Der lange Ausfall von Dauerläufer Niko Kijewski setzt die Löwen unter Druck. Foto: Agentur Hübner

Braunschweig. Wer ersetzt Niko Kijewski? Der Dauerläufer der Löwen auf der linken Defensivseite wird aufgrund seines kürzlich erlittenen Kreuzbandrisses in dieser Saison wohl kein Spiel mehr absolvieren. In Deutschland gibt der Pool an derzeit verfügbaren vertragslosen Linksverteidigern nicht viel her. Der Blick ins europäische Ausland wirft zumindest drei geeignete Kandidaten in den Raum: Janick Kamber, Andreas Wittwer und Patrick da Silva.

Kiwi-Verletzung birgt Handlungsbedarf

Löwen-Trainer Daniel Meyer schickte in Spiel eins nach der Kijewski-Verletzung Robin Ziegele auf dessen Position ins Rennen. Die Taktik ging – wie so viele in diesem Derby – nicht auf. Dabei ignorierte Meyer auch den nominellen Linksverteidiger Lasse Schlüter. Dies legt die Vermutung nahe, dass auf dieser Position noch personell nachgebessert werden könnte.

Nach dem Ende des Transferfensters besteht nun die Möglichkeit, vertragslose Spieler an die Oker zu lotsen. Aber: Es sollte zumindest ein Spieler sein, der dem Team sofort helfen kann. Der Ex-Hannoveraner Matthias Ostrzolek wurde gehandelt, fällt nach dieser Bedingung aber raus. Der 30-Jährige ist seit Sommer nicht mehr im Mannschaftstraining und würde seine Zeit benötigen, bis er eine Hilfe sein kann. In Deutschland sucht man derzeit vergebens nach zweitligatauglichen Außenverteidigern. Wir haben uns deshalb mal im Ausland umgesehen und sind auf drei wirklich interessante Personalien gestoßen. 

Zwei Schweizer und ein Däne

Janick Kamber ist bereits seit Mitte August vereinslos. Der ehemalige schweizerische U21-Nationalspieler bringt jedoch einiges an Erfahrung mit, wurde sogar U17-Weltmeister. Ausgebildet in Basel absolvierte der 28 Jahre alte Linksfuß unter anderem 82 Partien (2 Tore) in der Schweizer Super League (1. Liga) und 117 (5 Tore) in der Challenge League (2. Liga). Zuletzt war Kamber bei Neuchâtel Xamax FCS aktiv, wo er im Sommer 2019 laut Transfermarkt.de immerhin 750.000 Euro wert war. In diesem Sommer stieg Xamax ab, Kamber war einer von 20 Abgängen und sucht derzeit einen neuen Club.

Ebenfalls aus der Schweiz stammt Andreas Wittwer. Der aus dem Nachwuchs von Young Boys und FC Thun stammende Wittwer ist mit seinen 30 Lenzen überaus erfahren, absolvierte er doch insgesamt 257 Pflichtspiele in der Super League (11 Tore), 16 Spiele in der Euro League Quali und 6 in der Euro League (1 Tor). Wittwer musste Erstliga-Absteiger Grasshoppers Zürich im Sommer verlassen und wird derzeit unter anderem in Lausanne gehandelt.

Unser dritter Vorschlag ist ein Däne (Papa) mit brasilianischer Mama. Patrick da Silva ist mit 25 Jahren der Jüngste in diesem Trio. Der Linksfuß wurde in Bröndby ausgebildet und spielte bis Anfang Oktober für den norwegischen Erstligisten Lyngby BK, von dem er unlängst freigestellt wurde, um sich einen neuen Verein zu suchen. Führt seine Reise vielleicht nach Deutschland? 

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