Braunschweig. Im Oberliga-Fußballderby zwischen Aufsteiger BSC Acosta und Eintracht Braunschweig hatten die favorisierten Löwinnen am Sonntagnachmittag letztlich erwartungsgemäß die Nase vorne. 1:7 hieß es nach 90 Spielminuten. Matchwinnerin Lyn Meyer traf dabei gleich vier Mal.

Meyer netzt vierfach

Die Mannschaft von Trainer Lukas Ebeling zeigte sich auch gegen die tief stehenden Hausherrinnen von Beginn an forsch und angriffslustig. Vor coronabedingt nur etwa 50 Zuschauern – vor den Toren standen noch einige mehr, die das Spiel gerne gesehen hätten -­ eröffnete Lyn Meyer den Torreigen und war fortan nicht mehr zu stoppen. Die 25 Jahre junge ehemalige Bundesligaspielerin und Champions League-Gewinnerin von 2014 legte noch dreimal nach. Zumindest gelang den aufopferungsvoll kämpfenden Spielerinnen des BSC Acosta dank Anna Perez Soza noch der Ehrentreffer. So gingen auch sie nicht leer aus. 

Mit dem nunmehr fünften Sieg im fünften Spiel sichert der Ligaprimus seinen Platz gegenüber Verfolger Pfeil Broistedt, während der BSC Acosta weiter mit einem Zähler auf Platz 8 rangiert. Am 1. November tritt Eintracht Braunschweig beim FC Pfeil Broistedt an (11.00). Zeitgleich ist der BSC Acosta beim FFC Renshausen zu Gast.

BSC Acosta: Kaske, Veenhuis, Schöwel, Hamann, Fehrer, Lentzer, Musow, Gad, Niehus, Perez Soza, Vogel Trainer: Swen Fehrer

Eintracht Braunschweig: Kelm, Diestelmann, Meyer, Wiederman, Kaufmann, Riemer, Unzeitig, Garcia Morillo, Helmerding, Höfler, Bröckel Trainer: Lukas Ebeling

Torfolge: 0:1 Lyn Meyer, 0:2 Michelle Bröckel, 0:3 Lyn Meyer, 0:4 Lyn Meyer, 0:5 Lyn Meyer, 0:6 Victoria Wiedermann, 0:7 Michelle Bröckel (FE), 1:7 Anna Perez Soza

Freie Turner-Coach Kosta Rodrigues fand nach dem 0:2 in Northeim deutliche Worte. Foto: Frank Vollmer/Archiv

Northeim/Braunschweig. Freie Turner stecken in der sportlichen Krise und bleiben auch nach dem sechsten Spieltag sieglos in der Oberliga Niedersachsen. Am Sonntagnachmittag unterlag die Elf von Trainer Kosta Rodrigues mit 0:2 (0:2) beim FC Eintracht Northeim. Der fand nach dem Spiel erstmals deutliche Worte.

„Die Tabelle lügt nicht!“

Damit hätte vor wenigen Wochen niemand gerechnet: Sollte Gifhorn am Nachmittag gegen Arminia Hannover punkten, sind Freie Turner Letzter. Der Start in die Saison ist den Braun-Weißen damit endgültig missglückt. “Die Tabelle lügt nicht!”, betonte Kosta Rodrigues nach dem erneut sieglosen Spiel gefasst und fand erstmals deutliche Worte für die aktuelle Situation seiner Mannschaft: “Wir stehen uns selbst auf den Füßen. Wir haben viel Ballbesitz, aber es kommt zu wenig dabei heraus”, bemängelte der 41-Jährige und zeigte schonungslos auf, woran es derzeit hapert: “Wir haben zu Viele im Team, die sich verstecken, mit sich selbst hadern und sich ihrem Schicksal ergeben. Wir können nicht alles schön reden. Was uns stark macht ist die geschlossene Mannschaft, nicht das, was wir derzeit präsentieren!”

Gegen die tief stehenden Northeimer habe seine Mannschaft es nicht einmal mehr geschafft, die Seite zu verlagern und die Flanke an den Mann zu bringen. “Das ist magere Kost und ich lasse das nicht gelten”, schimpfte Rodrigues. Derzeit markant: Einmal, beim Stand von 0:2 kam doch eine Flanke durch. Der zur Pause eingewechselte Gianluca Evers traf den Ball nicht richtig, der dann weit über das leere Tor segelte (72.).

„Nichts Halbes und nichts Ganzes!“

So sahen die 225 Zuschauer im Gustav-Wegner-Stadion viel Ballbesitz bei den Gästen, aber keinen Ertrag und eine durchschnittliche Leistung ihres Heimteams, das letztendlich nach Toren von Maurice Weinhardt (33.) und Marc Yannick Grunert (45.) 2:0 in Führung gegangen war.

“Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes”, so Rodrigues, “Ich erkenne uns gar nicht wieder. Es ist, als hätten wir das Fußballspielen verlernt.” In der kommenden Woche wolle man nun klare Worte finden und vor allem an Lösungsansätzen arbeiten. “Wir müssen nicht gucken, wer hier die Fehler gemacht hat, sondern als Team in die Spur finden.” Sonst könnte es nächste Woche noch düsterer werden. Am Samstag (15.00) kommt der Tabellenzweite SV Ramlingen-Ehlershausen ins Freie-Turner-Stadion.

Freie Turner: Keul, Vrancic, Bollonia, Mastel, Chandra (63. Wiese), Neudorf (46. Hildebrandt), Neumann (46. Evers), Franke, Kunze, Moslener, Kaupert (74. Fricke) Trainer: Kosta Rodrigues

Torfolge: 1:0 Maurice Weinhardt (33.), 2:0 Marc Yannik Grunert (45. Riedel)

Fühlt sich pudelwohl beim MTV: Artjom Antonevitch. Foto: Reinelt/PresseBlen.de

Braunschweig. Der Traumstart für die Drittliga-Handballer des MTV Braunschweig ist perfekt! Auch ihren Heimauftakt gestaltete das Team von Trainer Volker Mudrow am Samstagabend erfolgreich. Im Duell mit Mitaufsteiger Stralsunder HV siegten die Löwen mit 32:27. Beste Werfer wurden Niklas Wolters und Artjom Antonevitch mit je sechs Treffern.

„Fühlt sich wie 1.000 Zuschauer an!“

Obwohl coronabedingt “nur” 279 Zuschauer in der Halle waren, “hat es sich angefühlt, als wären 1.000 Leute in der Halle. Die Unterstützung durch die Zuschauer und der Zusammenhalt der Mannschaft, den sie seit Jahren nach außen verkörpert, waren die Gründe nach Braunschweig zu wechseln”, so Antonevitch nach dem Spiel und: “Ich fühle mich deswegen auch super wohl hier.“ Auch Torwart Ariel Panzer wurde von den Fans beim erfolgreichen Heimauftakt gefeiert – sogar mit Sprechchören! Der Kult-Agentinier ging einzig für die Siebenmeter zwischen die Pfosten und entschärfte, wie schon in Bernburg, unglaubliche drei Versuche.

Stralsund mit massiver Deckung

Dabei taten sich die Gastgeber anfangs noch schwer mit der massiven Defensive ihrer Gäste. Vor allem Tempogegenstöße brachten zunächst die Tore. Eine Zweiminutenstrafe gegen Niklas Wolters brachte die Braunschweiger dann aber ein wenig aus dem Konzept. Bis zur Halbzeit wurde es ein sehr enges Spiel. Braunschweig legte ein Tor vor, Stralsund zog stets nach. Antonevitch lobte später, “dass das Team da richtig zusammengehalten hat und Stralsund nicht die Möglichkeit gegeben hat, das Spiel zu drehen.” So stand es zur Pause 14:13 für den MTV.

Foto: Reinelt/PresseBlen.de

Niklas Wolters wurde nach der Pause am Kreis mehrfach stark in Szene gesetzt. Foto: Reinelt/PresseBlen.de

Alle übernehmen Verantwortung

Mit Schwung kamen die Hausherren aus der Kabine und zogen dank Marko Karaula und Matija Pavlovic auf 17:14 davon. Die Defensive des MTV war schnell auf den Beinen und man zwang Stralsund vermehrt zu Fehlern. Jan Kominek im Braunschweiger Tor parierte außerdem gleich mehrere Würfe stark.

Die Gäste gingen ihre Aufgabe vermehrt mit Aggression an. Aus einer 4-2-Deckung wurde später sogar eine komplett offene Manndeckung. Die Braunschweiger waren gewzungen individuell und als Team Verantwortung zu übernehmen. “Joko” Krause traf, Neuzugang Marc Gordon ebenfalls. Auch Wolters wurde nun mehrfach stark am Kreis bedient und traf sehenswert. Die Außen Bela Pieles, Antonevitch und Vlatko Ranogajec erzielten ebenfalls wichtige Treffer. Stralsund versuchte im Angriff immer wieder über die schnelle Mitte oder die zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen. Dies ging aufgrund einer guten Defensivleistung des MTV nur bedingt auf. Angetrieben von den Zuschauern in der Alten Waage fuhren die Roten Löwen den Sieg ein, Wolters erzielte eine halbe Minute vor Spielende den 32:27-Schuss-Stand.

Damit ist der MTV Braunschweig Tabellenführer. Am kommenden Samstag (18.30) tritt die Mannschaft bei der Reserve des SC DHFK Leipzig an.

MTV Braunschweig: Kominek, Panzer, Karaula 5, Godon 2, Jo. Krause 2, Wolters 6, Ph. Krause 1 (4/4), Pavlovic 1, Pieles 4, Giese, Antonevitch 6, Ranogajec 1

Der lange Ausfall von Dauerläufer Niko Kijewski setzt die Löwen unter Druck. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Wer ersetzt Niko Kijewski? Der Dauerläufer der Löwen auf der linken Defensivseite wird aufgrund seines kürzlich erlittenen Kreuzbandrisses in dieser Saison wohl kein Spiel mehr absolvieren. In Deutschland gibt der Pool an derzeit verfügbaren vertragslosen Linksverteidigern nicht viel her. Der Blick ins europäische Ausland wirft zumindest drei geeignete Kandidaten in den Raum: Janick Kamber, Andreas Wittwer und Patrick da Silva.

Kiwi-Verletzung birgt Handlungsbedarf

Löwen-Trainer Daniel Meyer schickte in Spiel eins nach der Kijewski-Verletzung Robin Ziegele auf dessen Position ins Rennen. Die Taktik ging – wie so viele in diesem Derby – nicht auf. Dabei ignorierte Meyer auch den nominellen Linksverteidiger Lasse Schlüter. Dies legt die Vermutung nahe, dass auf dieser Position noch personell nachgebessert werden könnte.

Nach dem Ende des Transferfensters besteht nun die Möglichkeit, vertragslose Spieler an die Oker zu lotsen. Aber: Es sollte zumindest ein Spieler sein, der dem Team sofort helfen kann. Der Ex-Hannoveraner Matthias Ostrzolek wurde gehandelt, fällt nach dieser Bedingung aber raus. Der 30-Jährige ist seit Sommer nicht mehr im Mannschaftstraining und würde seine Zeit benötigen, bis er eine Hilfe sein kann. In Deutschland sucht man derzeit vergebens nach zweitligatauglichen Außenverteidigern. Wir haben uns deshalb mal im Ausland umgesehen und sind auf drei wirklich interessante Personalien gestoßen. 

Zwei Schweizer und ein Däne

Janick Kamber ist bereits seit Mitte August vereinslos. Der ehemalige schweizerische U21-Nationalspieler bringt jedoch einiges an Erfahrung mit, wurde sogar U17-Weltmeister. Ausgebildet in Basel absolvierte der 28 Jahre alte Linksfuß unter anderem 82 Partien (2 Tore) in der Schweizer Super League (1. Liga) und 117 (5 Tore) in der Challenge League (2. Liga). Zuletzt war Kamber bei Neuchâtel Xamax FCS aktiv, wo er im Sommer 2019 laut Transfermarkt.de immerhin 750.000 Euro wert war. In diesem Sommer stieg Xamax ab, Kamber war einer von 20 Abgängen und sucht derzeit einen neuen Club.

Ebenfalls aus der Schweiz stammt Andreas Wittwer. Der aus dem Nachwuchs von Young Boys und FC Thun stammende Wittwer ist mit seinen 30 Lenzen überaus erfahren, absolvierte er doch insgesamt 257 Pflichtspiele in der Super League (11 Tore), 16 Spiele in der Euro League Quali und 6 in der Euro League (1 Tor). Wittwer musste Erstliga-Absteiger Grasshoppers Zürich im Sommer verlassen und wird derzeit unter anderem in Lausanne gehandelt.

Unser dritter Vorschlag ist ein Däne (Papa) mit brasilianischer Mama. Patrick da Silva ist mit 25 Jahren der Jüngste in diesem Trio. Der Linksfuß wurde in Bröndby ausgebildet und spielte bis Anfang Oktober für den norwegischen Erstligisten Lyngby BK, von dem er unlängst freigestellt wurde, um sich einen neuen Verein zu suchen. Führt seine Reise vielleicht nach Deutschland? 

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Karim Jallow legte 21 Punkte auf. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. In buchstäblich letzter Sekunde unterlagen die Basketball Löwen am Freitag ihrem Ligakonkurrenten RASTA Vechte mit 78:79 im ersten von zwei Testspielen an diesem Wochenende. Topscorer Karim Jallow steuerte dabei hervorragende 21 Punkte bei. Vechtas Jordan Barnett traf auf 25. Sonntag letzter Test in Hamburg.

Tief im dritten Viertel

Teil 1 der wochenendlichen Generalprobe war am Freitagnachmittag eine denkbar knappe und intensive Angelegenheit. Vor den Augen von Dennis Schröder zeigten neben Jallow auch Lukas Meisner und Garai Zeeb mit 15 und 12 Zählern eine ansprechende Vorstellung. Vechtas Robin Christen traf aber mit dem letzten Wurf der Partie zum 78:79-Endstand. In dem recht ausgeglichenen Test hatten die Hausherren dagegen gerade in der Schlussphase einige wichtige Freiwürfe liegen lassen.

Foto: Agentur Hübner

Dennis Schröder sah eine enge Begegnung. Foto: Agentur Hübner

„Wenn man sieht, dass wir heute nur 52 Prozent unserer Freiwürfe getroffen haben, obwohl wir in den vorherigen Partien klar bei über 80 Prozent lagen, dann zeigt das, dass wir müde sind”, betonte Löwen-Coach Pete Strobl wenig begeistert und erwartete: “Dass wir uns mental fokussieren.” So ein Spiel habe es dennoch gebraucht. “Wir brauchen so enge Partien, die umkämpft sind, um weiter zu lernen und zu realisieren, wie wichtig jeder Spielzug ist.” Auch das Tief des dritten Viertels sei einer gewissen Müdigkeit geschuldet gewesen.

“Aber Gratulation an Vechta, die am Ende einen schwierigen Wurf zum Sieg getroffen haben. Für uns war das Spiel eine weitere Chance zu wachsen, auch wenn wir es natürlich gewinnen wollten“, so Strobl nach dem Spiel. Am Sonntag geht es zu den Towers nach Hamburg. Neuzugang Bryon Allen wird dann noch nicht dabei sein. Der 28 Jahre alte Neuzugang wird erst in der kommenden Woche in Braunschweig erwartet.

Basketball Löwen: Wank 6, Watkins n.e., Zeeb 12 (5 Assists), van Slooten, Meisner 15, Robinson 9, Mushidi 2, Göttsche n.e., Peterka 9, Roosch n.e., Schilling 4, Jallow 21 (8 Rebounds, 6 Assists, 4 Ballgewinnne). Koné fehlte verletzt.

Foto: Agentur Hübner

Löwen-Headcoach Pete Strobl fordert sein Team auf, sich mental zu fokussieren. Foto: Agentur Hübner

Allen belegte in der letzten Spielzeit Rang zwei in der Scoringliste der Adria Liga. Foto: Ulf Duda.

Braunschweig. Die Basketball Löwen geben am heutigen Freitag die Neuverpflichtung von Bryon Allen bekannt. Der 28-Jährige bringt viel Erfahrung auf europäischem Boden mit, war in der vergangenen Saison zweitbester Scorer der Adria Liga (ABA). Darüber hinaus hat er 10 EuroCup- und 25 Champions League Partien im Gepäck und ist auch in der easyCredit BBL kein Neuling. Der US-Amerikaner wird in der kommenden Woche in der Löwenstadt erwartet und hat bis zum Saisonende unterschrieben. Dies berichtet der Verein in einer Pressemitteilung.

Viel Erfahrung in europäischen Ligen

Seit insgesamt sechs Jahren geht der 1,93 Meter große Athlet auf europäischem Parkett auf Korbjagd. In der der Saison 2017/2018 spielte er unter anderem für die EWE Baskets Oldenburg. Zuletzt stand Allen bei KK Zadar in der kroatischen, sowie der ABA unter Vertrag. In der Adria Liga sammelte der Spieler 3 Assists, 4,1 Rebounds und 18,2 Punkte pro Partie – seine Bestleistung zeigte er am 25. Oktober des vergangenen Jahres mit 32 Zählern gegen Cibona Zagreb.

Neben 14,7 Punkten im EuroCup für den italienischen Erstligisten Brescia und 17,4 Zählern pro Spiel für Oldenburg in der Champions League, sammelte er 16,2 Punkte und 4,2 Assists in der BBL, bevor es ihn im Dezember 2017 in die Türkei zu Pinar Karsiyaka zog. Zu den weiteren Stationen des Nordamerikaners zählen Reggio Emilia in der Serie A, Start Lublin in Polen und ERA Basket Nymburk. Dort lief er gemeinsam mit Martin Peterka auf und wurde tschechischer Meister und Pokalsieger.

„Sehr talentierter Scorer“

„Wir freuen uns sehr darüber, dass Bryon Allen unser Team verstärkt. Er hat bereits bewiesen, dass er ein sehr talentierter Scorer ist und wird unserem Team mit seiner Fähigkeit, aus dem Dribbling heraus zu kreieren, eine neue Dimension verleihen. Es wird sicherlich eine gewisse Zeit brauchen, bis Bryon sich akklimatisiert und unser System verinnerlicht hat. Aber wir gehen davon aus, dass er für uns in dieser Saison eine große Rolle spielen wird“, kommentiert Löwen-Headcoach Pete Strobl die Neuverpflichtung.

„Freue mich, Teil des Löwenrudels zu sein“

„Ich bin sehr glücklich darüber, nach Deutschland und in die BBL zurückzukehren. Ich habe meine Zeit hier sehr genossen und erinnere mich an viele gute Dinge. Die Liga ist zum Beispiel durchgängig sehr wettbewerbsfähig, die Klubs haben großartige Fans und die Spiele finden in toller Atmosphäre statt. Jetzt bin ich in einem anderen Team als damals und freue mich sehr darauf, ein Teil des Löwenrudels zu sein. Ich habe mich für Braunschweig entschieden, weil ich glaube, dass es in diesem Jahr die richtige Situation für mich ist und ich könnte nicht glücklicher mit meiner Entscheidung sein. Ich weiß, dass ich der älteste Spieler im Team sein werde und das ist für mich etwas ungewohnt“, so der Basketballer über seinen neuen Arbeitgeber.

„Aber ich freue mich auf diese Herausforderung und sehe mich in der Rolle eines Führungsspielers. Ich denke, dass ich dem Team mit meiner Verteidigung, meinen Passfähigkeiten und meinem Scoring, aber grundsätzlich auch mit meiner Gewinner-Mentalität und harter Arbeit helfen kann. Unser Ziel und mein Ziel besteht darin, möglichst viele Spiele zu gewinnen. Und ich möchte alles tun, was immer die Coaches von mir fordern oder was das Team benötigt, damit uns das gelingt. Ich kann es kaum erwarten und freue mich darauf, endlich loszulegen“, fügt Allen hinzu.

Generalprobe für Löwen-Headcoach Pete Strobl und sein Team. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Endspurt vor dem Saisonstart bei den Basketball Löwen Braunschweig. Vor dem BBL-Pokalspiel am Sonntag, dem 18. Oktober (18.00) gegen Alba Berlin bestreitet die neu zuammengestellte Mannschaft von Headcoach Pete Strobl an diesem Wochenende noch einmal zwei finale Testspiele gegen RASTA Vechta und die Hamburg Towers. Beide Spiele finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein weiterer Neuzugang ist deweil im Anflug.

Zwei starke Gegner

So geht es am morgigen Freitag in der heimischen Volkswagen Halle gegen  Ligakonkurrent Vechta. Die Mannschaft vom neuen Headcoach Thomas Päch hat genau wie die Löwen eine komplette Frischzellenkur vollzogen. Leistungsträger wie Steve Vasturia (jetzt Zalgiris Kaunas, LIT), Trevis Simpson (Gaziantep, TUR) oder Ishmail Wainright (Strasbourg, FRA) verließen Vechta. Ex-Headcoach Pedro Calles leitet nun die Hamburger Towers an. So musste ein neues Team um Mannschaftskapitän Josh Young gebildet werden.  Mit Spielmacher Stefan Peno und Center Dennis Clifford kamen nominell zwei echte Schwergewichte. Ebenfalls neu im Team sind der belgische Nationalspieler Jean Salumu und der athletische Ex-Gießener Jordan Barnett. Zuletzt hat RASTA zwei Mal gegen die EWE Baskets Oldenburg getestet und beide Spiele verloren (88:93 und 69:101).

Beide Tests dagegen gewinnen konnten die Hanseaten. Am Sonntag wollen Löwencoach Strobl und seine Jungs diese Miniserie gerne crashen. Doch Obacht, die Neuzugänge Kameron Taylor (vorher Bamberg) und Terry Allen (vorher Göttingen) laufen schon richtig heiß. Zehn neue Spieler  kamen an der Elbe und haben sich schnell im Team integriert. 

Weiterer Neuzugang in Kürze?

„Wir haben in dieser Vorbereitung viel gelernt. Wir hatten verschiedene Probleme und mussten dafür verschiedene Lösungen finden. Das ist uns soweit gut gelungen. Für unsere Entwicklung sind diese Testspiele wichtig und es wird uns noch einmal besonders helfen, uns jetzt mit zwei guten BBL-Teams zu messen. Am Ende ist es für uns aber nicht entscheidend, ob wir diese Testspiele gewinnen. Unser wesentlicher Fokus liegt darauf, uns weiter zu verbessern und weitere Schritte nach vorne zu machen“, sagt Headcoach Pete Strobl, der weiterhin auf Bazou Koné verzichten muss (Knöchelverletzung). Aus dem Umfeld der Basketball Löwen ist indes zu vernehmen, dass in Kürze ein weiterer Neuzugang zum Team stoßen soll. Wir sind gespannt!

Christian Bussi Skolik hat sein Spielertunnel-Archiv exklusiv für uns geöffnet. Foto: Christian Skolik

Braunschweig. Christian „Bussi“ Skolik ist nicht nur der beste Zeugwart und Busfahrer der Welt. Er kennt auch die Fußballtempel der Republik aus einer Perspektive, die schon vor der Corona-Zeit nur den Wenigsten zugänglich war. Zum Glück hat Bussi stets seine Kamera dabei. In der abseits° Printausgabe 15 hat er sein Archiv für unsere LeserInnen geöffnet.  Erkennt ihr alle Stadien?

Tunnelblick

Foto: Christian Skolik

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Ex-Löwe Dieter Zembski berichtet von einer Zeit, als Fußball noch richtig weh tat. Fotos: Neubauer/privat

Region. Geht man davon aus, dass das Kapital eines Bundesligisten zum Großteil im Kader der Spieler steckt, kommt man zwangsläufig zum Schluss, dass die größtmögliche Aufmerksamkeit darauf verwendet wird, dieses Kapital im Wert zu erhalten – Ergo: Alles Erdenkliche für die Gesundheit und Fitness der Spieler zu tun. Von Dieter Zembski.

Ich möchte heute über Zeiten schreiben, in denen ein „nebenamtlicher“ Vereinsarzt und ein Masseur genügen mussten, eine Mannschaft fit und gesund zu halten. Und dass die Qualifikation dieser beiden Parteien entscheidend für schnelle und fachgerechte Heilung von Verletzungen waren – oder auch nicht …

1975 kam ich von Werder Bremen zur Braunschweiger Eintracht. Ich hatte 179 Bundesligaspiele auf dem Buckel und zuvor noch nie nennenswerte Verletzungen zu beklagen gehabt, außer den üblichen Dingen des Fußballalltags: Platzwunde am Knöchel (gegen Braunschweigs Achim Bäse – musste genäht werde, meine Schuld!), Muskelverhärtungen, Schultereckgelenksprellung, Leistenzerrungen – also alles vollkommen normale Dinge des Profis. Ich hatte noch nie einen Muskelfaserriss! Und diese Tatsache führte zu meiner schwierigsten und bedrückendsten Phase als Fußballprofi.

„Eintracht hat einen ‚kaputten‘ Spieler gekauft!“

Im ersten Spiel der Saison 75/76 mit der Eintracht mussten wir gegen den FC Bayern in München antreten. Die Vorbereitungszeit hatte ich genutzt, um meinen Einkauf und die damit verbundene Ablösesumme zu rechtfertigen. Ich stand als rechter Verteidiger in der Startformation, die zur Halbzeit 1:0 führte (Endstand 1:1). Dann kam die 54. Spielminute. Ein schneller Antritt und ein „Messerstich“ im hinteren rechten Oberschenkel. Ein Schmerz, den ich nicht kannte und der es mir nicht erlaubte weiterzuspielen. Zuhause angekommen, begab ich mich in die Hände unseres damaligen Vereinsarztes (Name spielt keine Rolle). Seine Diagnose war richtig: Muskelfaserriss! Seine Behandlung war allerdings eigentümlich – so will ich es nennen.

Er verordnete mir Fangopackungen und anschließende Wärmebehandlung. Im Vertrauen auf sein Wissen ließ ich alles über mich ergehen. Nach vier Wochen Behandlung und leichtem Lauftrainings dann die erste Belastung: wieder ein Messerstich im hinteren rechten Oberschenkel! Ich war verzweifelt. Die Presse argwöhnte, Eintracht habe einen „kaputten“ Spieler gekauft! Meine Kinder mussten sich derbe Worte in der Schule und meine Frau dementsprechende Kommentare beim Einkauf anhören. Ich musste handeln! Ich ignorierte die Meldepflicht eines Spielers bei fremdärztlicher Konsultation, rief meinen vertrauten Arzt Dr. Hirschfeld in Bremen an, der mich sieben Jahre betreut hatte: „Morgen früh um zehn bist du bei mir, mein Junge“.

3.400 Kilomter in zehn Tagen helfen

Ich also morgens heimlich um zehn Uhr nach Bremen. Dort wurde mein mittlerweile total verklebter Oberschenkel von zwei Physiotherapeutinnen mit Friktionsmassage bearbeitet – ich den Knebel im Mund. Dann wurde durch punktuelle Massage die Verklebung gelöst. Das machte ich zehn Tage lang – umgerechnet 3.400 Kilometer! Morgens mit dem Auto nach Bremen, nachmittags in Braunschweig leichtes Lauftraining.

Dann der erste richtige Belastungstest: Ich jubelte! Der Oberschenkel hielt. Ich war wieder der Alte!!! Ich konnte wieder lachen, meinen Kindern ging es besser und meine Frau konnte wieder etwas stolz auf ihren Mann sein. Übrigens: Mein darauffolgendes Gespräch mit unserem damaligen Geschäftsführer sorgte für einen Wechsel in der ärztlichen Verantwortung. Ich machte danach noch insgesamt 122 Spiele für die Eintracht. In bester körperlicher Verfassung. Ohne Fangopackungen und Lichtbogen.

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Dies ist eine Kolumne von Dieter Zembski. Die Meinung des Autors entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion. 

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Marko Karaula und Co. sind mit einem 22:18-Sieg beim SV Anhalt Bernburg in die Saison gestartet. Nun fiebern sie dem Heimstart entgegen. Foto: Reinelt/PresseBlen.de.

Braunschweig. Covid-19 macht auch vor den Drittliga-Handballern des MTV Braunschweig nicht halt. Nach dem ersten Auswärtsspiel der Saison in Bernburg empfängt die Mannschaft um Trainer Volker Mudrow am Samstag (19.30) Stralsund. Zuschauer in der Sporthalle Alte Waage sind zunächst ausschließlich Dauerkartenbesitzer. Doch es gibt am Samstag eine Ausnahme.

Wenige Einzeltickets für Samstag nun doch verfügbar

Bei einer erheblich reduzierten Zuschauerkapazität aufgrund der Corona-Vorgaben haben sich die Verantwortlichen beim MTV Braunschweig auf ein Modell verständigt, dass ausschließlich auf Dauerkarten basiert. Einen Einzelkartenverkauf an der Abendkasse soll es bei den Heimspielen der „Mudrow Jungs“ vorerst nicht geben. Allerdings ist es möglich, „Personen aus 2 Haushalten zu gruppieren“, wie der MTV am Mittwoch mitteilte. Dafür soll man dies bei der Bestellung der Dauerkarte im Onlineformular aber unbedingt vermerken. Die Dauerkarten gehen derzeit sprichwörtlich weg wie warme Semmeln. Für das Heimspiel gegen Stralsund haben die Verantwortlichen beim MTV nun noch ein Kontingent an Einzeltickets bereitgestellt. Diese können hier bestellt werden.

„Da die Anzahl der Dauerkarten stark begrenzt ist, werden wir unter Einhaltung aller Auflagen und einer optimalen Sitzplatzeinteilung versuchen, möglichst vielen unserer Fans ein sicheres Handballerlebnis live in der Alten Waage zu ermöglichen“, so der MTV weiter. Besteller erhalten eine verbindliche Buchungsbestätigung per E-Mail.

Die Preise für die Dauerkarte belaufen sich auf 144 Euro (Vollzahler) und 80 Euro (ermäßigt). Ermäßigung erhalten Personengruppen gegen Vorlage eines Ausweises bzw. Legitimation: Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, Studenten, Auszubildende, Rentner, Schwerbehinderte ab einem GdB 50, Bundesfreiwilligendienstleitende, Mitglieder des MTV Braunschweig. Die Dauerkarte ist gültig für alle Heimspiele in der Sporthalle Alte Waage.

Die Dauerkarte ist hier buchbar