Grizzlys gegen Eisbären Berlin. Neuzugang Pekka Jormakka schoss die beiden ersten Tore. Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Wolfsburg. Am 14. Spieltag der PENNY DEL gelang den Grizzlys Wolfsburg am Sonntagabend ein ungefährdeter Sieg gegen die Eisbären Berlin. Mit einem bärenstarken ersten Drittel deutete das Team von Pat Cortina die Vorentscheidung früh an, sah sich ab dem zweiten Abschnitt aber kämpferischen Hauptstädtern gegenüber, die am Ende bis auf 6:4 (3:0, 1:1, 2:3) heran kamen.

Bruggisser zum dritten Mal überzählig

Veränderungen gab es im Wolfsburger Kader keine. Es fehlten weiterhin Gerrit Fauser mit Unterkörperverletzung, sowie auch Dominik Bittner. Valentin Busch spielte aufgrund seiner Quarantäne ebenfalls nicht. Dennoch stellte Cortina seine Reihen erneut um, Phillip Bruggisser gehörte mittlerweile zum dritten Mal im Folge nicht zum Aufgebot.

Top-Start der Grizzlys – Jormakka mit zwei Treffern

Mit viel Schwung ging es in das Bärenduell, in dem sich beide Seiten früh mit guten Möglichkeiten zeigten. Doch das Spiel kippte schnell zugunsten der Gastgeber. Die Chance auf sein erstes DEL-Tor hatte Grizzlys-Neuzugang Pekka Jormakka nach Zuspiel von Jordan Boucher auf der Kelle, doch Tobias Ancicka – momentan mit bester Liga-Fangquote – war auf seinem Posten (2.). Nur wenige Minuten später sah dieser allerdings nicht gut aus.

Berlins Abwehr hatte Kommunikationsprobleme. Der Goalie spielte die Scheibe hinter dem Gehäuse und war noch nicht wieder dorthin zurückgekehrt, als ein Fehlpass bei dem finnischen Stürmer landete, der auf das fast leere Tor locker zum 1:0 (5.) einnetzen konnte. Lief das Drittel bislang mit kaum Unterbrechungen, kamen die Hausherren nun in ihr erstes Powerplay. Dort schlug Jormakka abermals zu, als er einen Nachschuss zum 2:0 (9.) reinstocherte.

Auch damit war der starke Auftritt des Angreifers noch nicht beendet. Die Hauptstäder mussten erneut einen Spieler in die Kühlbox schicken und Ancicka sich ein weiteres Mal umdrehen. Wieder kamen die Schwarz-Orangen – bis dahin mit einem der schwächsten Überzahlspiele der Nordgruppe – gut zum Zug. Diesmal legte Jormakka für Toto Rech auf, der das Hartgummi mit der Rückhand zum 3:0 (12.) einschob.

Berlin schließt an – eiskalter Furchner legt nach

Im zweiten Abschnitt setzte sich das Spiel temporeich fort. Der siebenfache Deutsche Meister wollte sich noch nicht geschlagen geben und kam besser in die Partie als noch im ersten Drittel. Das führende Team hingegen konnte an den starken ersten Durchgang nicht anknüpfen. Chet Pickard im heimischen Kasten hatte zwischenzeitlich keine Langeweile, zeigte sich aber bestens aufgelegt.

Auch das nächste Powerplay zugunsten der Niedersachsen erinnerte an die eher unzureichende Leistung der letzten Partien. Darüber hinaus gelang auch kaum noch ein geordneter Spielaufbau, was auch dem teils heftigen Forechecking der Eisbären geschuldet war. Die belohnten sich für den hohen Druck und sorgten bei angezeigter Strafe mit dem Extraattacker für den 3:1-Anschlusstreffer (34.).

Wieder kam Wolfsburg in Überzahl und diesmal auch schneller und besser in Formation. Dort netzte Kapitän Sebastian Furchner völlig abgebrüht aus extrem spitzen Winkel in das kurze Eck zum 4:1 (38.) ein.

Wolfsburg legt nach – Eisbären bissig

Unter den Augen von Bundestrainer Toni Söderholm, der in der EisArena zugegen war, ging es in das Schlussdrittel. Erneut war das Spiel rasant, Berlin bewies warum man sich in der Nordgruppe die Spitze mit den Pinguins teilt und brannte auf den nächsten Treffer. Zwischenzeitlich sah es auch im 5-gegen-5 nach einem Berliner Powerplay aus.

So fruchtete das Bemühen der Gäste ein weiteres Mal, als Jonas Müller erfolgreich zum 4:2 (47.) einnetzte. Die nächste Schrecksekunde für die Automobilstädter folgte nur kurz darauf, als das Spielgerät ein weiteres Mal in Chet Pickards Netz einschlug (48.). Der Videobeweis brachte jedoch eine Kickbewegung des mutmaßlichen Schützen zutage – kein Tor.

Glück im Unglück also für die Grizzlys, denn die Berliner hatten das Spiel soweit unter Kontrolle, dass ein weiterer Treffer seitens der Wolfsburger eher in weiter Ferne lag. Ein nächstes Powerplay brachte dennoch den nächsten Erfolg. Kurz vor dem Erreichen der Vollzähligkeit stocherte Spencer Machacek die Scheibe über die Linie. Abermals wurde per Videobeweis entschieden – 5:2 (53).

Die Eisbären bemühten sich weiter, den nächsten Erfolg hatte aber Max Görtz mit dem 6:2 (55.) für das Team vom Allerpark zu verbuchen. Die Vorentscheidung war zwar gefallen, doch Berlin legte im Powerplay noch zweimal nach (59./60.).

Statistik

Grizzlys Wolfsburg: Pickard– Melchiori, Likens – Wurm, Button – Adam, Möser –  Furchner, Järvinen, Görtz – Rech, Olimb, Jormakka – Hungerecker, Pfohl, Nijenhuis  – Boucher, Festerling, Machacek –  Raabe

Torschüsse: 39 – 38

Strafminuten: 6 – 12

Bullys: 38 – 23

Tore: 1:0 (4:48) Pekka Jormakka (Rech, Olimb), 2:0 (8:56) Pekka Jormakka (Rech, Olimb) 3:0 (11:06) Anthony Rech (Jormakka, Olimb/PP1), 3:1 (33:31) Leonhard Pföderl (Zengerle/EA), 4:1 (37:30) Sebastian Furchner (Järvinen/PP1), 4:2 (46:22) Jonas Müller (Noebels, Fiore), 5:2 (52:51) Spencer Machacek (Görtz, Button/PP1), 6:2 (54:56) Max Görtz (Festerling), 6:3 (58:19) Ryan McKiernan (Zengerle, Fiore/PP1), 6:4 (59:25) Giovanni Fiore (PP1)

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