Der erste Jugendspieler aus der eigenen Jugend steigt nun zu den Herren auf. Foto: Salzgitter Steelers

Salzgitter. Für das erst seit rund zwei Jahren bestehende American Football Team der Salzgitter Steelers ist es ein Meilenstein. Der erste Spieler aus der eigenen Jugend schafft den Sprung in die Herrenmannschaft.

Wide Reciever passende Position

Nick Netzig ist erst 19 alt und wird ab sofort im Team der Salzgitter Steelers als Wide Reciever auflaufen. Zu dieser Position kam der Nachwuchsspieler indem er sich Spiele im Fernsehen, sowie Trainings angesehen habe, um sich zu überlegen, welche Position zu ihm passen würde, berichtet der junge Mann im Interview mit www.football-aktuell.de. „Bälle fangen und laufen“, wird er dort zitiert, somit war die Wide Reciever Positon am naheliegendsten.

Athletisch gute Ansätze

Für die Steelers ist der Zugang des Nachwuchsakteurs ein wichtiger Hinweis für eine gut funktionierende Jugendarbeit. Das Mindestalter, um bei den Herren mitzuspielen, liegt bei 18 Jahren. „Wir achten dabei nicht nur auf das Alter, sondern schauen uns die Spieler natürlich an und reden mit ihnen. Nick zeigt bezüglich der Athletik gute Ansätze, muss sich aber auch da noch steigern. Es wird nun an ihm liegen, wie viel und fleißig er trainieren wird“, berichtet Alexander Schardt, Headcoach der Steeler gegenüber abseits.tv.

Bereits im Duell unter Scrimmage-Regeln gegen die Minden Wolves in der vergangenen Woche kam Netzig zum Einsatz – wenn auch nicht in dem Maße eines Stammspielers. „So wie beim Fußball ein junger Spieler nicht unbedingt 90 Minuten durchspielt, sondern eher 60, ist es auch bei uns so, dass Nick anfangs von rund 70 Plays pro Spiel, nur zehn bis 15 mitnehmen wird. Das ist allerdings auch jeweils von der Spielweise abhängig“, so der Trainer weiter.

Begeisterung über Aufnahme im Herrenteam

Neben der Athletik muss Netzig, der ein duales Studium absolviert, sich auch intensiv mit Taktik und Technik auseinandersetzen. Darüberhinaus möchte der junge Akteur weitere Jugendspieler motivieren, in das Herrenteam zu wechseln, heißt es bei football-aktuell weiter, wo er sich auch begeistert über die Aufnahme bei den Herren zeigte. Anfängliche Befürchtungen, er würde dort „komplett zertört“ werden, hätten sich sofort erledigt, die Spieler würden ihm helfen und mit Tipps und Ratschlägen versorgen.