Spitzenwert: Julian Voges im Tor der Löwen musste in dieser Saison erst sieben Mal hinter sich greifen. Foto: Martin Ehlert

Braunschweig. In der Futsal-Regionalliga Nord konnte sich Eintracht Braunschweig Futsal am Samstag mit 5:1 gegen Sparta Futsal Hamburg durchsetzen und damit die Serie auf vier Siege in Folge ausbauen. Somit spielen die Löwen weiter eine Rolle im Aufstiegsrennen um die neu gegründete Futsal-Bundesliga. Das Ergebnis täuscht jedoch ein wenig, dem vermeintlich klaren Sieg war ein ausgeglichenes und kämpferisches Spiel vorausgegangen. Von Lennart Wenk.

Löwen bleiben oben dran

Mit dem Rückenwind eines 18:2-Sieges im letzten Spiel gegen Hannover schlugen die Gäste aus Hamburg in der Löwenstadt auf. Diese neu gewonnene Sicherheit nach zwei deutlichen Pleiten in den vorherigen Spielen machte sich umgehend im Spiel der Hanseaten bemerkbar. So begann in der Sporthalle Lessinggynasium ein wackeres und umkämpftes Futsalspiel, in dem sich die Spartaner zunächst die zwingenderen Möglichkeiten erarbeitet hatten. Der zu diesen Zeitpunkt sicherlich verdiente Torerfolg blieb den Gästen jedoch verwehrt. Gut für die Löwen, die sich im Angriffsspiel nun zunehmend schüttelten und ebenfalls zu Torchancen kamen. Letztendlich waren sie die effektivere Mannschaft. Sinan Balya netzte für die Eintracht zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt, unmittelbar vor der Halbzeitpause (17.).

Neue Halbzeit, alte Verhältnisse: Wieder kam Sparta um den Ex-Löwen Hendrik Kabelitz stärker aus der Kabine. Wieder besaßen sie starke Torchancen, um zum ersehnten Ausgleich zu gelangen. Doch immer wieder retteten die Löwen auf Biegen und Brechen und teilweise in höchster Not. Immer deuten die bisher nur 7 Gegentore der stärksten Abwehr der Liga an, wie sich dies gestaltete. Wenn hinzu in der Offensive die ein oder andere gute Kombination hinzu kommt, ist diese Eintracht schwer zu schlagen. Wie in der 30. Spielminute, als Jawid Haidari zum 2:0 für die Hausherren netzte. Doch diesmal antworteten die Hanseaten prompt mit dem Anschluss durch Ahmed Mhamdi (34.). Spannung kam nun jedoch keine mehr auf. Eintracht Futsal blieb eiskalt und baute in den letzten Minuten die Führung noch einmal aus. Auf das 3:1 vom Doppeltorschützen Sinan Balya folgte eine regelrechte Drangphase, die in den Treffern vier und fünf durch Matthias Raaz (37.) und Haidari (38.) mündete.

So siegte Eintracht Futsal etwas glücklich und darf weiter von der Verwirklichung der Mission Bundesliga träumen. Dies käme einer Sensation gleich, da die Budgets im Vergleich zu anderen Mannschaften der Liga verhältnismäßig niedrig sind. Nichtsdestotrotz geht es mit einem sportlichen Programm weiter. In der kommenden Woche treten die Löwen beim VfL aus Oldenburg an, ehe es in der Sporthalle Lessinggynasium zum absoluten Top-Duell gegen die Wakka Eagles aus Hamburg kommt. Diese rangieren unmittelbar hinter den Löwen auf Tabellenplatz 3 und verkauften sich zuletzt äußerst teuer gegen den Rekordmeister und Tabellenführer, HSV Panthers.