Eintracht unterbricht die Meppener Serie. Grafik: Jürgen Roland Keuneke

Eintracht unterbricht die Meppener Serie. Grafik: Jürgen Roland Keuneke

Braunschweig. Der SV Meppen reiste mit einer Serie von fünf Siegen nacheinander nach Braunschweig, um auch dort zu überraschen und sich in der Spitzengruppe der 3. Liga festzusetzten. Doch die Löwen-Kicker hatten etwas dagegen und spielten sich selbst in einen Rausch. Der endete mit einem beeindruckenden blaugelben Erfolg! Beim deutlichen 5:0-Sieg zeigte sich einmal mehr, dass viele unterschiedliche Spieler torgefährlich und auch in der Lage sind, immer wieder erfolgreich den Vorlagengeber zu spielen. Von Jürgen Roland Keuneke.

Braunschweigs Team in unveränderter Start-Aufstellung

BTSV-Coach Schiele sah im Vergleich zum zuvor erfolgreichen und überzeugenden Spiel in Würzburg keinen Änderungsbedarf bei seiner Startaufstellung. Auch das System änderte er nicht. So blieb es auch beim rechten Außenverteidiger Kijewski. Stammverteidiger Schlüter musste auch diesmal auf der Bank Platz nehmen und konnte auch während der gesamten Spielzeit nicht auflaufen. Ebenso das taktische System beließ Schiele beim 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld. Der Trainer des SV Meppen, Rico Schmitt, gab diesmal mit Blacha und Krüger zwei neuen Spielern eine Bewährungschance. Im Vergleich zum SVM-Sieg (auch) in Würzburg blieben Puttkammer und Sukuta-Pasu auf der Bank.

Eintracht geht früh in Führung und gibt das Spiel nie aus der Hand

Braunschweig ging mit hohem Tempo und viel Kampfkraft ins Spiel. Die Überlegenheit von Anfang an erreichten die Blau-Gelben aber auch durch gute Spielübersicht und sehr schnellem Direktspiel. Ehe Meppen sich versah, mussten die Emsländer schon das erste Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen. Henning erzielte schon in der 8.Spielminute das 1:0-Führungstor für die Löwen. Hier halfen aber die Meppener im eigenen Strafraum beim Assist mit, als sie eine Flanke ganau vor die Füße vom Braunschweiger Spielmacher abwehrten. Der hatte sogar noch genug Zeit, sich den Ball für eine gute Schussposition vorzulegen. Torwart Domaschke streckte sich vergebens.

Meppen kam im Anschluss an die Braunschweiger Führung bei eigenen Spielaufbau-Versuchen kaum über die eigene Mittellinie, so dominant war der BTSV bereits im Mittelfeld. Immer wieder verlor der SVM dort wichtige Zweikämpfe und lud die Eintracht zu eigenen Vorstößen ein. Das Anlaufverhalten der Löwen war dabei sehr gut. So entstand durch entscheidendes Pressing die 2:0-Führung der Eintracht in der 25. Spielminute, kurz nach dem ersten eher harmlosen Schuss der Meppener durch Tankulic auf das BTSV-Tor. Unter Druck spielten die Emsländer einen Rückpass auf ihren Keeper, der vor dem Fünfmeter-Raum den anlaufenden Eintracht-Mittelfeldakteur Cronsbruch mit einer Körpertäuschung galant ausspielen wollte.

Der vertrat sich aber dabei und fiel zu Boden. Der Löwenkicker nahm den frei liegenden Ball dankbar an und bugsierte ihn ins Tor des SV Meppen. Mit der höheren Führung im Rücken nahmen die Löwen erst einmal ein wenig Fahrt aus dem Spiel und verlegten sich auf ein defensiv noch sicheres Spiel – ohne aber die Offensive ganz zu vernachlässigen. Tor-Chancen der Meppener fanden so gut wie nicht statt. Vor der Pause nahm sich einmal SVM-Spielmacher Tankulic ein Herz und prüfte Löwen-Keeper Fejzic. Der parierte aber in gewohnter Manier!

Kijewski macht mit einem schönen Tor den Deckel auf das Spiel

Die Eintracht musste in der Halbzeit-Pause Rechtsverteidiger Multhaup durch Wiebe ersetzen, der sich aber nahtlos ins Team einfügen sollte. Eintracht startete die zweite Hälfte furios, ließ dabei den Emsländern so gut wie keine Entfaltungsmöglichkeit mehr, hatte dabei Chancen im Minutentakt, die besonders Lauberbach und Nikolaou ausließen. So war es der nicht gerade als torgefährlich geltende Defensive Kijewski, der schon früh den Deckel auf das Spiel machte. In der 55. Minute wuchtete er von links am Strafraum den Ball rechts ins Meppener Tor. Seinen erfolgreichen Abschluss hatten vorher Cronsbruch und Hennig mit einer sehenswerten Kombination vorbereitet. Dies brach auch den Willen der Meppener, die sich nun mehr oder weniger ihrem Schicksal ergaben und nun Glück hatten, dass die Löwen nun in den sich bietenden weiteren Chancen nicht umgehend das Ergebnis noch höher stellte.

So dauerte es noch 15 weitere Minuten mit Eintracht-Chancen am Fließband, bis es 4:0 stand. Lion Lauberbach, der vorher immer wieder vorne als Anspielstation und Vorbereiter geglänzt hatte, erzielte dabei sein obligatorisches Tor pro Spiel. Und wie! Gekonnt behauptete er frei vor dem herauslaufenden Keeper Domaschke den Ball und spitzelte ihn ins SVM-Tor zum 4:0. Der eingewechselte Meppener Stürmer Sukutu-Pasu suchte dafür in der 76. Spielminute, eine Antwort zu geben. Sein Schuss auf Fejzic von rechts am Strafraum geriet aber zu harmlos. Nur eine Minute später – fast im Gegenzug – fiel das letzte Tor des Tages, erzielt von Einwechselspieler Pena-Zauner. Henning hatte zuvor Kijewski aus dem Mittelfeld heraus fast an die Grundlinie geschickt, von wo aus der auffällige Linksverteidiger in den Strafraum auf den frei stehenden frischen Einwechsler spielte. Seinen harten Schuss zum 5:0 mit der Stiefelspitze konnte Keeper Domaschke nicht mehr abwehren.

Im Anschluss agierte die Eintracht hier und da nun ein wenig unkonzentriert, so dass Meppen in der 84. Minute am linken Strafraumeck noch zu einem Abschluss kam. Allerdings war Torwart Fejzic hier zur Stelle, wehrte das Leder mit den Fäusten ab. Ein noch höheres Debakel ersparten die Löwen dem SVM bis zum Schlusspfiff – obwohl genug Chancen auf 2-3 weiter Tore im Bereich des Möglichen gewesen wären. Das 5:0-Endergebnis war auch so deutlich genug!

Schiele: „Wir haben noch zwei harte Spiele bis Weihnachten!“

BTSV-Trainer Schiele sprach nach dem Spiel von einem „reifen Auftritt“ seiner Mannschaft über 90 Minuten. Das habe er in Würzburg über die volle Distanz beim Auswärtsspiel so nicht gesehen. Schiele: „Sicherlich kann man heute nicht viele Fehler finden – aber wir werden sie uns trotzdem anschauen. Von daher: Großes Lob an die Mannschaft. Heute und morgen können meine Spieler noch genießen. Dann geht es weiter, wir lassen nicht nach. Auf uns warten noch zwei harte Spiele bis Weihnachten! Ob Multi dann dabei sein kann? Das ist noch nicht ganz klar. Wir warten hier die weiteren Untersuchungen ab.“ Rechtsverteidiger Multhaup hatte sich zum Ende der ersten Halbzeit verletzt, machte in der Halbzeit des Spieles auf dem Rasen aber noch einige Test-Übungen im läuferischen Bereich. Gab dann aber schon nach kurzer Zeit seinem Ersatzmann Danilo Wiebe ein Zeichen, dass ein Weiterspielen bei ihm am heutigen Tag nicht mehr drin wäre.

Nach dem Spiel lobte auch der seit mehreren Spielen besonders positiv auffällige Strafraumstürmer Lauberbach seine Mitspieler: „Uns zeichnet aus, dass immer wieder andere Spieler die Tore machen. Selbst habe ich schon mehrere Tore gemacht, ja. Aber das ist nicht so wichtig. Ich lege auch gern für andere vor und bekomme von anderen vorgelegt. Wir hatten doch heute sehr gute Zuspiele in die Spitze. Da kann man kaum jemand herausheben, Ja, Nikolaou hat sehr gute Pässe gespielt! Henning – aber auch andere!“

Zwei richtungsweisende Spiele bis Weihnachten

Niko Kijewski fand es nicht selbstverständlich, dass er jetzt seinen Platz als linker Außenverteidiger von Lasse Schlüter zurückerkämpft hat. „Das Lasse gespielt hat für mich, dass war berechtigt! Habe heute sehr offensiv spielen können und habe mich im Spiel nach vorn da hoffentlich auch verbessert.“ Er freue sich über das Vertrauen des Trainers, gerade jetzt in der „englischen Woche“. Kijewski weiter: „Tore schieße ich ja nicht so oft. Bei meinem Tor treffe ich den Ball einfach gut. Ich wollte meine Aufstellung auch rechtfertigen und zurückzahlen!“

Eintracht Braunschweig hat es nun in den nächsten zwei Spielen selbst in der Hand, einen Platz in der Tabelle zu festigen, der auf einen Aufstieg hoffen lässt. Die Löwen scheinen in ihrer Leistung zu den stabilsten und konstantesten Teams in einer sehr ausgeglichenen Liga zu zählen. Das Spiel in Köln und das Heimspiel gegen Kaiserslautern sind da zukünftig in diesem Jahr noch richtungsweisend.

Eintracht Braunschweig: Fejzic (2) – Multhaup (2/ 46. Wiebe/2 ), Behrendt (1,5), Schulz (2/ 80. Strompf), Kijewski (1,5) – Krauße (2) – Cronsbruch (2/ 85. May)), Nikolaou (1,5/ 69. Zauner) – Henning (1/ 73. Kobylanski) – Lauberbach (1,5/ 73. Ihorst), Müller (2/ 78. Müller/ 65. Pena-Zauner)

SV Meppen: Domaschke – Ballmert, Al Hazaimeh, Bünning – Blacha (67. Koruk), Egerer (46. Dombrowka) – Guder (67. Hemlein), Evseev, Faßbender (78. Dombrowka) – Tankulic, Krüger (46. Sukuta-Pasu)

Torfolge: 1:0 Henning (08.) 2:0 Cronsbruch (25.) 3:0 Kijewski (55.) 4:0 Lauberbach (70.) 5:0 Pena-Zauner (77.)

Eintracht meldet sich mit Erfolg aus der Pause zurück. Grafik: Jürgen Roland Keuneke

Eintracht meldet sich mit Erfolg aus der Pause zurück. Grafik: Jürgen Roland Keuneke

Braunschweig. Nach drei Wochen nicht geplanter Spielpause hat sich die Eintracht vor knapp 8000 Zuschauern eindrucksvoll zurückgemeldet und sich auch von der aktuellen Führungskrise im Verein nicht anstecken lassen. Gut getan hat die Pause anscheinend besonders Spielmacher Kobylanski, der diesmal als zweite Spitze und „Freigeist“ zum entscheidenen Spieler in Blau-Gelb wurde. Das gesamte Team verpasste im viel umkämpften Spiel sogar schließlich einen höheren Erfolg, sprang aber trotzdem durch den Heimsieg auf einen der begehrten drei ersten Ränge. Von Jürgen Roland Keuneke.

Braunschweig mit System-Umstellung auf 4-1-2-1-2

BTSV-Coach Schiele hatte mit seinem Team in der langen spielfreien Zeit ein 4-1-2-1-2-System ausführlich einstudiert. Das Schiele-System mit zwei Sturmspitzen und einer Raute im Mittelfeld war zu Beginn der Saison zwar schon einmal versucht worden, nach keinem durchschlagendem Erfolg aber durch ein 4-2-3-1-System ersetzt worden. Im neuen System kam Spielmacher Kobylanski einmal wieder von Anfang an ins Team. Allerdings diesmal als zweite Sturmspitze. Cronsbruch ersetzte im Vergleich zur letzten Partie gegen Wiesbaden Zauner in der Offensive. Zudem spielte für den langzeitverletzten rechten Außenverteidiger Wiebe diesmal nicht Görlich, sonder der offensivstarke Winger Maucrice Multhaup. Das hatte Schiele schon im Testspiel gegen Arminia Bielefeld erfolgreich probiert. Münchens Trainer Hyballa warf noch mehr neue Spieler ins Spiel, da er mit dem vergangenen Match gegen Köln sehr unzufrieden gewesen war. Nicht von Anfang an spielten diesmal Kusic, Knöll, Scepanik und Türpitz. Für sie liefen Rieder, Gorzel, Barry und Sliskovic im Eintracht-Stadion auf.  

Nach einer Viertelstunde „zum Vergessen“ macht Eintracht ernst

Etwas überraschend begann der Gastgeber die Partie sehr zurückhaltend und zeigte zudem defensiv die eine oder andere Unsicherheit. Die Münchener bestimmten anfangs die Partie, kamen aber zu keinen großen Chancen. So machte erst einmal auf Seiten des BTSV Kobylanski auf sich aufmerksam, als er Türgücü-Keeper Vollath in der 10. Spielminute mit einem Knaller aus der zweiten Reihe zu einer Parade zwang. Fünf Minuten zuvor produzierten die Löwen allerdings selbst bereits einen „Aufreger“ und „Hallo wach-Effekt“, als Innenverteidiger Schultz einen Rückpass auf Keeper Fejzic spielte, der allerdings nicht dort stand, wo ihn sein Mitspieler vermutete. So trudelte die Rückgabe auf das leere Eintracht-Tor zu, ging aber allerdings (unter dem entsetzten Raunen der Zuschauer) ganz knapp links am Pfosten vorbei ins Toraus.

Nach einer Viertelstunde war es aber mit dem dominanten Spiel der Bayern vorbei. Denn die Eintracht machte Ernst und zeigte sich zielorientiert. Dabei spielte Krauße einen langen Ball auf Außen auf den freistehenden Kobylanski. Der machte das einzig Richtige und passte sogleich quer. Dort stand zentral im Strafraum Goalgetter Lauberbach, der gezielt links ins Tor von Vollath zur 1:0-Führung einschoss (18.).

Danach zeigte sich das Spiel ausgeglichen, wobei die Eintracht die weitaus gefährlicheren Situationen hatte. Das Spiel war aber sehr zerfahren und von Fouls auf beiden Seiten geprägt. Bis zur Pause kamen beide Mannschaften zumeist nur bis zum gegnerischen Strafraum. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten aber die Zuschauer dann doch einmal fast den Torschrei auf den Lippen, als Krauße im Strafraum mit artistischem Einsatz nach Kobylanski-Freistoß noch ein fast gelungener Abschluss gelang. Der Ball strich zum Glück für Türkgücü aber knapp am Gebälk von Keeper Vollath vorbei.

Henning und Kobylanski vergeben zwei Großchancen

Gleich nach dem Start in die zweite Halbzeit machte es Henning vor dem Münchner Kasten besser! In der 48. Minute hatte dabei nach sehenswerter Kombination Kobylanski im Strafraum von rechts auf den zentral freistehenden Zehner gepasst. Henning schob sicher zur 2:0-Führung ein. Vollath hatte dabei keine Abwehr-Chance mehr. Fünf Minuten später setzten die jetzt wütend agierenden Münchner einen Konter, den Barry mit einem für Fejzic verdeckten Schuss abschloss. Im letzten Moment entschärfte Keeper Fejzic den Ball aber noch per Fußabwehr.

In der Schluss-Viertelstunde ließ die Konzentration und Kraft der Löwen sichtbar nach, so dass Coach Schiele mehrmals wechselte. Türgücü eröffneten sich mehr Räume, so dass Eintrachts Team alternativ mehr und mehr rustikaler einsteigen musste. Allerdings gerieten den Bayern die nach Fouls vom Schiedsrichter gepfiffenen Standards viel zu ungefährlich für das BTSV-Tor und den gut aufgelegten Keeper Fejzic.

Final hatten die wirklich größte Chance des ganzen Spiels dann die Löwen in Person von Henning, der in der 55. Minute blank vor dem Türkgücü-Kasten stand. Er selbst setzte zuerst den gegnerischen Keeper beim Anlaufen so unter Druck, dass Vollath seinen eigentlich schon festgemachten Ball an den Braunschweiger herschenkte. Henning hätte sich danach eine Ecke des Tores zum Einnetzen des gewonnenen Balles aussuchen können, versuchte aber statt dessen einen Heber über den weit vor dem Tor stehenden Schlussmann. Vollath riss aber noch eine Hand hoch, die Henning bei seinem nicht hoch genug angesetzten Lupfer anschoss. Chance vertan! Wenig später führte Abwehrchef Behrendt einen Freistoß zentral vor dem Münchner Strafraum aus. Wuchtig hämmerte er das Leder auf die linke Tor-Seite. Keeper Vollath schaffte es aber in dieser Situation gerade noch so, langgestreckt den Ball abzuwehren. Das Leder hätte sonst knapp neben dem Pfosten eingeschlagen (58.). Fast noch größer war die Chance, die wenig später Kobylanski hatte (62.). Er hätte dabei links am Fünfer seine heutige Leistung mit einem Tor krönen können. Der Ballkünstler brachte aber das Kunststück fertig, den Ball – direkt vorm Kasten stehend – noch weit über das Tor zu schießen!

Nur Hottmann hatte in der 68. Spielminute für Türkgücü noch eine wirklich nennenswerte Torchance, die Fejzic aber vereiteln konnte. In der Schluss-Viertelstunde ließ die Konzentration und Kraft der Löwen sichtbar nach, so dass Coach Schiele mehrmals wechseln musste. Türgücü eröffneten sich mehr und mehr freie Räume, aber Eintracht wusste sich durch rustikales Einsteigen zu helfen. Allerdings gerieten den Bayern die dadurch vom Schiedsrichter gepfiffenen vielzähligen Standards viel zu ungefährlich für das BTSV-Tor und den gut aufgelegten Keeper Fejzic, so dass es beim 2:0-Erfolg der Eintracht zum Schlusspfiff blieb.

BTSV-Trainer Schiele: „Habe jetzt mehr Alternativen zur Auswahl“

Die Freude nach dem verdienten Sieg war groß auf der Löwen-Seite. Die Mannschaft zeigte sich stabil und wird durch dieses Spiel durch den sportlichen Erfolg nun wieder die Schlagzeilen bestimmen – und nicht mehr die verpasste Wiederwahl des amtierenden Vereinspräsidenten. Trainer Schiele konnte das neue System, dass in den letzten 3 Wochen im Training eingeübt worden war, endlich in der Praxis probieren. Und das erfolgreich! Schiele nach dem Spiel: „Wir sind schwer in die Partie gekommen. Der Gegner hat die Räume leider sehr gut zugemacht. Zu Anfang haben wir zu viele Fouls zugelassen, die Standards nach sich zogen! Die haben wir aber gut überstanden. Und in der Anfangsphase ist mir, wie sicherlich auch den Zuschauern – beim unglücklichen Rückpass von Schultz kurz das Herz stehen geblieben! Dann haben wir den Gegner oft mit Kontern gut überspielt und sind selbst immer besser ins Spiel bekommen. Die Tore waren dann schön herausgespielt – und es gab noch mehr große Chancen. Insgesamt bin ich zufrieden, obwohl wir noch besser Fußball spielen können.“

Schiele war auch mit dem Experiment „Multhaup als rechter Außenverteidiger“ sehr zufrieden. „Maurice hat das heute prima gemacht, obwohl das eigentlich nicht seine Position ist. Er war defensiv und offensiv sehr präsent. In der Offensive habe ich ja jetzt ein großes Angebot an Spielern, die seine eigentliche Stammposition auch spielen können“. Schiele schloss aber für die Zukunft nicht aus, alternativ zu Multhaup oder Wiebe auch Kijewski als rechter Außenverteidiger spielen zu lassen. Er war heute gegen Türkgüci für Multhaup für diese Position eingewechselt worden. „Niko kann das auch – da habe ich jetzt zahlreiche gute Alternativen für diese Position.“

Kobylanski mit „Freigeist“-Auftrag

Der „Spieler des Spieles“ – Martin Kobylanski – freute sich sehr über seine heutige Leistung. „Es kann immer noch besser sein – ich hätte ja kurz vor Schluss auf 3:0 stellen können. Heute hatte ich einen „Freigeist“-Auftrag als zweite Sturmspitze neben Lion. Ja, dass kam mir sehr entgegen. Bei meinen Tor-Vorbereitungen habe ich heute jeweils die richtige Entscheidung getroffen, obwohl ich ja nicht viel Überlegungszeit hatte. So kann es gerne weitergehen! Der Torjubel mit Bryan und Lasse zusammen war unser einstudierter „Piraten“-Jubel. In Bezug zu einem Spiel, das wir drei immer zusammen in unser Freizeit spielen!“

Mit einem Spiel Rückstand und dem anstehenden Spiel direkt gegen den Spitzenreiter Magdeburg ist nun in den nächsten Wochen noch mehr möglich als Platz 3 in der Tabelle!

Eintracht Braunschweig: Fejzic (2) – Multhaup (46./ 69. Kijewski), Behrendt (2), Schulz (2,5), Schlüter (3) – Nikolaou (2) – Krauße (2,5/ 85. May), Cronsbruch (3/ 69. Zauner) – Henning (2,5) – Lauberbach (2/ 86. Girth), Kobylanski (1,5/ 78. Müller)

Aufstellung Türkgücü München: Vollath – Rieder (83. Knöll), Sorge, Kehl-Gomez (67. Kusic) – Kuhn (67. Hottmann), Gorzel, Tosun (54. Irving), Barry – Sararer – Vrenezi (83. Scepanik), Sliskovic

Torfolge: 1:0 Lauberbach (18.) 2:0 Henning (48.)

Trainer Andreas Dolge ist trotz der niedrigen Platzierung auf dem Feld mit der Saison zufrieden. Video: Jens Bartels

Trainer Andreas Dolge ist trotz der niedrigen Platzierung auf dem Feld mit der Saison zufrieden. Video: Jens Bartels

Braunschweig. Eintracht Braunschweigs Hockeyfrauen haben erst kürzlich eine schwierige Hinrunde auf dem Feld hinter sich gebracht. Mangelnde Trainings- und Spielpraxis aufgrund der Corona-Situation waren für das Team von Trainer Andreas Dolge eine echte Herausforderung. Nun geht es ab dem 27. November wieder in die Halle, wo man auf eine weiterhin gute Entwicklung blickt. Wir hatten den Coach vor der Kamera.

Dolge zieht positives Fazit

Keine Hallensaison, keine Rückrunde auf dem Feld und nur eine Partie in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga – So sah der Verlauf in diesem Jahr für die Löwinnen aus. Neben der fehlenden Praxis sahen sich die Blau-Gelben auch mit diversen Langzeitausfällen konfrontiert. Dennoch zieht Dolge ein positives Fazit und eine gute Entwicklung seines jungen Teams. Die soll nun in der Halle fortgesetzt werden.

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Die Löwen verpassten eine frühe Führung. Grafik: Jürgen Roland Keuneke.

Braunschweig. Nach dem Trainer-Rauswurf der vergangenen Woche entführte das ersatzgeschwächte Team von Wehen Wiesbaden alle drei Punkte aus dem Braunschweiger Eintracht-Stadion. Die Hessen gewannen im Drittliga-Spiel vor 9300 Zuschauern 2:1 und hatten dabei das Glück, dass die Löwen zu Gast-Geschenken bereit waren und vor dem Tor des SVW bei größeren Chancen zu harmlos agierten. Von Jürgen Roland Keuneke.

BTSV-Coach Schiele musste nach dem letzten hohen Erfolg in Havelse (4:0) auf den verletzten Matchwinner Cronsbruch verzichten. Für ihn kehrte Stammspieler Nikolaou zurück. Erstmalig in dieser Saison spielte ein neuer Rechtsverteidiger: Der junge Görlich kam zu seinem ersten Drittliga-Spiel von Anfang an. Wiesbadens neues Coach-Team Döring und Krannich wechselten nach der Niederlage im letzten Spiel gegen Meppen dreimal: Der nun langzeitverletzte Torwart Boss (Meniskus) wurde durch Lyska zwischen den Pfosten ersetzt. Zudem kamen Hollerbach und Kempe für Stanic und Iredale in die Mannschaft.

Braunschweig deutlich überlegen – Wehen gelingt die Führung

Eintracht Braunschweig startete fulminant in die Partie. Die Löwen wollten deutlich machen, dass sie spielbestimmend waren. Allerdings gelangen die Kombinationen in der Anfangs-Viertelstunde nur bis an den Strafraum, ohne viel Gefahr auszustrahlen. Behrendt versuchte in der 7. Spielminute mit einem Hammer aus rund 25 Metern auf das Tor sein Glück, fand aber in Torwart Lyska seinen Meister. Der konnte das Leder aber nur nach vorne abwehren. Sein Glück war, dass Lauberbach bei dieser unverhofften Chance freistehend vor ihm im Nachschuss über das Tor zog. Das hätte die Führung sein müssen! Die nächste Braunschweiger Torchance vergab dann Abräumer Krauße (09.), als er nach einem Freistoß von Schlüter aus dem Strafraum am Tor der Hessen vorbeiköpfte.

Wiesbaden dagegen war die Partie vorsichtig angegangen, setzte auf Umschalt- und Konterspiel. Dies war erfolgreich. Als die Eintracht noch mit den eigenen vergebenen Chancen haderte, schlug der SVW zu: Ein Eckball von links fand nach einer Richtungsänderung durch Einsatz der Braunschweiger Abwehrreihe Taffertshofer frei vor dem Löwen-Fünfer. Der hatte keine Mühe, den Ball am verdutzten Fejzic vorbei ins Tor zu schieben (15.). Verkehrte Welt: Wehen Wiesbaden führte wie aus dem Nichts!

Fejzic passiert ein entscheidendes Missgeschick

Die Hausherren steckten die zu diesem Zeitpunkt sehr glückliche Führung der Hessen ganz gut weg und drückten diese weiter in ihre Hälfte. Angriff auf Angriff des BTSV rollte, ohne das es zu weiteren zwingenden Abschlüssen kam. Die Hessen ließen nichts zu – im Gegensatz zur Eintracht. Die ein für den weiteren Verlauf des Spieles entscheidendes Gastgeschenk machte (23.). Innenverteidiger Schultz spielte unter Bedrängnis einen Rückpass auf Fejzic, dem ein etwas überheblich wirkendes Missgeschick passierte. Der sonst immer so zuverlässig spielende Torsteher stoppte das Leder und wollte es am anlaufenden Wehener Thiel vorbeilegen.

Doch dies gelang nicht, da der gegnerische Mittelfeldspieler dem Keeper den Ball vom Fuß spitzelte und ins Tor legte. Von diesem Missgeschick erholte sich die Eintracht dann in der ersten Halbzeit nicht mehr. Die Mannschaft war geschockt! Das Spiel wurde zwar weiter überlegen geführt, gestaltet sich aber immer fahriger und nervöser. Immer mehr Fehlpässe und Fehler im Aufbauspiel schlichen sich ein, die dem Gast vor dem Halbzeitpfiff noch einige große Chancen ermöglichten. Doch es blieb schließlich nach 45 Minuten bei der Wehener 2:0-Führung.

Kobylanski bringt neue Kreativität ins Spiel – doch der Ausgleich will nicht fallen

Braunschweigs sportliche Leitung stellte die Eintracht in der Halbzeitpause neu ein. Trainer Schiele wollte die Weichen neu stellen und besonders die Außenbahnen neu beleben, über die in der ersten Halbzeit nicht viel gelaufen war. So musste Rechtsverteidiger Görlich in seinem ersten Spiel von Anfang an schon nach 45 Minuten weichen. Multhaup wurde für ihn etwas zurückgezogen. Auch Zauner wurde ausgewechselt und durch Girth ersetzt. Braunschweig begann die zweite Halbzeit mit zwei Sturmspitzen. Dies zeigte gleich Wirkung! Der ebenfalls eingewechselte Kobylanski, der sich zumeist auf der linken Spielseite aufhielt, fiel immer wieder durch kreative Ideen auf. In der 54. Spielminute legte er – ebenfalls über links – den Ball in den Strafraum, wo der einlaufende Mittelstürmer Lauberbach frei zum Schuss kam. Es stand 1:2 aus Löwen-Sicht. War der Bann damit gebrochen?

Unter ständiger Anfeuerung der eigenen Zuschauer versuchte Eintracht nun mit allen Mitteln, wenigstens noch den Ausgleich zu schaffen. Augenfällig war, dass sich in der herunter rinnenden Zeit erneut immer mehr Fehler in das Aufbauspiel schlichen. Nachdem sich die Fehlpässe mehrten, versuchten die Löwen ihr Heil besonders mit langen Bällen. Wehen verteidigte aber mit Mann und Maus, ließ so gut wie keine großen blau-gelben Chancen zu. In der 71. Spielminute konnten die Hessen einen Knaller von Lauberbach aber nicht verhindern, der an Lyskas Tor vorbeistrich. Auch Kobylanski versuchte noch in der 82.Minute beherzt einen Weitschuss.

Es nutzte auch nichts, dass sich Wehen kurz vor Schluss der Partie noch selbst dezimierte. Taffertshofer foulte Eintrachts Joker Müller dabei rotwürdig (86.). In der 90. Minute hatten die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen, als nach Linksflanke Girth frei im Wehener Strafraum stand – allerdings das Leder nicht gut genug für einen Abschluss unter Kontrolle bekam. In der Nachspielzeit packte die Eintracht die Brechstage aus. Doch weder Kobylanski noch Lauberbach konnten bei ihren abschließenden Chancen den Ausgleich erzielen. Nach fünf Minuten zusätzlicher Spielzeit blieb es für die Löwen bei der 1:2 Heimniederlage.

BTSV-Trainer Schiele: „Ein Punkt wäre verdient gewesen!“

Trainer Schiele war nach dem Spiel sichtlich „angefressen“. In der ersten Halbzeit hatte er von seinem Team mehr erwartet. Zudem haderte er mit Handspielen bei den Wiesbadenern, die der Schiedsrichter nicht geahndet hatte. In den spielentscheidenden Situationen hätten einige Spieler konsequenter klären können. „Schultz und Henning haben da etwas zu lange gezögert. Da haben wir etwas hergeschenkt. Das 0:1 fällt aus einem Standard, das zweite Tor hat der Gegner mit seinem Anlaufverhalten erzwungen.“ Mit dem Startelf-Debut von Görlich an Stelle des grippekranken Rechtsverteidigers Wiebe war Braunschweigs Trainer eigentlich zufrieden. Leider habe ihn der Spielstand zur Halbzeit zum Handeln gezwungen: „Görlich musste ´raus, weil ich ein neues Zeichen setzen musste. Leider hat es dann Luis getroffen.“ Der junge rechte Außenverteidiger wurde ausgewechselt, weil das Braunschweiger Trainerteam nach Halbzeitberatung den rechten Allrounder Multhaup aus der offensiven Außenposition für ihn nach hinten ziehen wollte, um den offensiven Druck in der zweiten Halbzeit auch von hinten heraus zu erhöhen.

Dies gelang auch. Schiele dazu: „In der zweiten Halbzeit haben wir viel Fußball gespielt, sind auch noch vorne durchgekommen. Lion Lauberbach schießt zwei Mal am Tor vorbei, Benny Girth schlägt über den Ball, auch Martin Kobylanski kam zum Abschluss – da hatten wir unsere Momente. Ich glaube, heute hat es nicht sollen sein, es war aber eine top zweite Hälfte von uns. Da haben wir den Gegner bespielt und waren im Gegenpressing gut. Ein Punkt wäre verdient gewesen.“

„Unglücksrabe“ Jasmin Fejzic, der beim 0:2 als Torwart denkbar schlecht aussah und das Gegentor verursachte, sagte nach dem Spiel: „Beim 0:2 ist es ganz klar mein Fehler, dann rennst du dem Rückstand natürlich hinterher. Ich denke, wir haben durch zu viele Fehlpässe, durch zu viele leichte Ballverluste den Gegner eingeladen, dadurch sind sie auch gefährlich geworden. Das 0:1 passiert durch einen Standard, das kann mal passieren, obwohl wir das hätten besser verteidigen können.“

So hofft die Eintracht nun, durch ihre Auswärtsstärke in Wiesbaden die daheim verlorenen Punkte zurückzuholen. Jannis Nikolaou, als Sechser im Wiesbaden-Spiel diesmal mit einigen unglücklichen Abspielen, zum kommenden Match: “ In Würzburg wird es nächste Woche ein kampfbetonte Partie werden. Wir können da gewinnen, müssen aber konzentrierter auftreten und weniger Fehler machen. Heute ärgern wir uns zurecht.“

Eintracht Braunschweig: Fejzic (4) – Görlich (4/ 46. Girth 4), Behrendt (3,5), Schulz (4), Schlüter (3,5/ 75. Kijewski) – Krauße (3/ 75. Müller), Nikolaou (3,5) – Multhaup (3,5/ 73. Müller), Henning (2,5/ 84. Strompf ), Zauner (4,5/ 46. Kobylanski 2,5) – Lauberbach (2,5)

SV Wehen Wiesbaden: Lyska – Fechner (79. Stanic), Mockenhaupt, Gürleyen, Kempe – Taffertshofen, Jakobsen – Goppel (62. Carstens), Thiel (72. Iredale), Lankfort (72. Brumme) – Hollerbach (79. Farouk)

Torfolge: 0:1 Taffertshofer (15.) 0:2 Thiel (23.) 1:2 Lauberbach (54.)

Trainer Volker Mudrow ist mit dem momentanen Saisonverlauf zufrieden, sieht allerdings die Personalsituation kritisch. Video: Jens Bartels

Trainer Volker Mudrow ist momentan sichtlich zufrieden. Video: Jens Bartels

Braunschweig. Seit Anfang September befinden sich die Handballer des MTV Braunschweig wieder im Spielbetrieb. Auch in dieser Spielzeit lautet das vorgegebene Ziel Klassenerhalt. Momentan befindet sich das Team von Trainer Volker Mudrow in der noch engen Tabelle auf Platz vier. Doch aufgrund neuer Staffeleinteilungen bleiben nur die Plätze drei bis sechs sicher in der Liga. Der Übungsleiter ist momentan zufrieden, bangt jedoch auch ein wenig um die Personalsituation. Wir hatten den Coach vor der Kamera.

Mudrow zufrieden – lange Saison möglich

Das abrupte Ende in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga vor rund einem halben Jahr ist längst vergessen. Mit 10:6 Punkten rangieren die Löwenstädter momentan auf Rang vier. Nach bisher acht Spieltagen ist allerdings noch alles offen – und es könnte eine lange Spielzeit werden. Nur vier Teams werden am Ende der Hauptrunde sicher in der Liga bleiben. Für die ersten beiden geht es in die Aufstiegsrunde, für die letzten sechs in die Abstiegsrunde. Das Mudrow-Team fürchtet etwas um die Kaderstärke, die in einer möglicherweise langen Saison zum Problem werden könnte.

Die fast 10.000 Zuschauer sahen eine torreiche Partie. Grafik: Jürgen Roland Keuneke

Die fast 10.000 Zuschauer sahen eine torreiche Partie. Grafik: Jürgen Roland Keuneke

Braunschweig. Hatten die Löwen im letzten Heimspiel in der 3. Liga das Tor nicht gefunden, war an diesem Samstag alles anders! In einem Fußball-Spiel, das den zurückgekehrten Zuschauern im Eintracht-Stadion wirklich alles bot, hatte die Eintracht das gute Ende für sich. Der Doppelpacker Hennings, Zauner und Kobylanski sorgten letztendlich mit ihren Toren für 3 Punkte, die wegen eines Elfmeters in der Schlussphase für Borussia Dortmund II noch gewackelt hatten. Der Lohn für die Eintracht ist nun nach dem 4:2-Heimerfolg Platz 4 und Punktgleichheit in der Tabelle mit dem zum Aufstieg reichenden zweiten Rang. Von Jürgen Roland Keuneke.

BTSV-Coach Schiele hatte im Testspiel gegen den HSV II (2:1) seine Stammformation geschont und änderte sein Startteam gegenüber dem letzten Punktspiel nur auf der Rechtsaußen-Position. An Stelle des zuletzt vor dem Tor etwas unglücklich agierenden Multhaup begann der junge Cronsbruch. Dortmunds Trainer Maaßen wechselte ebenfalls offensiv – allerdings auf Linksaußen. Knauff blieb für den sich ins Team drängenden Dribbler Pohlmann auf der Bank.

Spiel mit offenem Visier

Eintracht hatte beim neuen 2G- und 3G-Mix (Rückkehr auf fast volle Stadionauslastung) auf mehr als 10.000 Zuschauer gehofft. Es kamen allerdings nur knapp über 9.000 Fans, die das eigene Team aber in wichtigen Phasen des Spiels entscheidend unterstützten. Zudem brachte die zweite Mannschaft des BVB ja traditionell wenig Auswärtsfans mit. Niemand im Stadion bereute nach dem Spiel sein kommen: Zu spannend und abwechslungsreich gestalteten beide Mannschaften die insgesamt 94 Minuten auf dem grünen Rasen bei besten Live-Bedingungen und lieferten sich ein Match mit offenem Visier, viel Einsatz und zum Teil sehr schönen Spiel-Kombinationen.

Fulminante erste Viertelstunde

Das Spiel hatte einen flotten Auftakt. Schon in der zweiten Spielminute versuchte sich der BVB mit einem Weitschuss, der aber weit rechts am BTSV-Tor vorbeistrich. Hier musste Fejzic noch nicht eingreifen. Vier Minuten später war er aber auf dem Posten, als Dortmunds Pherei etwas besser zielte. Beide Teams spielten zu dieser Zeit auf Augenhöhe, ohne sich groß abzutasten. Auch die Eintracht kombinierte sich gefällig nach vorn, hatte aber erst in der 10. Minute eine Chance durch einen Standard links vor dem Strafraum, den Linksverteidiger (und neuer Standard-Spezialist) Schlüter aber vergab.

Allerdings nutzte der BTSV wenige Sekunden danach die nächste Möglichkeit: Der wuselige Henning war im schwarz-gelben Strafraum plötzlich frei und zog eine Vorlage volley auf Keeper Unbehauens Tor. Der Dortmunder Schlussmann war bei diesem Schuss machtos. Zumal er noch vom Sechser Pfanne abgefälscht wurde in einem Abwehr-Versuch. Die 1:0-Führung für die Löwen hielt aber noch nicht einmal eine Minute! Denn erstmalig zeigten sich die Dortmunder Außenbahnspieler gefährlich, vor denen Trainer Schiele das BTSV-Team schon vor dem Spiel ausdrücklich gewarnt hatte. Linksverteidiger Schlüter war gegen den Dortmunder Rechtsaußen Tachie nach dem eigenen Torerfolg noch nicht wieder richtig auf dem Posten und verhinderte dessen Flanke in die Strafraummitte nicht.

Auch dort war die blau-gelbe Innenverteidigung noch nicht konzentriert und ließ BVB-Linksaußen Pohlmann außer Acht, der in die Mitte spritzte und das Leder zum 1:1-Ausgleich in die Maschen bugsierte (13.). Doch auch dieses Ergebnis hielt sich nicht lange, weil Eintrachts Hennings auf der 10er-Position an diesem Tag unwiderstehlich agierte. Pena Zauner setzte sich über die linke Seite gegen Viedt durch und flankte auf Hennings, der den Ball zentral im Strafraumflach ins BVB-Tor schoss. Wieder hatte Umbehaun keine Abwehrchance!

Pohlmann trifft nur Eintrachts Gebälk

Die Zuschauer sahen nun ein herrliches Offensivspiel, da sich auch die Eintracht nach der erneuten Führung nicht zurückzog. Die Dortmunder suchten nach einer Antwort, kamen in der 16. Spielminute zu einem Torschuss aus der zweiten Reihe, der aber Fejzic auf dem Posten fand (16.). Viel größer war da Eintrachts nächste Chance: Zauner setzte einen spektakulären Schuss von rechts an, der knapp am ebenfalls rechten Torwinkel von Unbehauns Tor vorbeistrich (20.). Nach 10 weiteren Minuten ohne große Tor-Aktionen auf beiden Seiten hatten die Gastgeber das Glück des Tüchtigen: Der auffälligste Dortmunder bisher – Pohlmann – traf mit einem Linksschuss aus dem Strafraum nur das Gebälk des Eintracht-Tores (31.).

Auch weiterhin war es immer wieder Pohlmann, der Rechtsverteidiger Wiebe und die Eintracht-Defensive vor Probleme stellte. In der 37. Spielminute entschärfte Fejzic einen weiteren Ball von ihm. Braunschweig schaltete nun einen Gang zurück, um die Führung mit in die Halbzeit nehmen zu können. So gab es aber vor dem Halbzeitpfiff aber auch noch einige Konterchancen, die nicht gut zu Ende gespielt wurden. Beispielsweise wurde in der 38. Spielminute eine schöne Vorarbeit von Mittelstürmer Lauberbach über rechts in der Strafraummitte vertändelt. BVB-Torsteher Unbehaun musste noch einmal spektakulär ins Spielgeschehen eingreifen, als er weit aus dem Tor kam, um einen Braunschweiger Konter per Kopfball zu unterbinden (43.).

Hennings: „Man of the Match“

Die zweite Halbzeit begann auf beiden Seiten nicht ganz so offensiv wie die erste Hälfte. Dortmund wollte zwar, wurde aber immer wieder durch geschicktes Defensiv-Verhalten der Eintracht aus dem Spiel genommen. Mehr und mehr gewann Braunschweig an Überlegenheit – und hätte in der 59. Spielminute das 3:1 machen müssen. Der spielstarke Mittelstürmer Lauberbach bediente hier Zauner, der frei vor Keeper Unbehaun stand, ohne ihn überwinden zu können. Den Abpraller gab Zauner an Lauberbach zurück, der aber mit einem Gewaltschuss das Dortmunder Tor sehr knapp verfehlte. Drei Minuten später sollte es Zauner besser machen! Cronsbruch schickte Henning – diesmal „Man of the Match“ – die Außenbahn rechts. Er hätte im Strafraum selbst abziehen können aus guter Schussposition. Uneigennützig sah er jedoch auf der linken Seite am Strafraum den noch besser positionierten Zauner frei stehen und spielte ihn an. Unbehaun war gegen den folgenden Schuss machtlos. Eintracht führte 3:1 (62.)! Das Spiel verlor nun an Tempo. Hatte die Eintracht in dieser Partie schon „den Deckel draufgemacht“?

Krimi zum Ende des Spieles

Weit gefehlt – denn Dortmund gelang in der 74. Minute erneut der Anschluss! BVB-Außenverteidiger Maloney versuchte einen Schuss am Strafraum, als der BTSV das Leder in dieser Situation nicht entschieden geklärt bekam. Unhaltbar für Fejzic schlug der Ball im Torwinkel ein. Nun wurde in der Schlussphase das Spiel zu einem richtigen Krimi. Dortmund setzte nach, witterte einem möglichen Ausgleichstreffer. Pohlmann beschwor über links immer wieder Gefahr herauf, scheiterte in der 76. Minute mit einem Schuss an Fejzic. Jetzt hatte der BVB deutlich Oberwasser – und in der 88. Minute die allergrößte Chance, das bisherige Ergebnis auszugleichen.

Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter, als Wiebe nach einem Dortmunder Freistoß von links an die Hand sprang! Doch Taz konnte vom Punkt Fejzic nicht überwinden, denn der lange Braunschweiger Keeper kam noch in der rechten Torecke ans Leder und lenkte den Ball an den Pfosten. Von dort konnte Nikolaou den Ball geistesgegenwärtig wegschlagen. Danach ließ die Eintracht zum Spielende nichts mehr „anbrennen“, machte sogar noch in der Nachspielzeit wirklich „den Deckel“ auf das Spiel. Der eingewechselte Kobylanski konnte den Ball im Dortmunder Strafraum nach einem Braunschweiger Konter souverän in Unbehauns Tor einschieben, als Lauberbach sehenswert über links den Ball nach vorne schleppte, behauptete und vorlegte. Kurz nach diesem Tor pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab.

Zuschauer endlich wieder der „12. Mann“

Elfmeterheld Fejzic lobte nach dem Spiel nicht nur sein Team, sondern auch die Zuschauer. „Wir hatten fast vergessen, wie das mit so vielen Fans im Rücken ist. Dadurch bin ich beim Elfer noch einmal größer geworden, als ich schon bin! Ich wusste nicht, ob ich den Ball erfolgreich abgewehrt hatte. Hörte aber das Klatschen an den Pfosten. Glücklicherweise war Jannis noch da, um den Ball aus der Gefahrenzone zu hauen. Mit Zuschauern im Rücken macht es einfach viel mehr Spaß! Man hat gesehen, was in unserem Tempel noch so alles drinsteckt.

Und: Bryan darf gern so weitermachen mit den Tor-Erfolgen!“ Auch Lion Lauberbach bezeichnete den Zuschauerzuwachs als großen und entscheidenden Gewinn. „Auch wenn ich heute kein Tor geschossen haben, war ich sicherlich gut im Spiel. Ich bin schon der klassische Mittelstürmer – stehe aber nicht nur vorne drin. Ja, es ist schon eine Stärke von mir, dass ich ausweichen kann und das Spiel mit gestalte. Die Zuschauer pushen einen zudem! So kann es weiter gehen!“ Trainer Schiele hob nach dem Spiel nicht nur den augenfälligen Hennings hervor, sonder eben auch Lauberbach. „Das Gute an Lion ist, dass er noch so jung ist. Ein starkes Spiel von ihm – und er hat dazu ja auch noch Entwicklungspotential! Starkes Spiel meiner Mannschaft. Endlich haben wir einmal eine Top-Mannschaft im eigenen Stadion schlagen können!“

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe (3), Behrendt (2), Schulz (2), Schlüter (3/ 83. Kijewski) – Krauße (2), Nikolaou (2,5) – Cronsbruch (3/ 73. Müller), Henning (1,5/ 83. Kobylanski), Zauner (2,5/ 64. Multhaup) – Lauberbach (2)

Borussia Dortmund II: Unbehaun – Viedt, Papadopoulus (70. Tattermusch), Dams (90. +3 Thaqi), Maloney – Raschl (70. Bah), Pfanne – Tachie (70. Bornemann), Pherai, Pohlmann – Taz
Torfolge: 1:0 Hennings (11.) 1:1 Pohlmann (13.) 2:1 Hennings (15.) 3:1 Zauner (62.) 3:2 Maloney (74.) 4:2 Kobylanski (90.+2)

Beinahe Profibedingungen: Lukas Ebeling und Benjamin Knoll trainieren mit ihrer Mannschaft viermal die Woche. Video: Jens Bartels

Beinahe Profibedingungen: Lukas Ebeling und Benjamin Knoll trainieren mit ihrer Mannschaft viermal die Woche. Video: Jens Bartels

Braunschweig. Die Fußball-Frauen von Eintracht Braunschweig verpassten erst aufgrund eines Formfehlers den verdienten Aufstieg in die Regionalliga. Dann kam Corona. Mit ihrem Trainerduo Benjamin Knoll und Lukas Ebeling wollen sie jetzt nachholen, was ihnen versagt blieb. Wir haben mit dem Trainerteam gesprochen.

Löwinnen mit Ambitionen

Drei Siege, eine Niederlage – die Richtung von Eintrachts Fußball-Frauen scheint klar vorgezeichnet und das ist oben. Daran ändert auch die eine unnötige Niederlage gegen Eintracht Hildesheim nichts. „Wir haben das Spiel als Team aufgearbeitet“, verrät Benjamin Knoll. Er und sein Trainerpartner Lukas Ebeling machen keinen Hehl aus den Ambitionen ihrer Mannschaft. „Wir wollen oben mitspielen und im Pokal weit kommen“, so Knoll. Der spielerische Ansatz ist dabei nicht weniger ambitioniert und klappt doch hervorragend: „Wir wollen den Ball haben und unser Spiel spielen“, erklärt Knoll, der gepflegtes Passspiel und geduldige Kombinationen bevorzugt.

In der Vorbereitung sah das gegen höherklassige Teams nicht so schlecht aus. Die Leistungen der blau-gelben Mädels kommen nicht von ungefähr. Vier Mal die Woche trifft sich das Team am Biberweg zu den schweißtreibenden Einheiten. Manch eine Spielerin reist dafür eigens aus Madgeburg an. Aber ist es allein die Strahlkraft des Deutschen Meisters von der Oker? „Der Löwe strahlt dann schon heller als manches Emblem“, grinst Lukas Ebeling und verweist an die treue Fanbase, die vor allem bei den Heimspielen den Spielfeldrand säumt. Aber: „Vielen ist gar nicht bewusst, was 67 passiert ist“, so Ebeling, „Wir leben im hier und jetzt und hatten da im letzten Jahr sehr viel Glück mit den Spielerinnen, die zu uns gestoßen sind.“

 

Intensiver Schlagabtausch: Michael Schultz (re.) gewinnt hier ein Kopfballduell gegen Marc Heider. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Eintracht Braunschweig spielte am 8. Spieltag der 3.Liga im traditionsreichen Niedersachsen-Match gegen den VfL Osnabrück leistungsgerecht 2:2-Unentschieden. Von Jürgen Roland Keuneke.

In Gedanken bei Popivoda

Vor dem Spiel wurde an den gerade verstorbenen ehemaligen Zuschauer-Liebling und Löwen-Kicker Danilo Popivodo und höhere Liga-Zeiten gedacht. So waren auch ihm zu Ehren viele ehemalige Mitspieler von „Popi“ im Stadion – wie unter anderem Franz Merkhoffer, Wolfgang Grobe, Dieter Zembski, Dietmar Erler, Peter Lübbecke, Reiner Hollmann, Bernd Gersdorff und Uwe Krause. Nicht nur sie und über weit über 7000 Eintracht-Anhänger sahen beim gerechten Remis ein Drittliga-Spiel auf hohem Niveau! Zahlreiche Osnabrücker Fans füllten zusätzlich die Gäste-Kurve des Eintracht-Stadions und sorgten für zusätzliche Stimmung auf den Rängen.

Beide Trainer sahen nach dem letzten Liga-Spiel keinen Grund, Stamm-Personal zu wechseln. BTSV-Coach Schiele setzte Rückkehrer und Spielmacher Henning, der seine Schulter-Verletzung auskuriert hatte, erst einmal auf die Bank. Beide Teams begannen das Spiel sehr selbstbewusst – ohne großes Abwarten und Abtasten. Dabei machten die Löwen noch mehr Dampf als die Gäste. Einen ersten Schuss gab dann von der Strafraum-Grenze auf das von Kühn gehütete Tor Henning-Ersatz Otto ab.

Doch auch der VfL suchte Abschluss-Möglichkeiten. In der 9. Spielminute war dann der schnelle Rechtsaußen Simakala nach gutem Umschaltspiel zentral frei durch, doch Löwen-Keeper Fejzic kam aus dem Strafraum heraus und klärte vor ihm. Doch die Riesenchance zum Führungstor hatte auf der Gegenseite Eintrachts Linksaußen Zauner, der sich nach klugen Zuspiel im Strafraum frei vor Torwart Kühn fand – diesen aber mit seinem Schuss nicht überwinden konnte. Zwei Minuten später versuchte es dann Mittelstürmer Lauberbach mit einem Abschluss, der aber fast zu einer Torwart-Rückgabe geriet. Osnabrück versuchte das Glück im Konterspiel und hatte eine erste Torgelegenheit in der 18 Spielminute, als der zentrale Mittelfeldspieler Taffertshofer seinen Meister in BTSV-Keeper Fejzic fand.

Torlose Halbzeit trotz Großchancen auf beiden Seiten

Der VfL hatte jetzt mehr und mehr Spielanteile. Als in der 22. Minute Kunze eine Flanke von rechts kurz vor das Braunschweiger Tor brachte, fehlte Simakala in bester Position ein wenig die Orientierung, als er bei einer Drehung den Kasten deutlich verfehlte. Beide Seiten hatten jetzt mehr und mehr Tor-Abschlüsse zu verzeichnen. Eine Minute nach Simakalas Großchance flankte auf der Gegenseite der durchgebrochenen Löwen-Linksverteidiger Kijewski in den Strafraum. Spitze Lauberbach erreichte das Leder per Kopf und fand nur den Weg ins Tor nicht, da der Ball noch von Guganig über das Tor abgefälscht werden konnte.

Der VfL versuchte es auch in Minute 24 und 25, doch die Schüsse von Kunze und Klaas verfehlten beide das Eintracht-Tor deutlich. Die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte dann den Osnabrückern, obwohl die VfL-Innenverteidigung noch einen vielversprechenden Gewaltschuss von Braunschweigs Abwehrchef Behrendt abblocken musste. Die Zuschauer mussten sich beim Halbzeitpfiff mit einem torlosen Unentschieden begnügen, obwohl sie teilweise sehr schöne Kombinationen des blau-gelben Teams zu sehen bekommen hatten. Die Anhänger beider Teams sorgten dabei dafür, dass im Stadion eine grandiose Stimmung vorherrschte.

Turbulente zweite Halbzeit ohne Sieger

Auch in die zweite Halbzeit starteten beide Teams mit viel Energie und Spielfreude. Auf beiden Seite gab es wieder Chancen, aber die Osnabrücker durften zuerst über einen Torerfolg jubeln, nachdem Gäste-Torwart Kühn in der 50. Minute einen Hammer vom im gesamten Spiel sehr auffälligen Krauße entschärft und Simakala aus spitzem Winkel von links nur das BTSV-Außennetz getroffen hatte. Denn in der 60. Spielminute nahm der violette Mittelfeldmann Klaas einen Ball von Opoku von links auf, der einen kurzen Moment ungedeckt war und den Ball ins linke Eck des BTSV-Tores bugsierte. Waren vorher keine Tote gefallen, ging es jetzt Schlag auf Schlag. Denn die Eintracht zeigte sich unbeeindruckt von der Osnabrücker Führung und antwortete nur sieben Minuten später durch den Ausgleich des Ex-Osnabrückers Multhaup, der einen Pass von links von Lauberbach im Strafraum aufnahm und am hier machtlosen Keeper Kühn vorbei einschoss.

Jetzt gab es im Eintracht-Stadion einen offenen Schlag-Abtausch. Beide Teams suchten den Sieg. Löwe Henning, frisch in der Zentrale eingewechselt, bereitete mit einer guten Aktion den Weg zum Braunschweiger 2:1-Führungstreffer durch Mittelstürmer Lauberbach, der von links im Strafraum sehenswert einnetzte. Osnabrück antwortete wütend: Taffertshofer setzte einen Volleyschuss über den Kasten von Fejzic (75.). Die Eintracht versuchte nun, die gedrehte Führung über die Zeit zu bringen. Dieses Ansinnen war allerdings vergeblich, denn VfL-Stoßstürmer Heider machte diesen Plan mit seinem Kopfball zum 2:2-Ausgleich nach Flanke von rechts – die Kijewski nicht verhindern konnte – in der 82. Spielminute zunichte. Auch wenn dann die restliche Spielzeit weiter turbulent verlief: Es blieb beim 2:2-Unentschieden!

Weitere Rückkehrer in Sicht?

Mit dem Unentschieden blieb die Eintracht nun im sechsten Spiel hintereinander ohne eine Niederlage. Das es allerdings auch einen Sieg hätte geben können, lag im Bereich des Möglichen. Diesmal schaffte die Eintracht es nicht, einen knappe Führung kurz vor Ende der Partie noch über die Runden zu bringen. Trainer Schiele bestätigte nach dem Spiel, dass dies eigentlich die finale Vorgabe vom Spielfeld-Rand an die Mannschaft gewesen war.

Zum Comeback von Bryan Henning sagte der Trainer, dem das Spiel seiner Mannschaft – trotz des nur einen gewonnenen Punktes – sehr gefallen hatte: „Die Rückkehr von Bryan auf den Rasen war ordentlich. Er hat zwar auch einige Fehlpässe gespielt, sich aber den Ball zumeist wieder zurückerkämpft. Bei ihm ist noch mehr drin, dies weiß er auch selbst. Bryan muss aber auch erst wieder ´reinfinden nach seiner Verletzung“. Schiele sprach zwar auch eine Unkonzentriertheit von Kijewski zum Schluss des Spieles an, war aber von seinen beiden Außenverteidigern grundlegend sehr angetan.

„Wiebe und Kijewski haben ihre Sache gegen die technisch starken und schnellen Außenstürmer Simankala und Opoku sehr gut gemacht. Wie schon im letzten Heimspiel die in Braunschweig bekannten 1860-Flügelspieler Bär und Biankadi kaum Raum zur Entfaltung hatten, haben unsere Außenverteidiger auch diesmal ihre Gegenspieler gut im Griff gehabt“. Lasse Schlüter, mal wieder als offensiver Außen eingewechselt und eigentlich der Wettbewerber von Kijewski auf der Linksverteidiger-Position, bekam von seinem Trainer ein Sonderlob für seine neue Rolle: „Lasse hat das erneut prima gemacht, als er für Multhaup ins Spiel kam. Er hat damit einmal wieder seine Vielseitigkeit gezeigt, die ihn für das ganze Team so wertvoll macht“.

Für die Eintracht stehen nun zwei Auswärtsspiele nacheinander an, die weiter erfolgreich bestritten werden sollen. Nach Bryan Henning sind in den Spielen in und in Freiburg (Nachholspiel) nach und nach weiterer Rückkehrer aus dem Mannschafts-Lazarett zu erwarten. Ob Benjamin Girth und Luc Ihorst schon Optionen für den Kader sein können, werden die kommenden Trainingstage zeigen. Nach seinen guten Leistungen in den ersten Spielen wird es aber für beide schwer sein, demnächst Neuzugang Lauberbach als Mittelstürmer wieder zu verdrängen. Eher wird es wohl zu einem Dreikampf mit Zauner um den Linksaußen-Job kommen. Multhaup als Rechtsaußen sollte sich nun im Stamm festgespielt haben.

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Schulz, Kijewski (89. Strompf) – Krauße, Nikolaou (81. May) – Multhaup (89. Kobylanski), Otto (61. Henning), Zauner (61. Schlüter) – Lauberbach Trainer: Michael Schiele

VfL Osnabrück: Kühn – Kunze (63. Traore), Guganig, Trapp, Kleinhansel – Köhler, Taffertshofer – Opoku (84. Higl), Klaas (84. Wooten), Simakala (72. Bertram) – Heide Trainer: Daniel Scherning

Torfolge: 0:1 Sebastian Klaas (60. Opoku), 1:1 Maurice Multhaup (67. Lauberbach), 2:1 Lion Lauberbach (73. Henning), 2:2 Marc Heider (82. Traoré)

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Brian Behrendt (Rückennummer 30) rettete der Eintracht einen wichtigen Zähler im Löwenduell. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Die Eintracht und der TSV 1860 München trennten sich am Samstagnachmittag 1:1(0:0)-Unentschieden. Dabei hätte eine knifflige Fehleinschätzung von Schiedsrichter Harm Osmers fast die späte blau-gelbe Niederlage bedeutet. Innenverteidiger Brian Behrendt gelang in der Nachspielzeit doch noch der gerechte und vielumjubelte Ausgleich.

„Ein geiles Spiel!“

Nach drei Siegen in Folge haben die Fußballprofis von Eintracht Braunschweig auch gegen den TSV 1860 München große Moral bewiesen. Es waren teils dramatische Szenen, die sich in den letzten Spielminuten vor den Augen der 7.389 Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem Rasen des Eintracht-Stadions abspielten. In einem packenden Duell auf Augenhöhe, dem vor allem die beiden Schlussmänner Jasmin Fejzic und Marcel Hiller ihren Stempel aufdrückten, hatte Schiedsrichter Harm Osmers in der 88. Spielminute bei Michael Schultz ein Handspiel gesehen und zeigte auf den Punkt.

Bitter: Der Ball hatte aber nur den Rumpf des Braunschweigers getroffen. Routinier Sascha Mölders schnappte sich die Kugel und überwandt Fezic im Braunschweiger Tor (88.). „Ich fand es war ein richtig geiles Spiel und ich hab mich in dem Moment geärgert, dass ein Standard hier entscheidet“, entfuhr es Michael Schiele nach Spielende bei Magentasport.

Doch dieses unterhaltsame Löwenduell war noch lange nicht entschieden. BTSV-Coach Schiele wechselte sofort offensiv, brachte Martin Kobylanski, Iba May und Felix Stumpe für Krauße, Wiebe und Kijewski. Nach einem bereits sehr gefährlichen Freistoß von Kobylanski fand der Eingewewchselte mit der nachfolgenden Ecke Brian Behrendt, der – halb mit der Schulter, halb mit dem Rücken – das Leder vom kurzen Pfosten aus ins lange Eck bugsierte (90+2.). „Es hat Spaß gemacht, mit dem Tor noch ein bisschen was zu retten“, freute sich der Defensivspieler im Interview bei Magentasport, denn: „Wir haben nicht verloren, das ist das Wichtigste. Wir wollen oben dabei sein. Da hilft ein Punkt in letzter Minute.“

Eintracht Braunschweig rangiert nach der englischen Woche nun punktgleich mit dem Halleschen FC und Wehen Wiesbaden auf dem 3.Tabellenplatz. Am kommenden Dienstag (17:45) gastiert die Mannschaft von Michael Schiele zum Auftakt im NFV-Pokal beim VfB Oldenburg. Bis dahin soll laut Aussagen von Schiele auch ein weiterer Innenverteidiger fix sein. In der 3.Liga geht es für die Löwen weiter am 12. September (14.00) gegen den VfL Osnabrück.

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe (90. May), Behrendt, Schultz, Kijewski (90. Stumpe) – Krauße (90. Kobylanski), Nikolau – Multhaup, Y. Otto (79. Consbruch), Pena Zauner (82. Schlüter) – Lauberbach Trainer: Michael Schiele

TSV 1860 München: Hiller – Deichmann (90. Goden), Lang, Salger, Steinhart – Dressel – Biankadi, Neudecker, Tallig (66. Tallig), Bär (76. Staude) – Mölders Trainer: Michael Köllner

Torfolge: 0:1 Sascha Mölders (88. HE), 1:1 Brian Behrendt (90.+2 Kobylanski)

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Wieder zu null: Schlussmann Jasmin Fejzic war auch gegen Zwickau nicht zu überwinden. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Eintracht Braunschweig machte mit einem überzeugenden 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den FSV Zwickau am Samstag die fatale erste Heimpleite gegen Viktoria Berlin vergessen. Glücklich feierte das neue Team, das sich, inklusive Pokalspiel, seit drei Partien immer weiter verbessert zeigt, mit den 5.600 Zuschauern im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße. Lange Gesichter gab es allerdings bei den drei BTSV-Kickern, die sich während der Partie verletzten. Gerade jetzt in der englischen Woche (vor dem Dienstag-Spiel in Verl) gehen Trainer Schiele nun besonders die Stürmer aus. Von Jürgen Roland Keuneke.

BTSV-Coach Schiele änderte sein siegreiches Team aus Halle nicht und ließ auch taktisch erneut im 4-2-3-1-System agieren. FSV-Trainer Enochs schickte eine gegenüber dem Remis gegen Meppen leicht veränderte Formation auf den Rasen. Starke, Lokotsch und Gomez spielten für Baumann, Willms und den eigentlich unersetzlichen Goalgetter „King“ König. Enochs kündigte an, durch den Wechsel von König auf Lokotsch als Spitze vorne schneller spielen zu lassen. Er versprach sich davon, durch variables Offensivspiel die in Halle konzentriert und stabil agierende Löwen-Hintermannschaft zu Fehlern zu verleiten.

Wiebe mit sehenswerter Vorarbeit zum Führungstor durch Ihorst

Zwickau begann die Partie dementsprechend recht flott und agil und verlagerte das Spielgeschehen zunächst einmal mehr in die Hälfte der Eintracht. Allerdings war die in rot gekleidete Gast-Mannschaft einfach zu ungefährlich auf dem Weg in den Strafraum der Eintracht. Braunschweig hielt den Ball in den eigenen Reihen und legte viel Wert auf sicheres Spiel. Nach fünf Minuten ebbte der erste Schwung des FSV deutlich ab. Eintracht übernahm mehr und mehr das Zepter und hatte durch mutigeres Vorgehen sogleich mehrere erste Gelegenheiten, unter anderem Zauner (6.).

Eine davon nutzte Stoßstürmer Ihorst zu 1:0-Führung der Gastgeber (8.), als die Zwickauer Hintermannschaft nach einem Zuspiel von Braunschweigs Zauner von der rechten Torauslinie in den Fünfer nur kurz klären konnte. Der offensive blau-gelbe Rechtsverteidiger Wiebe eroberte sich im Anschluss klasse das Leder und leitete es per Kopf weiter auf seinen Mittelstürmer, der den Ball aus kurzer Tor-Entfernung geschickt über FSV-Keeper Brinkies ins linke Tor-Eck lupfen konnte.

Ihorst hatte sein zweiter Treffer im Eintracht-Trikot deutlich motiviert, so versetzte er die Zwickauer Defensive noch einige Male in Folge und hätte fast auf ein höheres Ergebnis gestellt. Allerdings geriet ihm nach einem feinen Solo ein Schuss aus dem Strafraumzentrum in der 10. Spielminute dann doch etwas zu harmlos. Keeper Brinkies zeigte sich auch dabei als sicherer und guter Rückhalt für das Enochs-Team. Zwischendurch zeigte auch die Mannschaft aus Sachsen, dass sie noch da war. Allerdings verzog Hauptmann seinen Schuss von der BTSV-Strafraumgrenze deutlich (14.). Wenig später war es wieder Zeit für einen Auftritt vom bärenstarken Löwen-Stürmer Ihorst. In der 19. Spielminute spielte er nicht den sich im Strafraum anbietenden Henning an, sondern tankte sich selbst durch und zog ab – denkbar knapp am Tor vorbei.

Die Eintracht blieb weiter am Drücker: Multhaups Ecke von links segelte nur knapp über den Scheitel vom zum Kopfball hochgestiegenen Krauße (28.). Drei Minuten später rettete den FSV-Innenverteidiger Nkansah in höchster Not. Den Sachsen war hinten ein Ball durchgerutscht, den der wuselige Braunschweiger Achter Henning im Strafraum aufnahm und abzog. Von Nkansahs Bein sprang der Ball nur hauchdünn über das Gebälk von Brinkies Tor.

Den größten Aufreger vor der Pause kreierten aber die Zwickauer, als sie in der 38. Minute einen Ball aus dem linken Toraus noch als Flanke in den BTSV-Strafraum brachten, ohne dass der Schiedsrichter abpfiff! Die Löwen-Defensive hatte den Ball 20 Zentimeter im Toraus gesehen und bereits abgeschaltet. Nur einer herausragenden Parade von Fejzic war es zu verdanken, dass der im Strafraum nun völlig frei stehende FSVler Hauptmann das Leder hier nicht im Tor unterbrachte – denn auch der Linienrichter hatte hier die Fahne nicht oben.

Auch an der Hamburger Straße mit dem ersten Saisondreier: Eintrachts Fußball-Profis lassen ihre Fans wieder jubeln. Foto: Agentur Hübner

Auch an der Hamburger Straße mit dem ersten Saisondreier: Eintrachts Fußball-Profis lassen ihre Fans wieder jubeln. Foto: Agentur Hübner

Der FSV musste sich in der Kabine eine Predigt von Enochs anhören, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden war. So wechselte er gleich mehrmals, um die Offensive anzukurbeln. König kehrte für Lokotsch in die Sturmspitze zurück, Willms ersetzte den unglücklich agierenden Gomez. Allerdings änderte sich das Bild auf dem Platz nicht wirklich, da die Eintracht Zwickau keinen Raum zur Entfaltung ließ. Gefahr ging auch weiterhin meist von der Braunschweiger Offensive aus. So war es immer wieder Ihorst, der gefährlich vor dem Tor von Brinkies auftauchte.

Vielversprechend war dessen Spurt von rechts in den FSV-Strafraum in der 49. Spielminute. Allerdings brachte er sich selbst dabei um den verdienten Lohn eines gelungenen Tor-Abschlusses, da er aus dem Gleichgewicht kam und strauchelte. Dummerweise trat er dabei falsch auf und verletzte sich dabei am Oberschenkel, sodass er ausgewechselt werden musste. Aber auch dadurch ließ sich die Eintracht nicht aus dem Konzept bringen, tauchte immer wieder unwiderstehlich vor dem Strafraum des Enochs-Teams auf. Ein Abschluss von Sechser Nikolaou aus der zweiten Reihe ging noch am Brinkies-Tor vorbei (55.).

Vier Minuten später machte es der quirlige blau-gelbe Außenbahnspieler Zauner besser. Er spielte sich mittig bis in den FSV-Strafraum durch und suchte selbst überlegt den Abschluss, obwohl sich Mitspieler links und rechts ebenfalls anboten. Der Ball schlug links im Zwickauer Tor zum 2:0 für die Eintracht ein. Keeper Brinkies hatte hier keinerlei Abwehr-Chance.

Drei Verletzungen trüben Freude über verdienten Heimsieg

Die nächsten „Höhepunkte“ des Spieles waren für die engagiert und lautstark mitgehenden Zuschauer im Stadion keine weiteren Torchancen, sondern Auswechslungen auf Seiten der Eintracht. Der dauerlaufende BTSV-Spielmacher Hennings musste mit einer Schulterverletzung vom Platz (71.). Ihm folgte dann Innenverteidiger Schulz 10 Minuten später mit einem Nasenbeinbruch, den er sich bei einer Abwehr-Aktion zuzog. Die neuen Eintracht-Spieler fügten sich nahtlos ins System und ließen gegen Zwickau bis zum Schluss der Partie nichts mehr anbrennen. Nur eine Gefahrensituation hätte noch einen Anschlusstreffer des FSV bringen können, als König BTSV-Keeper Fejzic von der Strafraumgrenze noch mit einem Kopfball zu einer Glanzparade nötigte. Alles im allem war der Sieg der Eintracht schließlich vollauf verdient und hätte sogar noch um ein Tor höher ausfallen können.

Eintracht-Trainer Schiele konnte sich nach dem Spiel nicht so recht freuen, da es heute einen Pyrrhus-Sieg gegeben hatte. Man müsse zwar die genauen ärztlichen Untersuchungen der im Spiel verletzten Kicker abwarten. Er sehe aber keine große Chance auf einen Einsatz von Henning und Ihorst in den nächsten Spielen. Einzig Schulz wäre gegebenenfalls wieder zurück auf dem Platz zu erwarten, weil er schon Erfahrung mit dem Tragen einer Maske nach einem Nasenbeinbruch habe. Im Hintergrund würde zwar weiterhin an Verstärkungen für den Kader gearbeitet, aber mit Neuzugängen bis zum anstehenden Verl-Spiel am Dienstag wäre wohl nicht zu rechnen.

Man könne auch in nächster Zeit sicherlich keine drei bis vier Neuzugänge erwarten. Das wäre finanziell unrealistisch. Schiele lobte seinen neuen offensiven Außenbahnspieler Zauner, der vor seiner Verpflichtung kaum Spielpraxis gehabt hätte und dafür jetzt schon gut in Form wäre. Die jungen Nachwuchsspieler auf der Bank wären noch nicht soweit, sie jetzt schon von Anfang an zu bringen. Eine Offensiv-Option wäre möglicherweise Cronsbruch, der schon die ganze Zeit zuvor mit den Bundesliga-Profis von Arminia Bielefeld im Training gewesen sei.
FSV-Coach Enochs beglückwünschte seinen Kollegen Schiele zu einem verdienten Sieg. Dessen eigene Taktik in der Offensive ohne König sei nicht aufgegangen. Die Defensive hätte es bei den Gegentoren der Eintracht zu einfach gemacht, da in den entscheidenden Situationen weder Mann noch Ball engagiert verteidigt worden wären.

Gegen Verl schon mit Lion Lauberbach als Mittelstürmer?

Sicherlich ist in der Eintracht-Aufstellung am Dienstag in Verl offensiv hinter den Spitzen statt Henning der Zehner Kobylanski zu erwarten, der gegen Zwickau auch für den Ex-Osnabrücker eingewechselt wurde. Die große Frage ist, ob schon in der Sturmspitze mit Lion Lauberbach von Anfang an zu rechnen ist. Der 23-jährige hochgewachsene Mittelstürmer – der schon den Löwen im Namen trägt – wurde direkt nach dem Spiel gegen Zwickau ablösefrei von Holstein Kiel bis 2023 verpflichtet. In der letzten Saison war er von den Störchen in der Rückrunde an Hansa Rostock ausgeliehen. Immerhin kann er in Liga 2 und 3 schon auf einige Torvorlagen und Assits und ist Stürmer-Typ als direkter Ersatz für den gerade abgewanderten Stoßstürmer Proschwitz anzusehen. Sollte Lauberbach noch nicht kurzfristig gleich gegen Verl zum Einsatz kommen, darf sich aktuell sicherlich noch einmal Otto als Mittelstürmer beweisen, der schon gegen Zwickau für den verletzten Ihorst eingewechselt wurde und sich dabei mit Kobylanski in der Spitze abwechselte.

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Schulz (82. May), Kijewski – Krauße, Nikolaou – Henning (71. Kobylanski) – Multhaup, Ihorst (51. Otto), Zauner (82. Schlüter)

FSV Zwickau: Brinkies – Göbel, Susac, Nkansah, Coskun – Möker, Schikora (85. Reinthaler), Hauptmann (71. Voigt), Starke (62. Baumann) – Gomez (46. Willms) – Lokotsch (46. König)

Torfolge: 1:0 Ihorst (8.), 2:0 Pena Zauner (58.)