Grizzlys Wolfsburg. Aktuelle News/Nachrichten über die Grizzlys Wolfsburg aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

In dieser Rubrik findet ihr tagesaktuelle Berichterstattung: Vorberichte für die Spieltage, Spielberichte, Hintergrundinformationen, Veränderungen in Kader und Personal, kritische Fragen, Interviews. Dabei werden auch die wichtigsten Personalien behandelt: Geschäftsführer, Manager und Sportlicher Leiter Karl-Heinz “Charly” Fliegauf. Vorstandsvorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg Klaus Mohrs oder Cheftrainer Pat Cortina.

Die Geschichte des Teams aus dem deutschen Oberhaus geht bis in das Jahr 1964 zurück. Seit der damaligen Gründung gabe es einige Namensänderungen: SEC Wolfsburg (1964–1971), TV Jahn Wolfsburg (1971–1986), ESC Wolfsburg (1986–1994), EC Wolfsburg (1994–1996), EHC Grizzly Adams Wolfsburg (1996–2015) und Grizzlys Wolfsburg (seit 2015).

Die 1. Herrenmannschaft stieg zur Saison 2004/2005 erstmals in die 1994 gegründete Deutsche Eishockey Liga (DEL) auf. Im Folgejahr ging es wieder eine Liga tiefer. Seit der Saison 2007/2008 ist man wieder erstklassig. Seitdem hat das Team aus dem Allerpark drei Vizemeister-Titel auf dem Konto.

Grizzlys bezwingen Eisbären: Pekka Jormakka setzte erneut ein Ausrufezeichen und sorgte für den Siegtreffer. Foto: Grizzlys Wolfsburgh/City-Press GmbH

Berlin/Wolfsburg. Achter Sieg in Folge! Am 22. Spieltag der PENNY DEL gewannen die Grizzlys Wolfsburg bei den Eisbären Berlin ein weiteres Mal. Am Montagabend lautete der Endstand nach Verlängerung 2:3 (0:0, 1:2, 1:0, 0:1). Das Team von Pat Cortina sah sich im ersten Drittel einem Berliner Offensivfeuer gegenüber, überzeugte mit starker Defensive und brachte sich im Mittelabschnitt in Führung. Die Hauptstädter kamen wieder und erzwangen die für Wolfsburg fünfte Overtime in Folge.

Bittner nach Langzeitverletzung wieder da

Beim zweiten Bärenduell innerhalb von einer Woche stand auch erstmals wieder Dominik Bittner nach ausgeheilter Bauchmuskelverletzung im Aufgebot, der zuletzt im MagentaSport Cup auflief. Das sorgte für reichlich Bewegung im Kader, da auch Phillipp Bruggisser wieder in das Team rückte. Dafür setzte Jordan Boucher aus, Steven Raabe war überzählig. Zwischen den Pfosten stand, wie am auch am letzten Dienstag, Chet Pickard.

Eisbären mit viel Offensivdruck

Wie bereits am vergangenen Dienstag, hatten die Gastgeber etwas mehr vor dem gegnerischen Tor zu bieten. Die hatten zwei Niederlagen in Folge zuverbuchen, was sich im Offensivdruck wiederspiegelte. Bei der ersten gefährlichen Möglichkeit der Wolfsburger, zeigte sich Bittner in seinem ersten DEL-Spiel der Saison mit einem deftigen Nachschuss (5.). In der Folge spielte sich das Geschehen fast nur noch vor Pickard ab, der alle Hände voll zu tun hatte.

Grizzlys nutzen wenige Chancen zur Führung

Dennoch waren es die Niedersachsen, die aus den deutlich weniger Chancen mehr machten. Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts bediente Pekka Jormakka Anthony Rech für das 0:1 (23.) – auch im Powerplay zeigten sich die Gäste effektiv und legten durch Garrett Festerling das 0:2 (29.) oben drauf. Die Berliner konnten das Angriffsfeuer aus dem ersten Drittel zwar nicht fortsetzen, belohnten sich für ihre Mühe, ebenfalls in Überzahl, aber immerhin mit dem Anschlusstreffer (38.).

Berlin rettet sich in die Verlängerung

Wolfsburg hatte zum Ende des Mittelabschnitts in Sachen Schussverhältnis aufgeholt und agierte hierbei nun auf gleicher Höhe. Doch es waren die Eisbären, die wieder besser in das Spiel fanden und für den Ausgleich durch Jonas Müllers Alleingang sorgten (44.). Weiter ging es rauf und runter, die Kontrahenten schenkten sich nichts. So sollte in regulärer Spielzeit keine Entscheidung fallen – für die Automobilstädter ging es in die fünfte Overtime in Folge.

Jormakka entscheidet nach Solo-Lauf

Dort ging es heiß weiter. Jormakka und Jeff Likens mussten auf die Strafbank, auf Berliner Seite kühlte sich Boychuk etwas ab. Wolfsburg verteidigte gut, die Gastgeber konnten das Powerplay nicht nutzen. Kurz nach Erreichen der Vollzähligkeit schnappte sich Jormakka die Scheibe und bezwang Mathias Niederberger im Alleingang zum achten Grizzlys-Sieg in Folge (65.).

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard – Melchiori, Likens –  Button, Bittner – Möser, Bruggisser – Fauser, Festerling, Machacek – Busch, Nijenhuis, Hungerecker – Furchner, Järvinen, Görtz – Rech, Olimb, Jormakka – Adam

Torschüsse: 34 – 22

Strafminuten: 4– 10

Bullys: 31 – 25

Tore: 0:1 (22:14) Anthony Rech (Jormakka, Olimb), 0:2 (28:01) Garrett Festerling (Melchiori, Rech), 1:2 (37:17) Zachary Boychuk (PP1), 2:2 (43:37) Jonas Müller, 2:3 (64:12) Pekka Jormakka (OT)

Mehr zum Thema

Grizzlys besiegen Eisbären: In der Bundeshauptstadt erweiterten die Grizzlys ihre Siegesserie. Foto: Grizzlys Wolfsbsurg/City-Press GmbH

Berlin/Wolfsburg. Sieben auf einen Streich! Am 20. Spieltag der PENNY DEL bezwangen die Grizzlys Wolfsburg die Eisbären Berlin am Dienstagabend mit 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen und erhöhten ihre Siegesserie auf sieben. Dabei zeigten sich die Gastgeber insgesamt offensiver als die Mannschaft von Pat Cortina, die sich mit zwei glücklichen Treffern in der Partie hielt und im Shootout das geschicktere Händchen hatte.

Pfohl fehlt – Pickard bekommt Einsatz

Den Gästen fehlte neben den Langzeitausfällen Dominik Bittner und Armin Wurm, Fabio Pfohl mit einer Oberkörperverletzung. Dafür stand Jan Nijenhuis wieder im Kader. So veränderte Cortina zwei Sturmreihen und mischte die Defensivblöcke komplett durch. Im Kasten durfte erstmals wieder Chet Pickard ran.

Grizzlys egalisieren Berliner Führung

Mit viel Tempo und wechselseitigen Angriffen startete die Neuauflage des Bärenduells, in dem die Hausherren ein leichtes Übergewicht zu verzeichnen hatten. Diese belohnten sich folgerichtig mit dem 1:0 (8.) durch Matthew White, der die Scheibe im Alleingang am kurzen Eck an Pickard vorbei über die Linie schob. Die Antwort kam von Anthony Rech, der das Spielgerät im Powerplay nahezu unhaltbar zum 1:1 (12.) ins Tor verfrachtete. Mit einem kleinen Chancenplus der Berliner endete das Drittel.

Eisbären weiterhin offensiver

Auch im zweiten Abschnitt hatten die Eisbären offensiv die Nase weiter vorne. Wolfsburg tat sich schwer, das Hartgummi im Angriff in den eigenen Reihen zu halten und kam so zu weniger Möglichkeiten. Die eine oder andere eher rar gesäte Chance konnte sich zwar sehen lassen, führte aber nicht zum Erfolg. Doch auch der Tabellenführer der Gruppe Nord konnte keine weiteren zählbaren Akzente setzen.

Keine Entscheidung nach Drittel drei und Overtime

Im letzten Abschnitt bemühten sich Niedersachsen wieder ein wenig mehr, zeigten etwas mehr Struktur, wobei die Hauptstädter insgesamt noch immer gefährlicher wirkten. Dennoch kam der nächste Treffer seitens der Gäste. Dabei landete ein abgefälschter Schuss zum 1:2 (48.) von Max Görtz bei einem chancenlosen Mathias Niederberger im Tor.

Jormakka und Furchner entscheiden im Penaltyschießen

Gelaufen war das Spiel noch nicht, nur wenige Minuten nach der Wolfsburger Führung belohnte sich der siebenfache Deutsche Meister für das Mehr an Spielanteilen und egalisierte den Spielstand durch Parker Tuomi (56.). Das Spiel musste in die Verlängerung, in der trotz diverser Möglichkeiten keine Entscheidung fiel. Im Penaltyschießen trafen Pekka Jormakka und Sebastian Furchner für den Wolfsburger Sieg. Berlin traf nur einmal und verlor damit das erste Spiel in diesem Monat.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard – Melchiori, Likens –  Button, Adam – Raabe, Möser – Hungerecker, Festerling, Machacek – Furchner, Järvinen, Görtz – Fauser, Boucher, Nijenhuis – Rech, Olimb, Jormakka

Torschüsse: 50 – 29

Strafminuten: 8– 4

Bullys: 24 – 28

Tore: 1:0 (7:31) Matthew White, 1:1 (11:46) Anthony Rech (Festerling, Jormakka/PP1), 1:2 (47:13) Max Görtz (Järvinen, Raabe), 2:2 (55:08) Parker Tuomi (Foucault), 2:3 (65:00) Sebastian Furchner (PS)

Mehr zum Thema

In Frank Brökers Kolumne sind heute auch die Fischtown Pinguins ein Thema. Foto: Agentur Hübner

Als Anfang Februar die Schlagzeile „Erste Spielabsagen in der DEL nach Coronafall in Wolfsburg: Team vorsorglich in Quarantäne, Valentin Busch und Armin Wurm positiv getestet“ durch die Eishockeywelt schoss, stand Schlimmes zu befürchten. Doch wenige Tage später folgte die zweifache Erleichterung. Beide Spieler durchlitten den Virus-Clash symptomfrei, die Grizzlys sind pünktlich zum Start in die zweite Gruppenphase wieder im Rennen um den Playoff-Strich dabei. Und oh Wunder: So erfolgreich wie lange nicht. Was fiel in letzter Zeit noch auf? Von Frank Bröker.

Getippte Tollwutanfälle

Bei vielen Nutzern sozialer Medien sind Tollwutanfälle Normalzustand. Und da ärgerbehaftete Lösungsstrategien wie Sich-auf-den-Boden-Werfen, Weinen oder Schreien einzig auf Clip-Plattformen wie TikTok zu kurzlebigem Dance-Ruhm führen, beschränken sich böse Comic Sans MS-Blogger (Comic Sans ist eine für Analphabeten hervorragend geeignete Grotesk-Schriftart) und sonstige Zaungäste aufs eskalierende Tippen bis sich die grammatikalischen Balken biegen. Wenn einem früher noch zu Offline-Zeiten Themen anstachelten, trieb man den Blutdruck am Stammtisch in die Höhe. Zeitungen wurden zerrissen, Brandbriefe geschrieben. Heute ist derlei Mühe überflüssig. Ploppt eine simple Meldung wie „Die Fischtown Pinguins eilen von Sieg zu Sieg“ auf, reicht das für ein paar grob gedrechselte Hasslatten-Tastenhiebe völlig. Sofern man die Bremerhavener nicht mag, weil die eigenen Farben gerade gegen das von Thomas Popiesch gecoachte Team den Kürzeren zogen.

Bremerhavens Weltauswahl

Die Fischtown Pinguins polarisieren. Jahr um Jahr setzt man mit klammen Etats auf eine vergleichsweise günstig zusammengestellte Weltauswahl fast ohne deutsche Einflaggenspieler. Selbst wenn Namen wie Dietz, Reisnecker oder Hilbrich aufs Trikot gepflockt werden, sind es immer noch gebürtige Tschechen, Slowaken, Kanadier oder Dänen mit deutscher Vita-Verwandtschaft. Das gefällt nicht jedem. Denn gut soll sein, wer in den eigenen Nachwuchs investiert und aufstrebenden Talenten Spielpraxis generiert. So gesehen machen Nürnberg im Süden und Krefeld im Norden alles richtig. Die Rede ist von den beiden Kellerkindern der Liga, die – wenn er denn eingeführt worden wäre – mit dem Abstieg mächtig zu tun hätten.

In jedem DEL-Jahr traf Bremerhavens Management ins Schwarze und ist auch in dieser Saison klarer Playoff-Kandidat. Kleines Zubrot für die Spieler: Wer sich nach Ende eines Zweijahresvertrages durchsetzt, wechselt alsbald für ein größeres Salär zur besser betuchten Konkurrenz. Nach zum Beispiel Mannheim. Also dorthin, wo aus dem Internat-Horst talentierte Jungadler in die Profiszene bis hin zur NHL flattern.

Mannheim steht wie München für deutschen Eishockeynachwuchs par excellence. Auch in Köln (immer dabei an Leon Draisaitl denken) sind jede Menge eigene Youngster im Roster gelistet. Ohne Ausbildungsstandorte wie diese wäre das schwarz-rot-goldene Eishockey so richtig am A… Doch glaubt man nie bestätigten Gerüchten, weigerten sich sowohl Mannheim, München als auch Köln vor der Corona-Saison den Bremerhavenern junge Spieler auszuleihen. Was wiederum dazu führte, dass Fischtown mit knackig-torhungrigen Weltbürgern aufgefrischt wurde. Beziehungsweise das Sieger-Gen in der Team-DNA frohlockte.

Ein Wording zum Aua-kriegen

Ja, richtig gelesen. Sieger-Gen, Team-DNA. Davon hört man auf Pressekonferenzen und in MagentaSport-Filmchen, die von fern ab des Pulitzer-Preises agierenden Journalisten kommentiert werden. Auf solchen Unsinn muss man erst mal kommen.
Von einer super Gen-Team-DNA ist die Rede, wenn vor und hinter den Kulissen alle am berühmten Strang ziehen, um ein Ziel (Meisterschaft) zu erreichen. Ursprünglich handelt es sich bei „DNA“ und „Gen“ um die Herstellung einer biologisch aktiven Ribonukleinsäure (RNA). Ergo um biochemisches Zeug, um Zellen, Baupläne und Erbinformationen. Wenn man jetzt an Bremerhaven samt des Zweiflaggen-Scoutings denkt, liegt man indes gar nicht so verkehrt. Ansonsten sind Wortungeheuer-Sätze wie „Mannheim verfügt über das Sieger-Gen, weil die DNA im Team stimmt“ völlig überflüssig. Im Gegenzug möchte man ja auch nicht hören: „Die Pleitenserien in Krefeld und Nürnberg gehen mit schlechten Zellen, miesen Bauplänen und ungesunden Erbinformationen einher.“

Aufrüsten

Eben hieß es noch allerorten: Wir müssen sparen, setzen auf Talente und freuen uns auf die Rückkehr der U20-WM-Viertelfinalisten. Rubbel die Katz haben alle Teams erfahrenes Personal aus dem Ausland in die DEL gelotst. Ob das nun in einer monetären Katastrophe für die corona-klammen Kassen endet oder nicht. Juniorcoach Steffen Ziesche vom Deutschen Eishockey-Bund sieht es so: „Alle Welt redet von finanziellen Problemen und davon, dass keine Besserung in Sicht sei. Da machen doch solche Verpflichtungen keinen Sinn.“ Dem entgegnete Rick Goldmann schon vor Jahren: „Gute Ausländer machen deutsche Spieler besser.“ Ausländer, an die wir uns noch in 20 Jahren erinnern werden. Da versuche ich mir mal den Namen Zach Boychuk zu merken. Ein 31-jähriger, für die NHL als zu leicht befundener Kanadier, der zuletzt in der Schweiz scorte. Jetzt rockt er für die Eisbären.
Mitch Wahl (Deutsch-Amerikaner) heuerte kürzlich in Bremerhaven an, was die eingangs erwähnte Tipp-Tollwutwelle innerhalb der DEL-Gemeinde kurzweilig anschwellen ließ. Erst seitdem Fischtowns Formkurve nach ein paar rabenschwarzen Schlappen nach unten zeigt, werden die Kommentare geschmeidiger und die Fackeln auf andere Plätze geworfen.

Warnwesten aus Ingolstadt, Frettchen in Straubing

Nach Ingolstadt zum Beispiel, wo die Panther mit knall-neon-tropic-frog-textmarkergrünen Ausweichtrikots auflaufen. Entworfen wurden sie u.a. von Mirko Höfflin, der nicht nur Pantherstürmer, sondern auch Modedesigner ist. Im jüngeren Vergleich, als die Spieler noch im Kriegstarnzwirn aufs Eis liefen, ist das schon eine friedliebendere Verbesserung. Allerdings gerät mein älterer Fernseher in Sachen Farbauflösung da stark an seine Grenzen. Am Saisonende sollten die Trikots als Warnwesten im Straßenverkehr Verwendung finden. Denn dort gehören sie hin.

Empören könnte man sich weiterhin über Süd-Tabellenführer Mannheim, deren Aufkäufer bereits jetzt verkündeten, zur nächsten Saison mit Ingolstadts Supertalent Tim Wohlgemuth gemeinsame Sache zu machen. Oder über Schwenningen, dem einzigen Club, der auf (schmalerem) NHL-Eis zugange ist, was den Gästeteams Umdenkminuten und regelmäßige Rückstände beschert. Oder über Straubing, das in der kältesten Eishalle der Liga fröstelnde Gäste empfängt. Was dazu führt, dass die Trainerstäbe am Pulverturm unförmige Mäntel und Steppjacken tragen müssen.

Einem Eleganzmann wie Pavel Gross gefällt so etwas gar nicht und selbst Heimcoach Tom Pokel scheint sich dick eingepackt stets unwohl zu fühlen. Schaut man sich neuerdings die zuckenden Handmoves des Tiger-Dompteurs an, denkt man bei jedem Kameraschwenk, dass unter Pokels Steppjacke ein Frettchen hausen würde. Vielleicht ein heimliches, neues Glücks-Mojo, das den Erfolg herbeißen muss. Denn Straubings Glück blieb zuletzt irgendwo zwischen dem x-ten Pfostentreffer und der alles entscheidenden Situation mit dem alles entscheidenden Fehler auf der Strecke.

Hauptsache MagentaSport krakeelt nicht: „Die Straubinger haben ihr Sieger-Gen verloren, was sich tief in die Team-DNA einbrennt.“ Besser wäre: „Nach wie vor fehlen Gelassenheit und Ruhe, die es braucht, um dramatische Spiele zu gewinnen.“ Wolfsburg kann das doch mittlerweile auch.

__

Dies ist eine Kolumne von Frank Bröker. Die Meinung des Autors entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion.

Frank Bröker ist Musiker, Komponist und Autor. Er ist Eishockeyfan und -experte und schrieb bereits sieben Bücher zu diesem Thema, unter anderem für den Verlag Andreas Reiffer.

Mehr zum Thema

Grizzlys gewinnen gegen Roosters: Spencer Machacek hielt mit dem Ausgleichstreffer sein Team im Spiel. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Die Serie hält! Die Grizzlys Wolfsburg holten am 19. Spielag der PENNY DEL gegen die Iserlohn Roosters den sechsten Sieg in Folge. Das Team von Pat Cortina gewann das Spiel am Donnerstagabend im Penaltyschießen mit 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0). Dabei zeigten beide Mannschaften eine extrem ausgeglichene Leistung, sodass die Partie folgerichtig erst spät entschieden wurde.

Defensivblöcke komplett umgestellt

Gegen die Roosters änderte Cortina seine Reihen lediglich in der Defensive, stellte dort allerdings gleich alle Blöcke um. Die Angreifer blieben in der jeweiligen Zusammenstellung gleich. Wie bereits in der letzten Partie war Phillip Bruggisser überzählig, als Startgoalie stand erneut Dustin Strahlmeier zwischen den Pfosten. Erfreulich: Valentin Busch stand nach seinem positiven Corona-Test erstmals wieder im Aufgebot.

Zäher Start

Mehrere Unterbrechnungen kennzeichneten die ersten Minuten der Partie, die dadurch zunächst etwas zäh wirkte. So blieben auch echte Chancen erstmal aus. Wolfsburgs erster Schuss auf das Tor erfolgte erst im Powerplay (8.). Dieses und auch das folgende blieben erfolglos. Nach und nach kam auch von Seiten der Grizzlys mehr. Das Drittel endete mit einem ausgeglichenen Schussverhältnis, aber torlos.

Grizzlys mit Glück beim Ausgleichstreffer

Zu Beginn des zweiten Drittels kamen die Roosters zu ihrem zweiten Überzahlspiel. Die Gästen nutzten ihre Chance mit einem Blueline-Hammer von Robert Raymond (22.). Doch die Gastgeber hatten eine Antwort. Ebenfalls im Powerplay, traf Spencer Machacek einen Nachschuss zum 1:1 (25.). Dabei hatten die Schwarz-Orangen auch ein wenig Glück, den Andreas Jenike war noch mit dem Schlittschuh dran, doch die Scheibe sprang ab und trudelte über die Linie.

Eine Großchance zur nächsten Iserlohner Führung verneinte Dustin Strahlmeier in souveräner Manier, doch abgesehen von diesem gefährlichen Konter (34.) waren die Hausherren nach ihrem Ausgleichstreffer wieder stärker geworden und hatten die Roosters eine Weile eingeschnürt. Erneut war das Chancenkonto am Drittelende ausgeglichen.

Dramatisches Ende des Schlussdrittels

Im letzten Abschnitt ließ die Entscheidung weiter auf sich warten. Iserlohn brachte ein wenig mehr auf das Tor, gefährlich wurde es von beiden Seiten nicht – bis Spencer Machacek einen schnellen Konter einleitete, den Jenike allerdings entschärfen konnte (47.). Am Ende wurde es dramatisch. Knapp 30 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit endete ein Versuch der Niedersachsen auf der Linie, im Fernsehbild scheinbar hinter der Linie. Doch der Schiedsrichter entschied auch nach Videobeweis auf kein Tor (60.).

Festerling und Jormakka sorgen für Entscheidung

So ging es abermals in die Verlängerung, in der sich die Ausgeglichenheit der ersten 60 Minuten fortsetzte. So musste die Entscheidung in das Penaltyschießen vertagt werden. Dort sorgten Garret Festerling und Pekka Jormakka mit ihren Treffern für den Sieg der Hausherren (65.).

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Möser, Button – Adam, Melchiori –  Raabe, Likens – Boucher, Festerling, Machacek – Rech, Olimb, Jormakka – Furchner, Järvinen, Görtz – Fauser, Pfohl, Hungerecker – Busch

Torschüsse: 35 – 34

Strafminuten: 6– 8

Bullys: 34 – 25

Tore: 0:1 (21:30) Robert Raymond (Jetzsch, Raedeke/PP1), 1:1 (24.49) Spencer Machacek (Button/PP1), 2:1 (65:00) Pekka Jormakka (PS)

Mehr zum Thema

Furchner verlängert seinen Vertrag: “Furchner ist absolute Identifikationsfigur unseres Clubs”, so Sportchef Fliegauf. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Der Kapitän und Rekordspieler der Grizzlys Wolfsburg, Sebastian Furchner, hat für ein weiteres Jahr bei dem niedersächsischen DEL-Klub unterschrieben und bestreitet damit seine 14. Spielzeit im Allerpark.

Mehr als 1.000 DEL-Einsätze

Der Stürmer wechselte im Jahr 2008 mit 350 Erstliga-Spielen im Gepäck von den Kölner Haien nach Wolfsburg. Dort kommt er mittlerweile auf 692 Partien für die Schwarz-Orangen, die 1.000-Spiele-Marke in der DEL knackte der Linksschütze in der vergangenen Saison. Nur drei Akteure haben in der ewigen Statistik mehr Erstliga-Einsätze auf dem Konto.

DEB-Pokal und drei Vizemeisterschaften

In den rund 13 Jahren an der Aller konnte der heute 38-Jährige 216 Tore und 225 Vorlagen verbuchen. Darüberhinaus bestritt Furchner fünf DEB-Pokalspiele in denen er drei Treffer und drei Assists erzielte und 2009 den Pokal-Titel holte. In der Champions Hockey League kommt der Spieler auf fünf Tore und vier Vorlagen. Drei Vizemeisterschaften mit den Grizzlys hat der gebürtige Kaufbeurener ebenfalls auf dem Konto.

Furchner möchte Karriere vor den Fans beenden

“Ich bedanke mich zuerst bei unserem Club für das große Vertrauen und natürlich bei meiner Familie für ihre weiterhin riesige Unterstützung. Ich habe mich in mehreren Gesprächen intensiv mit Charly und auch meiner Familie über die Situation unterhalten. Ich merke jeden Tag, wie glücklich ich bin, dass ich dieses sportliche Niveau weiterhin erreichen kann. Ich komme immer gerne in die Arena, um mit den Trainern und dem Team hart zu arbeiten. Die Aussicht, noch einmal vor allen Eishockeyfans in ganz Deutschland auflaufen und die Stimmung erleben zu dürfen, motiviert mich ungemein. Darauf freue ich mich schon jetzt wie am ersten Tag”, so Sebastian Furchner zu seiner Entscheidung.

“Furchner ist absolute Identifikationsfigur”

“Sebastian ist seit Jahren die absolute Identifikationsfigur unseres Clubs. Ich kann seinen Wunsch, noch einmal vor Zuschauern und Fans spielen zu wollen und die Eishockeyatmosphäre zu erleben, sehr gut nachvollziehen. ,Furchis‘ sportliche als auch menschliche Qualitäten sind für unseren Club sehr wertvoll, das beweist er immer wieder aufs Neue. Daher freut es mich sehr, dass wir Sebastian ein weiteres Jahr auf dem Eis sehen werden und er anschließend bei uns im Club in einer dann neuen sportorganisatorischen Funktion weiterarbeiten wird”, sagt Grizzlys-Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf.

Grizzlys gewinnen bei DEG: Gerrit Fauser erzielte seine beiden ersten Saisontreffer. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Archiv

Düsseldorf/Wolfsburg. Das war knapp! Am 18. Spieltag der PENNY DEL gewannen die Grizzlys Wolfsburg bei der Düsseldorfer EG in der Verlängerung mit 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1). Dabei hätte das Team von Pat Cortina den Sieg am Dienstagbend nach zwei Dritteln bereits dingfest machen können, doch die Gastgeber konterten den Führungstreffer von Gerrit Fauser – der wiederum sorgte auch für die Entscheidung in der Overtime.

Boucher erstmals wieder im Kader

Im Kader der Gäste gab es diesmal nur einen Wechsel. Jordan Boucher, der mehrere Spiele überzählig war, kam erstmals wieder zum Einsatz. Dafür ließ Cortina Phillip Bruggisser zu Hause und beorderte Maximilian Adam in die Verteidigung. Im Kasten zählte der Wolfsburger Coach ein weiteres Mal auf Dustin Strahlmeier.

Keine Tore – beste Chance für Wolfsburg

Mit mehr Spielanteilen für die Hausherren ging es in den ersten Abschnitt. Das änderte sich mit der wohl besten Möglichkeit des Drittels, als Garrett Festerling völlig unbewacht im Slot auf Mirko Pantkowskis Kasten schießen konnte, am Schlussmann aber scheiterte (4.). In der Folge kam Wolfsburg immer besser in die Partie, störte vermehrt den Aufbau der DEG und zeigte sich selbst offensiver als der Gegner.

Fausers erster Saisontreffer bringt die Führung

Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch im zweiten Drittel. An wirklich klaren Chancen mangelte es weiterhin, die beste gehörte erneut den Grizzlys, als Jordan Boucher das Hartgummi auf Spencer Machacek in den Slot schob. Auch hier verneinte Pantkowski (25.). Auf Seiten der DEG verfehlte Mathias From bei einer guten Gelegenheit das Gehäuse nur knapp (28.).

Die Niedersachsen belohnten sich jedoch für das Plus an Chancen. Der Führungstreffer gelang Gerrit Fauser, der mit dem 0:1 (30.) sein  erstes Saisontor markierte. Wenige Minuten vor dem Drittelende erhöhte Wolfsburg nochmal den Druck, Matti Järvinen verpasste das Tor zweimal nur knapp (38.).

DEG erzwingt Verlängerung

Im letzten Abschnitt tat Düsseldorf wieder etwas mehr, Wolfsburg hingegen etwas zu wenig, um eine Entscheidung herbeizuführen. So kam das gastgebende Team rund zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zum Ausgleich (49.). Die dritte Strafe für die Automobilstädter (57.) – die DEG hatte bis dahin eine saubere Weste – gab dem Gegner die Chance, die Partie zu drehen. Die verstrich ungenutzt, es ging in die Verlängerung.

Fauser holt den späten Sieg

Die begann mit einem starken Spiel der Gäste – nur ein extrem starker Schlussmann der Gastgeber verhinderte Julian Melchioris Siegtreffer (61.). Düsseldorf kam zu weniger gefährlichen Möglichkeiten. Für die Entscheidung sorgte Gerrit Fauser, mit eine

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens – Button, Raabe –  Adam, Möser – Furchner, Järvinen, Görtz – Fauser, Pfohl, Hungerecker – Boucher, Festerling, Machacek – Rech, Olimb, Jormakka

Torschüsse: 21 – 36

Strafminuten: 4 – 10

Bullys: 30 – 30

Tore: 0:1 (29:43) Gerrit Fauser (Pfohl, Hungerecker), 1:1 (50:06) Maximilian Kammerer (From), 1:2 (64:42) Gerrit Fauser (Pfohl/OT)

Mehr zum Thema

Grizzlys siegen in Krefeld. Spencer Machacek entschied in der Verlängerung. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Krefeld/Wolfsburg. Vierter Sieg in Folge! Am 17. Spieltag der PENNY DEL gewannen die Grizzlys Wolfsburg bei den Krefeld Pinguinen mit 2:3 (0:0, 1:2, 1:0, 0:1). Das Team um Pat Cortina kam erst im zweiten Drittel gut ins Spiel, ließ sich die Führung im letzten Abschnitt vom kämpferischen Schlusslicht jedoch wieder nehmen. In der Overtime entschied Spencer Machacek für die Gäste.

Fauser wieder da

Erneut gab er Veränderungen im Kader der Wolfsburger. Gerrit Fauser stand nach längerer Verletzungspause erstmals wieder im Kader, dafür fehlte Jan Nijenhuis, der erkrankt ausfiel. Jordan Boucher war abermals überzählig, im Kasten stand ein weiteres Mal Dustin Strahlmeier.

Krefeld schussfreudiger – keine Tore

Es wirkte nicht wie ein Spiel beim Tabellenletzten. Der Gastgeber brachte von Anfang an mehr auf das Tor, Strahlmeier musste einige Male eingreifen und zeigte dabei eine souveräne Leistung. Treffer fielen im ersten Drittel nicht, auch die beiden Überzahlspiele verliefen ohne eine Veränderung des Spielstandes.

Spannender Mittelabschnitt – Grizzlys in Führung

Im zweiten Abschnitt kamen die Grizzlys deutlich besser in das Spiel. Zwar gab es noch immer Abstimmungprobleme, dafür kam man zu mehr Möglichkeiten. Eine davon nutzte Sebastian Furchner, der die Scheibe goldrichtig im Slot agierend an Marvin Cüpper vorbei zum 1:0 (26.) in das Gehäuse schob.

Davon ließen sich die Pinguine nicht beirren, agierten nun wieder offensivfreudiger – und belohnten sich dafür. Nikita Shatsky egalisierte den Spielstand in Bauerntrick-Manier, Strahlmeier reagierte dabei etwas zu spät (34.). Der Spielstand hatte nicht lange Bestand. Der Torschütze des 1:1 musste in die Kühlbox, die Gäste – mittlerweile stark in Überzahl – ließen sich die Powerplay-Chance nicht entgehen. Max Görtz sorgte für die erneute Führung (35.).

Pinguine retten sich in die Verlängerung

Krefeld brannte auf den Ausgleich, feuerte im letzten Abschnitt wieder mehr auf das Gehäuse und drängte den Gegner mehrfach in dessen Drittel zurück. Wolfsburg tat deutlich weniger für den nächsten Treffer. Folgerichtig klingelte es wieder zugunsten der Krefelder. In einer Situation, in der die Grizzlys-Defensive völlig unsortiert agierte, spitzelte Brett Olson das 2:2 (54.) über die Linie.

Machacek mit der Entscheidung

Eine Entscheidung in regulärer Spielzeit wollte nicht fallen, für die Pinguine war es die erste Overtime der Saison. Nach gut zwei Minuten netzte Spencer Machacek den Siegtreffer für die Gäste ein.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens – Button, Bruggisser –  Möser, Raabe – Furchner, Järvinen, Görtz – Adam, Festerling, Machacek  – Fauser, Pfohl, Hungerecker – Rech, Olimb, Jormakka

Torschüsse: 42 – 32

Strafminuten: 4 – 4

Bullys: 29 – 18

Tore: 0:1 (25:39) Sebastian Furchner (Görtz, Järvinen), 1:1 (33:11) Nikita Shatsky (Braun), 1:1 (34:56) Max Görtz (Järvinen, Button/PP1), 2:2 (53:50) Brett Olson (Karsums, Braun), 2:3 (62:02) Spencer Machacek (OT)

Mehr zum Thema

Grizzlys siegen gegen DEG: Spencer Machacek (Mitte) sorgte für einen sehenswerten Powerplay-Treffer. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Am 28. Spieltag der PENNY DEL holten die Grizzlys Wolfsburg gegen die Düsseldorfer EG ihren dritten Sieg in Folge. Am Mittwochabend lautete der Endstand 2:0 (0:0, 1:0, 1:0). Die Partie startete mit einem spannenden Drittel ohne Treffer, im zweiten Abschnitt regierte zunächst die DEG, bis sich das Team von Pat Cortina mit einem Powerplaytor wieder in das Spiel brachte.

Kader unverändert

Mit dem selben Kader als noch beim Sieg gegen Bremerhaven am Montag, gingen die Hausherren auf das Eis. Auch in den Reihen änderte sich nicht viel. Cortina tauschte Hungerecker und Adam, in der Verteidigung wechselten Bruggisser und Möser die Reihen. Im Gehäuse startete erneut Dustin Strahlmeier.

Viel Tempo – keine Tore

Mit viel Tempo und wenig Unterbrechungen ging es in das erste Drittel, in dem sich die Kontrahenten nichts schenkten. Echte Möglichkeiten waren bei dem vielen rauf und runter lange Zeit eher rar gesäht. Etwas Glück hatten die Grizzlys bei einem Pfostenkracher von Daniel Fischbuch (9.). Nach erster überstandender Unterzahl bissen sich die Gastgeber eine Weile im gegnerischen Drittel fest (15.), bevor die DEG den Spieß umdrehte (17.).

DEG macht das Spiel, Wolfsburg die Tore

Die erste Großchance im zweiten Drittel gehörte Jerome Flaake, doch Strahlmeier war auf seinem Posten (21.). Die Rheinländer agierten nun deutlich offensiver und nahmen das Heft in die Hand. Wolfsburg hingegen brachte zehn Minuten lang keinen Schuss auf das Tor, während deren Goalie nun der gefragteste Mann in der Partie war. Die Wende brachte das erste Powerplay für die Schwarz-Orangen. Einen deftigen One-Timer von Max Görtz konnte Hendrik Hane zwar noch abwehren, doch den Abpraller verfrachtete Spencer Machacek zum 1:0 (34.) ins Gehäuse.

Grizzlys legen nach

In den letzten Abschnitt lamen die Niedersachsen wieder besser herein und holte auch bei den Torschüssen auf. Auffällig: Entgegen vieler Partien, kamen aus Gastgebersicht in diesem Spiel mehr Versuche aus dem Slot. So auch das 2:0 von Phil Hungerecker, der die Scheibe direkt vor Hane in der 46. Minute in die Maschen spitzelte. Die DEG gab sich nicht auf und ackerte fleißig weiter für den Anschluss, doch auch der Extra-Attacker bracht der Mannschaft von Harold Kreis keinen Erfolg mehr.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier– Möser, Button – Melchiori, Likens – Raabe, Bruggisser –  Furchner, Järvinen, Görtz – Hungerecker, Festerling, Machacek  – Rech, Olimb, Jormakka – Adam, Pfohl, Nijenhuis

Torschüsse: 27 – 42

Strafminuten: 6 – 4

Bullys: 25 – 26

Tore: 1:0 (33:45) Spencer Machacek (Görtz/PP1), 2:0 (45:04) Phil Hungerecker (Button, Machacek)

Mehr zum Thema

Grizzlys siegen gegen Pinguins: Auch wenn es wieder ein knappes Spiel war, gab es Grund zum Jubeln – Jeff Likens erzielte seinen ersten Saisontreffer. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Am 16. Spieltag der PENNY DEL besiegten die Grizzlys Wolfsburg die Fischtown Pinguins Bremerhaven und schlugen damit auch das zweite Team des Führungsduos der Nordgruppe. In ähnlicher Manier wie beim Sieg gegen Berlin im letzten Spiel, ging das Team um Pat Cortina früh in Führung und legte fast nach jedem Gegentreffer nach. Der Endstand am Montagabend lautete (1:1, 2:1,1:1).

Raabe fest in der Aufstellung

Für die Hausherren war es das erste Spiel nach einer knapp einwöchigen Quarantäne. Immerhin Die beiden Langzeitverletzten Dominik Bittner und Gerrit Fauser kehrten in dieser Zeit zurück ins Eistraining. Valentin Busch und Armin Wurm fehlten ebenfalls weiterhin aufgrund ihrer Covid-19-Infektionen, Jordan Boucher war überzählig. Erstmals wieder fest in der Aufstellung stand Steven Raabe.

Pinguins kontern frühe Grizzlys-Führung

Auch wenn Bremerhaven anfangs optisch etwas aktiver wirkte, konnten die Grizzlys an den Erfolg im letzten Spiel anküpfen und brachten sich auch hier nach knapp fünf Minuten nach einem sehenswerten Treffer von Spencer Machacek mit 1:0 (5.) in Führung. Nun kam auch Wolfsburg offensiv besser zum Zug, den nächsten Erfolg hatten jedoch die Pinguins auf ihrer Seite, die im ersten Powerplay der Partie ihre Stärke in dieser Disziplin bewiesen und zum 1:1-Ausgleich einnetzten (12.).

Wolfsburg geht mit 3:2 ins Schlussdrittel

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kam ebenfalls zunächst mehr seitens der Pinguins. Das Torschussverhältnis hatte sich damit ausgeglichen (24.). Doch Wolfsburg blieb effektiv, tat es den Gästen gleich und netzte gleich im ersten eigenen Überzahlspiel zum 2:1 (26.) ein. Dabei spielte Pekka Jormakka die Scheibe von hinter dem Kasten in Richtung Slot und erwischte eine gegnerische Kelle – das Spielgerät prallte in das Tor ab.

Im nächsten Powerplay der Bremerhavener zeichnete sich dasselbe Bild, die Pinguins egalisierten über Miha Verlics zweiten Treffer den Spielstand ein weiteres Mal in Überzahl (29.). 5-gegen-5 wurde bis zum Drittelende nur noch selten gespielt, der nächste Einschlag erfolgte jedoch bei Vollzähligkeit, als Max Görtz das Auge für die richtige Lücke bewies und vom linken Bullykreis das 3:2 (40.) reinjagte.

Partie bleibt spannend bis zum Schluss

Ein wenig Glück hatte das Team aus dem Allerpark beim 4:2 (44.). Den Schuss von Jeff Likens wollte Brandon Maxwell mit der Fanghand pflücken, doch das Hartgummi trudelte über den Goalie hinweg ins Gehäuse. Gelaufen war das Spiel nicht. Miha Verlics Torhunger war noch nicht gestillt, der Slowene machte die Partie mit seinem Hattrick zum 4:3 (53.) nochmal spannend.

Thomas Popiesch schickte rund zwei Minuten vor Schluss den Extraattacker, dennoch brachte die gastgebende Mannschaft den knappen Vorsprung über die Zeit und verbuchte damit den zweiten Sieg in Folge.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier– Likens, Melchiori – Button, Bruggisser – Raabe, Möser –  Furchner, Järvinen, Görtz – Rech, Olimb, Jormakka – Adam, Festerling, Machacek  – Hungerecker, Pfohl, Nijenhuis

Torschüsse: 27 – 32

Strafminuten: 8 – 6

Bullys: 25 – 45

Tore: 1:0 (04:18) Spencer Machacek (Festerling, Möser), 1:1 (11:26) Miha Verlic (Wahl/PP1), 2:1 (25:38) Pekka Jormakka (Rech, Pfohl), 2:2 (28:19) Miha Verlic (Wahl, Jeglic), 3:2 (39:49) Max Görtz (Furchner, Järvinen), 4:2 (43:55) Jeff Likens (Järvinen, Furchner), 4:3 (52:40) Miha Verlic (Dietz, Jeglic)

Mehr zum Thema

Armin Wurm ist der dritte Corona-Fall beim Wolfsburger Erstligisten. Foto: Agentur Hübner

Wolfsburg. Die Grizzlys Wolfsburg haben nach Janik Möser und Valentin Busch den nächsten Corona-Fall. Verteidiger Armin Wurm wurde am gestrigen Montag positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Die gesamte Mannschaft befindet sich bis einschließlich Freitag in Quarantäne.

Spiele gegen Haie und Pinguins verschoben

Damit fällt das für heute um 19.30 Uhr angesetzte Spiel bei den Kölner Haien aus und wird am 17. März zur selben Uhrzeit nachgeholt. Auch das Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins wird nicht am kommenden Sonntag ausgetragen, sondern um einen Tag verschoben. Die Quarantäne ist eine Präventivmaßnahme in Absprache mit dem Gesundheitsamt, da weitere Tests in der Organisation keine anderen positiven Ergebnisse hervorbrachten.

“Sind uns unserer Verantwortung bewusst”

“Natürlich befürworten und akzeptieren wir die Entscheidung des Gesundheitsamtes, die in enger Abstimmung mit unseren Ärzten getroffen wurde und sehen es als positives Zeichen, dass alle anderen Tests negativ ausgefallen sind. Wir sind uns unserer Verantwortung aber klar bewusst und handeln gemeinsam präventiv – zum Schutz und zur Vorsorge aller Beteiligten”, so Grizzlys-Sportchef Karl-Heinz Fliegauf.