Basketball Löwen gegen Ulm: Ein nervenaufreibendes Spiel endete mit einem Sieg für die Löwen. Foto: Daniel-André Reinelt/Archiv

Braunschweig. Am 16. Spieltag der easyCredit BBL gewannen die Basketball Löwen Braunschweig sensationell gegen rathiopharm ulm mit 94:92 (31:30, 15:24, 21:17, 27:21) Pete Strobls Mannschaft legte einen glänzenden Start hin, verspielte diesen zwischenzeitlich und kämpfte sich in der zweiten Halbzeit in einer extrem spannenden Partie wieder zurück. Am Ende war es hauchdünn.

Wiedersehen mit Klepeisz

Im ersten Spiel nach einer einwöchigen Quarantäne trafen die Gastgeber erstmals wieder auf ihren ehemaligen Spieler Thomas Klepeisz, der das Löwentrikot vier Jahre lang trug und nun erstmals wieder das Parkett der Volkswallenhalle betrat. Auch für Gavin Schilling war es ein Wiedersehen mit dessen ehemaligem Arbeitgeber. Die Braunschweiger absolvierten darüber hinaus ihre erste Partie ohne Bryon Allen, der das Team verlassen hatte. Bazou Koné fehlte verletzt.

Löwen verspielen komfortable Führung

Die Löwen erwischten einen guten Start und spielten sich zur Mitte des ersten Viertels mit 17:10 (5.) in Führung. Vor allem Kapitän Karim Jallow bestach mit ausgezeichneter Form und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Zähler auf dem Konto. Ulm verkürzte zwischenzeitlich auf drei Punkte Differenz (7.), bis die Hausherren wieder davon zogen. Zum Viertelende verspielte sich das Strobl-Team mit Unkonzentriertheiten die komfortable Führung und ging mit einem knappen 31:30 in den nächsten Abschnitt.

Dort funktionierte bei den Löwenstädtern nur noch wenig, sodass sich die Süddeutschen mit einem starken Lauf zum Zwischenstand von 40:33 (3.) absetzen konnten. Der Abstand wurde noch größer, doch zur Pause kam man immerhin bis auf 46:54 wieder ein wenig heran.

Braunschweig spielt sich sensationell zurück

Im dritten Viertel gelang es den Gastgebern nach einem starken Auftritt, den Abstand immer weiter zu reduzieren, sowie auch den Abschnitt für sich zu entscheiden. So lag beim Stand von 67:71 vor dem letzten Viertel auf Braunschweiger Seiten noch Hoffnung in der Luft.

Im letzten Viertel kam man kurzfristig zur Führung (31.), doch Ulm kippte das Spiel wieder zurück. Weiter ging es auf Augenhöhe rauf und runter. Lukas Meisner glänzte mit Dreiern und hielt gemeinsam mit Jallow sein Team weiter im Spiel. Eine knappe Minute vor Schluss lag Braunschweig mit 90:86 (39.) in Führung. Ulm verkürzte nochmal, konnte die Partie aber nicht mehr drehen.

Basketball Löwen: Wank 10, Watkins n.e., Zeeb 5 (3 Assists), van Slooten 3 (3 Assists), Meisner 25, Robinson 12 (9 Assists), Göttsche, Peterka 11, Roosch n.e., Schilling 8 (12 Rebounds, 3 Assists), Jallow 20 (6 Rebounds).

ratiopharm ulm: Conger 11 (5 Rebounds, 4 Assists, 3 Ballgewinne), Günther 5, Philipps, Wilkins 2, Obst 16, Osetkowski 18 (3 Assists), Klepeisz 11 (3 Assists), Caupain 14 (8 Rebounds, 6 Assists), Krimmer n.e., Diallo n.e., Heckmann 10, Holman 5 (5 Rebounds).

 

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Kein Erfolgserlebnis im Derby: Die kommenden Wochen werden hart für die Löwen. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Gut eine halbe Stunde lang vermochte Eintracht Braunschweig im Heimspiel des 176. Niedersachsenderbys mitzuhalten. Winterzugang Dong-Won Ji traf sogar zur Führung für die Blau-Gelben. Letztendlich unterlag die Mannschaft von Daniel Meyer mit 1:2 (1:2) – auch, weil sie für 120 Sekunden komplett den Faden verlor und dann arg ideenlos agierte.

BTSV startet stark, schlägt sich dann selbst

Viel wurde gesprochen im Vorfeld über dieses Niedersachsenderby am 20. Spieltag der 2. Bundesliga. Nun war es endlich soweit und es wurde eine große Enttäuschung für alle, die es mit Eintracht Braunschweig halten. Auch wenn die Löwen teilweise auf Augenhöhe agierten, zeigten sie auch im Derby keine gute Leistung. Muss man nun auch langsam die Trainerfrage stellen beim Deutschen Meister von 1967? 

Danielo Wiebe rückte in der Viererkette in die Lücke, die der unnötig gelbrotgesperrte Diakhité hinterlassen hatte. Kammerbauer startete für Wydra im Mittelfeld. Winterzugang Dong-Won Ji kam zu seinem Startelfdebüt für die Blau-Gelben. Dafür nahm Marcel Bär zunächst auf der Bank Platz. Bei Hannover tauschte Coach Kenan Kocak mit Sulejmani auf links für Muslija eine Position seiner Startelf.

Die Anfangsphase gehörte wie schon im Hinspiel der Eintracht, die überraschend agil und bissig zu Werke ging. Nick Proschwitz verpasste nur knapp aus spitzem Winkel einen ersten Warnschuss nach einem Kroos-Freistoß. Im dem zweikampflastigen Spiel wurde Jis Abschluss nach sechs Spielminuten noch von Hübers geblockt. Kurz darauf semmelte Ben Balla die mögliche Führung in den Braunschweiger Winterhimmel und übersah dabei den neben ihm mitgelaufenen Kaufmann (13.). Die energische Einstellung der Hausherren wurde wenig später endlich belohnt: Ji schlenzte das kurze Zuspiel von Kaufmann rechts für Esser unhaltbar in die Maschen (17.). Wie schon im Hinspiel führte der BTSV.

Hannover dreht das Spiel wie im Hinspiel

Nach einer halben Stunde wurden die bis dahin schwachen Gäste sichtbar stärker. Einem Warnschuss von Haraguchi folgte direkt ein Doppelpack der Roten, bei dem die Braunschweiger Hintermannschaft überhaupt nicht gut aussah. Erst rückte Schlüter zu schläfrig auf und stellte Sulejmani bei dessen Kopfballtreffer nicht ins Abseits (34.), dann durfte Hult noch einmal über links marschieren und fand per Flanke Marvin Duksch, der Jasmin Fejzic keine Chance ließ (36.). Wie im Hinspiel hatte Hannover den Spielstand gedreht. Würde es erneut eine ebenso schmerzhafte Niederlage?

Ein Braunschweiger Aufbäumen blieb weitestgehends aus. Den Gastgebern fehlten schlichtweg die Ideen. So gestalteten sich die zweiten 45 Spielminuten langatmig und mit sehr viel fußballerischer Schonkost. Auch ein Dreifachwechsel von Daniel Meyer 20 Minuten vor dem Ende mit Marcel Bär, Martin Kobylanski und Nico Klaß für Kaufmann, Kroos und Schlüter hatte kaum Einfluss auf die Vorstellung der Löwen, die zwar um jeden Ball kämpften, daraus aber kein Kapital schlugen. Allein Jasmin Fejzic war es zu verdanken, dass Duksch mit zwei satten Distanzschüssen (76./78.) nicht den Rückstand erhöhte. Auch beim abgefälschten Schuss von Bijol war der Bosnier zur Stelle, während seiner Mannschaft langsam die Zeit davonlief (84.). In der Schlussphase kamen die Löwen noch einmal zu Möglichkeiten: Der eingwechselte Klaß schoss aus kurzer Distanz einen Gegenspieler an, Bär scheiterte an Schlussmann Esser. Maßgeblich wurde der letzte Freistoß des Spiels: Während Fajzic nach vorne eilte, drosch der lustlos auftretende Kobylanski die Kugel weit übers eigentliche Ziel hinaus.

Nach dieser nunmehr elften Saisonniederlage und der doch ernüchternden Vorstellung der Meyer-Elf schwinden langsam die Hoffnungen auf einen möglichen Klassenerhalt. Am Sonntag, dem 14. Februar 2021 (13.30) muss der Tabellen-17. zum VfL Bochum.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Nikolaou, Schlüter (70. Klaß) – Ben Balla, Kammerbauer – Kaufmann (70. Bär), Kroos (70. Kobylanski), Ji (81. Abdullahi) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

Hannover 96: Esser – Murroya, Franke, Hübers, Hult – Kaiser, Bijol – Twumasi (57. Schindler), Haraguchi, Sulejmani (71. Weydandt) – Duksch Trainer: Kenan Kocak

Tore: 1:0 Dong-Won Ji (17. Kaufmann), 1:1 Valmir Sulejmani (34. Hult), 1:2 Marvin Duksch (36. Hult)

Bryon Allen verlässt die Löwen. Es habe nicht richtig gepasst, heißt es. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Bryon Allen, der zur aktuellen Saison aus der Adria Liga zu den Basketball Löwen in die easyCredit BBL gewechselt hatte, verlässt das Team von Pete Strobl mit sofortiger Wirkung.

“Es gab keine andere Lösung”

“Leider mussten wir feststellen, dass es nicht richtig zusammengepasst hat. Bryon war mit seiner Rolle bei uns nicht zufrieden und hat uns mitgeteilt, dass er sich nicht mit unserem Konzept arrangieren kann. Wir wollen aber nur mit Spielern arbeiten, die das können. Dementsprechend gab es keine andere Lösung als die Trennung. Unser Ziel ist es jetzt, die dadurch entstehende Lücke im Kader so schnell wie möglich zu schließen. Wir sondieren den Markt nach einem Ersatz, der unsere Philosophie – junge Spieler weiterzuentwickeln, ihnen entsprechende Rollen zu geben und damit erfolgreich zu sein – mitträgt und sich damit identifizieren kann. Wir danken Bryon für seinen Einsatz bei uns und wünschen ihm für seine Zukunft auf und abseits des Parketts alles Gute“, kommentiert Löwen-Sportdirektor Nils Mittmann die Situation.

Suche nach Verstärkung läuft bereits

In elf Partien erzielte der 1,93 Meter große Leistungsträger auf 12,2 Punkte, 4,8 Punkte und 4 Rebounds im Schnitt. Die Verantwortlichen bei dem Bundesligisten sind, unabhängig von Allens Abgang, bereits auf der Suche nach Verstärkung und möchten zeitnah Erfolg vermelden.

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Armin Wurm ist der dritte Corona-Fall beim Wolfsburger Erstligisten. Foto: Agentur Hübner

Wolfsburg. Die Grizzlys Wolfsburg haben nach Janik Möser und Valentin Busch den nächsten Corona-Fall. Verteidiger Armin Wurm wurde am gestrigen Montag positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Die gesamte Mannschaft befindet sich bis einschließlich Freitag in Quarantäne.

Spiele gegen Haie und Pinguins verschoben

Damit fällt das für heute um 19.30 Uhr angesetzte Spiel bei den Kölner Haien aus und wird am 17. März zur selben Uhrzeit nachgeholt. Auch das Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins wird nicht am kommenden Sonntag ausgetragen, sondern um einen Tag verschoben. Die Quarantäne ist eine Präventivmaßnahme in Absprache mit dem Gesundheitsamt, da weitere Tests in der Organisation keine anderen positiven Ergebnisse hervorbrachten.

“Sind uns unserer Verantwortung bewusst”

“Natürlich befürworten und akzeptieren wir die Entscheidung des Gesundheitsamtes, die in enger Abstimmung mit unseren Ärzten getroffen wurde und sehen es als positives Zeichen, dass alle anderen Tests negativ ausgefallen sind. Wir sind uns unserer Verantwortung aber klar bewusst und handeln gemeinsam präventiv – zum Schutz und zur Vorsorge aller Beteiligten”, so Grizzlys-Sportchef Karl-Heinz Fliegauf.

Grizzlys gegen Eisbären Berlin. Neuzugang Pekka Jormakka schoss die beiden ersten Tore. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Am 14. Spieltag der PENNY DEL gelang den Grizzlys Wolfsburg am Sonntagabend ein ungefährdeter Sieg gegen die Eisbären Berlin. Mit einem bärenstarken ersten Drittel deutete das Team von Pat Cortina die Vorentscheidung früh an, sah sich ab dem zweiten Abschnitt aber kämpferischen Hauptstädtern gegenüber, die am Ende bis auf 6:4 (3:0, 1:1, 2:3) heran kamen.

Bruggisser zum dritten Mal überzählig

Veränderungen gab es im Wolfsburger Kader keine. Es fehlten weiterhin Gerrit Fauser mit Unterkörperverletzung, sowie auch Dominik Bittner. Valentin Busch spielte aufgrund seiner Quarantäne ebenfalls nicht. Dennoch stellte Cortina seine Reihen erneut um, Phillip Bruggisser gehörte mittlerweile zum dritten Mal im Folge nicht zum Aufgebot.

Top-Start der Grizzlys – Jormakka mit zwei Treffern

Mit viel Schwung ging es in das Bärenduell, in dem sich beide Seiten früh mit guten Möglichkeiten zeigten. Doch das Spiel kippte schnell zugunsten der Gastgeber. Die Chance auf sein erstes DEL-Tor hatte Grizzlys-Neuzugang Pekka Jormakka nach Zuspiel von Jordan Boucher auf der Kelle, doch Tobias Ancicka – momentan mit bester Liga-Fangquote – war auf seinem Posten (2.). Nur wenige Minuten später sah dieser allerdings nicht gut aus.

Berlins Abwehr hatte Kommunikationsprobleme. Der Goalie spielte die Scheibe hinter dem Gehäuse und war noch nicht wieder dorthin zurückgekehrt, als ein Fehlpass bei dem finnischen Stürmer landete, der auf das fast leere Tor locker zum 1:0 (5.) einnetzen konnte. Lief das Drittel bislang mit kaum Unterbrechungen, kamen die Hausherren nun in ihr erstes Powerplay. Dort schlug Jormakka abermals zu, als er einen Nachschuss zum 2:0 (9.) reinstocherte.

Auch damit war der starke Auftritt des Angreifers noch nicht beendet. Die Hauptstäder mussten erneut einen Spieler in die Kühlbox schicken und Ancicka sich ein weiteres Mal umdrehen. Wieder kamen die Schwarz-Orangen – bis dahin mit einem der schwächsten Überzahlspiele der Nordgruppe – gut zum Zug. Diesmal legte Jormakka für Toto Rech auf, der das Hartgummi mit der Rückhand zum 3:0 (12.) einschob.

Berlin schließt an – eiskalter Furchner legt nach

Im zweiten Abschnitt setzte sich das Spiel temporeich fort. Der siebenfache Deutsche Meister wollte sich noch nicht geschlagen geben und kam besser in die Partie als noch im ersten Drittel. Das führende Team hingegen konnte an den starken ersten Durchgang nicht anknüpfen. Chet Pickard im heimischen Kasten hatte zwischenzeitlich keine Langeweile, zeigte sich aber bestens aufgelegt.

Auch das nächste Powerplay zugunsten der Niedersachsen erinnerte an die eher unzureichende Leistung der letzten Partien. Darüber hinaus gelang auch kaum noch ein geordneter Spielaufbau, was auch dem teils heftigen Forechecking der Eisbären geschuldet war. Die belohnten sich für den hohen Druck und sorgten bei angezeigter Strafe mit dem Extraattacker für den 3:1-Anschlusstreffer (34.).

Wieder kam Wolfsburg in Überzahl und diesmal auch schneller und besser in Formation. Dort netzte Kapitän Sebastian Furchner völlig abgebrüht aus extrem spitzen Winkel in das kurze Eck zum 4:1 (38.) ein.

Wolfsburg legt nach – Eisbären bissig

Unter den Augen von Bundestrainer Toni Söderholm, der in der EisArena zugegen war, ging es in das Schlussdrittel. Erneut war das Spiel rasant, Berlin bewies warum man sich in der Nordgruppe die Spitze mit den Pinguins teilt und brannte auf den nächsten Treffer. Zwischenzeitlich sah es auch im 5-gegen-5 nach einem Berliner Powerplay aus.

So fruchtete das Bemühen der Gäste ein weiteres Mal, als Jonas Müller erfolgreich zum 4:2 (47.) einnetzte. Die nächste Schrecksekunde für die Automobilstädter folgte nur kurz darauf, als das Spielgerät ein weiteres Mal in Chet Pickards Netz einschlug (48.). Der Videobeweis brachte jedoch eine Kickbewegung des mutmaßlichen Schützen zutage – kein Tor.

Glück im Unglück also für die Grizzlys, denn die Berliner hatten das Spiel soweit unter Kontrolle, dass ein weiterer Treffer seitens der Wolfsburger eher in weiter Ferne lag. Ein nächstes Powerplay brachte dennoch den nächsten Erfolg. Kurz vor dem Erreichen der Vollzähligkeit stocherte Spencer Machacek die Scheibe über die Linie. Abermals wurde per Videobeweis entschieden – 5:2 (53).

Die Eisbären bemühten sich weiter, den nächsten Erfolg hatte aber Max Görtz mit dem 6:2 (55.) für das Team vom Allerpark zu verbuchen. Die Vorentscheidung war zwar gefallen, doch Berlin legte im Powerplay noch zweimal nach (59./60.).

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard– Melchiori, Likens – Wurm, Button – Adam, Möser –  Furchner, Järvinen, Görtz – Rech, Olimb, Jormakka – Hungerecker, Pfohl, Nijenhuis  – Boucher, Festerling, Machacek –  Raabe

Torschüsse: 39 – 38

Strafminuten: 6 – 12

Bullys: 38 – 23

Tore: 1:0 (4:48) Pekka Jormakka (Rech, Olimb), 2:0 (8:56) Pekka Jormakka (Rech, Olimb) 3:0 (11:06) Anthony Rech (Jormakka, Olimb/PP1), 3:1 (33:31) Leonhard Pföderl (Zengerle/EA), 4:1 (37:30) Sebastian Furchner (Järvinen/PP1), 4:2 (46:22) Jonas Müller (Noebels, Fiore), 5:2 (52:51) Spencer Machacek (Görtz, Button/PP1), 6:2 (54:56) Max Görtz (Festerling), 6:3 (58:19) Ryan McKiernan (Zengerle, Fiore/PP1), 6:4 (59:25) Giovanni Fiore (PP1)

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Oumar Diakhite fehlt kommende Woche im Derby. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Oumar Diakhite fehlt kommende Woche im Derby. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Kiel/Braunschweig. Zum Auftakt dreier extrem anspruchsvoller Zweitliga-Aufgaben ließen blutleere Löwen beim Topteam in Kiel einiges vermissen und unterlagen am Ende verdient mit 3:1(3:0). Zumindest erhielt die Mainzer Sturmleihe Dong-won Ji die ersten Spielminuten für die Eintracht und steuerte geich einen Scorerpunkt bei.

Erneut das frühe Gegentor

Die Tatsache, Kiel hätte unlängst den amtierenden Champions League-Sieger FC Bayern München aus dem DFB-Pokal geworfen, darf auch nach dieser wechselhaften Vorstellung der Mannschaft von Daniel Meyer als Ausrede nicht herhalten. Gewiss ist: Bis zu einem möglichen Klassenerhalt ist es noch ein langer Weg. Nach dem vielgelobten ersten Dreier des noch jungen Kalenderjahres gegen Heidenheim ließen die in schwarz aufspielenden Blau-Gelben an diesem 19. Spieltag einiges von dem vermissen, was sie am Dienstag noch so stark gemacht hatte.

Störche im Schongang, Diakhité fliegt

Bereits nach drei Spielminuten sorgte Kiels Fabian Reeses per Direktabnahme aus 22 Metern für den wieder einmal frühen Rückstand. Es folgte der Doppelschlag durch zwei Kopfballtreffer des agilen Finn Bartels (28.) und Janni Serra (31.) und diese Reise in den hohen Norden war bereits vorzeitig entschieden. Zwar wurde das Spiel nach dem Seitenwechsel auf Seiten der Gäste besser, doch blieb das Anschlusstor durch Ben Balla nach einer feinen Flanke des eingewechselten Debütanten Ji zu wenig, um die Störche noch einmal ernsthaft zu gefährden. Bitter: Kurz vor dem Ende sah Abwehrkante Oumar Diakhite die Ampelkarte und fehlt am kommenen Samstag (13.00) im Derby gegen Hannover.

Damit wartet Eintracht Braunschweig in dieser Spielzeit weiterhin auf den ersten Sieg in der Fremde, bleibt zunächst aber auf Tabellenplatz 15.

KSV Holstein Kiel: Gelios – Neumann, Wahl, Komenda (35. Lorenz), Kirkeskov – Meffert (61. Arslan), Lee, Hauptmann (61. Mühling), Bartels (61. Porath), Reese – Serra (81. Girth) Trainer: Ole Werner

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Behrendt, Diakhité, Nikolaou (46. Wiebe), Schlüter – Wydra, Ben Balla, Kaufmann (63. Y. Otto), Kroos (63. Kobylanski), Bär (46. Ji) – Proschwitz (68. Abdullahi) Trainer: Daniel Mayer

Torfolge: 1:0 Fabian Reese (4. Bartels), 2:0 Finn Bartels (28. Hauptmann), 3:0 Janni Serra (31. Kirkeskov), 3:1 Yassin Ben Balla (63. Ji)

Haie gegen Grizzlys: Freddy Tiffels sorgte für den Siegtreffer. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Archiv

Köln/Wolfsburg. Am 13. Spieltag der PENNY DEL hagelte es die nächste Niederlage für die Grizzlys Wolfsburg. Bei den Kölner Haien machte das Team von Pat Cortina – fast wie gewohnt – zu wenig aus den Möglichkeiten, war in diesen auch nicht zwingend genug, und unterlag letztendlich mit 1:2 (0:1, 0:0, 1:1) bei den eher mittelmäßigen Nordrhein-Westfalen.

Festerling wieder genesen – Busch in Quarantäne

Auch beim Duell in der Lanxess Arena gab es auf Seiten der Gäste Veränderungen. Garrett Festerling kehrte nach Verletzungspause zurück, Phillip Bruggisser war erneut überzählig, den Kasten hütete Dustin Strahlmeier. Verletzt fehlte weiterhin Gerrit Fauser, Valentin Busch wurde am Donnerstag positiv auf Covid-19 getestet und befand sich somit in Quarantäne.

Köln effektiver

Mit viel Angriffsdruck starteten die Wolfsburger in das erste Drittel, konnte die Scheibe trotz früher Großchance jedoch nicht in Justin Pogges Gehäuse unterbringen. Während die Gäste nach kurzer Zeit nachließen, fand Köln schnell in das Spiel, zeigte sich mit etwas mehr Schüssen auf das Tor und belohnte sich mit dem Treffer zum 1:0 (10.) durch Colin Ugbekile.

Keine Veränderung im Mitteldrittel

Im zweiten Abschnitt kam seitens der Grizzlys wieder mehr auf das Tor, doch auch eine doppelte Überzahl verstrich ungenutzt. Dabei gab es über die gesamten zweiten 20 Minuten hinweg durchaus auch gute Möglichkeiten, unter anderem in eigener Unterzahl. Dennoch blieb ein Treffer aus, auch Köln hatte nicht wirklich etwas zu bieten.

Ausgleich währt nicht lange

Der langersehnte Ausgleich gelang früh im letzten Drittel, als Matti Järvinen nach Vorbereitung von Max Görtz auf 1:1 (42.) stellte. Lange dauerte es jedoch nicht, bis die Haie den ursprünglichen Abstand durch Freddy Tiffels (52.) wieder herstellten – der Treffer kam wie aus dem Nichts. Wolfsburg zeigte sich ein weiteres Mal mit mehr Schüssen auf das Tor und machte erneutzu wenig aus seinen Möglichkeiten.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier– Melchiori, Likens – Button, Möser – Wurm, Adam –  Boucher, Festerling, Machacek – Hungerecker, Olimb, Jormakka – Furchner, Pfohl, Nijenhuis  – Rech, Järvinen, Görtz –  Raabe

Torschüsse: 21 – 31

Strafminuten: 8 – 6

Bullys: 29 – 26

Tore: 1:0 (09:03) Colin Ugbekile (Matsumoto, Barinka), 1:1 (41:13) Matti Järvinen (Görtz), 2:1 (51:23) Frederik Tiffels (Sheppard)

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Busch auf Corona getestet: Nach Janik Möser ist es der zweite positive Test bei den Grizzlys. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Valentin Busch von den Grizzlys Wolfsburg wurde am Donnerstagmorgen positiv auf den SARS-CoV2-Virus getestet. Nach Janik Möser ist Busch nun bereits der zweite Spieler des Eishockey-Erstligisten aus dem Allerpark, den der Erreger erwischt hat.

Spielbetrieb geht weiter

Busch wurde sofort isoliert und zeigt keinerlei Symptome. Während der Stürmer seiner Mannschaft nun vorerst nicht mehr zur Verfügung stehen wird, sind alles anderen Tests bei den Automobilstädtern negativ ausgefallen, sodass der Spielbetrieb regulär weitergehen kann.

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Braunschweig. Ein weiteres Mal fällt der Spielbetrieb für die Basketball Löwen Braunschweig flach. Hintergrund ist ein positiver Test auf den SARS-CoV-2-Erreger bei Atheltiktrainer Àlvaro de Pedro am heutigen Dienstag.

De Pedro symptomfrei – 10 Tage Quarantäne

De Pedro hatte am gestrigen Mannschaftstraining teilgenommen und direkten Kontakt zum Team gehabt, weshalb nun seitens der Gesundheitsbehörde für alle Spieler und Trainer eine mindestens 10-tägige Quaratäne angeordnet wurde. Der Spanier wurde sofort isoliert und ist bis dato symptomfrei.

Drei Spiele müssen verlegt werden

Die Spiele gegen die Telekom Baskets Bonn (27.01.), die Hamburg Towers (31.01.) und die Auswärtspartie bei den NINERS Chemnitz (03.02) müssen verlegt werden. Die Terminierung steht noch nicht fest.

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