Nick Proschwitz – hier im Hinspiel – hatte den Führungstreffer für die Löwen mehrfach auf dem Fuß. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Karlsruhe/Braunschweig. Eintracht Braunschweig bleibt auch im vierten Spiel in Folge ohne Gegentor und Niederlage. Beim Remis des 25. Spieltages war beim Karlsruher SC aber deutlich mehr drin für die Mannschaft von Daniel Meyer als ein Punktgewinn.

„Die Philosophie stimmt“

Der Deutsche Meister von 1967 wartet weiterhin auf den ersten Saisondreier in der Ferne, der auch an diesem 25. Spieltag im verregneten Wilparkstadion permanent in der Luft lag. Nichtsdestotrotz bleibt die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Meyer im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und hält dank des Unentschiedens den SV Sandhausen auf drei Punkte Abstand.

Daniel Meyer hatte unter der Woche von Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann das Vertrauen ausgesprochen bekommen, auch im Falle eine Abstiegs Braunschweiger Trainer bleiben zu dürfen. „Die Philosophie stimmt“, hatte der 63-Jährige betont. Die Vollmann’sche Aussage unterlegte die Mannschaft auf der Baustelle Wildpark, verpasste dabei aber mehrfach den Siegtreffer.

Die Gäste aus Niedersachsen starteten mit Dominic Wydra für Marcel Bär (Bank) und im 4-2-3-1. Von Beginn an suchten die Löwen kompromislos den Weg nach vorne, agierten aggressiv und mutig. Vor allem über den agilen Fabio Kaufmann kamen die in gelb Gekleideten immer wieder in aussichtsreiche Positionen. In der unterhaltsamen, aber torlosen, Partie strahlte der KSC lediglich bei ruhenden Bällen Gefahr aus.

Felix Kroos war es, der einen ersten Querpass von Kaufmann nicht verwehrten konnte und damit auch Nick Proschwitz neben sich entscheidend irritierte (7.). doch war es auch der Startschuss in eine offensive Anfangsviertelstunde der Löwen. Keine zwei Minuten später flog der erste Kopfball von Proschwitz in Richtung Marius Gersbeck. Der Karlsruher Schlussmann würde im Laufe der Partie zum besten Spieler der Eichner-Elf avancieren. Braunschweig blieb dran mit Biss, erarbeitete sich ein Chancenplus. Nach neun Minuten war es erneut Kaufmann, der von Proschwitz bedient nur noch per Grätsche durch Bormuth am Treffer gehindert werden konnte.

Auf der anderen Seite behielt Jasmin Fejzic bei einem Freistoß von Heise die Übersicht und entschärfte den Abschlussversuch von Kobald (16.). Danilo Wiebe zog noch einmal aus der dritten Reihe ab (20.), bevor die Gastgeber ihre bis dahin beste Phase erwischten: Marvin Wanitzek zielte von halblinks knapp am Braunschweiger Tor vorbei (21.), dann prüfte der Mittelfeldspieler Fejzic nochmals bei einem Freistoß. Auch die nachfolgende Ecke entschärfte der Bosnier bravorös gegen Amaeci (31.). Choi vergab daraufhin die beste Möglichkeit der Badener zum Führungstreffer, weil Fejzic sich erneut reaktionsstark präsentierte (33.).

VAR-Entscheidung pro Eintracht

Nach dem Seitenwechsel war es Ji, der die Braunschweiger Führung auf dem Fuß hatte. Die Mainzer Leihgabe schob die Kugel nach einem Doppelpass mit Proschwitz aber am leeren Tor vorbei (56.). Die Gäste setzten sich erneut mit großem läuferischen Aufwand in der Karlsruher Hälfte fest, fanden aber nicht die entscheidende Lücke.

Nikolaou aus der Distanz (59.), Kaufmann nach einem schönen Sololauf (65.) und nochmals Proschwitz per Kof (67., von Nikolaou behindert) untermauerten die Braunschweiger Sehnsucht nach einem Auswärtssieg. Das Auswärtsteam war auch im Glück, als die eingewechselten Lorenz und Goller über links die KSC-Führung vergaben (69.).

Das Heimteam übte in der Schlussphase noch einmal enormen Druck aus. Und beinahe hätten die Gäste unter einer Fehlentscheidung von Schiedsrichter Florian Heft gelitten, der in der 88. Spielminute einen Strafstoß von Klaß am Philipp Hofmann gesehen hatte. Heft sah aber auch, dass der Ex-Löwe beim Zuspiel im Abseits gestanden hatte, was auch die Videobilder untermauerten. So blieb es bei der Punkteteilung.

Eintracht Braunschweig bleibt mit 25 Zählern drei vor Sandhausen (17.) und zwei vor dem VfL Osnabrück (16.). Am kommenden Samstag (13.00) gastiert Darmstadt 98 an der Hamburger Straße.

Karlsruher SC: Gersbeck – Thiede, Bormuth, Kobald, Heise – Fröde (76. Gueye), Wanitzek – Choi, Batmaz (58. Lorenz), Amaechi (58. Goller) – Hofmann Trainer: Christian Eichner

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Wiebe, Behrendt, Diakhité, Klaß – Wydra, Nikolaou – Kaufmann (72. Schwenk), Kroos, Ji (65. Bär) – Proschwitz (90.+5 Otto) Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: –

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