Wolfenbüttel. Am Samstag, dem 03. Oktober wird es für die 1. Herren des Wolfenbütteler VC endlich wieder ernst. Rund zwei Wochen nach dem Start der Volleyball Oberliga, beginnt nun auch für die Mannschaft von Trainer Michel Kretschmer der Ligaalltag. Erster Gegner ist der Turn-Klubb Hannover, der die Gäste aus der Lessingstadt um 14 Uhr empfängt.

Vorbereitung überwiegend am Beach

Auf eine lange Vorbereitungszeit blicken die Wolfenbütteler – coronabedingt – nicht unbedingt zurück. Intensiv war diese Phase trotzdem. “Wir haben aufgrund der Corona-Auflagen zunächst nur draußen am Beach trainiert, dafür aber zweimal pro Woche. Vereinzelt ging es dann auch mal in die Halle. Es war eine interessante Zeit für mich, da ich ja noch neu im Team bin. So konnte man sich kennenlernen und ich auch schon einen Blick auf die neuen Spieler werfen”, berichtet der neue Mann an der Seitelinie des Fünftligisten, der sich vor allem über die gute Trainingsbeteiligung freute.

Frühes Pokalturnier

Im Anschluss an ein Trainingslager im August, bei dem Kretschmer selbst allerdings verhindert war und von Damen-Coach Jens Rößler vertreten wurde, folgte Anfang September das Vorrundenturnier des Nordwestdeutschen Pokals – für den Nachfolger von Alexander Dinter ein sehr früher Termin: “Für die nicht allzu lange Vorbereitungszeit kam das Pokalturnier etwas zu früh, um den Leistungsstatus richtig beurteilen zu können. So hatte das Ganze eher Testspielcharakter und war natürlich gut für die Motivation! Darüber hinaus konnte ich allerdings das Potenzial des Teams sehen.” In der Landeshauptstadt standen den Gästen Ligakonkurrent TSV Hannover und Drittligist Giesen Grizzlys II gegenüber. Der WVC bezwang den TSV, unterlag jedoch ohne Satzgewinn gegen Giesen. Für die Qualifikation zur Endrunde reichte es nicht. Es habe auch an der Abstimmung gefehlt, so Kretschmer, der daran im folgenden Testspiel gegen Regionalligist USC Braunchweig zwei schrauben wollte. Die Partie endete 3:1 zugunsten der Löwenstädter.

13 Spieler plus Co-Trainerin

Mit insgesamt 13 Spielern geht die Mannschaft in die kommende Spielzeit, darunter zwei Neuzugänge auf dem Feld. Für die Positionen Annahme und Außen wurden Samuel Morgenstern aus der Oberliga vom MTV Gifhorn verpflichtet, dazu gesellt sich Björn Reichert vom Verbandsligisten VfL Wolfsburg. Als einziger Abgang ist Yannick Jokmin zu verzeichnen. Auch Kretschmer selbst bekommt Verstärkung. Jennifer Müller, selbst als Zuspielerin beim USC Braunschweig in der Regionalliga aktiv, unterstützt den neuen Coach als Co-Trainerin und beim Scouting.
Unklar ist jedoch, ob alle Akteure regelmäßig am Training teilnehmen können, da zwei Spieler aufgrund ihres Studiums möglicherweise nur an den Spieltagen anwesend sein können.

Zufrieden mit dem Kader

Mit der Kadertiefe ist man zufrieden: “Die Mannschaft besteht aus einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern”, so der Übungsleiter, der den Kader auch hin und wieder mit Leuten der 2. Mannschaft auffüllen möchte. Auch die Arbeit bereite ihm Freude, besonders die gute Auffassungsgabe des Teams, welches er auch neben dem Feld sehr schätze.

Gesichertes Mittelfeld ist das Ziel

Die Zielsetzung für die kommende Saison lautet “gesichertes Mitteld, das halte ich für realistisch”, betont der 39-Jährige. Es wäre eine Steigerung gegenüber der Vorsaison, als sich der WVC beim Saisonabbruch, bedingt durch die Corona-Situation,  auf dem Abstiegsrelegationsplatz befand. Die Relegation fiel aus, der Klassenerhalt war damit sicher, doch so spannend möchte es der Ex-Regionalligaspieler nicht machen: “Wir möchten den Klassenerhalt schon so schnell als möglich unter Dach und Fach bringen.”

TK Hannover schnell und stark im Angriff

Bei der Konkurrenz sieht er Tabellenführer Grasdorf/Rethen, dem ASC Göttingen und den ersten Gegner aus Hannover weit oben. Burgdorf, Winsen und Giesen rechnet Kretschmer zu den Teams, die schlagbar sind. “Das ist alles eine vorsichtige Einschätzung. Bei Grasdorf hat man in den ersten beiden Spielen gesehen, dass mit denen zu rechnen ist. TK Hannover hat ein junges und fittes Team, die sind schnell und spielen einen starken Angriff. Für Winsen lief der Start nicht so gut, Burgdorf scheint nicht mehr die Stärke aus der Vorsaison zu haben und Giesen ähnelt uns ein bisschen. Die werden eher auf die Mannschaftsleistung zählen müssen, nicht auf die einzelnen Spieler.” So lautet eben auch das Konzept: “Als Mannschaft funktionieren, Freude am Spiel zeigen und hoffen, dass uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht!”