Löwen-Trainer Daniel Meyer hat vor dem Spiel gegen Bochum einige Ausfälle zu kompensieren. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Im Rahmen des 4. Spieltages der 2.Bundesliga empfängt Eintracht Braunschweig am Samstag (13.00) den VfL Bochum. Bei den Blau-Gelben möchte man nach der Länderspielpause nach vorne blicken. Das vieldiskutierte Derby wollen Cheftrainer Daniel Meyer und seine Löwen so schnell wie möglich vergessen machen. Derweil drohen den Löwen am Samstag gleich mehrere Ausfälle. 

„Die Pause war bitter“

Und doch ist die Mannschaft im Heimspiel gegen den VfL Bochum beinahe schon zum Punkten verpflichtet, will es sie nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verlieren. „Für uns war es bitter, dass es nach der Derbyniederlage eine Pause gab“, so Meyer. Die schlechte Stimmung habe sich dann etwas hingezogen. „Da war es für alle Beteiligten mental schwierig. In der jetzigen Woche hatten wir dann aber eine ganz andere Atmosphäre.“

Die Aufgabe gegen die noch ungeschlagenen Bochumer und den ehemaligen Wolfsburger U19-Trainer Thomas Reis wird ohnehin schwer genug. „Wir treffen auf eine sehr eingespielte Mannschaft mit klarer Struktur. Das ist ein Team mit erfahrenen Zweitligaspielern, die über viel Erfahrung verfügen“, warnte Meyer in der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.

„Wir alle wollen wieder dieses Gefühl nach einem Sieg mitnehmen und in der Kabine zusammen feiern. Ich bin überzeugt, dass wir am Samstag eine richtig gute Möglichkeit haben die drei Punkte einzufahren.“ Felix Dornebusch

Das Lazarett wächst

Verzichten muss Daniel Meyer nicht nur auf Linksverteidiger Niko Kijewski. Iba May und Suleiman Abdullahi plagt das Knie. Leandro Putaro, Marcel Bär und Felix Kross haben muskuläre Probleme. Ein Einsatz steht bei allen auf der Kippe. Und dann wäre da ja noch Leon Bürger, der sich unter der Woche eine Mittelfußfraktur zugezogen hat. Bei all den personellen Problemen gibt es zumindest eine gute Nachricht aus dem Lager der Eintracht: Patrick Kammerbauer steht wieder voll im Training und stellt am Samstag eine Option dar.

Generell ist Meyer optimistisch: „Wir haben eine sehr gute Konkurrenzsituation im Kader. Es gab zum Ende der vergangene Woche ein sehr umkämpftes, internes Testspiel, wo sich die vermeintliche Reserve sehr gut und engagiert präsentiert hat.“ Dabei stellt sich zunächst die Frage, wer im Sturm Abdullahi vertreten könnte. „Nick Proschwitz hatte nach seinen Einwechslungen sofort Torchancen. Yari Otto hat sehr gut trainiert, nachdem ihm die Kurzeinsätze beflügelt haben“, verrät Meyer einige Optionen. Auch Martin Kobylanski könnte eine Position nach vorne rücken.

Die unlängst kritisierte vermeintlich fehlende Laufbereitschaft seiner Mannschaft ist für den 41-Jährigen dagegen kein Thema: „Ein Laufwert muss nicht immer ein Spiel wiedergeben. Die Werte nach der Leistungsdiagnostik waren alle in Ordnung, es ist kein athletisches Thema. Auf Dauer wollen wir den Laufwert so nicht stehen lassen.“

„Wir werden die Jungs, die sich im Training gezeigt haben, dann auch loslassen, wenn sie brennen.“ Daniel Meyer

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Bei den Spielen der Icefighters gelten besondere Regeln. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Für den am 6. November beginnenden Spielbetrieb der Regionalliga Nord, sowie für das Testspiel gegen den Herforder EV am 1. November um 18 Uhr, geben die TAG Salzgitter Icefighters ihr Hygienekonzept gemäß der Niedersächsischen Corona-Verordnung und des Hygienekonzeptes der Eissporthalle am Salzgittersee per Pressemitteilung bekannt.

Aufgrund der noch immer anhaltenden Covid19-Pandemie hat der Stammverein der Icefighters, der Sportverein am Salzgittersee e.V. (SVASS), das folgende Hygienekonzept erarbeitet, welches bindend für sämtliche Veranstaltungen des Vereins gültig ist, bei dem Zuschauende zugegen sind.

Kartenverkauf

Um den Einlass so schnell und unkompliziert wie möglich zu gestalten, bittet der Verein darum, die Karten möglichst im Vorverkauf zu erwerben und das Kontaktformular wahrheitsgemäß ausgefüllt mitzubringen. Ohne dieses Formular ist kein Zutritt zur Halle möglich! Das Formular steht ihr hier http://www.salzgitter-icefighters.de/hygienevorschriften zum Download bereit. Dort sind auch diee Hygienevorschriften dauerhaft hinterlegt. Diese Maßnahmen dienen auch dazu, eine Schlangenbildung vor der Halle zu vermeiden, da eine solche laut der Niedersächsischen Verordnung untersagt ist. Des Weiteren müssen die Zuschauenden bei einem schnellen Einlass nicht in der Kälte und/oder im Regen stehen. Die Karten sind durch das Kontaktformular personalisiert und dürfen nicht weitergegeben werden!

Vorverkauf
Qualivita Fahrservice
Am Schölkegraben 40
38226 Salzgitter-Lebenstedt

Kapazität und Gästefans

Es sind maximal 400 Zuschauer zugelassen. Gästefans dürfen anreisen.

Einlass

Der Einlass zur Eishalle wird über insgesamt drei Eingänge erfolgen. Am gewohnten Eingang (Haupteingang zur Eishalle) ist die Abendkasse. Dauerkartenbesitzer, Sponsoren und alle, die eine Karte im Vorverkauf erworben haben, werden durch die Eingänge links und rechts an der Tribüne geleitet, abhängig davon auf welcher Tribünenseite man Platz nehmen möchte. Der Auslass erfolgt über die Fluchtüren, damit Engpässe vermieden werden. Vor den Ein- und Ausgängen ist ein Sicherheitsabstand von 1,50 Metern zu allen Personen zu halten. Gruppenbildung, die gegen §1 der Niedersächsischen Corona-Verordnung verstößt, ist auf dem Gelände der Eishalle, auf dem Parkplatz und natürlich auch in der Eishalle untersagt. In Kurzfassung: Maximal zehn Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten.

Kontrollen

An allen Eingängen werden sämtliche Zuschauende kontaktlos auf Fieber gemessen. Wer sich krank fühlt oder Symptome aufweist, muss unbedingt auf den Besuch der Spiele verzichten! Symptome können sein: Erhöhte Temperatur, Husten, Atemnot oder andere Erkältungssymptome. Im Zweifelsfall ist ein Arzt zu konsultieren. Vor dem Zutritt zur Halle müssen die Hände desinfiziert werden, dafür stehen entsprechende Mittel bereit.

Des Weiteren werden an den Eingängen die Kontakformulare eingesammelt, ohne die kein Zutritt möglich ist. Da coronabedingt auf Stempel verzichtet wird (falls man in der Pause die Halle verlassen möchte), müssen die Eintrittkarten aufbewahrt werden, um erneut in die Halle zu kommen. Diese werden beim Zutritt dementsprechend entwertet.

Verhalten in der Eishalle

In der gesamten Eishalle herrscht Maskenpflicht und das Abstandgebot von 1,50 Metern gemäß §1 der Niedersächsischen Corona-Verordnung! Die Schutzmaske muss auch an den Plätzen getragen werden. Der Aufenthalt ist nur auf den Sitzplätzen der beiden Tribünen gestattet. Stehplätze bleiben gesperrt oder dürfen nur als Sitzplätze genutzt werden. Die einzige Ausnahme ist der Gang zu den Toiletten. Diese werden regelmäßig desinfiziert.

Die Sitzplätze werden so aufgeteilt, dass maximal zwei Personen direkt nebeneinander sitzen dürfen. Zwischen diesen „Blöcken“ müssen 1,50 Meter Abstand eingehalten werden, unabhängig von persönlichen Verhältnissen. Die Blöcke werden von Reihe zu Reihe versetzt eingeteilt, sodass in alle Richtungen genug Abstand gewährleistet ist. Abgesperrte Bereiche werden markiert.

Nach dem Spiel ist die Halle unverzüglich zu verlassen.

Essen und Trinken

Mindestens im ersten Spiel gegen Herford wird die gesamte Gastronomie geschlossen bleiben. Das hat den Hintergrund, dass die Organisatoren das Testspiel auch als Test für die Hygienevorschriften nutzen werden. Definitiv wird es in dieser Spielzeit gemäß §26 der Niedersächsischen Corona-Verordnung keinen Alkoholausschank geben. Darüber hinaus müssen erkennbar alkoholisierte oder anderweitig berauschte Personen der Halle verwiesen werden. Das Mitbringen von Speisen und Getränken ist untersagt.

Fragen?

Aufgrund des hohen Aufkommens von Fragen, sind diese gezielt an unseren Pressesprecher Jens Bartels per Email jb@svass.de zu richten.

Bitte an die Fans

Die TAG Salzgitter Icefighters bedauern, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als die Liga unter diesen ungewöhnlichen Regeln durchzuführen und bitten alle Anhänger des Eishockeysports diese Regeln auch zu befolgen, damit es einen langfristigen und vor allem sicheren Spielbetrieb geben kann. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Verstöße nicht nur gegen den Verein, sondern auch gegen jede Person, die sich nicht an die Regeln hält, geahndet wird. Sämtliche Angaben erfolgen unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung und können sich aufgrund von Veränderungen an der Pandemie-Lage tagesaktuell ändern.

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Jannes Horn (2.v.r.) war zu Besuch beim FC Wenden. Vorausgegangen war eine Spende des Bundesligaspielers. Foto: Nina Tiehe/Spotlight Moments/oh

Braunschweig. Speziell in der aktuellen Zeit kann es wertvoll sein, wenn Profisportler nicht aus den Augen verlieren wo sie herkommen und ihre Vorbildfunktion vor allem für Kinder nicht aus den Augen verlieren. Für „Geißbock“ Jannes Horn ist das Ehrensache. Das freut nicht nur den Braunschweiger Amateurverein FC Wenden.

Im Oberhaus angekommen

Aktuell kämpft Jannes Horn mit dem 1.FC Köln in der Fußball-Bundesliga um den Klassenerhalt. Für den 23-Jährigen war der duchwachsene Start der Rheinstädter persönlich trotzdessen ein wichtiger Schritt in seiner fußballerischen Entwicklung. Seit der Rückkehr aus einer Leihe an der Leine schenkt ihm Köln-Trainer Markus Gisdol auf der linken Abwehrseite das Vertrauen. “Leider sind wir nicht so gut in die Saison gestartet, aber wir haben in der Länderspielpause hart gearbeitet und wollen uns am besten im nächsten Spiel dafür belohnen“, weiß Horn und: „Das Ziel ist ja ganz klar der Klassenerhalt”, betont der gebürtige Braunschweiger.

Bevor es für den jungen Sportler am kommenden Samstag (15.30) gegen Eintracht Frankfurt wieder um wichtige Punkte in der Bundesliga geht, nahm sich der Familienmensch in der Länderspielpause auch die Zeit für einen Besuch in der Heimat und bei seinem ehemaligen Ausbildungsverein FC Wenden. Während der Zeit des ersten Lockdowns hatte er den Nachwuchs der Blau-Weißen mit einem nicht unerheblichen finanziellen Beitrag unterstützt.

Jannes Horn und Torben Thran am vergangenen Wochenende auf dem Sportplatz des FC Wenden. Foto: Nina Tiehe/Spotlight Moments/oh

Jannes Horn und Torben Thran am vergangenen Wochenende auf dem Sportplatz des FC Wenden. Foto: Nina Tiehe/Spotlight Moments/oh

„Der FC Wenden liegt mir sehr am Herzen“

“Dafür konnten wir unter anderem die D2 und unsere A-Jugend mit neuen Trikots und Pullovern ausrüsten”, freut sich Torben Thran vom FC Wenden beim Besuch des Bundesligaspielers, der seine Heimat nicht vergessen hat: “Zu Beginn der Corona-Zeit habe ich über meine Agentur eine Stiftung unterstützt und da kam mir der Gedanke, auch in meiner Heimat etwas Gutes zu tun. Da liegt mir der FC Wenden sehr am Herzen, da ich dort meine ganze Jugend verbracht habe, meine Familie dort lebt und ich der Jugend etwas finanzielle Unterstützung anbieten wollte”, berichtet Horn.

“Heute haben wir die Gelegenheit bekommen, uns bei Jannes persönlich zu bedanken”, berichtet Thran und fügt an: “Toll ist dabei, dass Jannes sich in der Länderspielpause persönlich die Zeit genommen hat und auch sehr geduldig Autogramme gegeben und sich mit den Kids hat fotografieren lassen”, freut sich der Funktionär. “Er ist ein sehr angenehmer Mensch und nicht die Art Fußballprofi, von denen sich die Fans gerade abwenden. Der FC Wenden und auch ich persönlich freue mich sehr über dieses Engagemen von Jannes.”

Am 13. November können die Mitglieder des BTSV Eintracht von 1895 e.V. auch von daheim aus teilnehmen. Foto: Frank Vollmer/Archiv

Braunschweig. Noch hat der BTSV Eintracht von 1895 e.V. keinen neuen Präsidentschaftskandidaten für die Jahreshauptversammlung am 13. November vorgestellt. Am Mittwoch gab der Verein bekannt, dass der Modus der Versammlung geändert wird. Natürlich hat dies in erster Linie mit der Pandemie zu tun. 

Mit Spannung erwartete Versammlung

Die diesjährige Jahreshauptversammlung (JHV) des Gesamtvereins BTSV Eintracht von 1895 e.V. am 13. November wird mit Spannung erwartet. Im Rahmen der Mitgliederversammlung soll ein neuer Präsident und Nachfolger von Sebastian Ebel gewählt werden. Im Vorfeld der JHV hatte der designierte Kandidat und Unternehmer Helmut Streiff nach Kritik aus der Fanszene zurückgezogen. Bisher hat der Verein keinen neuen Kandidaten vorgestellt. 

Zumindest der Modus für die Versammlung steht nun fest und bleibt in Zeiten von Corona in seiner Durchführung nicht unangetastet. So wird es 2020 eine hybride Veranstaltung geben. Darauf hat sich der Vorstand des Gesamtvereins auf seiner aktuellsten Sitzung verständigt. Konkret bedeutet dies, dass die Mitgliederversammlung sowohl als Präsenzveranstaltung in der Stadthalle stattfinden wird, den Mitgliedern aber auch die Möglichkeit gegeben wird, digital von zu Hause aus teilzunehmen. Über die weitere Vorgehensweise zur Durchführung und Organisation der Veranstaltung will der Verein von nun an regelmäßig informieren.

„Entspricht unserem Verständnis von Demokratie“

„Wir befinden uns in einer besonderen Situation und diese erfordert besondere Maßnahmen“, sagt Christoph Bratmann, der aktuell die Amtsgeschäfte des Präsidenten leitet und fügt hinzu: „Als Präsidium und Vorstand des BTSV wollen wir sicherstellen, dass möglichst viele Mitglieder an der Versammlung teilhaben können. Das entspricht unserem Verständnis von Demokratie. Dabei erreichen wir über den Weg der digitalen Teilnahme, dass Mitglieder, die aktuell verständlicherweise größere Menschenansammlungen trotz guter Hygienekonzepte meiden, ihre Teilnahme-, Stimm- und Rederechte dennoch wahrnehmen können. Auch schützen wir damit unsere Leistungssportlerinnen und Leistungssportler, die Tag für Tag und Wochenende für Wochenende unter erschwerten Bedingungen ihrer Sportart nachgehen. Eine Infektion dieser hätte nicht nur aus sportlicher Sicht weitreichende Folgen für deren Wettbewerbe.“

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Leon Bürger fällt für einige Wochen aus. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Das ist bitter für Leon Bürger. Der Mittelfeldspieler in Diensten von Eintracht Braunschweig fällt für mehrere Wochen wegen eines Mittelfußbruchs aus.

Es passierte am Dienstag im Mannschaftstraining, am Mittwoch hatte der 20-Jährige nach einer Untersuchung Gewissheit. Wegen einer rechtsseitigen Mittelfußfraktur wird Leon Bürger den Löwen für mehrere Wochen nicht helfen können. Am 1. Spieltag war Bürger gegen Heidenheim in der Schlussphase von Trainer Daniel Meyer eingewechselt worden. Vorerst kommen keine weiteren Spielminuten hinzu.

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Christian Steinwerth und sein LionPride haben die erste Hürde im Pokal locker übersprungen. Foto: Reinelt/PresseBlen.de/Archiv

Braunschweig. Das LionPride von Eintracht Braunschweig hat die zweite Runde im DBBL-Pokal erreicht. Am vergangenen Wochenende reichte dafür ein deutlicher 95:52-Erfolg gegen den ASC Göttingen. Nun geht es gegen den Erstligisten aus Halle. 

Löwinnen anfangs nervös, dann spielfreudig

Gegen den Aufsteiger aus der Regionalliga und ohne die derzeit verletzte Melody Haertle und Franka Wittenberg fielen die Braunschweigerinnen zunächst mit 6:13 zurück. In der Folge kam aber vor allem die Defensive der Löwinnen auf Betriebstemperatur und die Mannschaft von Coach Christian Steinwerth legte die anfängliche Nervösität ab (26:23). Die Gäste aus Göttingen verloren nun den Anschluss und lagen bis zur Spielhälfte mit 49:31 hinten. Eintracht-Coach Steinwerth gönnte nun all seinen Spielerinnen etwas Zeit auf dem Parkett, die nach Dreiviertel der Spieldistanz mit 74:40 enteilt waren. Nach 40 Minuten stand ein ungefährdeter 95:52 auf der Anzeigetafel in der Alten Waage. Einziger Wehrmutstropfen ist die Verletzung von Lina Falk. Ob und wie lange die Jungnationalspielerin aufällt, stand noch nicht fest.

„Ich bin sehr zufrieden. Vor allem freue ich mich über die starke Teamleistung, auch wenn Sydney Kopp mit 28 Punkten natürlich herausragt. Offensiv konnten wir im höchsten Tempo agieren und haben ab Ende des ersten Viertels auch Defensiv die Basis für den dann ungefährdeten Erfolg gelegt“, lobte Trainer Steinwerth nach Spielende. In der zweiten Runde des Pokalwettbewerbes empfangen die Löwinnen am 17. Oktober (18 Uhr/Alte Waage) die GISA LIONS vom SV Halle. 

 

Gegen Klipper waren Tore Fehlanzeige. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Keine Tore in der Partie gegen Klipper THC Hamburg am Samstag und ein 2:2 (1:2) gegen die TG Heimfeld am Sonntag. So lautet die Bilanz des Doppelheimspieltages der Eintracht Hockeyfrauen vom Wochenende. Dennoch verteidigt das Team von Trainer Andreas Dolge Rang drei in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord.

Torlos trotz Plus an Strafecken

Es war ein Spiel der Torhüterinnen gegen das Team aus der Hansestadt. Zwischenzeitlich zeigte Dolges Team durchaus Druck, war mit mehr Ballbesitz die spielbestimmendere Mannschaft und verbuchte auch ein Plus an Strafecken, doch die Kugel wollte einfach nicht über die Linie. Den Gästen ging es ähnlich, selbst drei kurze Ecken nach Ende der Spielzeit brachten den Hamburgerinnen keinen zählbaren Erfolg.

Tore Eintracht – Klipper THC Hamburg: Fehlanzeige

Vysoudil rettet kurz vor Schluss einen Punkt

Ganz anders sah es am Sonntag aus. Sehr torgefährlich startete das gastgebende Team in das Duell mit dem Verfolger um Platz drei. Fenja Rees brachte die Blau-Gelben früh in Führung (5.) und machte damit Hoffnung auf mehr. Doch der Offensivlauf hielt nur bis zum Ende des ersten Viertels an. Die Heimfelderinnen übernahmen noch vor dem Ende der ersten 15 Minuten immer mehr die Kontrolle über das Spiel und belohnten sich folgerichtig mit dem Ausgleich (12.). Das Spiel kippte zugunsten der Gäste, die kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 1:2 (27.) stellten. Nach der Pause fingen sich die Gastgeberinnen wieder, traten deutlich strukturierter auf und erspielten sich wieder mehrere Möglichkeiten. Im letzten Viertel brannte der Braunschweiger Angriff auf den Ausgleich, doch wie tags zuvor wollte der Ball nicht im Netz landen. Erst drei Minuten vor Schluss erlöste Emily Vysoudil ihre Mannschaft und rettete mit dem 2:2 (57.) einen wichtigen Punkt.

„Waren spielerisch besser!“

„In beiden Spielen wäre mehr drin gewesen, denn spielerisch waren wir in beiden Partien die bessere Mannschaft! Besonders am Samstag haben wir unsere große Stärke, das Pressing, nicht gut ausspielen können. Klipper hat viel aus der Abwehr heraus geschlenzt und dadurch sehr destruktiv gespielt. So hatten wir zwangsläufig mehr Ballbesitz, konnten aber auch in den acht Strafecken leider nichts zählbares herausholen. Am Sonntag dachte nach dem schnellen Torerfolg niemand, dass es nochmal eng werden könnte. Durch zwei Anspiele in den Kreis wurde unsere Defensive kalt erwischt und wir gingen mit Rückstand in die Pause. Wir haben danach zwar weiter Druck gemacht und uns viele Chancen erarbeitet, aber es hat nur für ein 2:2 gereicht. In dieser Woche müssen wir definitiv an unserer Effektivität und der Chancenverwertung arbeiten“, resümierte Kapitänin Anna Krause nach dem Wochenende.

Tore Eintracht – TG Heimfeld: 1:0 Fenja Rees (5.), 1:1 Katja Paul (12.), 1:2 Annika Ruef (27.), 2:2 Emely Vysoudil (57.)

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Ein Kapitän auf Zeit geht durch die Hölle. Das erinnert frappierend an eine bekannte Computerspiel-Figur. Grafik: Frank Vollmer

Braunschweig. Alle erwarten das gewisse Etwas von Martin Kobylanski. Der „Mannschaftskapitän auf Zeit“ soll seine Mitspieler anführen und mitreißen. Doch kann der Spielmacher von Eintracht Braunschweig diesem Druck überhaupt standhalten? Natürlich kann er das!

Große Erwartungen

18 Tore (9 Assists) steuerte Martin Kobylanski in der vergangenen Saison bei. Allein seine neun Treffer in den letzten zehn Ligaspielen hatten maßgeblichen Anteil an der Rückkehr der Braunschweiger Eintracht ins Deutsche Fußball-Unterhaus. Ganz nebenbei bewies Kobylanski allen Kritikern, dass er in schwierigen Situationen sehr wohl über sich hinauswachsen kann.

Kaum verwunderlich, dass der Sohn des ehemaligen polnischen Vollblut-Angreifers Andrzej Kobylanski auch in der neuen Saison DER Hoffnungsträger der Löwen ist. Es ruht eine Menge Verantwortung auf den schmalen Schultern des 26-Jährigen, der von seinem neuen Cheftrainer Daniel Meyer gleich auch noch ins „Kapitänsamt auf Zeit“ gehoben wurde. Etwas flachsig/kritisch schrieb ich seinerzeit: „Da wurde der Bock zum Gärtner gemacht.“ Aber mal Spaß beiseite! Dieser Tage soll die Rolle des Kapitäns im Team neu überdacht werden. Und ich bin ehrlich: Ein anderer als Martin Kobylanski fällt mir dafür derzeit nicht ein. 

Eine leichte Prise Wahnsinnsgenie

Es ist schon ein wenig bezeichnend, dass der Angreifer das bisher einzige Braunschweiger Zweitligator erzielt hat. Das war mal einer dieser Momente, die “Koby” für die Mannschaft so wertvoll machen. Es ist einfach das gewisse Extra, diese leichte Prise Wahnsinnsgenie die man hat oder eben nicht. Erlernen kann man sowas nicht. 

Sowieso erwarten alle den nächsten Schritt von Kobylanski. Er soll “die Mannschaft noch mehr führen und vorangehen”, schreibt der Kicker am heutigen Montag. Genau hier liegt aber auch der Hund begraben. Die Debatte um den „Künstler“ Kobylanski darf kein Freifahrtschein für dessen Mitspieler sein. Fast schien es zuletzt vor allem im Derby, als versteckten die sich, als alle Augen auf Martin Kobylanski gerichtet waren. Die Aufgabe, hier eine Balance zu finden, ist groß für Chefcoach Daniel Meyer. Glückt sie, kann das für alle Seiten gewinnbringend sein. Mit dem Anführer Kobylanski kann es aus der Tabellenhölle heraus gehen. Doch dies funktioniert nur, wenn der Kapitän die Mannschaft hinter sich weiß und den Rückhalt des Trainers besitzt. Am Samstag (13.00) gegen Bochum können die Löwen erneut nachweisen, dass sie das verstanden haben. 

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Dies ist ein Kommentar von Frank Vollmer. Die Meinung des Autors entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion. 

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Spitzenwert: Julian Voges im Tor der Löwen musste in dieser Saison erst sieben Mal hinter sich greifen. Foto: Martin Ehlert

Braunschweig. In der Futsal-Regionalliga Nord konnte sich Eintracht Braunschweig Futsal am Samstag mit 5:1 gegen Sparta Futsal Hamburg durchsetzen und damit die Serie auf vier Siege in Folge ausbauen. Somit spielen die Löwen weiter eine Rolle im Aufstiegsrennen um die neu gegründete Futsal-Bundesliga. Das Ergebnis täuscht jedoch ein wenig, dem vermeintlich klaren Sieg war ein ausgeglichenes und kämpferisches Spiel vorausgegangen. Von Lennart Wenk.

Löwen bleiben oben dran

Mit dem Rückenwind eines 18:2-Sieges im letzten Spiel gegen Hannover schlugen die Gäste aus Hamburg in der Löwenstadt auf. Diese neu gewonnene Sicherheit nach zwei deutlichen Pleiten in den vorherigen Spielen machte sich umgehend im Spiel der Hanseaten bemerkbar. So begann in der Sporthalle Lessinggynasium ein wackeres und umkämpftes Futsalspiel, in dem sich die Spartaner zunächst die zwingenderen Möglichkeiten erarbeitet hatten. Der zu diesen Zeitpunkt sicherlich verdiente Torerfolg blieb den Gästen jedoch verwehrt. Gut für die Löwen, die sich im Angriffsspiel nun zunehmend schüttelten und ebenfalls zu Torchancen kamen. Letztendlich waren sie die effektivere Mannschaft. Sinan Balya netzte für die Eintracht zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt, unmittelbar vor der Halbzeitpause (17.).

Neue Halbzeit, alte Verhältnisse: Wieder kam Sparta um den Ex-Löwen Hendrik Kabelitz stärker aus der Kabine. Wieder besaßen sie starke Torchancen, um zum ersehnten Ausgleich zu gelangen. Doch immer wieder retteten die Löwen auf Biegen und Brechen und teilweise in höchster Not. Immer deuten die bisher nur 7 Gegentore der stärksten Abwehr der Liga an, wie sich dies gestaltete. Wenn hinzu in der Offensive die ein oder andere gute Kombination hinzu kommt, ist diese Eintracht schwer zu schlagen. Wie in der 30. Spielminute, als Jawid Haidari zum 2:0 für die Hausherren netzte. Doch diesmal antworteten die Hanseaten prompt mit dem Anschluss durch Ahmed Mhamdi (34.). Spannung kam nun jedoch keine mehr auf. Eintracht Futsal blieb eiskalt und baute in den letzten Minuten die Führung noch einmal aus. Auf das 3:1 vom Doppeltorschützen Sinan Balya folgte eine regelrechte Drangphase, die in den Treffern vier und fünf durch Matthias Raaz (37.) und Haidari (38.) mündete.

So siegte Eintracht Futsal etwas glücklich und darf weiter von der Verwirklichung der Mission Bundesliga träumen. Dies käme einer Sensation gleich, da die Budgets im Vergleich zu anderen Mannschaften der Liga verhältnismäßig niedrig sind. Nichtsdestotrotz geht es mit einem sportlichen Programm weiter. In der kommenden Woche treten die Löwen beim VfL aus Oldenburg an, ehe es in der Sporthalle Lessinggynasium zum absoluten Top-Duell gegen die Wakka Eagles aus Hamburg kommt. Diese rangieren unmittelbar hinter den Löwen auf Tabellenplatz 3 und verkauften sich zuletzt äußerst teuer gegen den Rekordmeister und Tabellenführer, HSV Panthers.

Justin Spenke lief drei Jahre lang für die Icefighters auf. Foto: Jens Bartels

Salzgitter. Eine traurige Nachricht erreicht die TAG Salzgitter Icefighters knapp vier Wochen vor Beginn der Regionalliga Nord. Justin Spenke, Kapitän und Leistungsträger des Teams, verlässt die Stahlstädter aus beruflichen und familiären Gründen. Dies berichtet der Verein in einer Pressemitteilung.

„Hinterlässt auf und neben dem Eis eine Lücke“

Spenke wechselte zur Saison 2017/2018 aus der Oberliga an den Salzgittersee. Der gebürtige Salzgitteraner durchlief diverse Jugendteams seiner Heimatstadt und ging anschließen für vier Spielzeiten für die Hannover und die Wedemark Scorpions auf Puckjagd. In Salzgitter spielte der gelernte Verteidiger zuletzt auf der Stürmerposition und entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Leistungsträger der Mannschaft. Der heute 30-Jährige zeigte seine Fähigkeiten auch stets abseits des Eises und wurde nach nur einem Jahr von Cheftrainer Radek Vit zum Teamkapitän ernannt. Damit fehlt der Rechtsschütze in Zukunft gleich in zweierlei Hinsicht. „Das ist natürlich sehr bedauerlich für uns, aber ich kann seine Entscheidung verstehen“, reagierte der Coach auf die Nachricht und fügte hinzu: „Wenn man eine Möglichkeit hat beruflich im Leben voranzukommen, dann sollte man die auch nutzen. Ich kann das absolut nachvollziehen. Bei uns hinterlässt er natürlich sowohl auf, als auch neben dem Eis eine Lücke!“

Nachfolger noch unklar

Wer die Nummer 89 in Zukunft als Kapitän ersetzen wird, steht noch nicht fest. „Die Nachricht ist noch frisch, da muss ich mir erstmal Gedanken drüber machen. Dafür muss nicht nur die sportliche Leistung passen, sondern auch das Drumherum neben dem Eis“, betonte der Übungsleiter.

„Muss mich schweren Herzens verabschieden“

Für Spenke selbst war es keine leichte Entscheidung.

„Nach drei Jahren muss ich mich schweren Herzens aus Salzgitter verabschieden. Familie und berufliche Dinge lassen eine weitere Saison leider nicht zu. Ich möchte mich auf diesem Wege für die schöne Zeit und die tolle Unterstützung bei meiner Familie, dem Team, den Trainern, Betreuern, ehrenamtlichen Helfern, dem Vorstand, den Sponsoren und euch Fans bedanken! Ohne euch wäre das Eishockey in Salzgitter so nicht möglich! Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute!
Eure #89“