Löwen in Aue: Große Enttäuschung bei Kobylanski und Co: Auch im Erzgebirge reichte es nicht zum Punktgewinn. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Löwen in Aue: Große Enttäuschung bei Martin Kobylanski und Co: Auch im Erzgebirge reichte es nicht zum Punktgewinn. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Aue/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat zum Jahresauftakt 2021 beim FC Erzgebirge Aue die sechste Niederlage im achten Pflichtspiel in Folge erlitten. Trotz eines überragenden Frühstarts inklusive des Führungstreffers durch Fabio Kaufmann stand letztendlich ein 1:3 (1:1) aus Sicht der Gäste auf der Anzeigtafel. Knackpunkt war eine gewisse Schlafmützigkeit der Meyer-Elf bei gegnerischen Eckbällen.

Drei Ecken, zwei Gegentore

Keine Bewegung im Tabellenkeller. Die Niederlage im Erzgebirge müssen sich die Löwen bei aller Einsatzfreude selbst ankreiden. Erstmals seit 2010 hat der Deutsche Meister von 1967 überhaupt wieder einmal gegen die Veilchen das Nachsehen. Dabei waren die Gäste dank einer hellwachen Anfangsphase nicht unverdient durch Fabio Kaufmann in Führung gegangen. Nick Proschwitz hatte gut nachgesetzt und den Ball noch vor der Torauslinie gesichert. Über Marcel Bär und Felix Kroos kam die Kugel zum ehemaligen Auer Kaufmann, der am langen Pfosten ein gutes Näschen bewies und zum vierten Mal in dieser Saison einnetzte (17.).

Noch vor der Pause konnten die Braunschweiger bei Schneeregen dem Ansturm der Schuster-Elf jedoch nicht mehr standhalten und fingen sich kurz vor der Pause folgerichtig den Ausgleich per Kopf nach einer Riese-Ecke durch Florian Krüger (42.). Zuvor hatte sich die Meyer-Elf allzusehr zurückgezogen und dem Gegner das Spielfeld überlassen. Das Spiel blieb auch nach dem Seitenwechsel abwechslungsreichg und eng. Nach etwas mehr als einer Stunde konnte Kaufmann von Strauß noch so eben vor dem erneuten Braunschweiger Führungstor abgegrätscht werden. Im direkten Gegenzug fiel das 1:2 – wieder war Florian Krüger der Torschütze bei einem schulbuchmäßig vorgetragenen Konter, der nicht nur Jasmin Fejzic ziwschen den Braunschweiger Pfosten in Rage brachte (67.).

In Rückstand liegend vermochte der Aufsteiger die Wende nicht mehr herbeizuführen – war sogar noch im Glück, dass der eingewechselte Nazarov in der 78. Spielminute beim vermeintlichen 3:1 im Abseits stand. Pascal Testroet holte den Treffer wenig später nach. Wieder verteidigten die Löwen bei einer Ecke nicht gut (88.).

Eintracht Braunschweig bleibt damit vorerst auf Tabellenplatz 15. Am Montag, dem 11. Januar 2021 (20.30) empfangen die Blau-Gelben Bundesligaabsteiger Fortuna Düsseldorf.

FC Erzgebirge Aue: Männel – Breitkreuz, Gonther, Ballas, Strauß – Fandrich – Riese, Hochscheidt (58. Nazarov) – Zolinski (85. Rizzuto), Testroet, Krürger Trainer: Dirk Schuster

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Ziegele (81. Klaß), Wydra, Nikolaou, Schlüter (86. Putaro) – Ben Balla (81. Kobylanski), Kammerbauer – Kaufmann, Kroos (86. Abdullahi), Bär (74. Otto) – Proschwitz Trainer: Daniel Meyer

Torfolge: 0:1 Fabio Kaufmann (17. Schlüter), 1:1 Florian Krüger (42. Breitkreuz), 2:1 Florian Krüger (67. Testroet), 3:1 Pascal Testroet (88.)