Eintracht Braunschweig. Aktuelle News / Nachrichten über den Braunschweiger Turn- und Sportverein (BTSV) / Eintracht Braunschweig aus der 2. Fußball Bundesliga.

In dieser Rubrik findet ihr tagesaktuelle Berichterstattung: Vorberichte für die Spieltag, Spielberichte, Hintergrundinformationen, Veränderungen in Kader und Personal, kritische Fragen, Interviews. Dabei werden auch die wichtigsten Personalien behandelt: Geschäftsführer Peter Vollmann, Präsident Christoph Bratmann oder Trainer Daniel Meyer.

Der Braunschweiger Turn- und Sportverein wurde am 15. Dezember 1895 gegründet. Der Höhepunkt der Vereinshistorie war der Meistertitel im Jahr 1967, nachdem man 1963 erstmals in Deutschlands Oberhaus aufgestiegen war. Zehn Jahre darauf ging es erstmals wieder eine Liga herunter. In der Folge ging es mehrmals rauf und runter, auch in die Oberliga, sowie die 3. Liga.

Eintrachts AR-Vorsitzender Frank Fiedler ist zurückgetreten. Foto: Jens Bartels

Braunschweig. Frank Fiedler ist nicht mehr Aufsichtsrats-Vorsitzender der Profifußball-Abteilung Eintracht Braunschweig Gmbh & Co. KGaA. Dies vermeldet die dpa am Montagvormittag.

AR-Chef zurücktgetreten

Die “Initative Eintracht” hatte für einen echten Neuanfang den Rücktritt des gesamten Aufsichtsrates von Eintracht Braunschweig gefordert (wir berichteten). Wie am Montag bekannt wurde, ist der Aufsichtsrats-Vorsitzende Frank Fiedler am Montag mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten. Der Finanzvorstand des Eintracht-Sponsors Volkswagen Financial Services AG nannte der dpa-Meldung zufolge dafür in einem Schreiben an das Präsidium des Clubs “persönliche Gründe”.

Wie die Braunschweiger Zeitung zuvor berichtet hatte, war Fiedler wegen Alleingängen im Aufsichtsrat in die Kritik geraten. So habe er den Vertrag von Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann bis 2023 verlängert, was im Aufsichtsrat der Löwen mindestens für kontroverse Diskussionen über die umstrittene Personalie gesorgt habe. Fiedler hatte daraufhin der Meldung zufolge eine Einigung gefunden: Eine mögliche Abfindung im Falle einer vorzeitigen Trennung von Vollmann würde die VWFS übernehmen.

“Äußerst fragwürdig”

“Frank Fiedler hat sich seit über fünf Jahren im Aufsichtsrat ehrenamtlich eingebracht und viel Kraft und Zeit investiert. Wir respektieren seine Entscheidung und danken Frank Fiedler im Namen der Gremien für sein langjähriges und großes Engagement für die Eintracht. Innerhalb des zuständigen Gremiums werden wir uns in den nächsten Tagen zusammen finden und das weitere Vorgehen besprechen”, betonte Christoph Bratmann, Präsident des BTSV von 1895 e.V. und Mitglied des Aufsichtsrates der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA in einer offiziellen Vereinsmitteilung.

“Äußerst fragwürdig ist, wie von bestimmten Fangruppierungen persönliche Kampagnen gegen Amtsträger oder leitende Angestellte initiiert werden. Sachliche Kritik ist erwünscht und auch wichtig. Wie hier Menschen persönlich angegangen werden, ist völlig inakzeptabel”, so Bratmann.

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Die Eintracht ist am Tiefpunkt. Jetzt meldete sich die Initiative Eintracht und fordert eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Foto: Frank Vollmer/Archiv

Braunschweig. In einem Offenen Brief zeigte die Initiative Eintracht am Freitag deutlich die internen Probleme bei Eintracht Braunschweig auf. Eine ihrer Forderungen: Der gesamte Aufsichtsrat solle zurücktreten. Mal wolle ansonsten die Vertrauenfrage stellen. Auch eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist Ziel des Schreibens.

Offener Brief mit Lösungsvorschlägen

Wie die Initiative am Freitag auf ihrer Homepage mitteilte (hier), seien die Gründe für den Abstieg „vor allem im gravierenden Missmanagement im Aufsichtsrat der GmbH & Co. KG, aber auch beim Präsidium, das offensichtlich nicht mehr Herr im Haus ist“, zu suchen. In einem sehr ausführlichen Offenen Brief legte die Initiative Eintracht einen detaillierten Handlungsvorschlag vor:

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Mitglieder, Fans, Freunde und Sponsoren der Braunschweiger Eintracht,

einmal mehr steht unser Verein am Abgrund. Trotz erheblicher finanzieller Anstrengungen ist der Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga nicht gelungen. Er wurde leichtfertig verspielt. Die Ursachen dafür liegen unserer Meinung nach vor allem in den gravierenden Fehleinschätzungen und -entscheidungen der Vereinsführung, insbesondere durch den Aufsichtsrat.

Die markantesten Kritikpunkte sind unseres Erachtens:

Die vorzeitige Vertragsverlängerung des sportlichen Geschäftsführers Peter Vollmann. Ohne Not und ohne das Saisonziel Klassenerhalt erreicht zu haben, wurde der sportlich existenzielle Posten für zwei weitere Jahre mit Peter Vollmann besetzt. Nach unseren bestätigten Informationen handelte es sich dabei um einen Alleingang des Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Fiedler (Volkswagen FSAG).

Ebenfalls stark irritierend ist die Vertragsgestaltung mit Trainer Daniel Meyer zu Saisonbeginn. Offenbar wurde er auch mit einem Vertrag für die 3. Liga ausgestattet. Arbeitsverhältnisse im Profisport sollten sich aber unserer Meinung nach am Erfolg bzw. der Zielerfüllung ausrichten und nicht den Misserfolg goutieren.

Bei beiden Personalien ist den dafür Verantwortlichen hochgradig unprofessionelles Verhalten vorzuwerfen.

Dies gilt auch für den Umgang mit der Trainerfrage. Spätestens nach den desolaten Leistungen in Fürth und gegen Aue hätten im AR und im Präsidium einmütige und erfolgreiche Entscheidungen zum Erreichen des Klassenerhalts getroffen werden müssen. Stattdessen war öffentlich zu verfolgen, dass die bedrohliche Situation den Kreis der Entscheider in mindestens zwei Lager geteilt hatte. Auch hier setzte sich Frank Fiedler als AR-Chef durch und hielt am Trainer fest. Noch nicht einmal der öffentlich avisierte Impuls in Richtung der sportlich Verantwortlichen erfolgte. Dieselbe Prozedur spielte sich nach dem verlorenen Würzburg-Spiel erneut ab. Allerdings hatte man dann den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand.

Seit dem Abstieg in die 3. Liga 2018 ist die Kader-Planung insgesamt ungenügend, teuer und eine einzige Flickschusterei. Der Aufstieg in die 2. Liga im vergangenen Jahr ist dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass ein zu großer, zu teurer Kader, aufgrund von coronabedingten englischen Wochen, zum Vorteil wurde. Ansonsten war auch diese Saison sportlich extrem bescheiden. Ein Konzept ist nicht erkennbar. Der Verein steht seit 2018 nur für Eines: amateurhaftes Krisenmanagement.

Von unserem Präsidenten und dem handelnden Präsidium hätten wir ein Einschreiten erwartet. Wenn wir als Verein im Aufsichtsrat schon keine Mehrheit haben, so ist das für sich schon eine traurige Realität, an der wir alle arbeiten müssen. Zusehen und die Entscheidungen schweigend mittragen hat dem Ansehen des Präsidiums geschadet. Christoph Bratmann und sein Team sollten schon jetzt verkünden, ob und in welcher Konstellation sie im Herbst zur ordentlichen Mitgliederversammlung antreten. Der Verein braucht dringend mehr Einfluss im Aufsichtsrat.

In der 3. Liga kommen ganz schwere Zeiten, sportlich wie finanziell, auf die Eintracht zu. Unter anderem muss eine neue Mannschaft aufgebaut werden, und wir haben Ankündigen vernommen, dass der Hauptsponsor VW sein Engagement weiter reduziert. Die Bewältigung dieser extrem schwierigen Aufgaben trauen wir dem aktuellen Aufsichtsrat und den derzeit sportlich Verantwortlichen nicht zu.

Deshalb wird die Initiative Eintracht Schritte einleiten, um nach § 15 der Vereinssatzung des BTSV Eintracht 1895 e.V. eine außerordentliche Mitgliederversammlungzum nächstmöglichen Zeitpunkt einberufen zu lassen. Wir werden ferner Anträge einreichen, um auf dieser Mitgliederversammlung Tagesordnungspunkte zu folgenden Themen zu behandeln:

1. Stellungnahme des Präsidiums zum Abstieg aus der 2. Liga sowie Vorstellung des Konzeptes für die 3. Liga mit Aussprache.

2. Neubesetzung des Aufsichtsrats-Postens des zurückgetretenen Thomas Ritterbusch.

3. Vertrauensfrage bezüglich der verbliebenen Aufsichtsrats-Mitglieder.

4. Neubesetzung der Aufsichtsrats-Sitze, deren Inhaber nicht das Vertrauen der Mitglieder genießen.

5. Fragen und Anregungen

Wir bitten nicht nur bei der Neuformierung der Führungsebene inständig um die Mithilfe aller, denen Eintracht selbstlos am Herzen liegt.

Es soll ein Neuanfang auf allen Ebenen der Profi-Abteilung eingeleitet werden. Dafür bedarf es Personen, die mit hoher Identifikation und Sachverstand der Eintracht uneigennützig eine stabile Zukunft im Profi-Fußball sichern wollen.

Mit blau-gelben Grüßen für die Initiative Eintracht
Sebastian Götze, Wolfgang Schoeps

 

 

Kessel, Kobylanski und Schlüter wurden aus dem Kader für das Endspiel gestrichen. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Vor dem Endspiel beim Hamburger SV gab es hartnäckige Gerüchte, die Mannschaft von Eintracht Braunschweig betreffend. Ohne Angabe von Gründen sollen demnach Benjamin Kessel, Martin Kobylanski und Lasse Schlüter aus dem Kader für das Spiel geworfen worden sein. Der Verein dementierte zunächst Gerüchte, dass es mit einem feuchtföhlichen Mannschaftabend im Hotel zu tun hatte, räumte dann aber ein, dass am Sonntagabend “ein harter Kern über die Stränge geschlagen” habe. Auch Lasse Schlüter und Benjamin Kessel meldeten sich zu Wort. Artikel zuletzt aktualisiert Montag, 24. Mai 2021, 19:37 Uhr.

Mannschaftabend im Hotel

Nach ursprünglichen abseits°-Informationen wurden die drei Löwen-Profis Benjamin Kessel, Martin Kobylanski und Lasse Schlüter am Samstagvormittag mit sofortiger Wirkung aus dem Kader für das Endspiel in Hamburg gestrichen. Und das, wie Benjamin Kessel später bestätigte, auch ohne eine Angabe von Gründen.

Hartnäckigen Gerüchten zufolge wurden die Eintracht-Profis aus dem Kader gestrichen, weil sie nach dem Würzburg-Spiel im Hotel während der Quarantäne ein Bierchen zu viel getrunken haben sollen. Auch war in den Sozialen Medien die Rede von Randalen im Hotel, die sich aber als absolut unwahr herausgestellt haben (und die hier bisher auch nicht Erwähnung fanden – Anm. des Verf.). Wie Lasse Schlüter später in einem Video betonte, war er nicht Teil der Gruppe, “die sich da getroffen hat.”

“Es ist korrekt, dass große Teile der Mannschaft an jenem Sonntagabend unmittelbar nach der Niederlage noch länger im Hotel zusammen gesessen und dabei auch Alkohol zu sich genommen haben. Das ist sicherlich für einen Profi nicht ideal, aber in so einem Moment auch menschlich nachvollziehbar.

Bestätigen kann ich auch, dass dabei am Ende ein harter Kern aus wenigen Spielern übrig geblieben ist, die über die Stränge geschlagen haben. Dass dies so nicht akzeptabel ist, wurde in einer teaminternen Sitzung bereits am darauffolgenden Montag sehr deutlich kommuniziert. Dass an jenem Abend wilde Exzesse und Partys gefeiert wurden, Hotelzimmer demoliert wurden, weisen wir entschieden zurück.” Peter Vollmann via Eintracht-Stellungnahme am Pfingstmontag

Kessel: “Ich hätte mich auch nicht aufgestellt”

Am Sonntag betonte nun Benjamin Kessel via Facebook: „Keiner wollte nach dem Würzburg-Spiel allein auf dem Zimmer sitzen, weil die Belastung einfach zu groß war.” Ein menschliches Bedürfnis! Also habe man sich mit Mitarbeitern des Vereins in einem Raum zusammengesetzt. “Wir haben auch ein Bier getrunken und das Spiel wurde aufgearbeitet”, so Kessel. Dabei seien gute Gespräche geführt worden. “Es wurde, wie ich finde, die einzige Möglichkeit geschaffen, um sich noch einmal zusammenzuraufen, um in dem alles entscheidenden Spiel gegen den HSV noch mal alles reinwerfen zu können”, betont der Abwehrspieler und bedauert, dass dies gegen den HSV nicht geklappt habe. “Die Schützenhilfe aus Aue wäre da gewesen, was es besonders bitter macht.”

Kessel betont, dass der darauffolgende Montag und Dienstag nach dem Würzburg-Spiel trainigsfrei gewesen sei. Und: “Ich bin zu einer humanen Zeit ins Bett gegangen.” Warum er dennoch aus dem Kader für das Spiel geworfen worden sei, umschreibt er mit Galgenhumor: “Ich hätte mich auch nicht aufgestellt.”

“Es soll darum gehen, dass es ein Saufgelage oder ähnliches gegeben haben soll, wo randaliert worden sein soll. Da kann ich nur sagen, dass ich zu 100% nicht Teil der Gruppe war, die sich da getroffen hat. Nach dem gemeinsamen Essen bin ich auf’s Zimmer gegangen, um zu telefonieren. Ich distanziere mich ganz klar davon. Ich war nicht dabei. Der Abstieg ist für uns alle bitter genug.” Lasse Schlüter

Eintracht: “reibungslose Trainingswoche”

Noch am Samstagabend hatte der Verein die Gerüchte dementiert und von einer reibungslosen Trainingswoche gesprochen. Trainer Daniel Meyer habe mit den Eindrücken aus den vergangenen Trainingstagen wie jede Woche den Kader für die Begegnung nominiert. “Dabei wurden die Spieler ausgewählt, die im Training den besten Eindruck hinterlassen haben”, heißt es in der ersten Stellungnahme.

Der Frust und die Enttäuschung sei nach der Niederlage gegen Würzburg bei der gesamten Mannschaft extrem groß gewesen. “Die Vorbereitungswoche auf das Auswärtsspiel beim Hamburger SV ist entgegen anders lautender Gerüchte komplett reibungslos abgelaufen.” Am Pfingstmontag zog der Verein noch einmal nach und veröffentlichte eine zweite Stellungnahme.

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Stehe ich jetzt im Regen? NEIN! Die Sonne scheint. Video: Jens Bartels

Braunschweig. Ist Eintracht Braunschweig bereits abgestiegen? Wir sagen „NEIN!“ und dafür gibt es Argumente. Merke: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Löwenzahn oder Pusteblume?

Die Chance ist minimal, dass Eintracht Braunschweig im letzten Saisonspiel am Sonntag (15.30 Uhr) beim Hamburger SV die Klasse halten oder sich zumindest in die Relegation retten kann. Nach der fatalen 1:2-Niederlage gegen die bereits abgestiegenen Würzburger Kickers schien die Mannschaft von Noch-Cheftrainer Daniel Meyer für viele bereits abgeschrieben.

Doch wer wenn nicht die Eintracht? In den vergangenen zwei Jahren kam zunächst die Rettung in der 3. Liga, dann der Aufstieg in die 2. Bundesliga einem Wunder gleich. Aller guten Dinge sind drei! Also haben wir uns auf der Suche nach einem Hoffnungsschimmer auf dem menschenleeren Stadiongelände umgesehen und sind fündig geworden …

Wie entfesselt an der Bremer Brücke: Eintracht Braunschweig mit drei enorm wichtigen Punkten im Abstiegskampf. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Osnabrück/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat im Abstiegskampf einen echten Coup gelandet und beim VfL Osnabrück einen ungefährdeten 4:0 (1:0)-Sieg eingefahren. Als Startelf-Rückkehrer avancierten dabei sowohl Suleiman Abdullahi als auch Martin Kobylanski mit je einem Doppelpack zu den Matchwinnern.

Big Points im Abstiegskampf!

Ganz Braunschweig fragt sich an diesem Sonntag, dem 11. April 2021: Darf ich heute einen trinken? Ja ihr dürft! Ja ihr müsst! Stoßt an auf den ersten Auswärtsdreier der Saison und einen Riesenschritt der Löwen in Richtung Klassenerhalt. Überdies hieß es schließlich nicht grundlos seit Monaten: Wir trinken bis Manni trifft!

Nach dem 0:2 in St. Pauli kehrte Coach Daniel Meyer nach überstandener Covid-19-Infektion wieder an die Seitenlinie zurück. Der 41-Jährige vertraute wieder auf Wiebe und Behrendt nach abgesessener Gelbsperre und schickte auch Kobylanski und Abdullahi für Kessel, Bär, Kammerbauer (alle Bank) und Klaß in die Startelf.

Das Kellerduell begann mit einer kleinen Schrecksekunde für die Gäste, als Ajdinis Hereingabe an den Pfosten klatschte (4.). Es war der Weckruf für die Braunschweiger, die von da an mehr Initiative übernahmen. Ein gefühlvoller Lupfer durch die Mitte von Kobylanski auf Abdullahi brachte den in dieser Saison bisher glücklosen Nigerianer in eine exzellente Abschlussposition, die er mit dem 0:1 ins lange Eck untermauerte (11.). Abwehrturm Oumar Diakhité hatte wenig später aus kurzer Distanz die Möglichkeit nachzulegen (15.). So wackelte die knappe blau-gelbe Führung in die Pause, auch weil die Hausherren mit sich selbst beschäftigt schienen – immerhin drohte die zehnte Heimpleite an der Bremer Brücke in Folge.

Stegemann entscheidet auf Strafstoß

Kurz nach Wiederbeginn zeigte Schiedsrichter Sascha Stegemann auf den Punkt. Nick Proschwitz war früher am Ball gewesen als Taffertshofer. Martin Kobylankis verwandelte leichtfüßig und die Eintracht führte nicht unverdient mit 2:0 (51.). Jetzt begannen die Okerstädter zu zaubern: Kobylanski zwang Osnabrücks Schlussmann Kühn in der 55. Spielminute mit einer angeschnittenen Flanke von links dazu, sich den Ball ins eigene Tor zu fäusten. Das 4:0 für die wie entfesselt aufspielenden Gäste folgte nach einem weiten Seitenwechsel von Schlüter auf Abdullahi, der per Flachschuss seinen persönlichen Doppelpack vollendete und damit die Entscheidung herbeiführte (61.).

Dank des ersten Auswärtssieges der Saison klettern die Löwen an Osnabrück vorbei auf Platz 15. Allerdings hat der VfL am Mittwoch (18.30) ein Nachholspiel gegen Regensburg. Für Eintracht Braunschweig geht es am kommenden Freitag (18.30) daheim gegen den SC Paderborn weiter.

VfL Osnabrück: Kühn – Gugganig (64. Multhaup), Beermann, Trapp – Ajdini, Taffertshofer, Heider, Reis (64. Grot), Bapoh (26. Henning) – Santos, Kerk (82. Blacha) Trainer: Markus Feldhoff

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diakhité (Kessel), Schlüter – Wydra, Ben Balla (71. Kammerbauer), Abdullahi (71. Y.Otto), Kroos (46. Bär), Kobylanski (82. Schwenk) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: 0:1 Suleiman Abdullahi (11. Kobylanski), 0:2 Martin Kobylanski (51. FE), 0:3 Suleiman Abdullahi (55. Schlüter), 0:4 Martin Kobylanski (66. Schlüter)

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Ein zartes Pflänzchen Kontinuität hält Einzug mit dem Braunschweiger Frühling. Foto: Agentur Hübner/Pixabay

Braunschweig. Zweitligist Eintracht Braunschweig hat eine Entwicklung vollzogen, die der Mannschaft von Trainer Daniel Meyer gut zu Gesicht steht. Rechtzeitig vor den entscheidenden Wochen in der Liga haben die Löwen den Abstiegskampf angenommen. Ein zartes Pflänzchen Kontinuität hält Einzug mit dem Frühlingsbeginn in Braunschweig…

Schritt für Schritt zum Ziel!

26 von 34 Spieltagen sind durch. Dank einer Miniserie von fünf nicht verlorenen Spielen und 9 erbeuteteten Zählern sind Meyer und Co. im Abstiegskampf auf dem richtigen Kurs. Dass der für den Aufsteiger nur in Richtung Klassenverbleib zielen kann hat der Verein von jeher gebetsmühlenartig kommuniziert. Schritt für Schritt kommt er seinem Ziel dabei nun näher. Da passt es gut ins Bild, dass Sportchef Peter Vollmann seinem Cheftrainer das Vertrauen ausgesprochen hat. Dass der 41-Jährige nach dem Heimspiel gegen Darmstadt noch Dinge zu bemängeln hatte sowieso: „Aus meiner Sicht haben wir zu kompliziert gespielt, mit einigen technischen Fehlern zwischendrin“, so Meyer im Anschluss an das 1:1, bei dem auch mehr als ein Punktgewinn möglich war.

Ein zartes Pflänzchen Kontinunität – wie es seit dem Abstieg 2018 nicht mehr zu spüren war – hält mit dem Frühlingsbeginn in Braunschweig Einzug. Vorsichtig prognostiziert könnten die Löwen sogar den Umweg der Relegation umgehen. Könnten (!), denn dazu müssten die Löwen neben den bereits abgeschlagenen Würzburgern (15 Punkte) und derzeit bedenklich schwächelnden Sandhausern (22 Punkte) noch ein drittes Team hinter sich lassen. Momentan wären Osnabrück, Nürnberg oder Regensburg Kandidaten. Doch ist es allein aufgrund der unterschiedlichen Anzahl der absolvierten Spiele schwer, sich hier nicht in wirren Konjunktiväten zu verlieren.

Nach den eingeschobenen Tests gegen Chemnitz [Edit: Dieses Testspiel fällt wegen eines Coronafalls beim CFC aus] und bei Bundesligist Union Berlin (Donnerstag, 15.00 Uhr) gilt es, nach der Länderspielpause am Montagabend am Millerntor einen weiteren Beleg der Ligazugehörigkeit abzuliefern. Ohne Brian Behrendt und Daniko Wiebe, die beide gegen Darmstadt die 5. Gelbe Karte sahen, steht das neue Prunkstück Defensive dann gegen Burgstaller und Co. auf dem Prüfstand. Doch dürften Daniel Meyer und sein Trainerteam der Mannschaft auch dafür einen Plan mit auf den Weg gehen.

Schritt für Schritt zum Klassenerhalt – dieses zarte Pflänzchen Kontinuität steht der Eintracht im März 2021 sehr gut zu Gesicht. Oder um es mir Meyers Worten zu sagen: „Wir haben seit fünf Spielen nicht mehr verloren und nur ein Gegentor kassiert. Wir atmen jetzt etwas durch, um anschließend fokussiert in den Endspurt zu gehen.”

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Wie hier gegen Nürnberg in der Hinrunde, verwandelte Nick Proschwitz gegen Darmstadt einen Elfmeter, vergab aber auch einen. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Beim 1:1 (1:1) des 26. Spieltages erkämpfte sich Eintracht Braunschweig im Duell mit dem SV Darmstadt 98 einen weiteren Zähler und bleibt im fünften Spiel in Folge ungeschlagen. Nick Proschwitz verwandelte und vergab dabei jeweils einen Elfmeter.

Proschwitz gleicht aus vom Punkt

Wie schon in der Vorwoche beim KSC rettete der Videoschiedsrichter der Braunschweiger Eintracht den Punktgewinn. Als Jasmin Fejzic den strammen Distanzschuss von Tim Starke reaktionsstark an den Querbalken lenkte, stand Berko beim vermeintlichen zweiten Darmstädter Tor in einer Abseitsposition. Zuvor hatten sich beide Teams auf tiefem Boden ein verbissenes Abstiegsduell geliefert.

Den erfolgreicheren Start hatten dabei die Gäste aus Südhessen erwischt, bei denen der schnelle Berko über links mit viel Übersicht in die Mitte zu Victor Palsson passte, der den Ball überlegt ins Braunschweiger Tor geschoben hatte (13.). Die selbstbewusst auftretenden Braunschweiger steckten nicht auf und kamen keine 180 Sekunden später zum Ausgleich per Strafstoß. Der Darmstädter Kapitän Holland bekam Fabio Kaufmann nicht zu greifen und brachte ihn im Strafraum zu Fall. Nick Proschwitz übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher links unten zum Ausgleich (16.) Wenige später bekamen die Löwen von Schiedsrichter Timo Gerach einen weiteren Elfmeter zugesprochen – diesmal hatte Palsson sich mit der Hand in einen Torschuss von Felix Kroos geworfen. Erneut trat Proschitz an, vergab diesmal aber weniger gezielt als bei seinem ersten Versuch (24.).

Defensiv disziplinierte Löwen

Kurz vor dem Pausenpfiff brachten die Gäste erstmals ihren Toptorjäger Serdar Dursun in Stellung, doch Oumar Diakhité verhinderte in letzter Konsequenz den 16.Torerfolg des 29 Jahre alten Deutsch-Türken. In der hart umkämpften Partie hagelte es Verwarnungen. So werden Brian Behrendt und Danilo Wiebe aufgrund ihrer jeweils fünften Gelben Karte im Duell mit dem FC St. Pauli aussetzen müssen.

Vor allem nach dem Seitenwechsel wurden die Lilien auf dem Rasen des Eintracht-Stadions immer präsenter. Starke prüfte in der 47. Spielminute Fejzic, der wieder die Oberhand behielt. Auf der Gegenseite schickte Dong-Won Ji Mitspieler Wiebe, der in der Mitte Kaufmann fand. Weil der Ball noch einmal aufsprang erwischte Kaufmann ihn aber nicht richtig und schoss über das Tor (48.).

Partie gegen Ende noch einmal packend

Die Partie hatte in der Folge sehr viel Leerlauf zu bieten, wurde dann aber noch einmal dramatisch. Zehn Minunten vor dem Ende bediente der eingewechselte Marcel Bär über links Proschwitz, dessen Ablage Kaufmann ans Außennetz setzte (79.). Drei Minuten später flankte der ebenfalls eingewechselte Martin Kobylanski auf Proschwitz, der den Ball volley nahm, aber nicht an Schuhen im Darmstädter Tor vorbei brachte. Und noch einmal hatten die Blau-Gleben den Siegtreffer in dieser stärksten Phase der Partie auf dem Fuß. Kobylanski lud an der Strafraumgrenze zum Tänzchen ein und kam aus dem Gewühl irgendwie zum Abschluss (84.).

Eintracht Braunschweig hat nun fünf Spiele in Folge nicht verloren, bleibt vorerst Tabellenfünfzehnter.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrend, Diakhité, Klaß – Wydra (84. Kobylanski), Nikolaou – Kaufmann (90. Otto), Kroos, Ji und (74. Bär) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

SV Darmstadt 98: Schuhen – Herrmann, Pfeiffer, Höhn, Holland – Palsson, Rapp – Starke, Mehlem (77. Kempe), Berko – Dursun (90.+1 Platte) Trainer: Markus Anfang

Torfolge: 0:1 Victor Palsson (13. Berko), 1:1 Nick Proschwitz (16. FE)

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Nick Proschwitz – hier im Hinspiel – hatte den Führungstreffer für die Löwen mehrfach auf dem Fuß. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Karlsruhe/Braunschweig. Eintracht Braunschweig bleibt auch im vierten Spiel in Folge ohne Gegentor und Niederlage. Beim Remis des 25. Spieltages war beim Karlsruher SC aber deutlich mehr drin für die Mannschaft von Daniel Meyer als ein Punktgewinn.

„Die Philosophie stimmt“

Der Deutsche Meister von 1967 wartet weiterhin auf den ersten Saisondreier in der Ferne, der auch an diesem 25. Spieltag im verregneten Wilparkstadion permanent in der Luft lag. Nichtsdestotrotz bleibt die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Meyer im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und hält dank des Unentschiedens den SV Sandhausen auf drei Punkte Abstand.

Daniel Meyer hatte unter der Woche von Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann das Vertrauen ausgesprochen bekommen, auch im Falle eine Abstiegs Braunschweiger Trainer bleiben zu dürfen. „Die Philosophie stimmt“, hatte der 63-Jährige betont. Die Vollmann’sche Aussage unterlegte die Mannschaft auf der Baustelle Wildpark, verpasste dabei aber mehrfach den Siegtreffer.

Die Gäste aus Niedersachsen starteten mit Dominic Wydra für Marcel Bär (Bank) und im 4-2-3-1. Von Beginn an suchten die Löwen kompromislos den Weg nach vorne, agierten aggressiv und mutig. Vor allem über den agilen Fabio Kaufmann kamen die in gelb Gekleideten immer wieder in aussichtsreiche Positionen. In der unterhaltsamen, aber torlosen, Partie strahlte der KSC lediglich bei ruhenden Bällen Gefahr aus.

Felix Kroos war es, der einen ersten Querpass von Kaufmann nicht verwehrten konnte und damit auch Nick Proschwitz neben sich entscheidend irritierte (7.). doch war es auch der Startschuss in eine offensive Anfangsviertelstunde der Löwen. Keine zwei Minuten später flog der erste Kopfball von Proschwitz in Richtung Marius Gersbeck. Der Karlsruher Schlussmann würde im Laufe der Partie zum besten Spieler der Eichner-Elf avancieren. Braunschweig blieb dran mit Biss, erarbeitete sich ein Chancenplus. Nach neun Minuten war es erneut Kaufmann, der von Proschwitz bedient nur noch per Grätsche durch Bormuth am Treffer gehindert werden konnte.

Auf der anderen Seite behielt Jasmin Fejzic bei einem Freistoß von Heise die Übersicht und entschärfte den Abschlussversuch von Kobald (16.). Danilo Wiebe zog noch einmal aus der dritten Reihe ab (20.), bevor die Gastgeber ihre bis dahin beste Phase erwischten: Marvin Wanitzek zielte von halblinks knapp am Braunschweiger Tor vorbei (21.), dann prüfte der Mittelfeldspieler Fejzic nochmals bei einem Freistoß. Auch die nachfolgende Ecke entschärfte der Bosnier bravorös gegen Amaeci (31.). Choi vergab daraufhin die beste Möglichkeit der Badener zum Führungstreffer, weil Fejzic sich erneut reaktionsstark präsentierte (33.).

VAR-Entscheidung pro Eintracht

Nach dem Seitenwechsel war es Ji, der die Braunschweiger Führung auf dem Fuß hatte. Die Mainzer Leihgabe schob die Kugel nach einem Doppelpass mit Proschwitz aber am leeren Tor vorbei (56.). Die Gäste setzten sich erneut mit großem läuferischen Aufwand in der Karlsruher Hälfte fest, fanden aber nicht die entscheidende Lücke.

Nikolaou aus der Distanz (59.), Kaufmann nach einem schönen Sololauf (65.) und nochmals Proschwitz per Kof (67., von Nikolaou behindert) untermauerten die Braunschweiger Sehnsucht nach einem Auswärtssieg. Das Auswärtsteam war auch im Glück, als die eingewechselten Lorenz und Goller über links die KSC-Führung vergaben (69.).

Das Heimteam übte in der Schlussphase noch einmal enormen Druck aus. Und beinahe hätten die Gäste unter einer Fehlentscheidung von Schiedsrichter Florian Heft gelitten, der in der 88. Spielminute einen Strafstoß von Klaß am Philipp Hofmann gesehen hatte. Heft sah aber auch, dass der Ex-Löwe beim Zuspiel im Abseits gestanden hatte, was auch die Videobilder untermauerten. So blieb es bei der Punkteteilung.

Eintracht Braunschweig bleibt mit 25 Zählern drei vor Sandhausen (17.) und zwei vor dem VfL Osnabrück (16.). Am kommenden Samstag (13.00) gastiert Darmstadt 98 an der Hamburger Straße.

Karlsruher SC: Gersbeck – Thiede, Bormuth, Kobald, Heise – Fröde (76. Gueye), Wanitzek – Choi, Batmaz (58. Lorenz), Amaechi (58. Goller) – Hofmann Trainer: Christian Eichner

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diakhité, Klaß – Wydra, Nikolaou – Kaufmann (72. Schwenk), Kroos, Ji (65. Bär) – Proschwitz (90.+5 Otto) Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: –

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Ein genialer Kroos-Moment bescherte Eintracht Braunschweig drei enorm wichtige Zähler. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Enger geht’s nicht! Erst in der Nachspielzeit eines hart umkämpften Abstiegsduells erlöste Felix Kroos seine Eintracht mit einem genialen Moment und verschaffte ihr einen gegenüber Gegner SV Sandhausen enorm wichtigen Dreier. Während die Gäste auf den vorletzten Tabellenrang zurückfielen, überholen die Löwen auch Osnabrück.

Krossartig!

Das war Abstiegskampf pur! Das bessere Ende hatte in diesem wahren Drama die Mannschaft von Daniel Meyer, weil sie den Tabellen-16. aus der Kurpfalz in den letzten Sekunden der Partie doch noch überwinden konnte.

„Das Duell sah so aus, wie es die tabellarische Situation hat vermuten lassen. Es war ein sehr umkämpftes, ein sehr fahriges, ein sehr emotionales Spiel“, analysierte Daniel Meyer nach dem Spiel, das seinen Höhepunkt in den absoluten Schlussminuten sah. Als schon vieles aus ein torloses Unentschieden hinwieß umkurvte Sandhausens Behrens BTSV-Schlussmann Jasmin Fejzic und traf, hatte dabei aber deutlich im Abseits gestanden (89.).

Große Befreiung für Cheftrainer Daniel Meyer (re.) und sein Team. Foto: Agentur Hübner

Große Befreiung für Cheftrainer Daniel Meyer (re.) und sein Team. Foto: Agentur Hübner

Nur Sekunden später nahm Felix Kroos auf der anderen Seite des Platzes Maß und zirkelte den Ball aus gut 20 Metern ins Lattekreuz (90.+1). „Vor dem Antritt war ich überzeugt, sicher kann man sich nie sein“, wog Kroos nach Spielende ab, betonte jedoch: „Ich habe schon das Gefühl, dass ich Freistöße schießen kann und wusste auch, dass es in diesem Moment entscheidend sein kann in den letzten Minuten. Ich habe das Ding perfekt getroffen. Das war ganz wichtig!“

Am kommenden Sonntag (13.30) tritt Eintracht Braunschweig im Rahmen des 25. Spieltags beim Karlsruher SC an.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt (46. Kammerbauer), Diakhité, Klaß (46. Schlüter) – Kroos, Nikolaou – Kaufmann (83. Otto), Ji (86. Schwenk), Bär – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

SV Sandhausen: Kapino – Nauber, Kister (35. Röseler), Zhirov – Diekmeier, Bachmann, Contento (67. Klinbeil) – Linsmayer (73. Zenga), Halimi (73. Zenga) – Esswein (67. Keita-Ruel), Behrens Trainer: Gerhard Kleppinger

Torfolge: 1:0 Felix Kroos (90.+1)

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Hart umkämpft wie schon das Hinspiel: Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Nürnberg. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Nürnberg/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat zum zweiten Mal in Folge zu Null gespielt. Im torlosen Traditionsduell mit dem 1. FC Nürnberg verpasste die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Meyer jedoch den ersten Auswärtssieg der Saison. Sandhausen vor dem Kellerduell wieder punktgleich.

Zweimal in Folge hinten die Null!

Eintracht Braunschweig war gefordert, den aufsteigenden Trend der Vorwoche am 23. Spieltag im Max-Morlock-Stadion zu bestätigen und überhaupt den ersten Saisonsieg in der Fremde einzufahren. Hinzu kam, dass der Deutsche Meister von 1967 seit endlos langen 42 Jahren nicht mehr beim Club gewinnen konnte. Erstmals in dieser Saison schickte Meyer die selbe Startelf ins Rennen wie am Spieltag zuvor. Beim 2:0 gegen Regensburg (Spielbericht) hatten seine Schützlinge entsprechende Argumente gesammelt. Bei den Hausherren ersetzte Krauß notgedrungen den gesperrten Nürnberger.

Die Gäste aus Niedersachsen fanden zunächst besser in die teilweise doch sehr zerfahrene und hart umkämpfte Partie. Ji (2./19.) köpfte zweimal aussichtsreich nach Flanken von Wiebe und Kaufmann in Richtung Mathenia. Dazwischen waren die Löwen aber im Glück, weil der erfahrene Bundesliga-Schiedsrichter Marco Fritz beim Treffer von Krauß nach einer Ecke den Torschützen in Abseitsposition wähnte (10.). Ärgerlich dagegen für die Blau-Gelben: Mittelfeldstratege Dominik Wydra sah in dieser Phase der Partie die 5. Gelbe Karte und wird im wichtigen Kellerduell mit Sandhausen fehlen.

Beide Mannschaften versuchten es in der Folge vermehrt mit langen Bällen auf ihre Zielspieler, blieben meist aber zu ungenau. Mit fortschreitender Spieldauer wurden die Franken aber stärker: Spielmacher Dovedan hämmerte den Ball nach einem Zuspiel von Mads Möller Daehli am Braunschweiger Tor vorbei (28.). Kurz vor der Pause folgte die erste echte Großchance der Partie: Dovedan nahm das eher zufällige Zuspiel von Borkowski volley und scheiterte nur knapp am hellwachen Fejzic und dessen Parade (40.).

Ball zappelt im Netz – wieder Abseits!

Auch der erste offensive Ansatz nach dem Seitenwechsel gehörte den Hausherren, bei denen Schäffler bei einer Ballstaffette über links im Zentrum lauerte, den Ball aber nicht verarbeiten konnte (50.). Auf der anderen Seite rutschte Eintrachts Linksverteidiger Nico Klaß beim Torschuss aus –  da wäre sicherlich mehr drin gewesen (55.). Aber die Braunschweiger suchten jetzt mit Nachdruck den Torerfolg. Erst zielte der mitgelaufene Abwehrturm Diakhité bei einer Kroos-Flanke zu hoch (61.), dann köpfte Proschwitz aus acht Metern ein Zuspiel von Ji in Richtung Mathenia (64.).

Erneut mit dem Glück im Bunde waren die Gäste, als wenig später Dovedan Fejzic überwandt, das aber aus einer erneuten Abseitsposition tat (71.). Der eingewechselte Marcel Bär konnte in der 77. Spielminute nach einem feinen Chipball von Kroos gerade noch so von Mühl geblockt werden. Es war die letzte ernsthafte Annäherung in diesem Spiel.

Am kommenden Sonntag empfängt Eintracht Braunschweig daheim den jetzt wieder punktgleichen SV Sandhausen zum absoluten Kellerschlager! Sandhausen gelang zeitgleich ein 3:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück.

1.FC Nürnberg: Mathenia – Valentini, Mühl, Margreitter, Handwerker – Geis, Krauß – Dovedan, Möller Daehli – Borkowski (77. Hack), Schäffler Trainer: Robert Klauß

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diahité, Klaß (88. Schlüter) – Wydra (76. Kammerbauer), Nikolaou – Kaufmann (76. Otto), Kroos, Ji (67. Bär) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: –

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