Karim Jallow legte 21 Punkte auf. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. In buchstäblich letzter Sekunde unterlagen die Basketball Löwen am Freitag ihrem Ligakonkurrenten RASTA Vechte mit 78:79 im ersten von zwei Testspielen an diesem Wochenende. Topscorer Karim Jallow steuerte dabei hervorragende 21 Punkte bei. Vechtas Jordan Barnett traf auf 25. Sonntag letzter Test in Hamburg.

Tief im dritten Viertel

Teil 1 der wochenendlichen Generalprobe war am Freitagnachmittag eine denkbar knappe und intensive Angelegenheit. Vor den Augen von Dennis Schröder zeigten neben Jallow auch Lukas Meisner und Garai Zeeb mit 15 und 12 Zählern eine ansprechende Vorstellung. Vechtas Robin Christen traf aber mit dem letzten Wurf der Partie zum 78:79-Endstand. In dem recht ausgeglichenen Test hatten die Hausherren dagegen gerade in der Schlussphase einige wichtige Freiwürfe liegen lassen.

Foto: Agentur Hübner

Dennis Schröder sah eine enge Begegnung. Foto: Agentur Hübner

„Wenn man sieht, dass wir heute nur 52 Prozent unserer Freiwürfe getroffen haben, obwohl wir in den vorherigen Partien klar bei über 80 Prozent lagen, dann zeigt das, dass wir müde sind”, betonte Löwen-Coach Pete Strobl wenig begeistert und erwartete: “Dass wir uns mental fokussieren.” So ein Spiel habe es dennoch gebraucht. “Wir brauchen so enge Partien, die umkämpft sind, um weiter zu lernen und zu realisieren, wie wichtig jeder Spielzug ist.” Auch das Tief des dritten Viertels sei einer gewissen Müdigkeit geschuldet gewesen.

“Aber Gratulation an Vechta, die am Ende einen schwierigen Wurf zum Sieg getroffen haben. Für uns war das Spiel eine weitere Chance zu wachsen, auch wenn wir es natürlich gewinnen wollten“, so Strobl nach dem Spiel. Am Sonntag geht es zu den Towers nach Hamburg. Neuzugang Bryon Allen wird dann noch nicht dabei sein. Der 28 Jahre alte Neuzugang wird erst in der kommenden Woche in Braunschweig erwartet.

Basketball Löwen: Wank 6, Watkins n.e., Zeeb 12 (5 Assists), van Slooten, Meisner 15, Robinson 9, Mushidi 2, Göttsche n.e., Peterka 9, Roosch n.e., Schilling 4, Jallow 21 (8 Rebounds, 6 Assists, 4 Ballgewinnne). Koné fehlte verletzt.

Foto: Agentur Hübner

Löwen-Headcoach Pete Strobl fordert sein Team auf, sich mental zu fokussieren. Foto: Agentur Hübner

Allen belegte in der letzten Spielzeit Rang zwei in der Scoringliste der Adria Liga. Foto: Ulf Duda.

Braunschweig. Die Basketball Löwen geben am heutigen Freitag die Neuverpflichtung von Bryon Allen bekannt. Der 28-Jährige bringt viel Erfahrung auf europäischem Boden mit, war in der vergangenen Saison zweitbester Scorer der Adria Liga (ABA). Darüber hinaus hat er 10 EuroCup- und 25 Champions League Partien im Gepäck und ist auch in der easyCredit BBL kein Neuling. Der US-Amerikaner wird in der kommenden Woche in der Löwenstadt erwartet und hat bis zum Saisonende unterschrieben. Dies berichtet der Verein in einer Pressemitteilung.

Viel Erfahrung in europäischen Ligen

Seit insgesamt sechs Jahren geht der 1,93 Meter große Athlet auf europäischem Parkett auf Korbjagd. In der der Saison 2017/2018 spielte er unter anderem für die EWE Baskets Oldenburg. Zuletzt stand Allen bei KK Zadar in der kroatischen, sowie der ABA unter Vertrag. In der Adria Liga sammelte der Spieler 3 Assists, 4,1 Rebounds und 18,2 Punkte pro Partie – seine Bestleistung zeigte er am 25. Oktober des vergangenen Jahres mit 32 Zählern gegen Cibona Zagreb.

Neben 14,7 Punkten im EuroCup für den italienischen Erstligisten Brescia und 17,4 Zählern pro Spiel für Oldenburg in der Champions League, sammelte er 16,2 Punkte und 4,2 Assists in der BBL, bevor es ihn im Dezember 2017 in die Türkei zu Pinar Karsiyaka zog. Zu den weiteren Stationen des Nordamerikaners zählen Reggio Emilia in der Serie A, Start Lublin in Polen und ERA Basket Nymburk. Dort lief er gemeinsam mit Martin Peterka auf und wurde tschechischer Meister und Pokalsieger.

“Sehr talentierter Scorer”

“Wir freuen uns sehr darüber, dass Bryon Allen unser Team verstärkt. Er hat bereits bewiesen, dass er ein sehr talentierter Scorer ist und wird unserem Team mit seiner Fähigkeit, aus dem Dribbling heraus zu kreieren, eine neue Dimension verleihen. Es wird sicherlich eine gewisse Zeit brauchen, bis Bryon sich akklimatisiert und unser System verinnerlicht hat. Aber wir gehen davon aus, dass er für uns in dieser Saison eine große Rolle spielen wird”, kommentiert Löwen-Headcoach Pete Strobl die Neuverpflichtung.

“Freue mich, Teil des Löwenrudels zu sein”

“Ich bin sehr glücklich darüber, nach Deutschland und in die BBL zurückzukehren. Ich habe meine Zeit hier sehr genossen und erinnere mich an viele gute Dinge. Die Liga ist zum Beispiel durchgängig sehr wettbewerbsfähig, die Klubs haben großartige Fans und die Spiele finden in toller Atmosphäre statt. Jetzt bin ich in einem anderen Team als damals und freue mich sehr darauf, ein Teil des Löwenrudels zu sein. Ich habe mich für Braunschweig entschieden, weil ich glaube, dass es in diesem Jahr die richtige Situation für mich ist und ich könnte nicht glücklicher mit meiner Entscheidung sein. Ich weiß, dass ich der älteste Spieler im Team sein werde und das ist für mich etwas ungewohnt”, so der Basketballer über seinen neuen Arbeitgeber.

“Aber ich freue mich auf diese Herausforderung und sehe mich in der Rolle eines Führungsspielers. Ich denke, dass ich dem Team mit meiner Verteidigung, meinen Passfähigkeiten und meinem Scoring, aber grundsätzlich auch mit meiner Gewinner-Mentalität und harter Arbeit helfen kann. Unser Ziel und mein Ziel besteht darin, möglichst viele Spiele zu gewinnen. Und ich möchte alles tun, was immer die Coaches von mir fordern oder was das Team benötigt, damit uns das gelingt. Ich kann es kaum erwarten und freue mich darauf, endlich loszulegen”, fügt Allen hinzu.

Generalprobe für Löwen-Headcoach Pete Strobl und sein Team. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Endspurt vor dem Saisonstart bei den Basketball Löwen Braunschweig. Vor dem BBL-Pokalspiel am Sonntag, dem 18. Oktober (18.00) gegen Alba Berlin bestreitet die neu zuammengestellte Mannschaft von Headcoach Pete Strobl an diesem Wochenende noch einmal zwei finale Testspiele gegen RASTA Vechta und die Hamburg Towers. Beide Spiele finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein weiterer Neuzugang ist deweil im Anflug.

Zwei starke Gegner

So geht es am morgigen Freitag in der heimischen Volkswagen Halle gegen  Ligakonkurrent Vechta. Die Mannschaft vom neuen Headcoach Thomas Päch hat genau wie die Löwen eine komplette Frischzellenkur vollzogen. Leistungsträger wie Steve Vasturia (jetzt Zalgiris Kaunas, LIT), Trevis Simpson (Gaziantep, TUR) oder Ishmail Wainright (Strasbourg, FRA) verließen Vechta. Ex-Headcoach Pedro Calles leitet nun die Hamburger Towers an. So musste ein neues Team um Mannschaftskapitän Josh Young gebildet werden.  Mit Spielmacher Stefan Peno und Center Dennis Clifford kamen nominell zwei echte Schwergewichte. Ebenfalls neu im Team sind der belgische Nationalspieler Jean Salumu und der athletische Ex-Gießener Jordan Barnett. Zuletzt hat RASTA zwei Mal gegen die EWE Baskets Oldenburg getestet und beide Spiele verloren (88:93 und 69:101).

Beide Tests dagegen gewinnen konnten die Hanseaten. Am Sonntag wollen Löwencoach Strobl und seine Jungs diese Miniserie gerne crashen. Doch Obacht, die Neuzugänge Kameron Taylor (vorher Bamberg) und Terry Allen (vorher Göttingen) laufen schon richtig heiß. Zehn neue Spieler  kamen an der Elbe und haben sich schnell im Team integriert. 

Weiterer Neuzugang in Kürze?

„Wir haben in dieser Vorbereitung viel gelernt. Wir hatten verschiedene Probleme und mussten dafür verschiedene Lösungen finden. Das ist uns soweit gut gelungen. Für unsere Entwicklung sind diese Testspiele wichtig und es wird uns noch einmal besonders helfen, uns jetzt mit zwei guten BBL-Teams zu messen. Am Ende ist es für uns aber nicht entscheidend, ob wir diese Testspiele gewinnen. Unser wesentlicher Fokus liegt darauf, uns weiter zu verbessern und weitere Schritte nach vorne zu machen“, sagt Headcoach Pete Strobl, der weiterhin auf Bazou Koné verzichten muss (Knöchelverletzung). Aus dem Umfeld der Basketball Löwen ist indes zu vernehmen, dass in Kürze ein weiterer Neuzugang zum Team stoßen soll. Wir sind gespannt!

Christian Bussi Skolik hat sein Spielertunnel-Archiv exklusiv für uns geöffnet. Foto: Christian Skolik

Braunschweig. Christian “Bussi” Skolik ist nicht nur der beste Zeugwart und Busfahrer der Welt. Er kennt auch die Fußballtempel der Republik aus einer Perspektive, die schon vor der Corona-Zeit nur den Wenigsten zugänglich war. Zum Glück hat Bussi stets seine Kamera dabei. In der abseits° Printausgabe 15 hat er sein Archiv für unsere LeserInnen geöffnet.  Erkennt ihr alle Stadien?

Tunnelblick

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

Foto: Christian Skolik

___

Foto: Vollmer

Alte Printausgaben in Restbeständen noch verfügbar. Schreibt uns an. Foto: Vollmer

Ex-Löwe Dieter Zembski berichtet von einer Zeit, als Fußball noch richtig weh tat. Fotos: Neubauer/privat

Region. Geht man davon aus, dass das Kapital eines Bundesligisten zum Großteil im Kader der Spieler steckt, kommt man zwangsläufig zum Schluss, dass die größtmögliche Aufmerksamkeit darauf verwendet wird, dieses Kapital im Wert zu erhalten – Ergo: Alles Erdenkliche für die Gesundheit und Fitness der Spieler zu tun. Von Dieter Zembski.

Ich möchte heute über Zeiten schreiben, in denen ein “nebenamtlicher” Vereinsarzt und ein Masseur genügen mussten, eine Mannschaft fit und gesund zu halten. Und dass die Qualifikation dieser beiden Parteien entscheidend für schnelle und fachgerechte Heilung von Verletzungen waren – oder auch nicht …

1975 kam ich von Werder Bremen zur Braunschweiger Eintracht. Ich hatte 179 Bundesligaspiele auf dem Buckel und zuvor noch nie nennenswerte Verletzungen zu beklagen gehabt, außer den üblichen Dingen des Fußballalltags: Platzwunde am Knöchel (gegen Braunschweigs Achim Bäse – musste genäht werde, meine Schuld!), Muskelverhärtungen, Schultereckgelenksprellung, Leistenzerrungen – also alles vollkommen normale Dinge des Profis. Ich hatte noch nie einen Muskelfaserriss! Und diese Tatsache führte zu meiner schwierigsten und bedrückendsten Phase als Fußballprofi.

“Eintracht hat einen ‘kaputten’ Spieler gekauft!”

Im ersten Spiel der Saison 75/76 mit der Eintracht mussten wir gegen den FC Bayern in München antreten. Die Vorbereitungszeit hatte ich genutzt, um meinen Einkauf und die damit verbundene Ablösesumme zu rechtfertigen. Ich stand als rechter Verteidiger in der Startformation, die zur Halbzeit 1:0 führte (Endstand 1:1). Dann kam die 54. Spielminute. Ein schneller Antritt und ein “Messerstich” im hinteren rechten Oberschenkel. Ein Schmerz, den ich nicht kannte und der es mir nicht erlaubte weiterzuspielen. Zuhause angekommen, begab ich mich in die Hände unseres damaligen Vereinsarztes (Name spielt keine Rolle). Seine Diagnose war richtig: Muskelfaserriss! Seine Behandlung war allerdings eigentümlich – so will ich es nennen.

Er verordnete mir Fangopackungen und anschließende Wärmebehandlung. Im Vertrauen auf sein Wissen ließ ich alles über mich ergehen. Nach vier Wochen Behandlung und leichtem Lauftrainings dann die erste Belastung: wieder ein Messerstich im hinteren rechten Oberschenkel! Ich war verzweifelt. Die Presse argwöhnte, Eintracht habe einen “kaputten” Spieler gekauft! Meine Kinder mussten sich derbe Worte in der Schule und meine Frau dementsprechende Kommentare beim Einkauf anhören. Ich musste handeln! Ich ignorierte die Meldepflicht eines Spielers bei fremdärztlicher Konsultation, rief meinen vertrauten Arzt Dr. Hirschfeld in Bremen an, der mich sieben Jahre betreut hatte: “Morgen früh um zehn bist du bei mir, mein Junge”.

3.400 Kilomter in zehn Tagen helfen

Ich also morgens heimlich um zehn Uhr nach Bremen. Dort wurde mein mittlerweile total verklebter Oberschenkel von zwei Physiotherapeutinnen mit Friktionsmassage bearbeitet – ich den Knebel im Mund. Dann wurde durch punktuelle Massage die Verklebung gelöst. Das machte ich zehn Tage lang – umgerechnet 3.400 Kilometer! Morgens mit dem Auto nach Bremen, nachmittags in Braunschweig leichtes Lauftraining.

Dann der erste richtige Belastungstest: Ich jubelte! Der Oberschenkel hielt. Ich war wieder der Alte!!! Ich konnte wieder lachen, meinen Kindern ging es besser und meine Frau konnte wieder etwas stolz auf ihren Mann sein. Übrigens: Mein darauffolgendes Gespräch mit unserem damaligen Geschäftsführer sorgte für einen Wechsel in der ärztlichen Verantwortung. Ich machte danach noch insgesamt 122 Spiele für die Eintracht. In bester körperlicher Verfassung. Ohne Fangopackungen und Lichtbogen.

_

Dies ist eine Kolumne von Dieter Zembski. Die Meinung des Autors entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion. 

Foto: Vollmer

Alte Printausgaben in Restbeständen noch verfügbar. Schreibt uns an. Foto: Vollmer

Marko Karaula und Co. sind mit einem 22:18-Sieg beim SV Anhalt Bernburg in die Saison gestartet. Nun fiebern sie dem Heimstart entgegen. Foto: Reinelt/PresseBlen.de.

Braunschweig. Covid-19 macht auch vor den Drittliga-Handballern des MTV Braunschweig nicht halt. Nach dem ersten Auswärtsspiel der Saison in Bernburg empfängt die Mannschaft um Trainer Volker Mudrow am Samstag (19.30) Stralsund. Zuschauer in der Sporthalle Alte Waage sind zunächst ausschließlich Dauerkartenbesitzer. Doch es gibt am Samstag eine Ausnahme.

Wenige Einzeltickets für Samstag nun doch verfügbar

Bei einer erheblich reduzierten Zuschauerkapazität aufgrund der Corona-Vorgaben haben sich die Verantwortlichen beim MTV Braunschweig auf ein Modell verständigt, dass ausschließlich auf Dauerkarten basiert. Einen Einzelkartenverkauf an der Abendkasse soll es bei den Heimspielen der “Mudrow Jungs” vorerst nicht geben. Allerdings ist es möglich, “Personen aus 2 Haushalten zu gruppieren”, wie der MTV am Mittwoch mitteilte. Dafür soll man dies bei der Bestellung der Dauerkarte im Onlineformular aber unbedingt vermerken. Die Dauerkarten gehen derzeit sprichwörtlich weg wie warme Semmeln. Für das Heimspiel gegen Stralsund haben die Verantwortlichen beim MTV nun noch ein Kontingent an Einzeltickets bereitgestellt. Diese können hier bestellt werden.

“Da die Anzahl der Dauerkarten stark begrenzt ist, werden wir unter Einhaltung aller Auflagen und einer optimalen Sitzplatzeinteilung versuchen, möglichst vielen unserer Fans ein sicheres Handballerlebnis live in der Alten Waage zu ermöglichen”, so der MTV weiter. Besteller erhalten eine verbindliche Buchungsbestätigung per E-Mail.

Die Preise für die Dauerkarte belaufen sich auf 144 Euro (Vollzahler) und 80 Euro (ermäßigt). Ermäßigung erhalten Personengruppen gegen Vorlage eines Ausweises bzw. Legitimation: Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, Studenten, Auszubildende, Rentner, Schwerbehinderte ab einem GdB 50, Bundesfreiwilligendienstleitende, Mitglieder des MTV Braunschweig. Die Dauerkarte ist gültig für alle Heimspiele in der Sporthalle Alte Waage.

Die Dauerkarte ist hier buchbar

Peter Vollmann hält auch als frisch gebackener Geschäftsführer Sport weiter die Augen nach Verstärkung offen. Grafik: Frank Vollmer

Braunschweig. Das Transferfenster ist geschlossen und Eintracht Braunschweig hat keine Neuzugänge mehr vermeldet. Insbesondere nach der schweren Verletztung von Linksverteidiger Niko Kijewski drückte da doch der Schuh, oder etwa nicht Peter Vollmann?

Traditionell­ – wenngleich in diesem Jahr auch coronabedingt verspätet -­ ging es am letzten Tag des Sommer-Transferfensters, dem sogenannten “Deadline-Day”, hektisch zur Sache. Während einige Ligakonkurrenten in letzter Sekunde neue Spieler unter Vertrag nahmen, entschied sich die Eintracht-Führung gegen Neuverpflichtungen. Der Eindruck: Es war wohl schlichtweg kein Spieler auf dem Markt verfügbar, der den Löwen sofort hätte weiterhelfen können.

Alles halb so wild! Ein Hintertürchen bleibt weiterhin geöffnet, denn noch dürfen vereinslose Spieler verpflichtet werden. Namen wie Matthias Ostrzolek, Alexander Esswein und Collin Quaner geistern durch das Braunschweiger Umfeld (und durch die Fanforen). Alle diese Profis weisen gewiss eine Menge an Erfahrung auf, doch reicht das aus?

Denn: Ein Großteil der vereinslosen Spieler befindet sich seit Monaten nicht mehr im geregelten Mannschaftstraining. Dementsprechend stellt sich auch hier in erster Linie die Frage nach einer möglichen Soforthilfe. Der Löwenkader ist ohnehin bereits ungemein üppig bestückt. In Summe 28 Spieler tummeln sich in der Mannschaft von Trainer Daniel Meyer. Da ist das Zögern der sportlichen Leitung um Peter Vollmann durchaus nachvollziehbar. Der Gechäftsführer Sport hält die Augen mit Sicherheit weiter auf. Zumal auch das Geld an der Hamburger Straße nicht auf der Straße liegt. Und: Wer braucht schon Mitläufer in einem Team, das jetzt eher echte Typen braucht. Und langsam mal drei Punkte. Sonst war der Pokalsieg gegen die Hertha am Ende doch nur Augenwischerei.

__

Dies ist ein Kommentar von Frank Vollmer. Die Meinung des Autors entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion.

Kierdorf vs. Kierdorf. Videostill: Frank Vollmer

Braunschweig Jonas und Lukas Kierdorf waren 2012 im Braunschweiger Amateurfußball echte Größen. Wir ließen die Brüder gegeneinander antreten. Viel Spaß!

Frank und Jens stellen das neue abseits° vor. Videostill: Jens Bartels

Braunschweig. Fünf lange Jahre hat es gedauert, doch jetzt wird abgestaubt! abseits° ist wieder da und ab sofort wieder mit der Kamera unterwegs. Frank und Jens berichten außerdem, was sonst noch neu ist.

Das Ziel sind die Top 5 der Liga, um sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren. Foto: Jens Bartels/Archiv

Braunschweig. Vor genau einem Monat starteten Eintracht Braunschweigs Hockeydamen in die Rückrunde der 2. Bundesliga. Aktuell rangiert die Mannschaft von Andreas Dolge auf Platz drei der Nordgruppe und ist damit vorerst im Soll. abseits.tv sprach mit Kapitänin Anna Krause über den Stand der Dinge.

Anderer Spielmodus

Auch für die Frauenmannschaft von Eintracht Braunschweig verläuft der Spielbetrieb coronabedingt nicht wie gewohnt. Die Rückrunde, die normalerweise ab April stattfindet, läuft erst seit Anfang September – hier hätte eigentlich bereits die nächste Hinrunde begonnen. Um in der Zeit nach der Corona-Pandemie wieder zum normalen Turnus zurückkehren zu können, wurde in dieser Saison der Spielmodus geändert. So schließt sich an die Rückrunde für die ersten fünf der Schlusstabelle eine Auf- und für die letzten fünf eine Abstiegsrunde an.

“Jeder kann jeden schlagen”

“Natürlich war und ist es unser Saisonziel, zu den ersten fünf zu gehören”, betont Krause. Mit insgesamt 21 Zählern steht man auf Rang drei, allerdings mit nur zwei Punkten Vorsprung vor dem Bonner THV und der TG Heimfeld – das Tabellenmittelfeld liegt eng beeinander. “In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Am letzten Samstag haben wir Bremen geschlagen, tags darauf haben wir unglücklich gegen Polo verloren. Es kommt in dieser Saison viel auf die Tagesform an”, so die Kapitänin weiter. Der Bremer HC belegt aktuell Platz zwei und hat momentan elf Punkte Vorsprung vor den Blau-Gelben, der Hamburger Polo Club liegt mit 18 Zählern auf Rang sieben. Zu den Teams, die eher schwer zu schlagen sind, gehört der Club Raffelberg, mit fünf Punkten Vorsprung auf Bremen unangefochten an der Spitze der Liga. “Gegen Raffelberg merkt man, dass die spielerisch stärker sind und wirklich Ambitionen für die 1. Liga haben. Andererseits wird es in der Aufstiegsrunde so sein, dass jede Mannschaft noch zweimal gegen jede andere Mannschaft spielt. Da sind also noch eine Menge Punkte zu vergeben.”

Neuer Trainer mit anderer Philosophie

Nicht mehr ganz neu an der Seitenlinie ist Trainer Andreas Dolge, der im Vorjahr das Amt von Carsten Alisch übernahm. In der abgelaufenen Spielzeit entging die Eintracht relativ knapp dem Abstieg, nun läuft es wieder besser. “Mit Andreas ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Carsten legte viel Wert auf die Defensive und sagte immer ‘Lieber ein Tor weniger kassieren als die anderen’. Andreas’ Konzept ist hingegen sehr offensiv ausgelegt und da lautet die Marschroute eher ein Tor mehr zu schießen als der Gegner”, lacht die Spielerin und fährt fort: “Es ist auf jeden Fall für die erfahrenen Spielerinnen einen Umstellung. Auch für mich, ich habe 12 Jahre mit Carsten trainiert!”

“Wir müssen nicht, aber wir können”

Das Konzept scheint dennoch zu funkionieren und so scheint es, als könne Dolge an die erfolgreichen Jahre unter Alisch anschließen. “Es weht auf jeden Fall ein frischer Wind und es ist auch wirklich gut angelaufen. Unsere Situation ist gerade recht luxeriös: Wir müssen nicht, aber wir können auf jeden Fall versuchen oben mitzumischen”, schließt Krause.

Am kommenden Wochenende empfangen die Löwenstädterinnen Klipper THC Hamburg am Samstag um 14 Uhr und die TG Heimfeld am Sonntag um 12 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in der Guntherstraße.