Grizzlys siegen in Krefeld. Spencer Machacek entschied in der Verlängerung. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Krefeld/Wolfsburg. Vierter Sieg in Folge! Am 17. Spieltag der PENNY DEL gewannen die Grizzlys Wolfsburg bei den Krefeld Pinguinen mit 2:3 (0:0, 1:2, 1:0, 0:1). Das Team um Pat Cortina kam erst im zweiten Drittel gut ins Spiel, ließ sich die Führung im letzten Abschnitt vom kämpferischen Schlusslicht jedoch wieder nehmen. In der Overtime entschied Spencer Machacek für die Gäste.

Fauser wieder da

Erneut gab er Veränderungen im Kader der Wolfsburger. Gerrit Fauser stand nach längerer Verletzungspause erstmals wieder im Kader, dafür fehlte Jan Nijenhuis, der erkrankt ausfiel. Jordan Boucher war abermals überzählig, im Kasten stand ein weiteres Mal Dustin Strahlmeier.

Krefeld schussfreudiger – keine Tore

Es wirkte nicht wie ein Spiel beim Tabellenletzten. Der Gastgeber brachte von Anfang an mehr auf das Tor, Strahlmeier musste einige Male eingreifen und zeigte dabei eine souveräne Leistung. Treffer fielen im ersten Drittel nicht, auch die beiden Überzahlspiele verliefen ohne eine Veränderung des Spielstandes.

Spannender Mittelabschnitt – Grizzlys in Führung

Im zweiten Abschnitt kamen die Grizzlys deutlich besser in das Spiel. Zwar gab es noch immer Abstimmungprobleme, dafür kam man zu mehr Möglichkeiten. Eine davon nutzte Sebastian Furchner, der die Scheibe goldrichtig im Slot agierend an Marvin Cüpper vorbei zum 1:0 (26.) in das Gehäuse schob.

Davon ließen sich die Pinguine nicht beirren, agierten nun wieder offensivfreudiger – und belohnten sich dafür. Nikita Shatsky egalisierte den Spielstand in Bauerntrick-Manier, Strahlmeier reagierte dabei etwas zu spät (34.). Der Spielstand hatte nicht lange Bestand. Der Torschütze des 1:1 musste in die Kühlbox, die Gäste – mittlerweile stark in Überzahl – ließen sich die Powerplay-Chance nicht entgehen. Max Görtz sorgte für die erneute Führung (35.).

Pinguine retten sich in die Verlängerung

Krefeld brannte auf den Ausgleich, feuerte im letzten Abschnitt wieder mehr auf das Gehäuse und drängte den Gegner mehrfach in dessen Drittel zurück. Wolfsburg tat deutlich weniger für den nächsten Treffer. Folgerichtig klingelte es wieder zugunsten der Krefelder. In einer Situation, in der die Grizzlys-Defensive völlig unsortiert agierte, spitzelte Brett Olson das 2:2 (54.) über die Linie.

Machacek mit der Entscheidung

Eine Entscheidung in regulärer Spielzeit wollte nicht fallen, für die Pinguine war es die erste Overtime der Saison. Nach gut zwei Minuten netzte Spencer Machacek den Siegtreffer für die Gäste ein.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens – Button, Bruggisser –  Möser, Raabe – Furchner, Järvinen, Görtz – Adam, Festerling, Machacek  – Fauser, Pfohl, Hungerecker – Rech, Olimb, Jormakka

Torschüsse: 42 – 32

Strafminuten: 4 – 4

Bullys: 29 – 18

Tore: 0:1 (25:39) Sebastian Furchner (Görtz, Järvinen), 1:1 (33:11) Nikita Shatsky (Braun), 1:1 (34:56) Max Görtz (Järvinen, Button/PP1), 2:2 (53:50) Brett Olson (Karsums, Braun), 2:3 (62:02) Spencer Machacek (OT)

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Löwen siegen in Vechta: Lukas Meisner zeigte erneut eine starke Leistung – vor allem aus der Distanz. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Vechta/Braunschweig. Am 19. Spieltag der easyCredit BBL siegten die Basketball Löwen Braunschweig bei RASTA Vechta mit  71:80 (22:26, 23:14, 11:23, 15;17). Für das Team von Pete Strobl war es beim Tabellenletzten kein Geschenk. Vechta zeigte viel Kampf und musste sich erst im letzten Abschnitt endgültig geschlagen geben.

Löwen siegeshungrig?

Nach zwei knappen Niederlagen gegen den Tabellenführer Ludwigsburg und den drittplatzierten Crailsheim, sollte beim Schlusslicht in Vechta wieder ein Sieg her. Von genug Siegeshunger konnte man nach den zuletzt knappen Ergebnissen ausgehen. Das erste Saison-Duell mit der Vechtaern endete übrigens zugunsten der Braunschweiger.

Braunschweig gewinnt Auftaktviertel

Doch es sollte kein einfacher Start werden für die Gäste. Die wirkten optisch zunächst stärker, doch die Hausherren kämpften verbissen, hielten sich mit Drei-Punkt-Würfen im Spiel und gingen in Minute sechs mit dem 11:9 erstmals in Führung. Die gab den West-Niedersachsen genug Aufwind und Selbstsicherheit. Aus der Distanz versenkte man fast zwei Drittel aller Versuche und zog bis auf 21:15 (7.) davon. Dennoch drehten Karim Jallow und Luc van Slooten das Spiel zum Viertelende souverän auf 22:26.

Vechta dreht das Spiel

Eine Weile lief es nicht bei den Gastgebern, doch das Team von Thomas Päch rappelte sich wieder und blieb auf Tuchfühlung. Auf Seiten der Löwen litten mit fortlaufender Uhr die Wurfquoten. Vechta hingegen arbeitete sich weiter heran und errang mit dem 38:36 (17.) auch erstmals wieder die Führung. Bis zur Halbzeitpause gab die gastgebende Mannschaft das Heft nicht mehr aus der Hand und nahm ein 45:40 mit in den dritten Abschnitt.

Löwen führen Wende herbei

Nachdem die Löwen im zweiten Viertel keinen Dreier versenken konnten, gelang dies erstmals wieder in Person von Lukas Wank, der auch im nächsten Angriff erneut punktete. Unmittelbar danach verkürzte Neuzugang Arnas Velicka auf 49:48 (24.). Die erste Chance zur Führung verpasste ausgerechnet Jallow, der sich den Ball auf den Fuß dribbelte (25.). Auf einen Dreier des weiterhin treffsicheren Meisner hatten die Vechtaer eine prompte Antwort. Doch in Minute 29 gelang den Braunschweiger die Wende, zum Viertelende lautete der Spielstand 56:63.

Braunschweig bringt Führung über die Zeit

Nun lief es rund für das Strobl-Team, der Abstand überschritt beim 59:70 (32.) erstmals die Zehn-Punkte-Marke. Gelaufen war das Spiel aber noch nicht. Die Differenz pendelt sich eine Weile lang bei acht Zählern ein, doch es zeichnete sich ab, dass für Vechta nun nichts mehr zu holen war. Braunschweig brachte die Führung am Ende sicher über die Zeit.

Basketball Löwen: Wank 12 (6 Rebounds), Watkins n.e., Zeeb 2, van Slooten 5 (3 Assists), Meisner 16, Robinson 1 (3 Assists), Göttsche 1, Peterka 5, Roosch n.e., Velička 9 (7 Rebounds, 7 Assists), Schilling 11 (5 Rebounds), Jallow 18 (6 Rebounds).  

RASTA Vechta: Peno 4 (8 Assists), Stenzel n.e., Hasbargen 2, Kalu n.e., Young 16, Mason n.e., Hundt 4, Barnett 9, Rohwer 11, Christen 2, Hunt 11 (11 Rebounds, 3 Assists)), Vorhees 8 (3 Assists).

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Szene aus dem Hinspiel: Da vermochten Danilo Wiebe und Co. das Spiel zu drehen. Davon waren sie diesmal weit entfernt. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Bochum/Braunschweig. Im Abstiegskampf tritt Eintracht Braunschweig auf der Stelle. Auch das Gastspiel des 21. Spieltages beim VfL Bochum offenbarte schonungslos die Mankos beim Aufsteiger. Nach frühem Rückstand vergab Dong-won Ji vom Punkt, Marcel Bär zielte am leeren Tor vorbei. Danach blieb es ideenlos, Braunschweig unterlag verdient mit 2:0(2:0). 

Das Déjà vu des frühen Rückstands

Als eine von drei personellen Änderungen kehrte Abwehrkante Oumar Diakhité nach abgebüßter Gelbrot-Sperre neben Nico Klaß und Marcel Bär in die Startelf zurück. Lasse Schlüter und Nick Proschwitz saßen auf der Bank, Felix Kroos fehlte aufgrund der fünften Gelben Karte. Bei den Hausherren setzte der ehemalige Wolfsburger U19-Coach Thomas Reis auf die siegreiche Elf vom 2:1 in Osnabrück.

Die Gäste von der Oker hatten sich nach der zweiten Saison-Derbypleite etwas für ihr Gastspiel im Ruhrstadion vorgenommen. Immerhin vermochte die Meyer-Elf das Hinspiel noch in Unterzahl zu ihren Gunsten zu drehen (Spielbericht) und benötigte dringend wieder ein Erfolgserlebnis.

Anfangs präsentierten sich die komplett in gelb aufspielenden Löwen auf Augenhöhe. Dann liefen sie erneut früh einem Rückstand hinterher, weil das Kollektiv beim ruhenden Ball versagte. VfL-Innenverteidiger Armel Bella Kotchap segelte in eine Zulj-Ecke und köpfte die Kugel wuchtig an Fejzic vorbei (8.). Es war bereits der elfte frühe Gegentreffer für den Aufsteiger – zumindest hier ist der BTSV Spitzenreiter der Liga.

Ji und Bär verpassen den Ausgleich

Mit viel Herz und großer Moral liefen die Niedersachsen gegen die ihnen bekannte Situation an. Und die Tür zum Ausgleich öffnete sich ganz plötzlich ganz weit: Als Simon Zoller Aktivposten Bär im eigenen Strafraum in die Hacke trat, zeigte Schiri Jöllenbeck auf den Punkt. BTSV-Sturmspitze Ji trat an und blieb mit einem schwachen Versuch zweiter Sieger hinter Torwart Marcel Rieman. Der VfL-Schlussmann verteilte wenig später eine unglaubliche Valentinstags-Einladung, die der verdutzt wirkende Bär nicht in, sondern auf das leere Tor schaufelte (27.). Vier Minuten später zog der gebürtige Gifhorner noch einmal aus der Distanz ab, blieb aber weiter glücklos.

Bitter für alle Löwenfans: Der VfL Bochum verdoppelte mitten in diese Sturm- und Drangphase des Deutschen Meisters von 1967 hinein seine Führung. Per Steckpass durchs Zentrum hebelte Einzelkönner Zulj dabei die komplette BTSV-Abwehr aus. Danilo Soares schob unbedrängt zum 2:0 ein (31.). Zulj und Anthony Losilla verpassten noch vor der Pause den dritten Bochumer Treffer. Die Eintracht dagegen fand nach dem Schock des doppelten Rückstands nicht mehr zurück in die tolle Phase vor dem Strafstoß.

Keine Ideen, VfL verwaltet über die Zeit

Die Dinge nahmen ihren altbekannten Lauf. Während die Hausherren das Spiel auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten, fehlte es dem Aufsteiger in Gänze an Ansatzpunkten, um hier noch irgendetwas mitzunehmen. Stets bemüht, aber ohne die gewisse Leichtigkeit, verpufften auch die Wechsel von Wydra, Schlüter, Proschwitz, Kobylanksi und Y. Otto für Diakhité, Klaß, Kaufmann, Ben Balla und Ji. Robert Zulj nagelte den Ball sogar noch einmal ans Aluminium (71.), bevor der VfL Bochum den 2:0-Sieg ohne allzu schwere körperlich Anstrengungen über die Zeit bringen konnte.

Zusammen mit dem FC Schalke 04 bleibt Eintracht Braunschweig als einziges Team im deutschen Profifußball weiter ohne einen Sieg in der Fremde. Weiter geht es aber daheim: Am kommenden Freitag (18.30) gastiert die Jahn aus Regensburg an der Hamburger Straße.

VfL Bochum: Rieman – Gamboa, Bella Kotchap, Leitsch, Danilo Soares – Losilla, Tesche, Bockhorn (66. Ganvoula), Zulj (90. Eisfeld), Holtmann – Zoller (76. Pantovic) Trainer: Thomas Reis

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Behrendt, Diakhité (71. Wydra), Nikolaou, Klaß (71. Schlüter) – Ben Balla (77. Kobylanski), Wiebe, Kammerbauer, Kaufmann (71. Proschwitz), Bär – Ji (77. Y. Otto) Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: 1:0 Armel Bella Kotchap (8. Zulj), 2:0 Danilo Soares (31. Zulj)

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Löwen verlieren in Ludwigsburg. Trotzdem man dem Tabellenführer lange Zeit Paroli bieten konnte, reichte es am Ende nicht. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Ludwigsburg/Braunschweig. Am 17. Spieltag der easyCredit BBL unterlagen die Basketball Löwen Braunschweig bei Spitzenreiter MHP RIESEN Ludwigsburg mit 81:74 (20:19, 23:19, 23:18, 15:18) Das Team von Pete Strobl blieb lange Zeit dran und erkämpfte sich zwischenzeitlich auch die Führung. Im dritten Viertel verlor man den Faden, kämpfte sich im Schlussabschnitt wieder heran und verlor am Ende achtbar.

Neuzugang noch nicht im Kader

Nach dem sensationellen Sieg gegen Ulm im ersten Spiel nach der Quarantäne, stand für den momentan elften der BBL nun der Tabellenerste aus Ludwigsburg auf dem Programm. Seit der letzten Partie gab es eine wichtige neue Personalie bei den Löwen: Arnas Velička wurde für die Guard-Position verpflichtet, stand für die Partie aber noch nicht im Kader.

Löwen erholen sich von verpatztem Start

Ein guter Start gelang den Gästen nicht. Vier Turnovers in rund 90 Sekunden sorgten für eine 5:0-Führung der Ludwigsburger. Die Ballverluste sollte das Spiel prägen. Doch das Strobl-Team fing sich schnell und egalisierte per Meisner-Dreier und einen Korbleger von Karim Jallow den Spielstand (3.) und drehte das Spiel auf 7:12 in Minute sechs. Die Hausherren blieben jedoch dran und lagen zum Ende des ersten Viertels mit 20:19 hauchdünn vorne.

Ludwigsburg zur Pause nur knapp vorne

Im zweiten Viertel blieb es eng. Der momentane Ligaprimus hielt durchweg einen knappen Vorsprung, der sich um die drei Punkte einpendelte. Erst kurz vor der Halbzeit wurde der Abstand nur wenig deutlicher. Braunschweig lag zur Pause mit 43:38 zurück, auf deren Seite machten das Spiel in erster Linie Meisner und Jallow.

Gastgeber ziehen langsam davon

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam die Wende. Die Löwen legten einen 6:0-Run hin und drehten den Spielstand zu ihren Gunsten (22.). Der bestand nicht lange. Die Süddeutschen holten sich die Führung wieder und distanzierten sich mit forlaufender Uhr immer mehr. Mit 66:56 ging es in den Schlussabschnitt.

Löwen verlieren Aufholjagd

Dort sah man eine Wiederauflage des ersten Viertels, als die Baden-Württemberger gleich mit 5:0 starteten. So stand es 71:56 (32.), der Abstand lag bei 15 Zählern. Doch das Spiel war noch nicht gelaufen. Strobls Mannen legten eine starke Aufholjagd hin und kamen bis auf fünf Punkte heran. Doch ab dem 78:73 (38.) ließ sich Ludwigsburg den Sieg nicht mehr nehmen.

Basketball Löwen: Wank 3, Watkins n.e., Zeeb 5, van Slooten, Meisner 15 (9 Rebounds), Robinson 14 (5 Assists), Göttsche, Peterka 10, Roosch n.e., Schilling 10 (11 Rebounds), Jallow 17. 

MHP RIESEN Ludwigsburg: Hulls 6, Patrick, Smith 26 (6 Assists, 4 Ballgewinne), Patrick n.e., Herzog 7, Radebaugh, Bartolo 11, Wohlfarth-Bottermann 6 (7 Rebounds), Rodriguez 2, Darden 11 (5 Rebounds), Warren 12.

 

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Grizzlys siegen gegen DEG: Spencer Machacek (Mitte) sorgte für einen sehenswerten Powerplay-Treffer. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Am 28. Spieltag der PENNY DEL holten die Grizzlys Wolfsburg gegen die Düsseldorfer EG ihren dritten Sieg in Folge. Am Mittwochabend lautete der Endstand 2:0 (0:0, 1:0, 1:0). Die Partie startete mit einem spannenden Drittel ohne Treffer, im zweiten Abschnitt regierte zunächst die DEG, bis sich das Team von Pat Cortina mit einem Powerplaytor wieder in das Spiel brachte.

Kader unverändert

Mit dem selben Kader als noch beim Sieg gegen Bremerhaven am Montag, gingen die Hausherren auf das Eis. Auch in den Reihen änderte sich nicht viel. Cortina tauschte Hungerecker und Adam, in der Verteidigung wechselten Bruggisser und Möser die Reihen. Im Gehäuse startete erneut Dustin Strahlmeier.

Viel Tempo – keine Tore

Mit viel Tempo und wenig Unterbrechungen ging es in das erste Drittel, in dem sich die Kontrahenten nichts schenkten. Echte Möglichkeiten waren bei dem vielen rauf und runter lange Zeit eher rar gesäht. Etwas Glück hatten die Grizzlys bei einem Pfostenkracher von Daniel Fischbuch (9.). Nach erster überstandender Unterzahl bissen sich die Gastgeber eine Weile im gegnerischen Drittel fest (15.), bevor die DEG den Spieß umdrehte (17.).

DEG macht das Spiel, Wolfsburg die Tore

Die erste Großchance im zweiten Drittel gehörte Jerome Flaake, doch Strahlmeier war auf seinem Posten (21.). Die Rheinländer agierten nun deutlich offensiver und nahmen das Heft in die Hand. Wolfsburg hingegen brachte zehn Minuten lang keinen Schuss auf das Tor, während deren Goalie nun der gefragteste Mann in der Partie war. Die Wende brachte das erste Powerplay für die Schwarz-Orangen. Einen deftigen One-Timer von Max Görtz konnte Hendrik Hane zwar noch abwehren, doch den Abpraller verfrachtete Spencer Machacek zum 1:0 (34.) ins Gehäuse.

Grizzlys legen nach

In den letzten Abschnitt lamen die Niedersachsen wieder besser herein und holte auch bei den Torschüssen auf. Auffällig: Entgegen vieler Partien, kamen aus Gastgebersicht in diesem Spiel mehr Versuche aus dem Slot. So auch das 2:0 von Phil Hungerecker, der die Scheibe direkt vor Hane in der 46. Minute in die Maschen spitzelte. Die DEG gab sich nicht auf und ackerte fleißig weiter für den Anschluss, doch auch der Extra-Attacker bracht der Mannschaft von Harold Kreis keinen Erfolg mehr.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier– Möser, Button – Melchiori, Likens – Raabe, Bruggisser –  Furchner, Järvinen, Görtz – Hungerecker, Festerling, Machacek  – Rech, Olimb, Jormakka – Adam, Pfohl, Nijenhuis

Torschüsse: 27 – 42

Strafminuten: 6 – 4

Bullys: 25 – 26

Tore: 1:0 (33:45) Spencer Machacek (Görtz/PP1), 2:0 (45:04) Phil Hungerecker (Button, Machacek)

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Grizzlys siegen gegen Pinguins: Auch wenn es wieder ein knappes Spiel war, gab es Grund zum Jubeln – Jeff Likens erzielte seinen ersten Saisontreffer. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Am 16. Spieltag der PENNY DEL besiegten die Grizzlys Wolfsburg die Fischtown Pinguins Bremerhaven und schlugen damit auch das zweite Team des Führungsduos der Nordgruppe. In ähnlicher Manier wie beim Sieg gegen Berlin im letzten Spiel, ging das Team um Pat Cortina früh in Führung und legte fast nach jedem Gegentreffer nach. Der Endstand am Montagabend lautete (1:1, 2:1,1:1).

Raabe fest in der Aufstellung

Für die Hausherren war es das erste Spiel nach einer knapp einwöchigen Quarantäne. Immerhin Die beiden Langzeitverletzten Dominik Bittner und Gerrit Fauser kehrten in dieser Zeit zurück ins Eistraining. Valentin Busch und Armin Wurm fehlten ebenfalls weiterhin aufgrund ihrer Covid-19-Infektionen, Jordan Boucher war überzählig. Erstmals wieder fest in der Aufstellung stand Steven Raabe.

Pinguins kontern frühe Grizzlys-Führung

Auch wenn Bremerhaven anfangs optisch etwas aktiver wirkte, konnten die Grizzlys an den Erfolg im letzten Spiel anküpfen und brachten sich auch hier nach knapp fünf Minuten nach einem sehenswerten Treffer von Spencer Machacek mit 1:0 (5.) in Führung. Nun kam auch Wolfsburg offensiv besser zum Zug, den nächsten Erfolg hatten jedoch die Pinguins auf ihrer Seite, die im ersten Powerplay der Partie ihre Stärke in dieser Disziplin bewiesen und zum 1:1-Ausgleich einnetzten (12.).

Wolfsburg geht mit 3:2 ins Schlussdrittel

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kam ebenfalls zunächst mehr seitens der Pinguins. Das Torschussverhältnis hatte sich damit ausgeglichen (24.). Doch Wolfsburg blieb effektiv, tat es den Gästen gleich und netzte gleich im ersten eigenen Überzahlspiel zum 2:1 (26.) ein. Dabei spielte Pekka Jormakka die Scheibe von hinter dem Kasten in Richtung Slot und erwischte eine gegnerische Kelle – das Spielgerät prallte in das Tor ab.

Im nächsten Powerplay der Bremerhavener zeichnete sich dasselbe Bild, die Pinguins egalisierten über Miha Verlics zweiten Treffer den Spielstand ein weiteres Mal in Überzahl (29.). 5-gegen-5 wurde bis zum Drittelende nur noch selten gespielt, der nächste Einschlag erfolgte jedoch bei Vollzähligkeit, als Max Görtz das Auge für die richtige Lücke bewies und vom linken Bullykreis das 3:2 (40.) reinjagte.

Partie bleibt spannend bis zum Schluss

Ein wenig Glück hatte das Team aus dem Allerpark beim 4:2 (44.). Den Schuss von Jeff Likens wollte Brandon Maxwell mit der Fanghand pflücken, doch das Hartgummi trudelte über den Goalie hinweg ins Gehäuse. Gelaufen war das Spiel nicht. Miha Verlics Torhunger war noch nicht gestillt, der Slowene machte die Partie mit seinem Hattrick zum 4:3 (53.) nochmal spannend.

Thomas Popiesch schickte rund zwei Minuten vor Schluss den Extraattacker, dennoch brachte die gastgebende Mannschaft den knappen Vorsprung über die Zeit und verbuchte damit den zweiten Sieg in Folge.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier– Likens, Melchiori – Button, Bruggisser – Raabe, Möser –  Furchner, Järvinen, Görtz – Rech, Olimb, Jormakka – Adam, Festerling, Machacek  – Hungerecker, Pfohl, Nijenhuis

Torschüsse: 27 – 32

Strafminuten: 8 – 6

Bullys: 25 – 45

Tore: 1:0 (04:18) Spencer Machacek (Festerling, Möser), 1:1 (11:26) Miha Verlic (Wahl/PP1), 2:1 (25:38) Pekka Jormakka (Rech, Pfohl), 2:2 (28:19) Miha Verlic (Wahl, Jeglic), 3:2 (39:49) Max Görtz (Furchner, Järvinen), 4:2 (43:55) Jeff Likens (Järvinen, Furchner), 4:3 (52:40) Miha Verlic (Dietz, Jeglic)

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Ist Daniel Meyer noch der richtige Trainer für Eintracht Braunschweig? Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Nach der bitteren Derbyniederlage (Spielbericht) lautet die große Frage: Kann Daniel Meyer Eintracht Braunschweig noch zum Klassenerhalt führen? Till Becker und Frank Vollmer haben haben über die Pros und Contras diskutiert.

Pro Meyer: Der Trainer könnte auch Klopp heißen

Wenn die sportlichen Resultate nicht ausreichen, muss etwas passieren. Erste Wahl: der Trainer fliegt. Das nennt man dann gern die „Automatismen des Markts“. Aber ist ein solcher Schritt tatsächlich sinnvoll? Oder, ganz konkret gefragt: was ist Daniel Meyer bei Eintracht Braunschweig vorzuwerfen, das ein neuer Mann an der Linie besser machen könnte?

Die Antwort fällt kurz aus: vermutlich nichts. Der Trainer könnte Jürgen Klopp heißen, die Eintracht wäre höchstwahrscheinlich trotzdem ein Kellerkind. Die Ursachen dafür sind schnell gefunden: Der aktuelle Kader ist nicht besser als der Tabellenplatz. Lange Zeit hat Daniel Meyer es geschafft, die Ligamannschaft trotz offensichtlicher Limitierungen auf Schlagdistanz der Nichtabstiegsplätze der Zweiten Bundesliga zu halten. Die Punktgewinne resultierten dabei in der Regel nicht aus Zweitliga-Fußball, sondern eher aus starken kämpferischen Auftritten und einer manchmal überragenden Moral. Ein Team, das vom Trainer nicht erreicht wird, liefert keine solchen Auftritte ab.

Fakt ist aber auch, dass diese Energieleistungen nicht beliebig wiederholbar sind. Auf die Dauer einer kompletten Saison müssen Zähler eben auch spielerisch und nicht nur kämpferisch eingefahren werden. Wenn die Mannschaft das nicht hergibt, krebst man eben im Tabellenkeller rum.

Geld für besseres Personal ist bekanntlich nicht vorhanden. Es gab keine satten Transfererlöse, mit denen man wirtschaften könnte, es fehlen die Zuschauereinnahmen und, ja, Hauptsponsor „heycar“ ist trotz Volkswagen-DNS nicht in der Lage, die Schatulle im notwendigen Umfang zu öffnen. Daniel Meyer muss also mit dem arbeiten, was er hat. Und das tut er tatsächlich sehr gut. Sonst wäre Eintracht längst außer Sichtweite des Klassenerhalts.

Was man Meyer ebenfalls zugute halten muss: er hatte sehr klare Vorstellungen davon, wie die Mannschaft aufgebaut werden müsste, um tatsächlich konkurrenzfähig zu sein. Seine Wunschliste aber prallte am Igel in Eintrachts Vereinskasse ab. Das Verletzungspech in der Defensive, das die Eintracht wohl so manchen Punkt gekostet hat, ist eine weitere Facette der Tragödie dieser Saison.

Daniel Meyer arbeitet seit Saisonbeginn am ständigen Limit. Fehler kann man ihm kaum nachweisen, und wenn, dann sind es Entscheidungen gewesen, die nunmal einem Trainer zustehen. Hinterher ist man eh immer schlauer.

Meyer zu entlassen, würde nicht den „Automatismen des Markts“ entsprechen, sondern lediglich Aktionismus bedeuten. „Seht her, wir tun was!“ Lasst den Mann endlich in Ruhe arbeiten. Er holt das Beste aus den Möglichkeiten der Eintracht heraus. Und wenn das Platz 17 bedeutet, dann ist das eben schonungslos ehrlich. (TB)

Contra: Jetzt handeln oder absteigen!

Nur vier Siege aus 20 Spieltagen und satte 41 Gegentore bei lediglich 19 eigenen Treffern – die Bilanz der Braunschweiger Eintracht ist aktuell beinahe so schmal wie einst in der Saison 2013/14. Seinerzeit maßen sich die Löwen allerdings mit Bundesligateams und hatten sich im gleichen Zeitraum immerhin vier Tore weniger eingefangen (3S, 3U, 14N/11:37T/12Pk).

Vor allem die defensive Stabilität geht den Löwen eine Etage tiefer ab. Der Deutsche Meister von 1967 vermochte dabei aktuell nur sechs Zähler aus den vergangenen zehn Spielen zu ergattern. Das hat nicht nur die sportliche Situation des Aufsteigers dramatisch verschlechtert. Denn während St. Pauli und Sandhausen die Eintracht in der Tabelle mittlerweile überholt haben, rückt auch Tabellenschlusslicht Würzburg immer näher. Verantwortlich dafür ist nunmal die Sportliche Leitung: Daniel Meyer und Peter Vollmann.

Mir wird jedes Mal Angst und Bange wenn Meyer verbal überhaupt noch den Zusammenhang mit einem möglichen Klassenerhalt herstellt. Dieser Zug ist in meinen Augen längst abgefahren. Hatte das hart erkämpfte 1:0 gegen Heidenheim noch eine gewisse Signalwirkung, so planierte die Meyer-Elf das zarte Pflänzchen Hoffnung gleich in Kiel wieder mit der Feinmotorik einer Dampfwalze. Dieser Rückfall in alte Muster offenbarte, was unter Meyer in dieser Saison ganz einfach fehlt: Eine Weiterentwicklung.

Die lückenhafte Abwehr bekamen er und sein Team in dieser Saison niemals wirklich in den Griff. Das Fatale: In vielen Spielen schlugen sich die Löwen am Ende selbst, weil sie allzu oft frühen Rückständen hinterherlaufen mussten, zu denen sie offenherzig eingeladen hatten. Die Moral dieser Mannschaft stand dabei nie in Frage. Doch Moral allein reicht nicht! Was waren die Glücksgriffe Behrendt und Diakhité in diesem Winter doch für Augenöffner?! Doch selbst die lassen sich anstecken von der Braunschweiger Kopflosigkeit: Diakhité fehlte im Derby wegen einer dummen Gelben Karte aus dem Kiel-Spiel. Apropos Derby: Die schwachen Hannoveraner waren durchaus machbar. Nach dem Seitenwechsel kam aber wenig bis gar nichts von den Braunschweigern. Selbst die drei Meyer-Wechsel 20 Minuten vor dem Ende hatten keinen Einfluss mehr auf das Spiel. 

Die fehlende Entwicklung, die wenigen noch verbleibenden Spiele und die kommenden Aufgaben machen kaum mehr Hoffnung, dass es auf dem Weg mit Daniel Meyer nach 34 Spieltagen zum Klassenerhalt reichen wird. Es ist 5 vor 12! Wenn Der Verein jetzt nicht handelt, wird der teuer erkaufte Aufstieg am Ende sogar noch mehr kosten. Abbezahlt wird diese Hypothek dann in Liga 3. (FV)

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Die Meinung der Autoren entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion.

Der Spielbericht

 

Basketball Löwen gegen Ulm: Ein nervenaufreibendes Spiel endete mit einem Sieg für die Löwen. Foto: Daniel-André Reinelt/Archiv

Braunschweig. Am 16. Spieltag der easyCredit BBL gewannen die Basketball Löwen Braunschweig sensationell gegen rathiopharm ulm mit 94:92 (31:30, 15:24, 21:17, 27:21) Pete Strobls Mannschaft legte einen glänzenden Start hin, verspielte diesen zwischenzeitlich und kämpfte sich in der zweiten Halbzeit in einer extrem spannenden Partie wieder zurück. Am Ende war es hauchdünn.

Wiedersehen mit Klepeisz

Im ersten Spiel nach einer einwöchigen Quarantäne trafen die Gastgeber erstmals wieder auf ihren ehemaligen Spieler Thomas Klepeisz, der das Löwentrikot vier Jahre lang trug und nun erstmals wieder das Parkett der Volkswallenhalle betrat. Auch für Gavin Schilling war es ein Wiedersehen mit dessen ehemaligem Arbeitgeber. Die Braunschweiger absolvierten darüber hinaus ihre erste Partie ohne Bryon Allen, der das Team verlassen hatte. Bazou Koné fehlte verletzt.

Löwen verspielen komfortable Führung

Die Löwen erwischten einen guten Start und spielten sich zur Mitte des ersten Viertels mit 17:10 (5.) in Führung. Vor allem Kapitän Karim Jallow bestach mit ausgezeichneter Form und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Zähler auf dem Konto. Ulm verkürzte zwischenzeitlich auf drei Punkte Differenz (7.), bis die Hausherren wieder davon zogen. Zum Viertelende verspielte sich das Strobl-Team mit Unkonzentriertheiten die komfortable Führung und ging mit einem knappen 31:30 in den nächsten Abschnitt.

Dort funktionierte bei den Löwenstädtern nur noch wenig, sodass sich die Süddeutschen mit einem starken Lauf zum Zwischenstand von 40:33 (3.) absetzen konnten. Der Abstand wurde noch größer, doch zur Pause kam man immerhin bis auf 46:54 wieder ein wenig heran.

Braunschweig spielt sich sensationell zurück

Im dritten Viertel gelang es den Gastgebern nach einem starken Auftritt, den Abstand immer weiter zu reduzieren, sowie auch den Abschnitt für sich zu entscheiden. So lag beim Stand von 67:71 vor dem letzten Viertel auf Braunschweiger Seiten noch Hoffnung in der Luft.

Im letzten Viertel kam man kurzfristig zur Führung (31.), doch Ulm kippte das Spiel wieder zurück. Weiter ging es auf Augenhöhe rauf und runter. Lukas Meisner glänzte mit Dreiern und hielt gemeinsam mit Jallow sein Team weiter im Spiel. Eine knappe Minute vor Schluss lag Braunschweig mit 90:86 (39.) in Führung. Ulm verkürzte nochmal, konnte die Partie aber nicht mehr drehen.

Basketball Löwen: Wank 10, Watkins n.e., Zeeb 5 (3 Assists), van Slooten 3 (3 Assists), Meisner 25, Robinson 12 (9 Assists), Göttsche, Peterka 11, Roosch n.e., Schilling 8 (12 Rebounds, 3 Assists), Jallow 20 (6 Rebounds).

ratiopharm ulm: Conger 11 (5 Rebounds, 4 Assists, 3 Ballgewinne), Günther 5, Philipps, Wilkins 2, Obst 16, Osetkowski 18 (3 Assists), Klepeisz 11 (3 Assists), Caupain 14 (8 Rebounds, 6 Assists), Krimmer n.e., Diallo n.e., Heckmann 10, Holman 5 (5 Rebounds).

 

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Kein Erfolgserlebnis im Derby: Die kommenden Wochen werden hart für die Löwen. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Gut eine halbe Stunde lang vermochte Eintracht Braunschweig im Heimspiel des 176. Niedersachsenderbys mitzuhalten. Winterzugang Dong-Won Ji traf sogar zur Führung für die Blau-Gelben. Letztendlich unterlag die Mannschaft von Daniel Meyer mit 1:2 (1:2) – auch, weil sie für 120 Sekunden komplett den Faden verlor und dann arg ideenlos agierte.

BTSV startet stark, schlägt sich dann selbst

Viel wurde gesprochen im Vorfeld über dieses Niedersachsenderby am 20. Spieltag der 2. Bundesliga. Nun war es endlich soweit und es wurde eine große Enttäuschung für alle, die es mit Eintracht Braunschweig halten. Auch wenn die Löwen teilweise auf Augenhöhe agierten, zeigten sie auch im Derby keine gute Leistung. Muss man nun auch langsam die Trainerfrage stellen beim Deutschen Meister von 1967? 

Danielo Wiebe rückte in der Viererkette in die Lücke, die der unnötig gelbrotgesperrte Diakhité hinterlassen hatte. Kammerbauer startete für Wydra im Mittelfeld. Winterzugang Dong-Won Ji kam zu seinem Startelfdebüt für die Blau-Gelben. Dafür nahm Marcel Bär zunächst auf der Bank Platz. Bei Hannover tauschte Coach Kenan Kocak mit Sulejmani auf links für Muslija eine Position seiner Startelf.

Die Anfangsphase gehörte wie schon im Hinspiel der Eintracht, die überraschend agil und bissig zu Werke ging. Nick Proschwitz verpasste nur knapp aus spitzem Winkel einen ersten Warnschuss nach einem Kroos-Freistoß. Im dem zweikampflastigen Spiel wurde Jis Abschluss nach sechs Spielminuten noch von Hübers geblockt. Kurz darauf semmelte Ben Balla die mögliche Führung in den Braunschweiger Winterhimmel und übersah dabei den neben ihm mitgelaufenen Kaufmann (13.). Die energische Einstellung der Hausherren wurde wenig später endlich belohnt: Ji schlenzte das kurze Zuspiel von Kaufmann rechts für Esser unhaltbar in die Maschen (17.). Wie schon im Hinspiel führte der BTSV.

Hannover dreht das Spiel wie im Hinspiel

Nach einer halben Stunde wurden die bis dahin schwachen Gäste sichtbar stärker. Einem Warnschuss von Haraguchi folgte direkt ein Doppelpack der Roten, bei dem die Braunschweiger Hintermannschaft überhaupt nicht gut aussah. Erst rückte Schlüter zu schläfrig auf und stellte Sulejmani bei dessen Kopfballtreffer nicht ins Abseits (34.), dann durfte Hult noch einmal über links marschieren und fand per Flanke Marvin Duksch, der Jasmin Fejzic keine Chance ließ (36.). Wie im Hinspiel hatte Hannover den Spielstand gedreht. Würde es erneut eine ebenso schmerzhafte Niederlage?

Ein Braunschweiger Aufbäumen blieb weitestgehends aus. Den Gastgebern fehlten schlichtweg die Ideen. So gestalteten sich die zweiten 45 Spielminuten langatmig und mit sehr viel fußballerischer Schonkost. Auch ein Dreifachwechsel von Daniel Meyer 20 Minuten vor dem Ende mit Marcel Bär, Martin Kobylanski und Nico Klaß für Kaufmann, Kroos und Schlüter hatte kaum Einfluss auf die Vorstellung der Löwen, die zwar um jeden Ball kämpften, daraus aber kein Kapital schlugen. Allein Jasmin Fejzic war es zu verdanken, dass Duksch mit zwei satten Distanzschüssen (76./78.) nicht den Rückstand erhöhte. Auch beim abgefälschten Schuss von Bijol war der Bosnier zur Stelle, während seiner Mannschaft langsam die Zeit davonlief (84.). In der Schlussphase kamen die Löwen noch einmal zu Möglichkeiten: Der eingwechselte Klaß schoss aus kurzer Distanz einen Gegenspieler an, Bär scheiterte an Schlussmann Esser. Maßgeblich wurde der letzte Freistoß des Spiels: Während Fajzic nach vorne eilte, drosch der lustlos auftretende Kobylanski die Kugel weit übers eigentliche Ziel hinaus.

Nach dieser nunmehr elften Saisonniederlage und der doch ernüchternden Vorstellung der Meyer-Elf schwinden langsam die Hoffnungen auf einen möglichen Klassenerhalt. Am Sonntag, dem 14. Februar 2021 (13.30) muss der Tabellen-17. zum VfL Bochum.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Nikolaou, Schlüter (70. Klaß) – Ben Balla, Kammerbauer – Kaufmann (70. Bär), Kroos (70. Kobylanski), Ji (81. Abdullahi) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

Hannover 96: Esser – Murroya, Franke, Hübers, Hult – Kaiser, Bijol – Twumasi (57. Schindler), Haraguchi, Sulejmani (71. Weydandt) – Duksch Trainer: Kenan Kocak

Tore: 1:0 Dong-Won Ji (17. Kaufmann), 1:1 Valmir Sulejmani (34. Hult), 1:2 Marvin Duksch (36. Hult)

Bryon Allen verlässt die Löwen. Es habe nicht richtig gepasst, heißt es. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Bryon Allen, der zur aktuellen Saison aus der Adria Liga zu den Basketball Löwen in die easyCredit BBL gewechselt hatte, verlässt das Team von Pete Strobl mit sofortiger Wirkung.

“Es gab keine andere Lösung”

“Leider mussten wir feststellen, dass es nicht richtig zusammengepasst hat. Bryon war mit seiner Rolle bei uns nicht zufrieden und hat uns mitgeteilt, dass er sich nicht mit unserem Konzept arrangieren kann. Wir wollen aber nur mit Spielern arbeiten, die das können. Dementsprechend gab es keine andere Lösung als die Trennung. Unser Ziel ist es jetzt, die dadurch entstehende Lücke im Kader so schnell wie möglich zu schließen. Wir sondieren den Markt nach einem Ersatz, der unsere Philosophie – junge Spieler weiterzuentwickeln, ihnen entsprechende Rollen zu geben und damit erfolgreich zu sein – mitträgt und sich damit identifizieren kann. Wir danken Bryon für seinen Einsatz bei uns und wünschen ihm für seine Zukunft auf und abseits des Parketts alles Gute“, kommentiert Löwen-Sportdirektor Nils Mittmann die Situation.

Suche nach Verstärkung läuft bereits

In elf Partien erzielte der 1,93 Meter große Leistungsträger auf 12,2 Punkte, 4,8 Punkte und 4 Rebounds im Schnitt. Die Verantwortlichen bei dem Bundesligisten sind, unabhängig von Allens Abgang, bereits auf der Suche nach Verstärkung und möchten zeitnah Erfolg vermelden.

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