Auch ein starker Karim Jallow konnte die deutliche Niederlage nicht abwenden. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Braunschweig. Es war ein herber Dämpfer zum Auftakt der easyCredit BBL. Die Basketball Löwen unterlagen den EWE Baskets Oldenburg am Sonntag deutlich mit 83:111 (25:28, 25:22, 17:27, 16:34). Dabei verschlief das Team von Headcoach Pete Strobl den Start diesmal nicht, schlug sich bis zur Halbzeitpause wacker und hielt die Partie bis dahin offen. Nach einem schwachen dritten Viertel folgte ein letzter Abschnitt in dem praktisch nichts mehr funktionierte.

Auch Koné wieder fit

Nachdem der Braunschweiger Cheftrainer im Pokalspiel am vergangenen Sonntag noch auf Bazou Koné verzichten musste, stand der Guard gegen die Baskets nach seiner Verletzungspause erstmals wieder auf dem Parkett. Erneut mit Schutzmaske am Start war Karim Jallow, der bereits in der letzten Woche trotz Nasenbein-OP wieder spielte.

Löwen starten hellwach

Einen guten Start erwischte das Team von der Oker. Nachdem beide Mannschaften bei den ersten Versuchen wenig Wurfglück zu verzeichnen hatten, gelang es den Braunschweigern gleich zweimal beim Wurfversuch ein Foul des Gegners zu provozieren (3.) und in Führung zu gehen.  Dennoch blieb der Halbfinalist des Vorjahres auf Tuchfühlung und glich zur Mitte des ersten Viertels zum 9:9 (6.) aus.

Wegziehen konnten die Löwen zwar nicht, zeigten aber mit geschlossener Mannschaftsleistung und guter Körpersprache ihren Siegeswillen. In der Folge ging es eine Weile hin und her. Oldenburg wurde stärker, glich immer wieder aus und drehte den Zwischenstand 30 Sekunden vor der ersten Sirene zu seinen Gunsten. Die Chance zum Ausgleich verspielte Koné für die Gastgeber mit einem Ballverlust. Mit dem Spielstand von 25:28 ging es in das zweite Viertel.

Jallow dreht auf – Remis zur Pause

Zu Beginn des zweiten Durchgangs schien sich das Spiel der Baskets zunächst weiter zu stabilisieren, doch James Robinson drehte per Dreier auf 33:32 (12.). Auf einen 5-Zähler-Vorsprung der Braunschweiger folgte ein 9-Punkte-Run der Gäste, die sich vor allem beim Rebounding von den Hausherren abhoben – Strobl nahm eine Auszeit (16.).

Befreiend wirkte Karim Jallows spektakulärer Dunking zum Ausgleich. Kurz darauf zeigte sich der Forward erneut in ähnlicher Weise und stopfte zur Führung (17.). Diesmal nahm Mladen Drijencic ein Time-Out. Jallow blieb dennoch heiß, punktete weiter und stach nun als bester Scorer der Heimmannschaft hervor. Wieder wechselte das Geschick. Oldenburg ging kurz in Führung, doch Lukas Meißner versenkte seinen Drei-Punkt-Versuch erfolgreich und drehte abermals den Spielstand (19.). Beim Stand von 50:50 ließen die Löwen gleich drei Möglichkeiten liegen – Unentschieden zur Pause.

Braunschweig verliert den Faden

Die Quoten spiegelten die spannende Partie wieder, nahezu in allen Bereichen nahmen sich die Kontrahenten nichts. Die Punkte zur ersten Führung in der zweiten Halbzeit erzielten die Hausherren, die Antwort kam prompt per Drei-Punkte-Wurf (21.). Knapp drei Minuten lang änderte sich am Spielstand nichts, dann erhöhten die Huntestädter auf 54:59 (24.). Strobl nahm eine weitere Auszeit.

Nun verlor das Löwen-Team ein wenig den Faden, zur Mitte des dritten Viertels führte Oldenburg mit 56:63 (26.) – zwei Dreier-Versuche seitens der Gastgeber scheiterten. Immerhin stoppte ein erfolgreicher Drei-Punkte-Wurf von Robinson den Lauf des Gegners, Jallow legte gleich zwei Zähler hinterher und verkürzte den Abstand auf 59:64 (28.). Die Freude währte nur kurz, direkt im Anschluss legten die Baskets wieder fünf oben drauf und führten erstmals zweistellig. Durch einen Dreier von Karim Jallow mit der Sirene gelang es dem Strobl-Team immerhin, den zwischenzeitlich angewachsenen Rückstand zum Viertelende wieder auf zehn Punkte zu reduzieren.

Baskets ziehen deutlich davon

Am Abstand änderte sich auch im letzten Abschnitt vorerst nicht viel. Zwar erhöhte das Drijencic-Team immer wieder um zwei bis drei Zähler, doch Braunschweig kam mehrmals wieder heran. Während Jallow sich weiterhin als Top-Scorer seiner Mannschaft etablierte, war von Bryon Allen hingegen nur wenig zu sehen. Spätestens nach einem unsportlichen Foul der Löwen war die Partie gelaufen. Nach den folgenden Freiwürfen lautete der Spielstand 69:87 (35.), kurz darauf waren es 20 Punkte Rückstand.

Mittlerweile nahm das unsportliche Verhalten auf beiden Seiten zu. Kostja Mushidi konnte die Partie aufgrund zu vieler Fouls nicht beenden. Auch die Wurfquoten des zurückliegenden Teams wurden indes immer schlechter. Kurzzeitige Verkürzungen des Rückstandes und eine weitere Auszeit seitens Pete Stobl änderten an der deutlichen Niederlage nichts mehr. Drei Minuten vor Schluss lag der ernüchternde Zwischenstand bei 74:100, die Baskets sorgten in Folge für ein deutliches 83:111.

“Sind auf einem Level mit Oldenburg, müssen das aber auch zeigen”

“Das dritte Viertel war noch okay, aber im vierten sind wir komplett eingebrochen. Das darf nicht passieren. Wir haben viel zu einfache Punkte zugelassen und zu wenig gerebounded, das sind Kleinigkeiten, die wir besser machen müssen. Ich denke wir sind auf einem Level mit Oldenburg, aber das müssen wir eben auch zeigen”, sagte Karim Jallow nach dem Spiel gegenüber MagentaSport.

Basketball Löwen: Wank, Koné, Zeeb, van Slooten 6, Allen 5, Meisner 9 (3 Assists), Robinson 13 (8 Assists), Mushidi 6, Göttsche, Peterka 10 (6 Rebounds), Schilling 13, Jallow 21.

EWE Baskets Oldenburg: Hobbs 8, Hornsby 13, Herrera 4, Tadda 8, Hollatz, Breunig 17, Agbakoko 2,  Paulding 13, Mahalbasic 14, Pressey 10 (5 Assists), Schwethelm 9, Boothe 13 (10 Rebounds).