Eishockey-Special: Bis zum Osterwochenende lief es nicht rund bei den Grizzlys. Videostill: Jens Bartels

Wolfsburg. Die Grizzlys Wolfsburg befinden sich in der DEL momentan in der Verzahnungsrunde mit der Südgruppe. Aktuell ist man mit drei Siegen aus den letzten vier Partien auf einem guten Kurs, doch bis dahin war es eher ein auf und ab. Zu Beginn der Woche sprachen wir mit Verteidiger Steven Raabe und Eishockeyexperte Frank Bröker über die aktuelle Situation.

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Unser Kolumnist sieht im aktuellen Playoff-Modus durchaus eine Chance für die Grizzlys. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Normalerweise wären jetzt Halbfinal-Playoffs in unserer geliebten DEL und die Grizzlys Wolfsburg stünden mit Sicherheit voll im Saft Richtung Endspielserie. Aber nein. Wir hängen in der Coronazeit hinterher und fragen uns, wie man trotz Gewehr in der Hand beim Biathlon zweiter werden kann. Oh, falscher Sport. Man kommt gerade überall durcheinander. Von Frank Bröker.

Was bisher geschah

Im März 2020 war es die DEL, die als erste deutsche Profiliga den Corona-Stecker zog. In den Playoff-Stadien glänzte das Eis, doch statt in den kommenden Wochen den Meister auszuspielen, wurden die Mannschaftsbusse jäh gestoppt. Die Entscheidung war richtig, eine andere wäre eiertanzmäßig um die Ohren geflogen und schlussendlich stieg der Staat als Vollkaskoversicherung ein und ermöglichte die aktuelle Saison.

Statt einer Doppelrunde mit 52 Spieltagen stiegen die Klubs in zwei regionalen Gruppen bis Mitte März je viermal gegeneinander in den Ring. Ein gefühlt ewiges Back-to-back-Scharmützel unter regelmäßigen PCR-Testungen und Antigen-Schnelltests. Nun also die DEL-Wiedervereinigung.

Möglich: Dreierserien und Favoritensterben

Willkommen mit Vorrundenpunkten in der Verzahnungsrunde! Die Klubs aus der Nord- und Südstaffel treffen bis Mitte April je zweimal aufeinander, dann soll die erste Playoff-Runde im Best-of-Three-Modus wieder intern ausgetragen werden; die Top-vier jeder Gruppe qualifizieren sich. Ab dem Halbfinale folgt die nächste Wiedervereinigung im selben Modus. Dann möge er feststehen, der Leere-Hallenchampion mit der 100. deutschen Meisterschaft in der Vitrine. So Corona will, wird’s wenigstens Fan-Autokorsos und für die maskierten VIPs Logenchampagner im goldbefußten Kristall geben.

Der Best-of-Three-Modus ist den Hauptrundenpunktehamstern ein Dorn im Auge. Stellen wir uns vor: das hoch favorisierte Mannheim trifft im Halbfinale auf Wolfsburg, verliert zwei Mal und die Grizzlys stehen im Endspiel. Geht nicht? Klar geht das. Vorausgesetzt, dass Pat Cortina höchstpersönlich für die Erhöhung der Riechsalzdosis seiner zuletzt recht schläfrig agierenden Sturmreihen sorgt. Im Best-of-Seven hätte Wolfsburg kaum Chancen auf Zählbares.

Da würde Pavel Groß‘ Starensemble 0:2 hinten liegen, kein großes Bohei drum machen und als Entschuldigung solche Klassiker bemühen: Das Team ist müde von der Hauptrunde, muss sich erst neu erfinden, Playoffs haben eigene Gesetze, das Powerplay wird schon noch. Und tatsächlich: nachdem Groß (selbstverständlich einfühlsam) den Sportgeist seiner Mannen in heißem Fett frittieren ließ, gehen die nächsten Spiele alle nach Mannheim, das erwartungsgemäß in der Endspielserie aufläuft. So gesehen können die Corona-Dreierserien zum Favoritensterben führen.

Zu allem entschlossen, zu wenig in der Lage

Nach mehr als 25 Über-Kreuz-Partien lässt sich konstatieren: Im Norden ist nur auf die Eisbären und mit Abstrichen auf Bremerhaven Verlass. Die vor der Verzahnung recht königlich spielenden Düsseldorfer und Wolfsburger schmieren ab und benehmen sich wie altkommunistische Parteien (zu allem entschlossen, zu wenig in der Lage). Der Süden liegt deutlich vorne, den Primussen Mannheim, München und Ingolstadt reicht halbe Kraft fürs Weiterkommen. Schwenningen, Straubing, Augsburg streiten sich ums letzte Playoff-Ticket. Iserlohn, Köln, Düsseldorf und Wolfsburg machen im Norden die Plätze 3 bis 6 unter sich aus. Ach ja, und der allerschlimmste Hallen-DJ legt in Düsseldorf auf. Muss man denn so weit gehen, dass arbeitslose Dorfdissen-Ricos jetzt in unsere Eishallen ziehen? Da ist mir der 1980er-Jahre-Bettschwere vermittelnde Rockkollege in Augsburg um Längen lieber.

Reisen kostet Körner

Auswärtssiege sind rar, Tore fallen reichlich und nicht nur zu großen Teilen den Kellerkindern Krefeld und Nürnberg ins Netz. Apropos Nürnberg: 2:1 gegen Wolfsburg gewonnen. Gründe: Riechsalz alle (Wolfsburg), Niklas Treutle im Tor (Ice Tigers). Dazu noch die üblichen, indes nicht von der Hand zu weisenden Aspekte: bis zu 4 Spiele pro Woche, weite Reisen, kaum Regeneration für die Vielspieler. Die auf der letzten Kufe daherkommen und es vermutlich selbst nicht kapieren, warum der mit Teflon beschichtete Coach nicht wenigstens für ein paar Shifts die Bankdrücker (sprich: Talente, U 20-Viertelfinalisten) ranlässt.

Bei sämtlichen Nord-Niederlagen fällt auf: Der Süden checkt besser, der Süden ist auch nach dem Abgang von Straubings Mitchell Heard brutaler. Zwar verhängen die Refs Arbeitsverbote und befüllen reichlich Strafbänke (außer kurz vor Schluss, denn in der Crunchtime gelten Disney-Regelbücher) – doch bleibt während dieser auf Kante genähten Saison kaum Zeit, sich beim Falten eines Origami-Kranichs über böse Fouls lange aufzuregen. Das nächst Spiel läuft schon, also Kranich zerknüllen, umschalten und danach japanischen Freejazz zur Entspannung hören. Going Crazy! In dieser sozial abgemagerten, unablässigen MagentaSport-Zeit. Wir lesen uns in den Playoffs wieder.

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Dies ist eine Kolumne von Frank Bröker. Die Meinung des Autors entspricht nicht zwingend der Meinung unserer Redaktion.

Frank Bröker ist Musiker, Komponist und Autor. Er ist Eishockeyfan und -experte und schrieb bereits sieben Bücher zu diesem Thema, unter anderem für den Verlag Andreas Reiffer.

Grizzlys unterliegen Adlern: Dustin Strahlmeier hielt sein Team lange im Spiel. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Archiv

Mannheim/Wolfsburg. Am 29. Spieltag der PENNY DEL unterlagen die Grizzlys Wolfsburg am Montagabend bei Tabellenführer Adler Mannheim mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0). Nach einer frühen Führung hielt das Team von Pat Cortina gegen offensivstarke Gastgeber zum Auftakt der Südrunde gut gegen und musste sich erst wenige Sekunden vor Schluss geschlagen geben.

Wiedersehen mit Brückmann

Zum Auftakt der Verzahnung mit der Südgruppe gab es auch das erste Wiedersehen mit Ex-Grizzly Felix Brückmann. Der Goalie, der sechs Jahre lang im Allerpark den Kasten hütete, kehrte zur laufenden Saison dorthin zurück, woher er 2014 kam. Im Kader gab es Veränderungen in zwei Sturmreihen, Phil Hungerecker stand wieder im Aufgebot. In der Defensive durfte Philipp Bruggisser wieder ran. Spencer Machacek fehlte mit angeschlagenem Unterkörper.

Ex-Adler Hungerecker punktet früh

Für die Gäste war es ein Auftakt nach Maß. Nach gerade einmal knapp drei Minuten schnappte sich Jordan Boucher die Scheibe vom Gegner und zog nach einem schnellen Konter auf das gegnerische Gehäuse ab. Brückmann ließ in Richtung Slot abprallen. Dort war Phil Hungerecker angerauscht und netzte eiskalt zum 0:1 (3.) ein.

Eine prompte Antwort hatte der Tabellenführer der Südgruppe nicht, brachte im ersten Drittel aber insgesamt mehr auf das Tor als die Grizzlys, die wirkten dennoch etwas gefährlicher.

Mannheim gleicht kurz vor der Pause aus

Auch im zweiten Durchgang sprach das Torverhältnis mehr für die Hausherren. Die Anzahl der Möglichkeiten blieb zwar zunächst übersichtlich, doch Mannheims Chancen wurden vor allem ab der Spielmitte deutlich gefährlicher.

So sah es nun mehr nach dem Ausgleich, als nach einem weiteren Treffer der Niedersachsen aus. Zwei Powerplays ließen die Adler liegen, doch kurz vor der zweiten Pause schlug das 1:1 (39.) durch Sinan Akdag aus spitzem Winkel ein.

Last-Minute-Entscheidung

In das letzte Drittel musste Wolfsburg mit einer 2+2-Strafe starten, überstand die vier Minuten Unterzahl aber schadlos (44.). Mit herunterlaufender Uhr sah es nach Overtime aus, da echte Chancen eher rar gesät waren und auch im Schlussabschnitt kam von Wolfsburger Seite weniger.

An der kämpferischen Leistung scheiterte es dabei nicht, beide Teams bemühten sich um die Entscheidung und zogen dabei weiterhin die eine oder andere Strafe.

Eine solche am Ende für die Entscheidung. 90 Sekunden vor Schluss musste Dominik Bittner in die Kühlbox und diesmal ließen sich die Adler die Gelegenheit nicht nehmen. Nur 32 Sekunden vor der Sirene knallte Markus Eisenschmied nach einem feinen Spielzug das spielentscheidende 2:1 (60.) in die Maschen.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Bittner – Adam, Likens – Wurm, Bruggisser  – Furchner, Järvinen, Görtz – Hungerecker, Nijenhuis, Boucher – Fauser, Olimb, Busch – Rech, Festerling, Jormakka – Möser

Torschüsse: 30 – 12

Strafminuten: 6– 12

Bullys: 34 – 20

Tore: 0:1 (2:57) Phil Hungerecker (Boucher), 1:1 (38:58) Sinan Akdag (Plachta, Reul), 2:1 (59:28) Markus Eisenschmied (Krämmer, Plachta/PP1)

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Ein zartes Pflänzchen Kontinuität hält Einzug mit dem Braunschweiger Frühling. Foto: Agentur Hübner/Pixabay

Braunschweig. Zweitligist Eintracht Braunschweig hat eine Entwicklung vollzogen, die der Mannschaft von Trainer Daniel Meyer gut zu Gesicht steht. Rechtzeitig vor den entscheidenden Wochen in der Liga haben die Löwen den Abstiegskampf angenommen. Ein zartes Pflänzchen Kontinuität hält Einzug mit dem Frühlingsbeginn in Braunschweig…

Schritt für Schritt zum Ziel!

26 von 34 Spieltagen sind durch. Dank einer Miniserie von fünf nicht verlorenen Spielen und 9 erbeuteteten Zählern sind Meyer und Co. im Abstiegskampf auf dem richtigen Kurs. Dass der für den Aufsteiger nur in Richtung Klassenverbleib zielen kann hat der Verein von jeher gebetsmühlenartig kommuniziert. Schritt für Schritt kommt er seinem Ziel dabei nun näher. Da passt es gut ins Bild, dass Sportchef Peter Vollmann seinem Cheftrainer das Vertrauen ausgesprochen hat. Dass der 41-Jährige nach dem Heimspiel gegen Darmstadt noch Dinge zu bemängeln hatte sowieso: „Aus meiner Sicht haben wir zu kompliziert gespielt, mit einigen technischen Fehlern zwischendrin“, so Meyer im Anschluss an das 1:1, bei dem auch mehr als ein Punktgewinn möglich war.

Ein zartes Pflänzchen Kontinunität – wie es seit dem Abstieg 2018 nicht mehr zu spüren war – hält mit dem Frühlingsbeginn in Braunschweig Einzug. Vorsichtig prognostiziert könnten die Löwen sogar den Umweg der Relegation umgehen. Könnten (!), denn dazu müssten die Löwen neben den bereits abgeschlagenen Würzburgern (15 Punkte) und derzeit bedenklich schwächelnden Sandhausern (22 Punkte) noch ein drittes Team hinter sich lassen. Momentan wären Osnabrück, Nürnberg oder Regensburg Kandidaten. Doch ist es allein aufgrund der unterschiedlichen Anzahl der absolvierten Spiele schwer, sich hier nicht in wirren Konjunktiväten zu verlieren.

Nach den eingeschobenen Tests gegen Chemnitz [Edit: Dieses Testspiel fällt wegen eines Coronafalls beim CFC aus] und bei Bundesligist Union Berlin (Donnerstag, 15.00 Uhr) gilt es, nach der Länderspielpause am Montagabend am Millerntor einen weiteren Beleg der Ligazugehörigkeit abzuliefern. Ohne Brian Behrendt und Daniko Wiebe, die beide gegen Darmstadt die 5. Gelbe Karte sahen, steht das neue Prunkstück Defensive dann gegen Burgstaller und Co. auf dem Prüfstand. Doch dürften Daniel Meyer und sein Trainerteam der Mannschaft auch dafür einen Plan mit auf den Weg gehen.

Schritt für Schritt zum Klassenerhalt – dieses zarte Pflänzchen Kontinuität steht der Eintracht im März 2021 sehr gut zu Gesicht. Oder um es mir Meyers Worten zu sagen: „Wir haben seit fünf Spielen nicht mehr verloren und nur ein Gegentor kassiert. Wir atmen jetzt etwas durch, um anschließend fokussiert in den Endspurt zu gehen.”

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Wie hier gegen Nürnberg in der Hinrunde, verwandelte Nick Proschwitz gegen Darmstadt einen Elfmeter, vergab aber auch einen. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Beim 1:1 (1:1) des 26. Spieltages erkämpfte sich Eintracht Braunschweig im Duell mit dem SV Darmstadt 98 einen weiteren Zähler und bleibt im fünften Spiel in Folge ungeschlagen. Nick Proschwitz verwandelte und vergab dabei jeweils einen Elfmeter.

Proschwitz gleicht aus vom Punkt

Wie schon in der Vorwoche beim KSC rettete der Videoschiedsrichter der Braunschweiger Eintracht den Punktgewinn. Als Jasmin Fejzic den strammen Distanzschuss von Tim Starke reaktionsstark an den Querbalken lenkte, stand Berko beim vermeintlichen zweiten Darmstädter Tor in einer Abseitsposition. Zuvor hatten sich beide Teams auf tiefem Boden ein verbissenes Abstiegsduell geliefert.

Den erfolgreicheren Start hatten dabei die Gäste aus Südhessen erwischt, bei denen der schnelle Berko über links mit viel Übersicht in die Mitte zu Victor Palsson passte, der den Ball überlegt ins Braunschweiger Tor geschoben hatte (13.). Die selbstbewusst auftretenden Braunschweiger steckten nicht auf und kamen keine 180 Sekunden später zum Ausgleich per Strafstoß. Der Darmstädter Kapitän Holland bekam Fabio Kaufmann nicht zu greifen und brachte ihn im Strafraum zu Fall. Nick Proschwitz übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher links unten zum Ausgleich (16.) Wenige später bekamen die Löwen von Schiedsrichter Timo Gerach einen weiteren Elfmeter zugesprochen – diesmal hatte Palsson sich mit der Hand in einen Torschuss von Felix Kroos geworfen. Erneut trat Proschitz an, vergab diesmal aber weniger gezielt als bei seinem ersten Versuch (24.).

Defensiv disziplinierte Löwen

Kurz vor dem Pausenpfiff brachten die Gäste erstmals ihren Toptorjäger Serdar Dursun in Stellung, doch Oumar Diakhité verhinderte in letzter Konsequenz den 16.Torerfolg des 29 Jahre alten Deutsch-Türken. In der hart umkämpften Partie hagelte es Verwarnungen. So werden Brian Behrendt und Danilo Wiebe aufgrund ihrer jeweils fünften Gelben Karte im Duell mit dem FC St. Pauli aussetzen müssen.

Vor allem nach dem Seitenwechsel wurden die Lilien auf dem Rasen des Eintracht-Stadions immer präsenter. Starke prüfte in der 47. Spielminute Fejzic, der wieder die Oberhand behielt. Auf der Gegenseite schickte Dong-Won Ji Mitspieler Wiebe, der in der Mitte Kaufmann fand. Weil der Ball noch einmal aufsprang erwischte Kaufmann ihn aber nicht richtig und schoss über das Tor (48.).

Partie gegen Ende noch einmal packend

Die Partie hatte in der Folge sehr viel Leerlauf zu bieten, wurde dann aber noch einmal dramatisch. Zehn Minunten vor dem Ende bediente der eingewechselte Marcel Bär über links Proschwitz, dessen Ablage Kaufmann ans Außennetz setzte (79.). Drei Minuten später flankte der ebenfalls eingewechselte Martin Kobylanski auf Proschwitz, der den Ball volley nahm, aber nicht an Schuhen im Darmstädter Tor vorbei brachte. Und noch einmal hatten die Blau-Gleben den Siegtreffer in dieser stärksten Phase der Partie auf dem Fuß. Kobylanski lud an der Strafraumgrenze zum Tänzchen ein und kam aus dem Gewühl irgendwie zum Abschluss (84.).

Eintracht Braunschweig hat nun fünf Spiele in Folge nicht verloren, bleibt vorerst Tabellenfünfzehnter.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrend, Diakhité, Klaß – Wydra (84. Kobylanski), Nikolaou – Kaufmann (90. Otto), Kroos, Ji und (74. Bär) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

SV Darmstadt 98: Schuhen – Herrmann, Pfeiffer, Höhn, Holland – Palsson, Rapp – Starke, Mehlem (77. Kempe), Berko – Dursun (90.+1 Platte) Trainer: Markus Anfang

Torfolge: 0:1 Victor Palsson (13. Berko), 1:1 Nick Proschwitz (16. FE)

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Grizzlys besiegen Haie: Kampflos gaben die Kölner die Punkte nicht her, besonders Hannibal Weitzmann zeigte sich mit starken Paraden. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Köln/Wolfsburg. Im Nachholspiel des 15. Spieltages der PENNY DEL gewannen die Grizzlys Wolfsburg im letzten Spiel der Nordgruppe zum ersten Mal nach acht Duellen in Folge wieder ein Spiel gegen die Kölner Haie. Am Mittwochabend lautete der Endstand in der Lanxess Arena 1:3 (0:1, 1:2, 0:0). Das Team von Pat Cortina brachte sich im ersten Abschnitt in Führung und legte im zweiten Drittel mit einem frühen Doppelpack nach. Kämpferische Haie hatten nicht mehr als ein Tor entgegenzusetzen.

Nijenhuis und Strahlmeier wieder im Aufgebot

Bei den Haien veränderte Cortina wenig am Kader. Valentin Busch rückte in die Reihe zu Mathis Olimb und Spencer Machacek, Jan Nijenhuis zu Jordan Boucher und Gerrit Fauser. In der Defensive tauschten Dominik Bittner und Jeff Likens die Blöcke. Im Kasten stand erstmals nach seinem unglücklichen Auftritt bei den Pinguins Dustin Strahlmeier.

Bittner belohnt Grizzlys für starkes Powerplay

Nahezu ereignislos verstrichen die ersten zehn Minuten des ersten Drittels, beide Kontrahenten brachten bis dahin lediglich einen Schussversuch auf das gegnerische Gehäuse. Daran änderte auch ein Powerplay der Haie nichts, zumal der Gegner das gut verteidigte (14.). In der Folge nahm Köln aber selbst gleich drei Strafen in kurzer Zeit.

Wolfsburg blühte in eigener Überzahl auf, sodass der erste Treffer schon durch die Tür guckte. Hannibal Weitzmann beendete das Dauerfeuer der Grizzlys zwar mit einer Glanzparade (19.), doch Dominik Bittner belohnte sein Team dennoch 63 Sekunden vor der ersten Sirene mit einem Knaller zum 0:1 (19.).

Köln mit später Antwort auf Wolfsburger Doppelpack

Mit einem starken Lauf über den linken Flügel brachte Sebastian Furchner die Scheibe in die Angriffszone der Hausherren und legte für den mitgelaufenen Max Görtz ab, der das Hartgummi lässig über Weitzmann hinweg zum 0:2 (21.) einnetzte. Damit nicht genug, mussten die Haie wieder einen Mann in die Kühlbox schicken. Diese Chance ließen sich die Niedersachsen nicht nehmen und stellten über Matti Järvinen auf 0:3 (25.).

Immerhin ließen sich die Rheinländer nicht beirren und setzten mit zwei brandgefährlichen Möglichkeiten immerhin ein Lebenszeichen (27.) und auch das folgende Überzahlspiel blieb nicht chancenlos. Die Gastgeber waren nun gut drin, hatten im zweiten Drittel das bessere Torschussverhältnis für sich zu verbuchen und sorgten folgerichtig für den 1:3-Anschlusstreffer (35.) durch Dominik Tiffels.

Grizzlys behalten Spiel in der Hand

Im letzten Abschnitt ging es zunächst wieder etwas verhaltener zu. Beide Teams neutralisierten sich, ähnlich dem ersten Durchgang, Möglichkeiten waren erstmal Mangelware. Ein weiteres Powerplay der Domstädter verstrich ungenutzt, Wolfsburg löste dies ein weiteres Mal gut und punktete fast mit einem Gegenstoß (48.).

Im Anschluss versuchte sich Köln wieder mit etwas mehr Offensive, doch die engmaschige Verteidigung der Niedersachsen verneinte jede Chance. Auch vorne setzten die Grizzlys immer wieder Akzente und behielten so das Heft in der Hand. Uwe Krupp schickte als letzte Option den Extra-Attacker, doch am Spielstand änderte sich nichts mehr.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Bittner – Adam, Likens – Wurm, Möser  – Furchner, Järvinen, Görtz – Boucher, Fauser, Nijenhuis – Rech, Festerling, Jormakka – Busch, Olimb, Machacek – Raabe

Torschüsse: 23 – 26

Strafminuten: 10– 8

Bullys: 25 – 33

Tore: 0:1 (18:57) Dominik Bittner (Järvinen/PP1), 0:2 (20:40) Max Görtz (Furchner, Järvinen), 0:3 (24:16) Matti Järvinen (Bittner/PP1), 1:3 (34:11) Dominik Tiffels (Akeson, F. Tiffels/PP1)

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Grizzlys unterliegen den Roosters: Trotz zahlreicher Schüsse war an Andreas Jenike (re.) kein Vorbeikommen. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Archiv

Iserlohn/Wolfsburg. Am 27. Spieltag der PENNY DEL mussten sich die Grizzlys Wolfsburg bei den Iserlohn Roosters mit 0:3 (0:1, 0:0, 0:3) geschlagen geben. Damit verlor das Team von Pat Cortina am Montagabend die dritte Partie in Folge, hatte offensiv und kämpferisch mehr zu bieten, bekam die Scheibe aber nicht über die Linie.

Wurm wieder dabei

Zum ersten Mal seit drei Spielen gab es wieder mehr Veränderung im Wolfsburger Kader. So tauschten Garret Festerling und Mathis Olimb die Reihen, Valentin Busch ersetzte Jan Nijenhuis in der Reihe mit Jordan Boucher und Gerrit Fauser. In die Defensive kehrte Armin Wurm nach überstandener Corona-Infektion zurück und ersetzte so den verletzten Ryan Button. Während auch Steven Raabe wieder im Aufgebot stand, hütete Chet Pickard erneut das Gehäuse.

Roosters mit glücklicher Führung

Das erste Drittel glich den Zahlen nach ein wenig dem der letzten Partie. Die Grizzlys brachten zunächst mehr auf das gegnersiche Tor, den ersten Treffer machten aber die Gastgeber. Dabei prallte ein Schuss von Brent Raedeke unglücklich an Chet Pickards Schulter zum 1:0 (13.) ab. Zum Drittelende hin wirkten die Wolfsburger Abwehr teils unaufgeräumt, sodass es eher nach dem nächsten Roosters-Treffer als nach Ausgleich aussah.

Torloser Mittelabschnitt

Auch im zweiten Abschnitt brachten die Automobilstädter quantitativ mehr auf das Eis, doch auch zwei frühe Strafzeiten der Roosters verstrichen ungenutzt. Das Team vom Seilersee seinerseits konnte aus zwei Powerplays ebenfalls nichts Zählbares hervorbringen. So endete das zweite Drittel ohne weitere Tore.

Grizzlys bekommen Scheibe nicht rein

Im letzten Drittel setzte sich das Geschehen der ersten 40 Minuten fort. Wolfsburg hatte das offensive Übergewicht weiterhin auf seiner Seite, es scheiterte aber weiterhin an der Effektivität. Das bekam die Mannschaft von Christian Hommel besser hin und leitete mit dem 2:0 (53.) durch Erik Buschmann die Vorentscheidung ein. Joe Whitney machte kurz vor Schluss nach einem schönen Spielzug den Sack endgültig zu (58.). Für den Endstand von 4:0 (60.) sorgte Joel Lowry per Empty-Netter.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard – Melchiori, Likens – Adam, Bittner – Wurm, Möser  – Furchner, Järvinen, Görtz – Rech, Festerling, Jormakka – Hungerecker, Olimb, Machacek – Busch, Fauser, Boucher – Raabe

Torschüsse: 27 – 47

Strafminuten: 4– 4

Bullys: 30 – 24

Tore: 1:0 (12:32) Brent Raedeke (Jentzsch, Ankert), 2:0 (52:25) Erik Buschmann (Grenier, S. Whitney), 3:0 (57:43) Joseph Whitney (Grenier, S. Whitney), 4:0 (59:52) Joey Lowry (EN)

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Nick Proschwitz – hier im Hinspiel – hatte den Führungstreffer für die Löwen mehrfach auf dem Fuß. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Karlsruhe/Braunschweig. Eintracht Braunschweig bleibt auch im vierten Spiel in Folge ohne Gegentor und Niederlage. Beim Remis des 25. Spieltages war beim Karlsruher SC aber deutlich mehr drin für die Mannschaft von Daniel Meyer als ein Punktgewinn.

„Die Philosophie stimmt“

Der Deutsche Meister von 1967 wartet weiterhin auf den ersten Saisondreier in der Ferne, der auch an diesem 25. Spieltag im verregneten Wilparkstadion permanent in der Luft lag. Nichtsdestotrotz bleibt die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Meyer im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und hält dank des Unentschiedens den SV Sandhausen auf drei Punkte Abstand.

Daniel Meyer hatte unter der Woche von Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann das Vertrauen ausgesprochen bekommen, auch im Falle eine Abstiegs Braunschweiger Trainer bleiben zu dürfen. „Die Philosophie stimmt“, hatte der 63-Jährige betont. Die Vollmann’sche Aussage unterlegte die Mannschaft auf der Baustelle Wildpark, verpasste dabei aber mehrfach den Siegtreffer.

Die Gäste aus Niedersachsen starteten mit Dominic Wydra für Marcel Bär (Bank) und im 4-2-3-1. Von Beginn an suchten die Löwen kompromislos den Weg nach vorne, agierten aggressiv und mutig. Vor allem über den agilen Fabio Kaufmann kamen die in gelb Gekleideten immer wieder in aussichtsreiche Positionen. In der unterhaltsamen, aber torlosen, Partie strahlte der KSC lediglich bei ruhenden Bällen Gefahr aus.

Felix Kroos war es, der einen ersten Querpass von Kaufmann nicht verwehrten konnte und damit auch Nick Proschwitz neben sich entscheidend irritierte (7.). doch war es auch der Startschuss in eine offensive Anfangsviertelstunde der Löwen. Keine zwei Minuten später flog der erste Kopfball von Proschwitz in Richtung Marius Gersbeck. Der Karlsruher Schlussmann würde im Laufe der Partie zum besten Spieler der Eichner-Elf avancieren. Braunschweig blieb dran mit Biss, erarbeitete sich ein Chancenplus. Nach neun Minuten war es erneut Kaufmann, der von Proschwitz bedient nur noch per Grätsche durch Bormuth am Treffer gehindert werden konnte.

Auf der anderen Seite behielt Jasmin Fejzic bei einem Freistoß von Heise die Übersicht und entschärfte den Abschlussversuch von Kobald (16.). Danilo Wiebe zog noch einmal aus der dritten Reihe ab (20.), bevor die Gastgeber ihre bis dahin beste Phase erwischten: Marvin Wanitzek zielte von halblinks knapp am Braunschweiger Tor vorbei (21.), dann prüfte der Mittelfeldspieler Fejzic nochmals bei einem Freistoß. Auch die nachfolgende Ecke entschärfte der Bosnier bravorös gegen Amaeci (31.). Choi vergab daraufhin die beste Möglichkeit der Badener zum Führungstreffer, weil Fejzic sich erneut reaktionsstark präsentierte (33.).

VAR-Entscheidung pro Eintracht

Nach dem Seitenwechsel war es Ji, der die Braunschweiger Führung auf dem Fuß hatte. Die Mainzer Leihgabe schob die Kugel nach einem Doppelpass mit Proschwitz aber am leeren Tor vorbei (56.). Die Gäste setzten sich erneut mit großem läuferischen Aufwand in der Karlsruher Hälfte fest, fanden aber nicht die entscheidende Lücke.

Nikolaou aus der Distanz (59.), Kaufmann nach einem schönen Sololauf (65.) und nochmals Proschwitz per Kof (67., von Nikolaou behindert) untermauerten die Braunschweiger Sehnsucht nach einem Auswärtssieg. Das Auswärtsteam war auch im Glück, als die eingewechselten Lorenz und Goller über links die KSC-Führung vergaben (69.).

Das Heimteam übte in der Schlussphase noch einmal enormen Druck aus. Und beinahe hätten die Gäste unter einer Fehlentscheidung von Schiedsrichter Florian Heft gelitten, der in der 88. Spielminute einen Strafstoß von Klaß am Philipp Hofmann gesehen hatte. Heft sah aber auch, dass der Ex-Löwe beim Zuspiel im Abseits gestanden hatte, was auch die Videobilder untermauerten. So blieb es bei der Punkteteilung.

Eintracht Braunschweig bleibt mit 25 Zählern drei vor Sandhausen (17.) und zwei vor dem VfL Osnabrück (16.). Am kommenden Samstag (13.00) gastiert Darmstadt 98 an der Hamburger Straße.

Karlsruher SC: Gersbeck – Thiede, Bormuth, Kobald, Heise – Fröde (76. Gueye), Wanitzek – Choi, Batmaz (58. Lorenz), Amaechi (58. Goller) – Hofmann Trainer: Christian Eichner

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diakhité, Klaß – Wydra, Nikolaou – Kaufmann (72. Schwenk), Kroos, Ji (65. Bär) – Proschwitz (90.+5 Otto) Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: –

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Grizzlys unterliegen Haien: Trotz starkem Kampf war gegen die Haie heute nichts zu holen. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Am 26. Spieltag der PENNY DEL unterlagen die Grizzlys Wolfsburg den Kölner Haien mit 2:3 (1:3, 0:0, 1:0). Die Mannschaft von Pat Cortina zeigte sich am Freitagabend dabei durchweg bemüht, erspielte sich zahlreiche Chancen und sorgte gegen Ende nochmal für Spannung – zum Sieg reichte es jedoch nicht.

Weiterhin kaum Veränderung im Kader

Auch gegen die Haie gab es fast keine Veränderungen im Wolfsburger Kader. Cortina tauschte lediglich die Reihen untereinander komplett, Adam und Butto wechselten die Seiten und Valentin Busch stand wieder im Kader. In das Gehäuse kehrte Chet Pickard zurück.

Haie effektiver

Wie gewohnt kamen die Hausherren mit viel Offensivdruck in das Spiel und verbuchten dabei anfangs deutlich mehr Möglichkeiten als der Gegner. Einen Dämpfer gab es in Minute fünf, als Ryan Button nach einem gegnerischen Stockschlag erstmal in die Kabine musste. Aus dem Wolfsburger Powerplay wurde im späteren Verlauf eine doppelte Überzahl, in der die Grizzlys jedoch nicht wirklich etwas bewegen konnten.

Die Kölner hingegen kamen nach und nach immer besser rein und nutzten ihrerseits ein Überzahlspiel, um sich durch Landon Ferraro mit 0:1 (11.) in Führung zu bringen. Dann ging es Schlag auf Schlag, sowohl mit Strafen als auch mit Toren. Das Heimteam hatte mit Toto Rechs 1:1 (16.) zwar eine Antwort parat, doch nur 23 Sekunden später stellte Jon Matsumoto den alten Spielstand wieder her (16).

Damit nicht genug, schickte Freddy Tiffels die Gastgeber nach einem sehenswerten Treffer zum 1:3 (20.) kurz vor der ersten Sirene in die Pause.

Grizzlys bemüht – Köln hält stand

Im zweiten Durchgang bemühten sich die Wolfsburger um den Anschluss, doch die Haie zeigten sich wiederstandsfähig, spielten nicht das Eishockey eines Tabellenvorletzten. So gelang es dem Team aus dem Allerpark nicht, zählbare Akzente zu setzen, zumal auch Köln offensiv nicht untätig blieb.

Likens sorgt für Hoffnung

Auch im letzten drittel rackerten sich die Schwarz-Orangen weiterhin ab und erarbeiteten sich auch diverse gute Möglichkeiten, auch wenn die Haie-Abwehr nur wenig freie Schusschancen sorgte. Selbst im grundsätzlich gut funktionierenden Powerplay der Wolfsburger wollte die Scheibe einfach nicht über die Linie – bis Jeff Likens nach großem Getümmel im Kölner Slot kaltschnäuzig zum 2:3 (52.) einnetzte. Dennoch brachten die Haie den knappen Vorsprung über die Zeit.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard – Möser, Bittner – Adam, Button – Melchiori, Likens – Hungerecker, Festerling, Machacek – Furchner, Järvinen, Görtz – Boucher, Fauser, Nijenhuis – Rech, Olimb, Jormakka – Busch

Torschüsse: 39 – 31

Strafminuten: 14– 14

Bullys: 33 – 28

Tore: 0:1 (10:18) Landon Ferraro (Akeson/PP1), 1:1 (15:11) Anthony Rech (Olimb, Jormakka/PP1), 1:2 (15:34) Jonathan Matsumoto (Barinka, Ma. Müller), 1:3 (19:54) Frederik Tiffels (Zerressen, Akeson), 2:3 (51:48) Jeffey Likens (Olimb)

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Grizzlys verlieren bei Pinguins: Am Ende war es nochmal eng. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH/Archiv

Bremerhaven/Wolfsburg. Erste Niederlage nach neun Siegen in Folge! Am 24. Spieltag der PENNY DEL unterlagen die Grizzlys Wolfsburg bei den Fischtown Pinguins mit 4:3 (1:0, 2:2, 1:1). Dabei zeigte sich das Team von Pat Cortina bei der Jagd auf die Rekord-Siegesserie am Sonntagabend offensiv insgesamt aktiver, hatte in manchen Situationen aber kein glückliches Händchen und teilweise wenig Spielideen.

Keine Kaderveränderung

“Never change a running system” ging Cortina vor dem Spitzenspiel in Bremerhaven möglicherweise durch den Kopf. Abgesehen davon, dass nach drei Spielen Pause erstmals wieder Dustin Strahlmeier das Tor hütete, traten die Gäste mit exakt dem selben Kader an, als noch in der letzten Partie gegen die Krefeld Pinguine. Lediglich Ryan Button und Maxi Adam tauschten innerhalb ihres Blocks die Seiten.

Wolfsburg spielt – Bremerhaven scort

Mit viel Einsatz begann das Niedersachsen-Derby, in dem die Grizzlys den Wolfsburger Siegesserien-Rekord, seinerzeit unter Pavel Gross aufgestellt, knacken wollten. So entwickelten die Gäste mit fortlaufender Uhr viel Druck auf das gegnerische Tor, doch wirklich gefordert wurde Brandon Maxwell nicht. Daran änderte auch ein erstes Powerplay nichts.

Seitens der Pinguins kam offensiv nur wenig, doch daraus machten diese viel. Die Wolfsburger hatten bis dahin viel mehr vom ersten Drittel, doch ein Konter der Hausherren reichte für Luca Gläser der in Überzahl zum 1:0 (16.) einnetzen konnte – der Treffer kam wie aus dem Nichts und wirkte auch haltbar. In der Summe hatte der Tabellendritte weiterhin wenig Möglichkeiten, diese hattes es jedoch in sich.

Pinguins bestrafen Fehler der Grizzlys

Das Übergewicht des ersten Abschnitts war im zweiten Drittel nicht mehr ganz so deutlich zu sehen, dennoch brachten die Gäste mehr auf das Gehäuse. Das Spiel verlor an Qualität und mutierte kurzfristig zu einem Strafzeitendebakel, welches in einem Penalty zugunsten der Grizzlys gipfelte. Den führte Pekka Jormakka mit einem starken Move in gewohnt kaltschnäuziger Manier erfolgreich aus – 1:1 (30.).

Die Freude währte aber nur kurz. Bremerhavens Miha Verlic ließ gleich zwei Verteidiger stehen und schob die Scheibe an Strahlmeier vorbei zum 2:1 (33.). Dabei sah der Wolfsburger Schlussman, wie auch beim ersten Gegentor, etwas unglücklich aus. Damit nicht genug, erhöhten die Pinguins durch Niklas Andersen auf 3:1 (36.).

Doch von Vorentscheidung konnte noch keine Rede sein. Im fünften Überzahlspiel gelang dem drittbesten Team in dieser Disziplin der Anschlusstreffer durch Spencer Machacek zum 3:2 (39.).

Furchners Anschluss kommt zu spät

Zu Beginn des letzten Drittels gelang dann auch dem derzeit besten Powerplay-Team der Liga ein Erfolg in Überzahl. Nur wenige Sekunden vor Ablauf der Strafzeit stellten die Hausherren, erneut durch Andersen, auf 4:2 (42.). Strafen gab es danach keine mehr. Die Automobilstädter hatten offensiv weiterhin zwar etwas mehr zu bieten, es fehlte jedoch an den richtigen Ideen. Ein gut aufgelegter Maxwell machte es indes nicht leichter. Als letzte Option zog Pat Cortina den Extra-Attacker gute zwei Minuten vor Schluss – das reichte aber nur noch zum 4:3 (60.) von Sebastian Furchner.

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier – Melchiori, Likens –  Button, Adam – Möser, Bittner – Furchner, Järvinen, Görtz – Boucher, Fauser, Nijenhuis – Hungerecker, Festerling, Machacek – Rech, Olimb, Jormakka

Torschüsse: 19 – 41

Strafminuten: 8– 8

Bullys: 28 – 34

Tore: 1:0 (15:26) Luca Gläser (Urbas/EA), 1:1 (29:44) Pekka Jormakka (PS/EA), 2:1 (32:34) Miha Verlic, 3:1 (35:09) Niklas Andersen (Qurik, Reisnecker), 3:2 (38:07) Spencer Machacek (Button/Görtz/PP1), 4:2 (41:40) Niklas Andersen (McGinn, Friesen/PP1), 4:3 (59:43) Sebastian Furchner (Festerling, Görtz/EA)

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