre Rettungsaktion der Hamburger vor dem eigenen Tor avancierte jedoch fortan zum Wendepunkt. Nun spielten die Hamburger wieder wie eine echte Spitzenmannschaft. Kaltschnäuzig umging man dem Druck der Eintracht und stellte erneut einen gehörigen Abstand her. 2:7 stand es nach 35 Minuten aus Sicht der Eintracht. Auch mit fliegendem Torwart war dieser Rückstand nicht mehr einzuholen. Es reichte lediglich zum 3:7 Anschlusstreffer, den der Vize-Kapitän der Eintracht, Ermin Balic, markieren konnte.

So stand am Ende ein ernüchterndes 3:7 zu Buche. Eine Chance zur Besserung besteht, wenn die Löwen am 14.11 nach Hannover zu reisen um das traditionelle Niedersachsenderby zu bestreiten. Erfolgreich war dagegen die zweite Mannschaft von Eintracht Futsal in der Futsal Verbandsliga. Dort bezwang man den BSC Acosta ohne Probleme mit 9:0.

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Eintrachts Futsaller halten sich weiter schadlos. Foto: Martin Ehlert

Oldenburg/Braunschweig. In der Futsal Regionalliga Nord bezwang Eintracht Braunschweig  am vergangenen Samstag den VfL Oldenburg mit 7:4(4:2). Nach je drei Treffern Ermin Balic, Matthias Raaz und einem Tor von Olcay Irek wahren die Löwen weiterhin ihre blütenweiße Weste im Kampf um den Aufstieg in die Futsal-Bundesliga. Von Lennart Wenk

Raaz und Balic netzen dreifach

Die Vorzeichen für die Gäste aus Braunschweig standen zunächst eher mau. Die Mannschaft musste die verhältnismäßig lange Fahrt nach Oldenburg ohne ihren Top-Torschützen Sinan Balya antreten. Darüberhinaus fehlten einige weitere Stammkräfte, weshalb Löwen-Trainer Olcay Irek in die Bresche springen musste und sich kurzerhand selbst mit auf den Hallenboden begab.

Die Sorgen im Vorfeld der Partie taten der Motivation keinen Abbruch. Schon nach wenigen Sekunden traf der Kapitän Matthias Raaz zum 1:0 für die Gäste und sorgte für einen Auftakt nach Maß. Der VfL daraufhin zeigte, wie ein quirliger Aufsteiger spielt. Mit munteren Kombinationen drehten die Oldenburger dank Treffern von Matti Lüers (5.) und Chian Acar (8.) den Spielstand gegen die in dieser Phase scheinbar überforderten Braunschweiger auf 2:1. Nun fingen sich die Gäste, bei denen Ermin Balic binnen weniger Sekunden einen Doppelpack schnürte (8.). Olcay Irek markierte noch vor der Pause das 2:4 (13.). 

Zurück auf dem Parkett zeigten die Blau-Gelben weiterhin eine couragierte Leistung und ihren Gastgebern zunehmend die Grenzen auf. Balic (21.) uns Raaz (28., 34.) stellten mit ihren weiteren Treffern auf Sieg für die effektiveren Löwen. Die Oldenburger gaben sich jedoch zu keinem Zeitpunkt geschlagen und liefen Eintracht Braunschweig weiterhin früh an. Michael Lüers machte die Partie per Doppelpack (29.,37.) so beinahe noch einmal spannend.  

Am kommenden Samstag empfängt die Eintracht dann in eigener Halle die Wakka Eagles. Die Hamburger stehen mit 12 Punkten in greifbarer Nähe zu den Löwen. An Spannung soll es in der Sporthalle Lessinggynasium also definitiv nicht scheitern. Ab 19 Uhr rollt der Ball.

Eintracht Braunschweig Futsal: Voges, Courenq, Balic, Haidari, Irek, Acar, De Mello Margarido Pires, Balya, Savimli

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Spitzenwert: Julian Voges im Tor der Löwen musste in dieser Saison erst sieben Mal hinter sich greifen. Foto: Martin Ehlert

Braunschweig. In der Futsal-Regionalliga Nord konnte sich Eintracht Braunschweig Futsal am Samstag mit 5:1 gegen Sparta Futsal Hamburg durchsetzen und damit die Serie auf vier Siege in Folge ausbauen. Somit spielen die Löwen weiter eine Rolle im Aufstiegsrennen um die neu gegründete Futsal-Bundesliga. Das Ergebnis täuscht jedoch ein wenig, dem vermeintlich klaren Sieg war ein ausgeglichenes und kämpferisches Spiel vorausgegangen. Von Lennart Wenk.

Löwen bleiben oben dran

Mit dem Rückenwind eines 18:2-Sieges im letzten Spiel gegen Hannover schlugen die Gäste aus Hamburg in der Löwenstadt auf. Diese neu gewonnene Sicherheit nach zwei deutlichen Pleiten in den vorherigen Spielen machte sich umgehend im Spiel der Hanseaten bemerkbar. So begann in der Sporthalle Lessinggynasium ein wackeres und umkämpftes Futsalspiel, in dem sich die Spartaner zunächst die zwingenderen Möglichkeiten erarbeitet hatten. Der zu diesen Zeitpunkt sicherlich verdiente Torerfolg blieb den Gästen jedoch verwehrt. Gut für die Löwen, die sich im Angriffsspiel nun zunehmend schüttelten und ebenfalls zu Torchancen kamen. Letztendlich waren sie die effektivere Mannschaft. Sinan Balya netzte für die Eintracht zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt, unmittelbar vor der Halbzeitpause (17.).

Neue Halbzeit, alte Verhältnisse: Wieder kam Sparta um den Ex-Löwen Hendrik Kabelitz stärker aus der Kabine. Wieder besaßen sie starke Torchancen, um zum ersehnten Ausgleich zu gelangen. Doch immer wieder retteten die Löwen auf Biegen und Brechen und teilweise in höchster Not. Immer deuten die bisher nur 7 Gegentore der stärksten Abwehr der Liga an, wie sich dies gestaltete. Wenn hinzu in der Offensive die ein oder andere gute Kombination hinzu kommt, ist diese Eintracht schwer zu schlagen. Wie in der 30. Spielminute, als Jawid Haidari zum 2:0 für die Hausherren netzte. Doch diesmal antworteten die Hanseaten prompt mit dem Anschluss durch Ahmed Mhamdi (34.). Spannung kam nun jedoch keine mehr auf. Eintracht Futsal blieb eiskalt und baute in den letzten Minuten die Führung noch einmal aus. Auf das 3:1 vom Doppeltorschützen Sinan Balya folgte eine regelrechte Drangphase, die in den Treffern vier und fünf durch Matthias Raaz (37.) und Haidari (38.) mündete.

So siegte Eintracht Futsal etwas glücklich und darf weiter von der Verwirklichung der Mission Bundesliga träumen. Dies käme einer Sensation gleich, da die Budgets im Vergleich zu anderen Mannschaften der Liga verhältnismäßig niedrig sind. Nichtsdestotrotz geht es mit einem sportlichen Programm weiter. In der kommenden Woche treten die Löwen beim VfL aus Oldenburg an, ehe es in der Sporthalle Lessinggynasium zum absoluten Top-Duell gegen die Wakka Eagles aus Hamburg kommt. Diese rangieren unmittelbar hinter den Löwen auf Tabellenplatz 3 und verkauften sich zuletzt äußerst teuer gegen den Rekordmeister und Tabellenführer, HSV Panthers.

Eintrachts Futsaller zeigten sich erbarmungslos gegen den Aufsteiger. Foto: Martin Ehlerts

Braunschweig. In der Regionalliga Nord stand am Samstag, dem 26. September für die Futsalmannschaft von Eintracht Braunschweig das zweite Saisonspiel an. Gegen den Aufsteiger, Africa United, kannten die Blau-Gelben kein Erbarmen und gewannen in der Sporthalle Güldenstraße souverän mit 11:1(4:0). So stehen die Löwen auf dem vierten Tabellenplatz und sind voll im Soll. Von Lennart Wenk.

Dabei gingen die Braunschweiger von Beginn an mit einer zielstrebigen Einstellung in das zweite Heimspiel in Folge. So war es der ehemalige Stuttgarter Zdravko „Miki“ Tuzlak, der früh für Furore sorgte. Auf insgesamt 34 Ligaspiele in der viertklassigen Regionalliga Süd brachte es Tuzlak für die Amateure vom VfB Stuttgart, am Samstag reichte es abermals für das frühe Führungstor nach sechs Minuten. Von dem frisch gebackenen Aufsteiger aus Hamburg kam derweil wenig bis gar nichts. Die Löwen ließen sich jedenfalls nicht beirren und zogen ihr Spiel weiter durch. So trafen Braunschweigs Pivot Sinan Balya zum 2:0, Thiago Pires zum 3:0 und schließlich erneut Miki Tuzlak zum zwischenzeitlichen 4:0 für die Eintracht. Dies war zugleich der Pausenstand.

Löwen weiter torhungrig

Neue Halbzeit, altes Bild. Auch in der zweiten Hälfte hatten die erschienen Zuschauer, die es mit der Eintracht gut meinten, Grund zur Freude. Denn es wurde weiter munter kombiniert. Unmittelbar nach dem Pausenbeginn erzielte Sinan Balya das 5:0 für die Löwen. Danach trug sich auch der spielende Co-Trainer der Löwen, Niklas Noeske in die Torschützenliste ein. Er machte mit dem zwischenzeitlichen 6:0 das halbe Dutzend voll. Grund genug für die Gäste, um sich noch einmal aufzubäumen. Die verständlicherweise deutlich offensiver spielenden Männer von Africa United schafften eine kurze Druckphase, welche im 6:1 mündete. Wohlgemerkt kurz war die Druckphase der Hamburger, da die Löwen nun effektiv die ergeben Räume des Offensivspiels zu liefen. Daraus ergeben sich Torchancen in Hülle und Fülle. So war es in der 30. Minute Miki Tuzlak, der neben den 7:1 auch den persönlichen Hattrick schnürte. Weiter trafen Niklas Noeske gleich dreimal und der Kapitän der Löwen, Matthias Raaz einmal, sodass letztendlich ein 11:1 auf der Anzeigetafel stand.

Durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel rückt die Eintracht auf Platz 4 der Tabelle vor. Wobei hier beachtet werden muss, dass viele andere Mannschaften schon ein Spiel mehr auf den Konto haben. Trotzdem mahnt Löwen-Trainer Olcay Irek zur Vorsicht, da die bisherigen Gegner Probleme im Spiel noch nicht umfänglich sichtbar machen. Erst in den kommenden Spielen, in denen es Eintracht mit weitgehend gestandenen Regionalligamannschaften zu tun haben wird, zeigt sich, wo die Mannschaft steht.

Bereits in der nächsten Woche geht es nach Hamburg zum FC Maihan. Anstoß in der Sporthalle Kerschensteinerstraße ist um 17.15 Uhr.