Amateursport wie er unterschiedlicher nicht sein kann: Volker Mudrow vom MTV Braunschweig und Radek Vit von den TAG Salzgitter Icefighters blicken auf völlig unterschiedliche Spielzeiten zurück. Fotos: Jens Bartels

Braunschweig/Salzgitter. Während der Profisport durchweg seinen Ligabetrieb durchführen darf, sah und sieht es im Amateursport ganz anders und vor allem unterschiedlich aus. Während die Handballer des MTV Braunschweig bis vor kurzem noch um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielten, herrscht bei den TAG Salzgitter Icefighters nahezu Stillstand. abseits.tv sprach mit den Trainern über den Stand der Dinge.

Handballer von Covid gestoppt – Eishockeycracks setzten eine Saison aus

Für das Mudrow-Team, welches erst wieder in die 3. Liga aufgestiegen war, hätte der Traum vom Durchmarsch wahr werden können. Ein positiver Corona-Test, machte diesem jedoch ein jähes Ende. Immerhin durfte man überhaupt spielen. Bei den Kufenflitzern vom Salzgittersee sah das ganz anders aus. Deren letzter Pflichtauftritt auf dem Eis liegt – bedingt durch die Pandemie – nun mehr als ein Jahr zurück.

 

Icefighters und der Lockdown: Wie könnte die nahe Zukunft aussehen? Videostill: Jens Bartels

Salzgitter. Während der Profisport läuft, liegt der Amateursport weiterhin brach. Radek Vit, Cheftrainer und Sportlicher Leiter der TAG Salzgitter Icefighters, spricht im Videointerview über den Stand der Dinge in der Eishockey Regionalliga Nord, mögliche Alternativen zum Ligabetrieb, über die Folgen der gegenwärtigen Situation und auch über die Sponsoren.

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Ligabetrieb bei den Icefighters doch möglich? Verband und Eishalle möchten den Betrieb aufrecht erhalten. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Aufgrund der jüngsten Verlängerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hat der Niedersächsische Eissport-Verband (NEV) den gesamten Spielbetrieb im Nordverbund bis einschließlich dem 10. Januar 2021 ausgesetzt. Sobald die Verordnungslage es zulässt, soll es jedoch weitergehen. Die Eissporthalle am Salzgittersee möchte ebenfalls so schnell als möglich wieder öffnen. Dies meldet der Verein in einer Pressemitteilung.

Spielbetrieb soll noch möglich sein

Diese Entscheidung fiel infolge einer Online-Konferenz am vergangenen Freitag, in der sich die die stimmberechtigten Mitglieder der NEV-Eishockey-Kommission mit den Präsidenten der dem Nordverbund angehörigen LEV berieten. In der Meldung des NEV geht man nach wie vor davon aus, dass ein Spielbetrieb in der Saison 2020/2021 – wenn auch nicht wie gewohnt – möglich sein könne.

Ligastart mit zwei Wochen Vorbereitung

So soll, sobald es die Verordnungen zulassen, ein “Startsignal” gegeben werden, woraufhin nach zwei Wochen bereits die ersten Spiele ausgetragen werden könnten. Dies entspräche der gewünschten Vorbereitungszeit, die die meisten Vereine auf Anfrage des Verbandes kommuniziert haben. Dabei würde man direkt im laufenden Spielplan einsteigen. Spiele die bis dahin nicht ausgetragen wurden, fielen dann aus, heißt es weiter.

Pokal oder neu zusammengestellte Ligen möglich

Neue konkrete Pläne oder Modi gäbe es aktuell nicht, da man bereits viel Zeit in die Planung für alternativen Spielpläne und -modi investiert habe. Es bestehe allerdings die Möglichkeit eines Pokalwettbewerbes oder eine neue Zusammenstellung von Ligen. Der Verband betonte abschließend noch einmal, dass man die Saison nicht absagen werde.

Öffnen alle Eishallen?

Unabhängig von den Entscheidungen des NEV müssen auch die beteiligten Eishallenbetreiber mitspielen, damit alle Liga-Teilnehmer eine Spielstätte haben. Wie sich die Situation um die Eishallen entwickelt, ist vorerst unklar. Diverse Standorte haben in der vergangenen Woche das Eis abgetaut, so auch Salzgitter. Wer wieder öffnen würde, ist noch nicht bekannt, die Kosten spielen eine Rolle.

Eishalle am Salzgittersee will unbedingt öffnen

Am Salzgittersee kann man momentan guten Mutes sein. Andrea Hoth, Geschäftsführerin der Eishalle am Salzgittersee, signalisiert, dass man das Eis sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen es erlauben, wieder hochfahren möchte. So könnte die Eishalle bereits am 9. Januar wieder am Start sein. Dabei nehme man auch das Riskio in Kauf, je nachdem wie sich die Pandemie entwickelt, eventuell nach kurzer Zeit wieder schließen zu müssen. Damit sollte der Ligabetrieb bei den Icefighters möglich sein.

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Eishalle am Salzgittersee wird herunter gefahren. Endgültiges Saisonaus für Icefighters? Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Die Eissporthalle am Salzgittersee hat die Kühlmaschinen abgeschaltet und taut das Eis ab. Dies geschieht infolge der jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung am gestrigen Mittwoch, wonach die aktuellen Bestimmungen mindestens bis Jahresende aufrecht erhalten bleiben. Dies berichtet der Regionalligist in einer Pressemitteilung.

Auch andere Eishallen betroffen?

Neben den TAG Salzgitter Icefighters sind auch weitere Standorte gefährdet. Damit liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Spielzeit in der Regionalliga Nord – in welcher Form auch immer – stattfinden kann, nahezu bei Null.

“Kann mir nicht vorstellen, dass das Eis nochmal hochgefahren wird”

“Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Halle das Eis nochmal hochfahren wird, das kostet schließlich Geld und wird sich dann im kommenden Jahr nicht mehr lohnen. Hinzu kommt, dass bei allen Mannschaften die Eishallen wieder an den Start gehen müssten und das sehe ich nicht”, schätzt Dirk Asendorf, 1. Vorsitzender des Sportverein am Salzgittersee, die Lage ein.

“Gehe davon aus, dass die Saison gelaufen ist”

“Es gibt leider keine Sicherheit hinsichtlich der Entwicklung der Pandemie. Aufgrund dessen wird vermutlich auch im neuen Jahr keine Eishalle wieder öffnen, mit dem Risiko, dass sie vielleicht nach vier Wochen wieder schließen muss. Es ist ja nicht wie auf einem Fußballplatz, wo man sozusagen das Tor aufschließt und wieder spielen kann. In einer Eishalle braucht man Energie. Die kostet Geld und das Ganze muss sich rechnen. Somit haben wir die Entscheidung, ob wir eine Liga spielen können gar nicht selbst in der Hand. Ich gehe davon aus, dass die Saison nun endgültig gelaufen ist – zumal es ja auch an Trainingszeit fehlt”, kommentiert Icefighters-Cheftrainer Radek Vit die Situation.

Wann es eine finale Entscheidung hinsichtlich der Regionalliga Nord geben wird, ist noch unklar. Dazu treffen sich zeitnah die Verantwortlichen aller Vereine, nachdem klar ist, wie es in naher Zukunft um die Eishallen bestellt ist.

Nun heißt es, Warten auf Verbesserung der Lage. Foto: Jens Bartels/Archiv

Salzgitter. Aufgrund der aktuellen Entscheidungen der Bundesregierung am Mittwoch, stellen die TAG Salzgitter Icefighters ihren Trainings- und Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Diese Maßnahme gilt in Anlehnung an die aktuellen Verordnungen bis einschließlich 30. November 2020. Inwiefern die Regionalliga Nord, die am 6. November beginnen sollte, überhaupt starten kann, ist noch unklar. Dies vermeldet der Verein in einer Pressemitteilung.

Spielbetrieb ab dem 5. Dezember?

Obwohl die neuen Regeln erst ab dem kommenden Montag gelten, traf der Vorstand des Sportvereins am Salzgittersee (SVASS), dem Stammverein der Stahlstädter, diese Entscheidung bereits am Mittwochabend. Tags darauf wurden die aktuellen Beschlüsse innerhalb des Niedersächsischen Eissport-Verbandes (NEV) in einer Onlinekonferenz analysiert. So wurde zunächst entschieden, den Spielbetrieb ab dem 5. Dezember wieder aufzunehmen. Wie das in den jeweiligen Ligen und Altersklassen im Detail aussehen kann, soll zeitnah mit den Vereinen erörtert werden, heißt es in einer Rundmail des NEV.

Öffnen alle Eishallen wieder?

Unabhängig von weiteren Entscheidungen der Regierung hinsichtlich der Pandemie, stellt sich dann die Frage, ob die Kommunen und Eishallenbetreiber ihre Eishallen wieder öffnen werden. Dies ist auch eine finanzielle Frage. In der Eissporthalle am Salzgittersee wurde beispielsweise die Temperatur der Kühlanlage heruntergefahren, um Kosten zu sparen.

Welche Optionen gibt es?

“Wir haben nun vier Wochen Zwangspause. Wie es dann weiter geht, müssen wir abwarten, da wir ja nicht wissen wie lang der Lockdown wirklich sein wird”, sagt Dirk Asendorf, 1. Vorsitzender des SVASS, der schon Anfang der Woche gemeinsam mit dem Vorstand beschloss, das für den heutigen Sonntag angesetzte Testspiel angesichts steigender Infektionszahlen abzusagen. “Eine Voraussetzung für den Spielbetrieb der Regionalliga Nord wäre die Teilnahme aller Mannschaften. Aus Zeitgründen wäre dann eine Möglichkeit, eine Einfachrunde mit sieben Heimspielen ab Januar auszutragen”, benennt Cheftrainer Radek Vit eine mögliche Option. Nun gilt es, abzuwarten und in Gesprächen mit dem Verband zu bleiben.

Bereits verkaufte Karten können zurück gegeben werden

Wie auch für das abgesagte Testspiel, können bereits im Vorverkauf erworbene Karten zurückgegeben werden. Für die Dauerkarten würden ausgefallene Spiele prozentual erstattet, sofern ein Spielbetrieb noch möglich sein sollte. Bei einer Saisonabsage werden die Karten komplett erstattet.

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Das Testspiel wird aufgrund der Situation um das Coronavirus aus Sicherheitsgründen abgesagt. Grafik: Jens Bartels

Salzgitter. Das für den kommenden Sonntag um 18 Uhr angesetzte Testspiel der TAG Salzgitter Icefighters gegen die Herforder Ice Dragons ist abgesagt. Grund ist die im Raum Salzgitter gestiegene Covid-19-Inzidenz. Am vergangenen Freitag unterlagen die Stahlstädter im ersten Testspiel in Herford mit 0:9, dort wurde bereits ohne Zuschauer gespielt. Dies berichtet der Verein in einer Pressemitteilung.

“Sind uns unserer Verantwortung bewusst”

Am heutigen Tage wurde gemeldet, dass die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in Salzgitter bei rund 73 liegt – doppelt so hoch als noch vor fünf Tagen. “Angesichts dessen haben wir im Vorstand beschlossen, die Partie gegen den Oberligisten zum Wohl der Spieler, Teamangehörigen und Zuschauer, abzusagen”, sagt Dirk Asendorf, 1. Vorsitzender des Sportvereins am Salzgittersee, dem Stammverein der Stahlstädter, im Namen des gesamten Vorstandes und fügt hinzu: “Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und möchten in der Eishalle keinen neuen Hotspot bilden!”

Zum Ligastart neu bewerten

Wie sich die Situation weiter entwickelt ist noch unklar. “Wir werden die Situation bis zum Ligastart neu bewerten müssen, die Gesundheit geht definitiv vor”, so Asendorf weiter. Die für das Vorbereitungsspiel bislang erworbenen Karten können zurückgegeben werden, das Geld wird in bar erstattet.

Kartenrückgabe

Die Rückgabe erfolgt ausschließlich bei:

Qualivita Fahrservice
Am Schölkegraben 40
38226 Salzgitter-Lebenstedt

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Harijs Bersevics kommt aus dem eigenen Nachwuchs. Foto: Lars Tschirner

Salzgitter. Wie bereits in der abgelaufenen Spielzeit, befördern die TAG Salzgitter Icefighters auch für die kommende Saison einen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in das Herrenteam. Harijs Bersevics kommt aus der U17 der Young Icefighters. Die berichtet der Regionalligist in einer Pressemitteilung.

45 Punkte in 16 Spielen

Der im lettischen Riga geborene Nachwuchsspieler begann seine aktive Laufbahn im Jahr 2016 in der Spielgemeinschaft Harzer Falken/Salzgitter U16 und geht seit 2017 ausschließlich für den Sportverein am Salzgittersee auf Puckjagd. In der Spielzeit 2017/2018 erzielte der Stürmer 45 Punkte in nur 16 Spielen.

Schon während der letzten Saison durfte der heute 17-Jährige in der Regionalligamannschaft der Stahlstädter mittrainieren und hinterließ bei Cheftrainer Radek Vit einen überzeugenden Eindruck: “Er hat sehr gute Ansätze gezeigt. Nun bekommt er die Chance, sich zu beweisen und sich vielleicht einen Platz im Team zu erkämpfen. Es liegt in seiner Hand, aber er kann es schaffen!”

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Bei den Spielen der Icefighters gelten besondere Regeln. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Für den am 6. November beginnenden Spielbetrieb der Regionalliga Nord, sowie für das Testspiel gegen den Herforder EV am 1. November um 18 Uhr, geben die TAG Salzgitter Icefighters ihr Hygienekonzept gemäß der Niedersächsischen Corona-Verordnung und des Hygienekonzeptes der Eissporthalle am Salzgittersee per Pressemitteilung bekannt.

Aufgrund der noch immer anhaltenden Covid19-Pandemie hat der Stammverein der Icefighters, der Sportverein am Salzgittersee e.V. (SVASS), das folgende Hygienekonzept erarbeitet, welches bindend für sämtliche Veranstaltungen des Vereins gültig ist, bei dem Zuschauende zugegen sind.

Kartenverkauf

Um den Einlass so schnell und unkompliziert wie möglich zu gestalten, bittet der Verein darum, die Karten möglichst im Vorverkauf zu erwerben und das Kontaktformular wahrheitsgemäß ausgefüllt mitzubringen. Ohne dieses Formular ist kein Zutritt zur Halle möglich! Das Formular steht ihr hier http://www.salzgitter-icefighters.de/hygienevorschriften zum Download bereit. Dort sind auch diee Hygienevorschriften dauerhaft hinterlegt. Diese Maßnahmen dienen auch dazu, eine Schlangenbildung vor der Halle zu vermeiden, da eine solche laut der Niedersächsischen Verordnung untersagt ist. Des Weiteren müssen die Zuschauenden bei einem schnellen Einlass nicht in der Kälte und/oder im Regen stehen. Die Karten sind durch das Kontaktformular personalisiert und dürfen nicht weitergegeben werden!

Vorverkauf
Qualivita Fahrservice
Am Schölkegraben 40
38226 Salzgitter-Lebenstedt

Kapazität und Gästefans

Es sind maximal 400 Zuschauer zugelassen. Gästefans dürfen anreisen.

Einlass

Der Einlass zur Eishalle wird über insgesamt drei Eingänge erfolgen. Am gewohnten Eingang (Haupteingang zur Eishalle) ist die Abendkasse. Dauerkartenbesitzer, Sponsoren und alle, die eine Karte im Vorverkauf erworben haben, werden durch die Eingänge links und rechts an der Tribüne geleitet, abhängig davon auf welcher Tribünenseite man Platz nehmen möchte. Der Auslass erfolgt über die Fluchtüren, damit Engpässe vermieden werden. Vor den Ein- und Ausgängen ist ein Sicherheitsabstand von 1,50 Metern zu allen Personen zu halten. Gruppenbildung, die gegen §1 der Niedersächsischen Corona-Verordnung verstößt, ist auf dem Gelände der Eishalle, auf dem Parkplatz und natürlich auch in der Eishalle untersagt. In Kurzfassung: Maximal zehn Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten.

Kontrollen

An allen Eingängen werden sämtliche Zuschauende kontaktlos auf Fieber gemessen. Wer sich krank fühlt oder Symptome aufweist, muss unbedingt auf den Besuch der Spiele verzichten! Symptome können sein: Erhöhte Temperatur, Husten, Atemnot oder andere Erkältungssymptome. Im Zweifelsfall ist ein Arzt zu konsultieren. Vor dem Zutritt zur Halle müssen die Hände desinfiziert werden, dafür stehen entsprechende Mittel bereit.

Des Weiteren werden an den Eingängen die Kontakformulare eingesammelt, ohne die kein Zutritt möglich ist. Da coronabedingt auf Stempel verzichtet wird (falls man in der Pause die Halle verlassen möchte), müssen die Eintrittkarten aufbewahrt werden, um erneut in die Halle zu kommen. Diese werden beim Zutritt dementsprechend entwertet.

Verhalten in der Eishalle

In der gesamten Eishalle herrscht Maskenpflicht und das Abstandgebot von 1,50 Metern gemäß §1 der Niedersächsischen Corona-Verordnung! Die Schutzmaske muss auch an den Plätzen getragen werden. Der Aufenthalt ist nur auf den Sitzplätzen der beiden Tribünen gestattet. Stehplätze bleiben gesperrt oder dürfen nur als Sitzplätze genutzt werden. Die einzige Ausnahme ist der Gang zu den Toiletten. Diese werden regelmäßig desinfiziert.

Die Sitzplätze werden so aufgeteilt, dass maximal zwei Personen direkt nebeneinander sitzen dürfen. Zwischen diesen “Blöcken” müssen 1,50 Meter Abstand eingehalten werden, unabhängig von persönlichen Verhältnissen. Die Blöcke werden von Reihe zu Reihe versetzt eingeteilt, sodass in alle Richtungen genug Abstand gewährleistet ist. Abgesperrte Bereiche werden markiert.

Nach dem Spiel ist die Halle unverzüglich zu verlassen.

Essen und Trinken

Mindestens im ersten Spiel gegen Herford wird die gesamte Gastronomie geschlossen bleiben. Das hat den Hintergrund, dass die Organisatoren das Testspiel auch als Test für die Hygienevorschriften nutzen werden. Definitiv wird es in dieser Spielzeit gemäß §26 der Niedersächsischen Corona-Verordnung keinen Alkoholausschank geben. Darüber hinaus müssen erkennbar alkoholisierte oder anderweitig berauschte Personen der Halle verwiesen werden. Das Mitbringen von Speisen und Getränken ist untersagt.

Fragen?

Aufgrund des hohen Aufkommens von Fragen, sind diese gezielt an unseren Pressesprecher Jens Bartels per Email jb@svass.de zu richten.

Bitte an die Fans

Die TAG Salzgitter Icefighters bedauern, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als die Liga unter diesen ungewöhnlichen Regeln durchzuführen und bitten alle Anhänger des Eishockeysports diese Regeln auch zu befolgen, damit es einen langfristigen und vor allem sicheren Spielbetrieb geben kann. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Verstöße nicht nur gegen den Verein, sondern auch gegen jede Person, die sich nicht an die Regeln hält, geahndet wird. Sämtliche Angaben erfolgen unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung und können sich aufgrund von Veränderungen an der Pandemie-Lage tagesaktuell ändern.

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Justin Spenke lief drei Jahre lang für die Icefighters auf. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Eine traurige Nachricht erreicht die TAG Salzgitter Icefighters knapp vier Wochen vor Beginn der Regionalliga Nord. Justin Spenke, Kapitän und Leistungsträger des Teams, verlässt die Stahlstädter aus beruflichen und familiären Gründen. Dies berichtet der Verein in einer Pressemitteilung.

“Hinterlässt auf und neben dem Eis eine Lücke”

Spenke wechselte zur Saison 2017/2018 aus der Oberliga an den Salzgittersee. Der gebürtige Salzgitteraner durchlief diverse Jugendteams seiner Heimatstadt und ging anschließen für vier Spielzeiten für die Hannover und die Wedemark Scorpions auf Puckjagd. In Salzgitter spielte der gelernte Verteidiger zuletzt auf der Stürmerposition und entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Leistungsträger der Mannschaft. Der heute 30-Jährige zeigte seine Fähigkeiten auch stets abseits des Eises und wurde nach nur einem Jahr von Cheftrainer Radek Vit zum Teamkapitän ernannt. Damit fehlt der Rechtsschütze in Zukunft gleich in zweierlei Hinsicht. “Das ist natürlich sehr bedauerlich für uns, aber ich kann seine Entscheidung verstehen”, reagierte der Coach auf die Nachricht und fügte hinzu: “Wenn man eine Möglichkeit hat beruflich im Leben voranzukommen, dann sollte man die auch nutzen. Ich kann das absolut nachvollziehen. Bei uns hinterlässt er natürlich sowohl auf, als auch neben dem Eis eine Lücke!”

Nachfolger noch unklar

Wer die Nummer 89 in Zukunft als Kapitän ersetzen wird, steht noch nicht fest. “Die Nachricht ist noch frisch, da muss ich mir erstmal Gedanken drüber machen. Dafür muss nicht nur die sportliche Leistung passen, sondern auch das Drumherum neben dem Eis”, betonte der Übungsleiter.

“Muss mich schweren Herzens verabschieden”

Für Spenke selbst war es keine leichte Entscheidung.

“Nach drei Jahren muss ich mich schweren Herzens aus Salzgitter verabschieden. Familie und berufliche Dinge lassen eine weitere Saison leider nicht zu. Ich möchte mich auf diesem Wege für die schöne Zeit und die tolle Unterstützung bei meiner Familie, dem Team, den Trainern, Betreuern, ehrenamtlichen Helfern, dem Vorstand, den Sponsoren und euch Fans bedanken! Ohne euch wäre das Eishockey in Salzgitter so nicht möglich! Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute!
Eure #89”

Salzgitter. Während der Spielbetrieb der Deutschen Eishockeyliga (DEL) noch immer in Gefahr ist, konnte die Regionalliga Nord nun Nägel mit Köpfen machen. Die Nordgruppe der vierthöchsten deutschen Spielklasse startet ihre Spielzeit am 6. November. Darauf einigten sich die Teamchefs der acht teilnehmenden Mannschaften gemeinsam mit Ligenleiter Götz Neumann und Verbandspräsident Jochen Schierbaum in einer finalen Online-Ligentagung am gestrigen Freitag.

Doppelrunde ohne Playoffs

Eine Änderung wird es beim Spielmodus geben. Dieser wird aus einer Doppelrunde ohne Playoffs bestehen. Damit kommt jede Mannschaft gegen jeden Konkurrenten auf vier Begegnungen, insgesamt 28 Spiele pro Tem. Die am Ende der Hauptrunde puntkbeste Mannschaft wird zum Meister erkoren. Der Hintergund dieser Entscheidung liegt in der Möglichkeit, sich den Monat März für eventuelle Nachholspiele freizuhalten, sollte es zu coronabedingten Spielausfällen kommen.

Großer Zusammenhalt

Bei den TAG Salzgitter Icefighters zeigte man sich sehr glücklich mit den Ergebnissen der Tagung. “Es waren sehr gute Gespäche und uns ist allen klar, dass es eine schwierige Saison wird. Wir werden aufgrund der Pandemie sicherlich nicht alles zu einhundert Prozent planen können und alle Beteiligten sind sich auch im klaren darüber, dass jeder flexibel sein muss”, sagt Radek Vit, Sportlicher Leiter und Cheftrainer der Stahlstädter, im Anschluss der Sitzung. “Das Wichtigste ist aber der Wille, miteinander eine erfolgreiche Saison zu gestalten, dass die Hygienekonzepte greifen und dass wir versuchen werden, die Spielzeit so ablaufen zu lassen, dass für niemanden Nachteile entstehen. Darüber sind wir uns alle einig. Es findet gerade ein großer Zusammenhalt statt und wir freuen uns alle darauf zu spielen”, freut sich der Ex-DEL-Spieler.

“Natürlich kann es passieren, dass am Ende der Saison nicht unbedingt die sportlich beste Mannschaft oben steht, falls beispielsweise ein Team wegen Coronafällen den Spielbetrieb unterbrechen oder einstellen muss. Das ist aber nicht so wichtig. Das Fortbestehen der Liga insgesamt ist das Wichtigste!”, betont der Coach. Einen Absteiger wird es nicht geben. Das Ziel ist es nach wie vor, die Liga auf zehn Mannschaften aufzufüllen. Der Aufstieg in die Oberliga ist theoretisch möglich, nach aktuellem Stand der Dinge für die meisten Teams jedoch ein zu großer finanzieller Sprung.

Teilnehmerfeld

Abgesehen von Aufsteiger Timmendorfer Strand und dem Rückzug der Corocodiles 1b, ist die Liga nahezu unverändert gegenüber der vergangenen Spielzeit. Der Adendorfer EC, der aufgrund von Problemen mit der Spielstätte ein Jahr aussetzen musste, ist nun wieder am Start. Damit sieht die Liga wie folgt aus:

EC Harzer Falken (Meister)
ECW Sande
TAG Salzgitter Icefighters
Hamburger SV
Weserstars Bremen
TuS Harsefeld Tigers
CE Timmendorfer Strand (Aufsteiger)

Vier Wochen Eistraining und mindestens zwei Testspiele

So schwierig die Situation um die Problematik der Covid19-Pandemie ist, sieht Vit dennoch das Psoitive: “Wir haben aufgrund des verspäteten Saisonstarts immerhin den Vorteil, dass wir dieses Jahr rund vier Wochen regelmäßig auf dem Eis trainieren können bevor es los geht.” In der Regel wird das Eis in der Eissporthalle am Salzgittersee Anfang Oktober hochgefahren, während die Saison dann normalerweise eine knappe Woche später startet. Dafür musste in diesem Jahr auf auswärtige Trainingslager verzichtet werden. Allerdings stehen auch mindestens zwei Testspiele auf dem Programm. Am 23. Oktober treten die Salzgitteraner beim Oberligisten Herforder EV an. Die Terminierung des Rückspiels steht noch nicht fest.